Geldbewusst
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Geldbewusst episodes

  • Folge 436 - Was kostet die Welt?

    In dem Lied “Eine Kutsche voller Mädels” von Willy Hagara aus dem Jahr 1955 heißt es:

    Eine Kutsche voller Mädels

    Und die Taschen voller Geld

    Wer hat so viel Glück bestellt

    Und was kostet diese Welt

    Der Satz "Eine Kutsche voller Mädels und die Taschen voller Geld" symbolisiert in den 1950er Jahren das Idealbild von Luxus, Erfolg und Glück. In dieser Zeit steckte Deutschland mitten im Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Menschen sehnten sich nach Wohlstand, materieller Sicherheit und einem sorgenfreien Leben.

    Der Satz "Wer hat so viel Glück bestellt" reflektiert die Verwunderung und das Staunen darüber, wer so viel Glück und Erfolg erfahren darf. "Und was kostet diese Welt" drückt aus, dass solche Ideale oft ihren Preis haben und möglicherweise zu hinterfragen sind.

    Dieser Musiktitel beschreibt die Sehnsüchte und Träume der Nachkriegszeit, in der materielle Sicherheit und das Streben nach einem sorgenfreien Leben von großer Bedeutung waren.

    Hört man diesen Titel heute ohne Kenntnis der damaligen Zeit, kann er schnell falsch verstanden werden.

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.

    2 min
  • Folge 435 - Easterlin Paradox

    Kann wirtschaftlicher Wohlstand allein das persönliche Glück steigern? Dieser Frage ging der US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Richard Easterlin nach. Seine Untersuchungen aus den 1970er Jahren liefern dazu interessante Erkenntnisse.

    Das nach ihm benannte Paradox beschreibt den scheinbar widersprüchlichen Zusammenhang zwischen Einkommen und Lebenszufriedenheit. Auf individueller Ebene zeigt sich, dass innerhalb eines Landes wohlhabendere Menschen tendenziell glücklicher sind als ärmere. Doch betrachtet man den Wohlstand einer gesamten Gesellschaft über längere Zeit hinweg, lässt sich kein linearer Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und einer nachhaltig höheren Lebenszufriedenheit feststellen.

    Mit anderen Worten: Sobald ein gewisses Grundbedürfnis nach materieller Sicherheit gedeckt ist, führt ein weiterer Anstieg des Einkommens nicht unbedingt zu einem dauerhaften Glücksgefühl.

    Menschen bewerten ihren Wohlstand oft im Vergleich zu anderen. Ein höheres Einkommen macht in einer Gesellschaft wenig Unterschied, wenn der Wohlstand aller steigt und somit kein relativer Vorteil entsteht.

    Beziehungen, Gesundheit, soziale Sicherheit und persönlicher Sinn wiegen schwerer als reines Einkommen.

    Das Easterlin-Paradox zeigt, dass Geld wichtig ist – aber nicht alles. Ab einem bestimmten Punkt rücken immaterielle Faktoren wie soziale Beziehungen, Gesundheit oder gesellschaftliche Werte in den Vordergrund. Diese Einsicht sollte dazu ermutigen, nicht nur nach materiellem Wohlstand, sondern nach umfassendem Wohlbefinden zu streben.

    Neuere Studien aus verschiedenen Ländern legen nahe, dass es durchaus langfristige Verbesserungen der Lebenszufriedenheit bei wachsendem Wohlstand geben kann – insbesondere in ärmeren Ländern, wo Grundbedürfnisse zunächst gedeckt werden müssen. Dennoch bleibt das Easterlin-Paradox ein wichtiger Denkanstoß, um den Fokus von Gesellschaften nicht allein auf Wirtschaftswachstum zu richten.

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.

    3 min
  • Folge 434 - Inflation 1923

    Die Inflation des Jahres 1923, oft als „Hyperinflation“ bezeichnet, zählt zu den gravierendsten Wirtschaftsereignissen der deutschen Geschichte. Die Preise stiegen ins Unermessliche, die Reichsmark verlor nahezu ihren gesamten Wert, und die wirtschaftlichen wie sozialen Folgen prägten eine ganze Generation.

    Die Wurzeln der Inflation lagen in den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen nach dem Ersten Weltkrieg. Deutschland war durch Reparationszahlungen gemäß dem Vertrag von Versailles wirtschaftlich stark belastet. Die Regierung griff auf die Druckerpresse zurück, um die immensen Schulden und Kriegskosten zu bewältigen, anstatt durch Steuererhöhungen zu finanzieren. Dieses exzessive Gelddrucken heizte die Inflation an.

    Ein weiterer Wendepunkt war die Besetzung des Ruhrgebiets im Januar 1923 durch französische und belgische Truppen. Als Reaktion rief die deutsche Regierung zur „passiven Resistenz“ auf, bei der Arbeitende streikten und weiterhin bezahlt wurden. Um dies zu finanzieren, wurde noch mehr Geld gedruckt, was die Inflation weiter beschleunigte.

    Zwischen Sommer und Herbst 1923 geriet die Inflation außer Kontrolle. Preise verdoppelten sich täglich, und die Menschen benötigten Unmengen von Geldscheinen, um die einfachsten Güter zu kaufen. Brot, zum Beispiel, kostete im Januar 1923 etwa 250 Mark, im November desselben Jahres lag der Preis bei 200 Milliarden Mark. Ein berühmtes Bild aus dieser Zeit zeigt Menschen, die Geld in Schubkarren transportierten oder Geldscheine als Brennmaterial nutzten, da sie billiger als Kohle waren.

    Die Hyperinflation traf Menschen mit Ersparnissen besonders hart. Das mühsam zurückgelegte Vermögen wurde praktisch über Nacht wertlos. Einige Unternehmen und Schuldner profitierten von der Entwertung, da Schulden quasi ausgelöscht wurden.

    Erst Ende 1923 gelang mit der Einführung der Rentenmark unter Reichskanzler Gustav Stresemann und Finanzminister Hans Luther die Trendwende. Die Rentenmark war an Sachwerte gekoppelt, was der Währung neues Vertrauen gab. Zusätzlich wurden Sparmaßnahmen und internationale Verhandlungen angestoßen, um Deutschlands wirtschaftliche Lage zu stabilisieren.

    Die Hyperinflation von 1923 trägt eine tiefere Symbolik: Sie steht für die Fragilität von Wirtschafts- und Finanzsystemen und für die verheerenden Folgen, die eine unkontrollierte Geldpolitik haben kann.

    Nutze bitte diese Woche dazu, deine finanzielle Situation besser gegen eine Hyperinflation zu schützen.

    3 min
  • Folge 433 - Es ist nicht alles Gold, was glänzt

    Die Redewendung "Es ist nicht alles Gold, was glänzt" weist darauf hin, dass äußere Erscheinungen oft täuschen können und dass nicht alles, was gut aussieht, auch tatsächlich wertvoll oder gut ist.

    Ursprung dieser Redewendung liegt in der mittelalterlichen und der frühen Neuzeit, als viele Materialien glänzten und teuer aussahen, obwohl sie in Wirklichkeit keinen hohen Wert hatten. Die Bedeutung ist also, dass man beim Beurteilen von Dingen oder Menschen nicht nur auf die äußeren Erscheinungen achten sollte, sondern auch auf die inneren Werte und die tatsächliche Qualität.

    Eine berühmte literarische Erwähnung dieser Redewendung findet sich in William Shakespeares Stück "Der Kaufmann von Venedig" aus dem Jahre 1596. Dort wird gesagt: "Alles, was glänzt, ist nicht Gold”.

    Wenn auch du eine Redewendung kennst, die ich hier einmal im Podcast vorstellen soll, dann schreibe mir gerne eine Nachricht über mein Kontaktformular unter http://geldbewusst.wordpress.com/kontakt

    2 min
  • Folge 432 - etwas für bare Münze nehmen

    Die Redewendung “etwas für bare Münze nehmen” bedeutet, etwas wörtlich oder ernst zu nehmen, ohne es infrage zu stellen oder nach weiteren Bedeutungen zu suchen.

    In den Sprachgebrauch gelangte die Redewendung bereits im 18. Jahrhundert. Die Bedeutung war damals, dass die Zusage einer Zahlung als barer Besitz betrachtet werden konnte, da die Zusage ebenso zuverlässig war wie die direkte Zahlung.

    Der Ausspruch "bare Münze" steht demnach für etwas Echtes und Greifbares.

    Wenn auch du eine Redewendung kennst, die ich hier einmal im Podcast vorstellen soll, dann schreibe mir gerne eine Nachricht über mein Kontaktformular unter http://geldbewusst.wordpress.com/kontakt

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.

    2 min
  • Folge 431 - Asche machen

    Du willst vermögend werden, hast jedoch keine Idee, wie das gelingen soll?

    Wie wäre es mit einem lukrativen Unternehmen, einem Brennholz-Verleih. Da lässt sich richtig Asche machen.

    Scherz beiseite. Asche machen, Geld scheffeln, Kröten einsammeln: Wie immer geht es um das liebe Geld. Doch wenn wir selbst zu Asche werden, können auch andere zu Asche gelangen. Durch ein Erbe.

    In Deutschland werden Schätzungen zufolge jährlich bis zu 400 Milliarden Euro vererbt.

    Davon wird fast die Hälfte in Form von Immobilien hinterlassen. Ein Glücksfall für diejenigen, die auf diese Weise zu Vermögen gelangen.

    Das Bundesland Schleswig-Holstein erbte im Jahr 2024 mehr als eine Million Euro. Der Grund: Es konnte kein Erbe ausfindig gemacht werden. Laut dem Finanzministerium Schleswig-Holstein gab es 435 Fälle, in denen vor allem Bankguthaben, Schmuck, Kraftfahrzeuge, Immobilien und Versicherungen vererbt wurden

    Doch wer Vermögen erbt oder geschenkt bekommt, muss dafür möglicherweise Steuern bezahlen. Die Höhe wird per Gesetzt bestimmt, durch Freigrenzen, Steuerklassen und Steuersätze.

    Im Erbrecht gibt es drei Steuerklassen, welche sich am Verwandtschaftsgrad orientieren und von den allgemeinen Steuerklassen abgekoppelt sind. Die Steuerklassen im Erbrecht regeln, wie viel vom Erbe versteuert werden muss.

    Der Staat gewährt Freibeträge beim Erben und Verschenken.

    Wichtig zu wissen: Es gibt Möglichkeiten, die Erbschaftssteuer zu vermeiden.

    Schenkungen in Höhe der Freibeträge können alle zehn Jahre steuerfrei vorgenommen werden. Somit kann vorausschauend eine spätere finanzielle Belastung für die Erben gesenkt werden.

    Durch Heirat lässt sich der Freibetrag für den Lebenspartner von 20.000 Euro auf 500.000 Euro erhöhen. Zudem unterscheidet sich der Erbschaftssteuersatz nennenswert.

    Wer ein Haus erbt, dort selbst einzieht und für 10 Jahre wohnen bleibt, kann diese Immobilie zusätzlich zum Freibetrag komplett steuerfrei erben.

    Wer ein Haus erbt und vermietet, verringert die Erbmasse und somit auch die Steuerlast durch einen Zehn-Prozent-Abschlag.

    Wer 300 Immobilien oder mehr erbt und diese Immobilien in einem "Immobilienunternehmen" für mindestens 5 Jahre hält, muss in Deutschland keine Erbschaftssteuer bezahlen. Im Anschluss dürfen die 300 Immobilien erbschaftssteuerfrei verkauft werden.

    Nutze diese Woche, um zu schauen wie hoch dein Freibetrag ist und welcher Erbschaftssteuersatz bei dir zur Anwendung kommt.

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche. Und wenn du ein interessantes Thema hast, dass ich hier im Podcast einmal vorstellen soll, dann schreibe mir gerne eine Nachricht über mein Kontaktformular unter http://geldbewusst.wordpress.com/kontakt

    Vielen Dank fürs Zuhören.

    4 min
  • Folge 430 - reise vor dem Sterben, sonst reisen deine Erben

    Zu der vorherigen Podcastfolge gab es eine nette Rückmeldung von Christiane aus Worms. Sie findet es wichtig, auch nochmal darauf hinzuweisen, sein selbst erarbeitetes Vermögen zu Lebzeiten für die schönen Seiten des Lebens einzusetzen. Und dazu hat sie einen tollen Spruch parat: “Reise vor dem Sterben, sonst reisen deine Erben.”

    Oft sagen Menschen: „Wenn ich erst einmal in Rente bin, dann gehe ich auf Reisen.” Glück für alle, bei denen dieser Plan aufgeht. Leider kommt es vor, dass Menschen vor Rentenantritt sterben. Ein plötzlicher Herzinfarkt, ein Unfall, eine schwere Krankheit kann Jeden ereilen. Niemand kann die Zukunft vorhersehen.

    Christiane sagt, sie möchte noch soviel von der Welt sehen. Ihr Geldvermögen will sie deshalb in Reisen, oder wie sie es nennt, unvergessliche Momente, investieren.

    Wofür willst du dein Geldvermögen einsetzen, bevor es zur Erbmasse wird. Schreibe mir gerne eine Nachricht über mein Kontaktformular unter https://geldbewusst.wordpress.com/kontakt

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.

    2 min
  • Folge 429 - Erbmasse

    Das Wort Erbmasse ist Dir bestimmt schon einmal begegnet. Doch was ist darunter genau zu verstehen?

    Neben Geldmitteln, Immobilien und Grundbesitz fallen auch andere Wertgegenstände, Fahrzeuge, persönliche Dinge sowie Eigentumsanteile unter die Erbmasse.

    Im Umkehrschluss gehören jedoch auch alle offenen Forderungen sowie Darlehen und Schulden zur Erbmasse, die wiederum vom Gesamtvermögen abgezogen werden müssen.

    Von der Erbmasse abzugsfähig sind die Kosten der Beantragung des Erbscheines, Notar- und Grundbuchkosten. Kosten für eine Bestattung können ebenso aus der Erbmasse heraus beglichen werden. Im Falle einer Erbauseinandersetzung können Anwalts- und Gerichtskosten das Erbe schmälern.

    Die Erbmasse wird durch das zuständige Nachlassgericht festgelegt. Nach Annahme einer Erbschaft haben die Erben sämtliche Kosten, die mit der Nachlassabwicklung zusammenhängen, zu bezahlen. Liegt der Wert der Erbschaft über dem Steuerfreibetrag, dann muss der Erbe auch Erbschaftsteuer bezahlen.

    Wichtig zu wissen ist: Wenn Verbindlichkeiten und Schulden das positive Vermögen des Erblassers übersteigen, sollte das Erbe ausgeschlagen werden.

    2 min
  • Folge 428 - Mankogeld

    Wenn Mitarbeiter in einem Unternehmen mit der Kassenführung oder Kassenabrechnung betraut sind, dann besteht ihre Aufgabe im Entgegennehmen, Zählen und Aufbewahren von Firmengeldern.

    Dies betrifft beispielsweise Menschen, die im Supermarkt an der Kasse arbeiten. Treten bei der Kassenzählung Fehlbeträge auf, kommt schnell die Frage auf, wer dafür haftet.

    Hier kommt das sogenannte Mankogeld ins Spiel. Mankogeld ist auch unter dem Begriff Fehlgeldentschädigung bekannt. Dabei handelt es sich um einen zusätzlichen Betrag, den Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern zahlen. Die Fehlgeldentschädigung muss so bemessen sein, dass der Arbeitnehmer aus ihr notfalls ein auftretendes Manko voll abdecken kann.

    Die Ursache eines Kassenmankos ist oftmals schwierig zu ergründen oder nachzuweisen. Um unnötige Konflikte und Streitigkeiten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu vermeiden, kann Mankogeld eingesetzt werden.

    Es handelt sich demzufolge um eine Art Risikopuffer für Mitarbeiter, die mit Geld oder Waren von hohem Wert umgehen. Die Idee dahinter ist, dass Arbeitnehmer für kleinere Fehlbeträge nicht haften müssen.

    Auch andere Berufsgruppen können betroffen sein: Lagermitarbeiter, wenn Fehlbeständen in einem Lager auftreten, oder Transportfahrer bei Nichtauslieferung von Waren.

    Für die Zahlung von Mankogeld ist der Abschluss einer Mankovereinbarung wichtig. Diese dient es als Anreiz für Mitarbeiter, sorgfältig mit den ihnen anvertrauten Geldern oder Waren umzugehen. Bei der Festlegung des Mankogeldes werden Risiko, Verantwortungsumfang und Höhe potenzieller Verluste miteinbezogen.

    Wichtig zu wissen ist, dass Mankogeld keine Entschädigung für grobe Fahrlässigkeit oder vorsätzliches Fehlverhalten darstellt. In solchen Fällen kann der Arbeitgeber vollen Schadensersatz vom Arbeitnehmer fordern. Alternativen zum Mankogeld können Regelungen zur Haftungsbegrenzung oder der Abschluss einer Diensthaftpflichtversicherung seitens des Arbeitnehmers sein.

    Damit es klarer wird, habe ich noch ein Praxisbeispiel:

    Kerstin arbeitet als Bedienung in einem Restaurant. Sie erhält monatlich 200 Euro Mankogeld. In Ihrer Schicht wurden Speisen und Getränke im Wert von 2.200 Euro verkauft. Der tatsächliche Kassenbestand beträgt jedoch nur 2.140 Euro. Für die Differenz von 60 Euro muss zunächst Kerstin aufkommen, weil er unterhalb von 200 Euro liegt.

    Für den Fall, dass der Fehlbetrag das monatliche Mankogeld übersteigt, käme es auf die genaue Absprache in der Mankovereinbarung an.

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.

    4 min
  • Folge 427 - Frugalismus

    Sparen durch Verzicht. Menschen, die von finanzieller Unabhängigkeit träumen und sich zum Ziel setzen, mit Ende 30 oder Mitte 40 von dem Geld Leben zu können, dass sie bis dahin übrigbehalten und vermehrt haben, nennen sich Frugalisten.

    Um ihren Traum zu verwirklichen, verzichten Frugalisten auf viele Dinge, die für andere Menschen unverzichtbar sind. Sparen statt ausgeben, lautet die Devise. Und: Wirklich nur für das Allernötigste Geld ausgeben.

    Woher kommt die Bezeichnung Frugalismus?

    „frugal“ bedeutet „einfach“ oder „bescheiden“.

    Wie wird das praktisch umgesetzt? Das Fahrrad wird genutzt, um zur Arbeit zu fahren. Auf Restaurantbesuche oder Einkaufsbummel wird verzichtet. Kaputte Dinge werden lieber repariert oder durch gebrauchte Sachen ersetzt und Urlaub findet auf dem Campingplatz statt.

    Was motivier Frugalisten?

    Die Aussicht auf finanzielle Freiheit macht sie glücklich. Das Geld für sich arbeiten zu lassen um selbst frei in der Gestaltung des Lebens zu sein, wird als lohnenswertes Ziel erachtet.

    Der Anteil des verfügbaren Haushaltseinkommens, der in Deutschland durchschnittlich gespart wird, liegt mit circa 10 bis 15 Prozent weit unter dem, was Frugalisten auf die hohe Kante legen. Sie sparen in der Regel über 40 Prozent, manche von ihnen bis zu 80 Prozent ihres Haushaltseinkommens.

    Mit dem Frugalismus verwandt ist der Minimalismus. Minimalisten reduzieren die Gegenstände in ihrem Haushalt, nutzen nur wenige Online-Dienste und Apps oder suchen Abgeschiedenheit in der Natur. Bei ihnen stehen Konsumverzicht und Vereinfachung im Mittelpunkt, nicht der Vermögensaufbau.

    Zum Vermögensaufbau nutzen Frugalisten meist renditestarke Aktien und Fonds. In jedem Fall beschäftigen Sie sich intensiv mit dem Thema Geldanlage und Geldvermehrung.

    Mit einem hohen Einkommen ist es möglich, mehr Geld zu behalten und das Ziel der finanziellen Freiheit schneller zu erreichen. Aber auch mit einem geringeren Einkommen ist das Ziel erreichbar, wenn auch mit einem längeren zeitlichen Verlauf. Insofern ist Frugalismus eine Möglichkeit, schneller finanzielle Fortschritte beim Vermögensaufbau umzusetzen.

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.

    3 min

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