Gemeinsam Wirtschaft gestalten

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Gemeinsam Wirtschaft gestalten episodes

  • Konjunkturrisiken: Kein Zinsanstieg 2027
    Jüngste Entwicklungen der Kreditvergabe und Geldmenge im Euroraum bestätigen, dass die Geldpolitik der EZB bereits restriktive Auswirkungen zeigt. Eine Serie weiterer Zinserhöhungen, wie sie der Markt erwartet, erscheint deshalb trotz der aktuell erhöhten Inflation unangebracht. Sie würde die Gefahr einer möglichen geldpolitischen Übertreibung schüren. Für die Fed ist ebenfalls entgegen den Markterwartungen von nur einer weiteren Zinsanhebung auszugehen. Denn trotz des bislang deutlichen Wachstumsbeitrags des privaten Konsums deuten der Rückgang der real verfügbaren Einkommen und der Sparquote auf eine abkühlende Konsumdynamik im kommenden Jahr. Darüber hinaus werden die gestiegenen Finanzierungskosten perspektivisch Ausrüstungsinvestitionen und KI-bezogene Investitionen belasten.
    14 min
  • Geldpolitik und DAX - Was ist zu erwarten?
    Die jüngsten Inflationszahlen überraschten erneut nach oben. Die Märkte erwarten sowohl für die Fed als auch für die EZB drei weitere Zinsanhebungen. Doch vor dem Hintergrund zunehmender Belastungen des US-Konsumenten durch einen Rückgang der realen Einkommen ist von einer Abkühlung der US-Wachstumsdynamik im kommenden Jahr auszugehen. Auch befindet sich die US-Geldpolitik bei einer weiteren Zinsanhebung bereits im restriktiven Bereich. Der geldpolitische Kurs der EZB liegt zwar auch bei einer weiteren Zinsanhebung noch im neutralen Bereich, aufgrund einer moderaten Konjunkturdynamik in der Eurozone ergibt sich allerdings nicht zwingend weiterer Handlungsbedarf. Zudem dürften sich die Auswirkungen der bisherigen Zinsschritte aufgrund des verzögerten Transmissionsmechanismus erst im kommenden Jahr zeigen.
    Der DAX liegt aktuell über der Fair-Value-Berechnung und nimmt eine konjunkturelle Erholung und steigende Unternehmensgewinne im kommenden Jahr weitgehend vorweg. Um dem DAX im Jahr 2027 weiteren Auftrieb zu geben, sind deshalb positive Überraschungen erforderlich. Gleichzeitig bergen anhaltend hohe Ölpreise, eine eintrübende globale Konjunktur oder eine Korrektur des Nasdaq erhebliche Abwärtsrisiken.
    17 min
  • Milliardenprojekt Wärmewende: Die Finanzierung der BEW
    Neun Banken, 20 Jahre Laufzeit und eine Milliarde Euro: Mit dieser Finanzierung soll die Wärmeversorgung Berlins transformiert werden. Die Transaktion für die Berliner Energie und Wärme GmbH ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich.
    In der aktuellen Folge geben Dirk von der Ahe, stellvertretender Leiter der Berliner Niederlassung der IKB, und Jennifer Bernhard, Direktorin im Bereich Corporate Structured Finance bei der IKB, Einblicke in die bedeutendste Infrastrukturfinanzierung der IKB im Jahr 2026. Sie erklären, was die Transaktion so besonders macht, welche Parteien daran beteiligt waren und welche Herausforderungen bei der Umsetzung bewältigt wurden. Weitere Einblicke in dieses Großprojekt bietet die Structured Finance in Stuttgart, auf der die BEW das Großprojekt aus ihrer Perspektive vorstellt.
    23 min
  • Wohnungspolitik - Was muss passieren?
    Die Wahlergebnisse in Berlin verdeutlichten: Das Thema „bezahlbarer Wohnraum“ wurde schon viel zu lange vernachlässigt. Auch die aktuelle Regierung widmet sich diesem Thema nur unzureichend. Während für Verteidigung und Klimaschutz erhebliche finanzielle Spielräume geschaffen wurden, bleibt der Wohnungsmarkt trotz des Sondervermögens weitgehend außen vor. Gerade das gestiegene Zinsniveau erschwert private Wohnungsbauinvestitionen und erhöht damit die Notwendigkeit einer Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus. Dies mag fiskalisch kostspielig sein, im Vergleich zu Kosten und Renditen anderer Sozialausgaben jedoch absolut sinnvoll.
    13 min
  • Inflationssorgen, steigende Renditen und die Rolle der Notenbanken
    Der deutliche Anstieg der US-Schuldenquote rückt die Tragfähigkeit der Staatsverschuldung jüngst zunehmend in den Fokus. Zwar liegt das nominale Wirtschaftswachstum weiterhin über dem effektiven Zinssatz auf Staatsschulden und wirkt damit stabilisierend. Mit steigenden Refinanzierungskosten und einem moderaten Potenzialwachstum dürfte dieser Puffer jedoch zunehmend schwinden. Umso wichtiger sind ein höheres reales Wachstum und eine Begrenzung des hohen Primärdefizits. Gleichzeitig liegen die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen nach IKB-Schätzungen seit Beginn der zweiten Trump-Präsidentschaft zunehmend über ihrem fundamental erklärbaren Niveau, was auf eine beginnende Neubewertung von US-Staatsanleihen durch die Märkte hindeutet. Für die EZB liegt der Fokus auf stabilen Inflationserwartungen und die Glaubwürdigkeit des 2%-Inflationsziels, das seit der Inflationsphase 2021 bis 2024 vermehrt in Frage gestellt wird. Vor diesem Hintergrund ist die EZB nach den Erfahrungen der letzten Jahre in der Bringschuld, was eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte voraussichtlich im Dezember wahrscheinlich macht. Nur eine deutliche kurzfristige Eintrübung der Konjunkturdaten könnte die EZB von diesem Zinsschritt abhalten.
    14 min
  • Inside Real Estate: Fördermittel, Finanzierung und Nachhaltigkeit
    Neubau- und Sanierungsprojekte im Immobilienbereich stehen vor großen Herausforderungen: Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, ESG-Kriterien und wirtschaftliche Tragfähigkeit sind heute entscheidende Erfolgsfaktoren. Insbesondere große Immobilienprojekte profitieren dabei oft von der öffentlichen Förderung und verschiedenen Programmen. Doch die Förderlandschaft ist komplex. BAFA-Zuschüsse, KfW-Förderungen, Programme der Landesförderinstitute sowie regionale und kommunale Angebote bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Finanzierung. Passend zur EXPO REAL im Oktober in München erklären Sabine Beier, Abteilungsdirektorin für den Finanzierungsmarktplatz bei der IKB, und Matthias Weiland, IKB-Experte für Immobilienfinanzierung und Gebäudeförderung, warum Fördermittel für die erfolgreiche Umsetzung von Immobilienprojekten immer wichtiger werden.
    17 min
  • Fragen zu Konjunktur, Niedrigwasser und US-Verschuldung
    Die deutsche Wirtschaft zeigt seit drei Quartalen positive Wachstumszahlen und die Auftragsbestände sind aktuell hoch. Dennoch bleibt die Investitionsgeneigtheit der Unternehmen verhalten. Dies ist angesichts der typischerweise verzögerten Reaktion von Investitionen auf konjunkturelle Erholungen nicht ungewöhnlich. Entscheidend ist, ob der aktuelle Aufschwung als hinreichend stark und nachhaltig wahrgenommen wird, um trotz bestehender Überkapazitäten, globaler Unsicherheit und mehrerer Jahre schwachen Wachstums einen zusätzlichen Investitionsimpuls auszulösen und welche Rolle das Sondervermögen und wachstumsfördernde Reformen dabei spielen können, den mittelfristigen Wachstumspfad zu stabilisieren.
    Damit gewinnt die Entwicklung im dritten Quartal besondere Bedeutung. Hier belastet die anhaltende Trockenheit und das Niedrigwasser des Rheins die primär die Chemieindustrie, und über deren Vorleistungsverflechtungen zumindest im geringen Maße auch die anderen großen Branchen. Von daher ist für die Chemieindustrie von einem entsprechenden Dürre-Effekt in Q3 auszugehen.
    Die US-Staatsverschuldung wird immer wieder zum Thema volkswirtschaftlicher Diskussionen. Angesichts eines hohen Primärdefizits und steigender Renditen auf US-Treasuries werden jüngst wieder Zweifel an der Schuldentragfähigkeit der USA geäußert. Demgegenüber steht ein nach wie vor solides nominales Wachstum, dass den effektiven nominalen Zins weiterhin übersteigt.
    17 min
  • Zwischen Unsicherheiten und Wachstumsimpulsen: Wohin entwickelt sich die Bauindustrie?
    Die deutsche Bauindustrie steht seit mehreren Jahren vor erheblichen Herausforderungen. Hohe Baukosten und gestiegene Zinsen belasten insbesondere den Hochbau. Gleichzeitig setzen hohe Investitionen in die Infrastruktur wichtige Wachstumsimpulse.
    Ein einheitlicher Aufschwung ist daher bislang nicht erkennbar. In der aktuellen Folge analysieren Dennis Rauen, IKB-Sektorexperte für Konsumgüter, Handel, Logistik sowie TMT, und Maximilian Wilk, Sektorexperte für Industrie, Mobilität und Bau, die wichtigsten Treiber der Entwicklung in der Baubranche und geben einen Ausblick auf das Jahr 2027.
    19 min
  • Ausblick deutsche Konjunktur und Kommentar zu Yen-Intervention
    Die deutsche Wirtschaft atmete im ersten Halbjahr auf und zeigte eine positive Entwicklung. Auch die Entwicklung der Auftragseingänge unterstützt das Bild einer moderaten Erholung. Darüber hinaus zeigten die Exporte im ersten Quartal eine Stabilisierung. Treiber für die Exportschwäche der vergangenen Jahre sind sowohl struktureller als auch konjunktureller Natur. So sind neben der schwachen globalen Nachfrage insbesondere standortspezifische Entwicklungen, Zölle und preisliche Wettbewerbsverluste, der chinesische Wettbewerb und eine Verschiebung des nachgefragten Produktmixes, wobei insbesondere KI-Investitionen und Dienstleistungen eine Rolle spielen, als Gründe anzuführen. Auch zeigen Modellschätzungen, dass die Elastizität deutscher Exporte zur globalen Nachfrage in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist. Gleichzeitig belastete die Entwicklung des realen effektiven Wechselkurses die preisliche Wettbewerbsfähigkeit. Dennoch: Der Ausblick einer sich stabilisierenden globalen Konjunktur, die insbesondere im kommenden Jahr etwas an Dynamik gewinnen dürfte, sowie die Exportentwicklung der ersten Jahreshälfte stützen das Bild einer weiteren Zunahme der Exportdynamik in der zweiten Jahreshälfte. Dementgegen stehen die niedrigen Pegelstände der deutschen Flüsse, die die Binnenschifffahrt einschränken und damit auch konjunkturell dämpfend wirken könnten.
    Darüber hinaus hat die Abwertung des Yen gegenüber USD und EUR die Notenbanken der USA und Japans zur Intervention bewegt. Doch wie sinnvoll ist eine solche Intervention zur Stabilisierung der japanischen Währung?
    15 min
  • Credibility vs. Reality - EZB weiterhin auf Kurs
    Die EZB hat im Rahmen ihrer Pressekonferenz erwartungsgemäß keine weitere Leitzinserhöhung bekanntgegeben. Selbst ein anhaltend hoher Ölpreis dürfte für die EZB keinen unmittelbaren Handlungsdruck auslösen, da ein solcher konjunkturell dämpfend wirkt und Zweitrundeneffekte begrenzt. Dennoch muss die Notenbank nach den starken Inflationsschüben der vergangenen Jahre die Glaubwürdigkeit des Inflationsziels sichern. Darüber hinaus deuten die historischen Inflationsraten der meisten Euroländer auf eine persistente Abweichung vom Inflationsziel, wodurch die Aussagekraft eines gewichteten Inflationsdurchschnitts verwässert wird. Wie erfolgreich die EZB im Hinblick auf die Erreichung ihres Inflationsziels ist, sollte somit auch anhand der Entwicklung der Inflationsstreuung unter den Mitgliedstaaten beurteilt werden.
    Für die bevorstehenden Zinsentscheide bleibt die Entwicklung der Inflationserwartungen maßgeblich. Eine weitere Zinsanhebung im September ist wahrscheinlich. Eine Versteilung der Zinskurve könnte die EZB jedoch zu weiteren Reaktionen nötigen, um das lange Ende der Zinskurve einzufangen
    12 min

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