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Wir sprechen in diesem Podcast über ein sehr sensibles Thema: Die Alkoholkrankheit. Was ist und wie erkennt man eine Alkoholsucht? Gibt es Wege aus der Abhängigkeit und wie gehen Angehörige mit alkoholkranken Menschen am besten um? Fragen, denen wir gemeinsam mit Erna (Angehörige eines Alkoholikers und Teilnehmerin einer Al-Anon Familiengruppe für Angehörige) und Horst (Betroffener und Präsident des Blauen Kreuzes Österreich) auf den Grund gehen.
Moderatorin: Carina Schmiedseder
Zitate:
In meiner Verzweiflung als Ehefrau habe ich zum Glück den Mut gefunden und ein Al-Anon Meeting besucht. Ich hatte aber eine komplett falsche Vorstellung. Ich dachte, dass ich dort ein Rezept bekomme, wie ich den Alkoholiker zum Aufhören bewegen kann. So etwas gibt es aber leider nicht. In den Al-Anon Familiengruppen helfen wir uns gegenseitig, indem wir unsere Erfahrungen teilen und zuhören.
Ich habe die Wahl getroffen, in eine zufriedene Abstinenz zu kommen. Das Verbot nie mehr wieder Alkohol trinken zu dürfen widerstrebt den Menschen. Darum habe ich für mich eine andere Wortwahl gefunden: Ich möchte befreit leben und zufrieden abstinent leben. Es war nicht einfach, aber seit 1987 habe ich mich für die Abstinenz bewusst entschieden.
Links:
Selbsthilfegruppen finden: https://www.selbsthilfe-ooe.at/selbsthilfegruppen/
Al-Anon – Hilfe für Familien und Freunde von Alkoholikern: https://al-anon.at/
Blaues Kreuz: https://www.blaueskreuz.at
Anonyme Alkoholiker: https://www.anonyme-alkoholiker.at
Alkoholberatungsstellen Land OÖ: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/32126.htm
Kepler Universitätsklinikum |Neuromed Campus |Abteilung Suchtmedizin: https://www.kepleruniklinikum.at/kliniken-einrichtungen/psychiatrie-mit-schwerpunkt-suchtmedizin/ambulanzen/
„Trauer ist laut Sigmund Freud der Preis der Liebe. Bei der Trauer geht es um eine transformierende Beziehung vom geliebten lebenden Menschen zum geliebten verstorbenen Menschen. Mit dieser neuen, schmerzhaften Realität muss man dann erst weiterleben lernen.“ - Dr. Martin Prein, Psychologe, Thanatologe und Vortragender >
„Trauer ist Arbeit und die Maßeinheit ist, wie viel Liter Tränen man braucht. Das können alle – es besteht die Chance wieder Glück zu empfinden!“ - Volker Hartl, Betroffener und Leiter der Selbsthilfegruppe für trauernde Eltern in Linz >
„Viele Reaktionen und Verhaltensweisen von Akut-Trauernden empfinden wir eventuell nicht passend. Das heißt aber nicht, dass der Betroffene nicht richtig trauert, oder irgendwie komisch ist. Die Psyche versucht einfach automatisch zu überleben und sich eventuell zu distanzieren. Wir als Mitmenschen sind eingeladen, nicht dagegen anzukämpfen oder zu diskutieren, sondern einfach da zu sein, auch Hilflosigkeit und Sprachlosigkeit gemeinsam auszuhalten.“ - Dr. Martin Prein, Psychologe, Thanatologe und Vortragender >
**NÜTZLICHE LINKS: **
**LITERATURTIPPS VON DR. MARTIN PREIN:
„Selbsthilfegruppen sind sehr hilfreich, um in einer veränderten Lebenssituation Orientierung und Halt zu finden.“ - Volker Hartl, Leiter der Selbsthilfegruppe für trauernde Eltern und Geschwister in Linz
„Wenn jemand bei der Feuerwehr ist, ist das super und toll. Wenn jemand in eine Selbsthilfegruppe geht, ist das genau dasselbe: Selbsthilfegruppen helfen Menschen, die Hilfe brauchen.“ - Christa Katerl, Obfrau der Selbsthilfe OÖ >
„Meine Vision ist, dass der Besuch einer Selbsthilfegruppe genauso normal ist, wie der regelmäßige Arztbesuch.“ - Volker Hartl, Stv. Obmann der Selbsthilfe OÖ >
NÜTZLICHE LINKS:
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