Die neue Staffel "Gelesen von ..." wollte ich mit etwas Persönlichem beginnen:
Die Arbeit an den Aufnahmen zu den vorherigen 52 Gedichten hat dazu geführt, dass ich nach beinahe 20 Jahren selbst einmal wieder etwas zu Papier bringen wollte. Herausgekommen ist zunächst nichts.
Als ich aber ein wenig später mit dem "Griebens Stadtplan von Berlin" aus dem Jahre 1925 auf meinem Smartphone, durch die Straßen von Friedrichshain lief und bei schlechtem, grauen Wetter versucht habe, die alten Straßenverläufe abzugehen – soweit möglich – hat der Funke der Inspiration gezündet.
Die ähnlichen, aber doch anderen Straßenzüge und die Neubauten in den alten Kriegsbaulücken im Zusammenspiel mit dem beinahe 100 Jahre alten Stadtplan, haben mich die Ambivalenz der Zeit spüren lassen. Etwas war gerade noch da und kann noch erahnt werden und doch ist es zeitgleich komplett verschwunden.
Diese Erkenntnis wollte ich in eine lyrische Form geben und dabei versuchen eine versöhnliche Melancholie anzustimmen, wie ich sie z. B. in George Harrisons "All Things Must Pass" wiederfinde.
Somit präsentiere ich also als Einstieg in die 2. Staffel dieser kleinen Poesiestrecke mein Gedicht aus dem Februar 2024 "Ungreifbar" – gelesen vom Autor.
Link zu "Griebens Stadtplan von Berlin" von 1925:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Griebens_Stadtplan_von_Berlin_1925.jpg
✂️ Schnitt: Johanna Schmoll
🔧 Technische Umsetzung: Constantin Wiedemann
🎵 Musik: Christopher Peters
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