Gemeinsam Wirtschaft gestalten

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Gemeinsam Wirtschaft gestalten episodes

  • Wohnungspolitik - Was muss passieren?
    Die Wahlergebnisse in Berlin verdeutlichten: Das Thema „bezahlbarer Wohnraum“ wurde schon viel zu lange vernachlässigt. Auch die aktuelle Regierung widmet sich diesem Thema nur unzureichend. Während für Verteidigung und Klimaschutz erhebliche finanzielle Spielräume geschaffen wurden, bleibt der Wohnungsmarkt trotz des Sondervermögens weitgehend außen vor. Gerade das gestiegene Zinsniveau erschwert private Wohnungsbauinvestitionen und erhöht damit die Notwendigkeit einer Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus. Dies mag fiskalisch kostspielig sein, im Vergleich zu Kosten und Renditen anderer Sozialausgaben jedoch absolut sinnvoll.
    13 min
  • Inflationssorgen, steigende Renditen und die Rolle der Notenbanken
    Der deutliche Anstieg der US-Schuldenquote rückt die Tragfähigkeit der Staatsverschuldung jüngst zunehmend in den Fokus. Zwar liegt das nominale Wirtschaftswachstum weiterhin über dem effektiven Zinssatz auf Staatsschulden und wirkt damit stabilisierend. Mit steigenden Refinanzierungskosten und einem moderaten Potenzialwachstum dürfte dieser Puffer jedoch zunehmend schwinden. Umso wichtiger sind ein höheres reales Wachstum und eine Begrenzung des hohen Primärdefizits. Gleichzeitig liegen die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen nach IKB-Schätzungen seit Beginn der zweiten Trump-Präsidentschaft zunehmend über ihrem fundamental erklärbaren Niveau, was auf eine beginnende Neubewertung von US-Staatsanleihen durch die Märkte hindeutet. Für die EZB liegt der Fokus auf stabilen Inflationserwartungen und die Glaubwürdigkeit des 2%-Inflationsziels, das seit der Inflationsphase 2021 bis 2024 vermehrt in Frage gestellt wird. Vor diesem Hintergrund ist die EZB nach den Erfahrungen der letzten Jahre in der Bringschuld, was eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte voraussichtlich im Dezember wahrscheinlich macht. Nur eine deutliche kurzfristige Eintrübung der Konjunkturdaten könnte die EZB von diesem Zinsschritt abhalten.
    14 min
  • Inside Real Estate: Fördermittel, Finanzierung und Nachhaltigkeit
    Neubau- und Sanierungsprojekte im Immobilienbereich stehen vor großen Herausforderungen: Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, ESG-Kriterien und wirtschaftliche Tragfähigkeit sind heute entscheidende Erfolgsfaktoren. Insbesondere große Immobilienprojekte profitieren dabei oft von der öffentlichen Förderung und verschiedenen Programmen. Doch die Förderlandschaft ist komplex. BAFA-Zuschüsse, KfW-Förderungen, Programme der Landesförderinstitute sowie regionale und kommunale Angebote bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Finanzierung. Passend zur EXPO REAL im Oktober in München erklären Sabine Beier, Abteilungsdirektorin für den Finanzierungsmarktplatz bei der IKB, und Matthias Weiland, IKB-Experte für Immobilienfinanzierung und Gebäudeförderung, warum Fördermittel für die erfolgreiche Umsetzung von Immobilienprojekten immer wichtiger werden.
    17 min
  • Fragen zu Konjunktur, Niedrigwasser und US-Verschuldung
    Die deutsche Wirtschaft zeigt seit drei Quartalen positive Wachstumszahlen und die Auftragsbestände sind aktuell hoch. Dennoch bleibt die Investitionsgeneigtheit der Unternehmen verhalten. Dies ist angesichts der typischerweise verzögerten Reaktion von Investitionen auf konjunkturelle Erholungen nicht ungewöhnlich. Entscheidend ist, ob der aktuelle Aufschwung als hinreichend stark und nachhaltig wahrgenommen wird, um trotz bestehender Überkapazitäten, globaler Unsicherheit und mehrerer Jahre schwachen Wachstums einen zusätzlichen Investitionsimpuls auszulösen und welche Rolle das Sondervermögen und wachstumsfördernde Reformen dabei spielen können, den mittelfristigen Wachstumspfad zu stabilisieren.
    Damit gewinnt die Entwicklung im dritten Quartal besondere Bedeutung. Hier belastet die anhaltende Trockenheit und das Niedrigwasser des Rheins die primär die Chemieindustrie, und über deren Vorleistungsverflechtungen zumindest im geringen Maße auch die anderen großen Branchen. Von daher ist für die Chemieindustrie von einem entsprechenden Dürre-Effekt in Q3 auszugehen.
    Die US-Staatsverschuldung wird immer wieder zum Thema volkswirtschaftlicher Diskussionen. Angesichts eines hohen Primärdefizits und steigender Renditen auf US-Treasuries werden jüngst wieder Zweifel an der Schuldentragfähigkeit der USA geäußert. Demgegenüber steht ein nach wie vor solides nominales Wachstum, dass den effektiven nominalen Zins weiterhin übersteigt.
    17 min
  • Zwischen Unsicherheiten und Wachstumsimpulsen: Wohin entwickelt sich die Bauindustrie?
    Die deutsche Bauindustrie steht seit mehreren Jahren vor erheblichen Herausforderungen. Hohe Baukosten und gestiegene Zinsen belasten insbesondere den Hochbau. Gleichzeitig setzen hohe Investitionen in die Infrastruktur wichtige Wachstumsimpulse.
    Ein einheitlicher Aufschwung ist daher bislang nicht erkennbar. In der aktuellen Folge analysieren Dennis Rauen, IKB-Sektorexperte für Konsumgüter, Handel, Logistik sowie TMT, und Maximilian Wilk, Sektorexperte für Industrie, Mobilität und Bau, die wichtigsten Treiber der Entwicklung in der Baubranche und geben einen Ausblick auf das Jahr 2027.
    19 min
  • Ausblick deutsche Konjunktur und Kommentar zu Yen-Intervention
    Die deutsche Wirtschaft atmete im ersten Halbjahr auf und zeigte eine positive Entwicklung. Auch die Entwicklung der Auftragseingänge unterstützt das Bild einer moderaten Erholung. Darüber hinaus zeigten die Exporte im ersten Quartal eine Stabilisierung. Treiber für die Exportschwäche der vergangenen Jahre sind sowohl struktureller als auch konjunktureller Natur. So sind neben der schwachen globalen Nachfrage insbesondere standortspezifische Entwicklungen, Zölle und preisliche Wettbewerbsverluste, der chinesische Wettbewerb und eine Verschiebung des nachgefragten Produktmixes, wobei insbesondere KI-Investitionen und Dienstleistungen eine Rolle spielen, als Gründe anzuführen. Auch zeigen Modellschätzungen, dass die Elastizität deutscher Exporte zur globalen Nachfrage in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist. Gleichzeitig belastete die Entwicklung des realen effektiven Wechselkurses die preisliche Wettbewerbsfähigkeit. Dennoch: Der Ausblick einer sich stabilisierenden globalen Konjunktur, die insbesondere im kommenden Jahr etwas an Dynamik gewinnen dürfte, sowie die Exportentwicklung der ersten Jahreshälfte stützen das Bild einer weiteren Zunahme der Exportdynamik in der zweiten Jahreshälfte. Dementgegen stehen die niedrigen Pegelstände der deutschen Flüsse, die die Binnenschifffahrt einschränken und damit auch konjunkturell dämpfend wirken könnten.
    Darüber hinaus hat die Abwertung des Yen gegenüber USD und EUR die Notenbanken der USA und Japans zur Intervention bewegt. Doch wie sinnvoll ist eine solche Intervention zur Stabilisierung der japanischen Währung?
    15 min
  • Credibility vs. Reality - EZB weiterhin auf Kurs
    Die EZB hat im Rahmen ihrer Pressekonferenz erwartungsgemäß keine weitere Leitzinserhöhung bekanntgegeben. Selbst ein anhaltend hoher Ölpreis dürfte für die EZB keinen unmittelbaren Handlungsdruck auslösen, da ein solcher konjunkturell dämpfend wirkt und Zweitrundeneffekte begrenzt. Dennoch muss die Notenbank nach den starken Inflationsschüben der vergangenen Jahre die Glaubwürdigkeit des Inflationsziels sichern. Darüber hinaus deuten die historischen Inflationsraten der meisten Euroländer auf eine persistente Abweichung vom Inflationsziel, wodurch die Aussagekraft eines gewichteten Inflationsdurchschnitts verwässert wird. Wie erfolgreich die EZB im Hinblick auf die Erreichung ihres Inflationsziels ist, sollte somit auch anhand der Entwicklung der Inflationsstreuung unter den Mitgliedstaaten beurteilt werden.
    Für die bevorstehenden Zinsentscheide bleibt die Entwicklung der Inflationserwartungen maßgeblich. Eine weitere Zinsanhebung im September ist wahrscheinlich. Eine Versteilung der Zinskurve könnte die EZB jedoch zu weiteren Reaktionen nötigen, um das lange Ende der Zinskurve einzufangen
    12 min
  • Das Geld liegt neben der Welle
    Fördermittel gelten als wichtiger Hebel für die Finanzierung von Investitionen. Doch viele Unternehmen suchen die größten Förderpotenziale dort, wo die öffentliche Aufmerksamkeit am höchsten ist – und übersehen dabei Chancen, die direkt vor ihnen liegen.
    In der aktuellen Folge spricht Michael Vogt, Leiter Fördermittelberatung bei der IKB, darüber, warum das Geld häufig „neben der Welle“ liegt. Er zeigt, weshalb die größten Förderpotenziale oft nicht bei Wasserstoff oder Digitalisierung, sondern bei Ersatzinvestitionen, Modernisierungen und Effizienzmaßnahmen liegen. Zudem erklärt er, warum die EEW-Förderung häufig unterschätzt wird und weshalb Fördermittel frühzeitig in die Investitionsplanung einbezogen werden sollten.
    Die Folge zeigt praxisnah, warum die größten Förderchancen häufig nicht auf der Welle liegen, über die alle sprechen, sondern direkt daneben.
    15 min
  • Wait and see - Notenbanken fahren auf Sicht
    Das Zentralbankertreffen in Sintra hat unterstrichen, dass Geldpolitik gegenwärtig unter außergewöhnlich hoher Unsicherheit operiert. Inflationsdynamik, geopolitische Risiken, Energiepreisentwicklung und konjunkturelle Resilienz prägen die geldpolitische Abwägung stärker als ein klar vorgezeichneter Zinspfad. Lagarde stellte dabei eine datenabhängige Reaktionsfunktion in den Vordergrund. Die Wirkung der Geldpolitik würde kontinuierlich anhand des Inflationsausblicks, der zugrunde liegenden Inflation sowie der geldpolitischen Transmission beurteilt. Entscheidend sei, dass Geldpolitik nicht erst mit dem formellen Zinsentscheid wirkt, sondern bereits über Erwartungen an die künftige Reaktionsfunktion der Notenbank Marktzinsen und Finanzierungsbedingungen beeinflusst. Angebotsseitige Preisschocks werden geldpolitisch vor allem dann relevant, wenn sie sich über Energiepreise hinaus auf Inflationserwartungen, Lohnsetzung und Finanzierungsbedingungen auswirken. Marktbasierte Erwartungsmaße sprechen wieder für einen Rückgang der Inflationserwartungen in Richtung Zielinflation. Die Erwartungen der privaten Haushalte bleiben demgegenüber erhöht und verweisen auf fortbestehende Prognoseunsicherheit. Die EZB wird daher vorerst einen abwartenden, datenabhängigen Kurs einnehmen. Im Juli wird sie keinen Zinsschritt vornehmen, während eine weitere Straffung im September in Abhängigkeit von den Entwicklungen im Iran-Konflikt und den Inflationserwartungen durchaus denkbar ist. Gleiches gilt für die Fed: Wurde im Rahmen der Unabhängigkeitsdebatte noch über mögliche Zinssenkungen philosophiert, halten die Märkte aktuell eine Zinsanhebung im Herbst für möglich.
    15 min
  • Deutscher Wachstumsausblick - Besserung in Sicht?
    Aufgrund der Fortschritte im Zusammenhang mit einem Abkommen im Iran-Konflikt gehen die Märkte von einer zunehmenden Normalisierung auf dem Ölmarkt aus. Darüber hinaus zeigte sich die deutsche Wirtschaft trotz der hohen Abhängigkeit von Öl aus dem Ausland vergleichsweise resilient. Dies zeigt auch der ifo-Index, der erneut eine leichte Aufhellung andeutet. Allerdings ist das Vor-Iran-Niveau noch nicht erreicht. Darüber hinaus signalisiert der langjährige Abwärtstrend alles andere als eine resiliente Unternehmensstimmung. Treiber für die Stimmung sind also eher die globalen Entwicklungen als lokale Reformfortschritte. Vor dem Hintergrund der Stimmungsaufhellung dürfte sich die deutsche Konjunkturprognose für das laufende Jahr ebenfalls vielfach verbessern. Treiber sind kurzfristige, konjunkturelle Effekte wie die trittfassende Weltkonjunktur und das natürlich das Fiskalpaket. Eine nachhaltige, resiliente Wachstumsdynamik wird damit aber noch nicht erzeugt. Um der Fremdbestimmung entgegenzuwirken, braucht es effiziente, produktivitätssteigernde Investitionen und damit wettbewerbs- und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen.
    16 min

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