Gemeinsam Wirtschaft gestalten

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Gemeinsam Wirtschaft gestalten episodes

  • Rechenzentren im Wandel – Wie KI die Infrastruktur neu definiert
    Die Nachfrage nach Rechenleistung wächst weltweit in einer neuen Dimension – getrieben vor allem durch Künstliche Intelligenz. Mit Sabine Steinbach, Sektorexpertin TMT der IKB, sprechen wir darüber, wie sich die Nachfrage entwickelt, welche Rolle Energie als limitierender Faktor spielt und was diese Dynamik für den Standort Deutschland bedeutet. Ein Gespräch über strukturelle Veränderungen, neue Anforderungen an Infrastruktur und die Frage, wie Unternehmen und Finanzierer diese Entwicklung strategisch begleiten können.
    12 min
  • EZB-Zinserhöhung - Ein wichtiges Signal für Inflationserwartungen
    Die Zinserhöhung der EZB ist primär als Signal zur Stabilisierung der Inflationserwartungen und Stärkung der geldpolitischen Glaubwürdigkeit zu interpretieren. Denn Inflationserwartungen haben sich seit Ausbruch des Krieges zunehmend vom Inflationsziel entfernt und orientieren sich mehr an aktuellen Preisschocks. Aus dieser Sicht war der heutige Zinsschritt absolut notwendig.
    Nach vorne schauend bleibt entscheidend, ob die konjunkturelle Eintrübung ausreichend sein wird, um Zweitrundeneffekte aus dem Preisschock zu begrenzen. Auch ist wichtig, dass schwache Konjunkturdaten die Inflationserwartungen und damit auch das lange Ende der Zinskurve zunehmend beeinflussen werden. Sonst ist mit einer weiteren Zinsanhebung – voraussichtlich im September – zu rechnen. Überzeugt hingegen die konjunkturelle Abkühlung, ergibt sich wenig weiterer Handlungsdruck für die EZB.
    11 min
  • Investitionen und Reformen - Ist mehr immer besser?
    Die im Rahmen des Frühjahrsgutachtens des Sachverständigenrats vorgestellten Prognosen demonstrieren erneut die Reformerfordernis für die Bundesrepublik Deutschland. Die jüngsten Energiepreissteigerungen und die damit verbundene Verschlechterung der Terms of Trade belasten Konsum und Exporte, sodass nur noch von einem Wachstum von 0,5 % für 2026 ausgegangen wird. Die Ausgaben im Zuge des Sondervermögens bleiben damit ausschlaggebender Wachstumstreiber. Zusätzlich werden steigende Beitragssätze zur Sozialversicherung in den kommenden Jahren die diskretionären Einkommen belasten sowie die Lohnkosten für die Unternehmen erhöhen und damit das Wirtschaftswachstum bremsen. Ein entscheidender Faktor für die Nachhaltigkeit der Sozialsysteme ist die Produktivität, da eine höhere Produktivität, das reale Einkommen je Erwerbstätigenstunde und damit die beitragspflichtige Bemessungsgrundlage steigert. Dies unterstreicht das Erfordernis produktivitätssteigernder Investitionen. Dabei ist Deutschlands Investitionsquote im internationalen Vergleich nicht zu niedrig, aber der Wachstumseffekt der Investitionen fällt geringer aus als z. B. in den USA. Insbesondere der Rückstand bei Investitionen in IT bzw. Zukunftstechnologien, wie bereits im Draghi-Report hervorgehoben, und der Fokus auf die Transformation der Wirtschaft belasten den Wachstumseffekt der Investitionen. Es bedarf also gezielter Investitionen durch den Privatsektor.
    19 min
  • Energiewende finanzierbar gestalten: Erfolgsfaktoren für Stadtwerke
    Massive Investitionen, angespannte Kommunalfinanzen und steigende Anforderungen von Banken prägen derzeit das Finanzierungsumfeld der Stadtwerke.
    In dieser Folge von „Gemeinsam Wirtschaft gestalten“ gibt Thomas Richter, Head of Credit Risk Management Energy, Export & Project Finance bei der IKB, fundierte Einblicke aus Banksicht.
    Er erläutert, welche Faktoren über die Finanzierbarkeit der Energiewende entscheiden, wie Banken Risiken bewerten und welche Ansatzpunkte Stadtwerke nutzen können, um ihre Investitionsprojekte auch in einem anspruchsvollen Umfeld erfolgreich umzusetzen.
    21 min
  • Konjunktur und Geldpolitik im Schatten des Iran-Konflikts
    Die hohe Unsicherheit infolge des Iran-Konflikts stellt für die Notenbanken ein schwieriges Umfeld dar.
    Doch die Notwendigkeit einer geldpolitischen Reaktion hängt maßgeblich davon ab, ob die realwirtschaftlichen Folgen des Konflikts die Inflationserwartungen einfangen. Ein länger anhaltender Konflikt oder ein weiter eskalierender Ölpreis implizieren eine Erhöhung der Wachstumsrisiken, sodass die Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Reaktion von der Dauer des Konflikts und der Höhe des Ölpreisanstiegs abhängt.
    Diese globalen konjunkturellen Risiken spiegeln sich auch in den Prognoserevisionen verschiedener Institute wider. Für Deutschland ist daher von einem weiteren Produktionsrückgang für die deutsche Industrie und die bedeutendsten Branchen auszugehen. Denn neben einem getrübten globalen Wachstumsausblick belasten standortspezifische Faktoren die lokale Produktion. Dies trübt auch die Hoffnung auf den erhofften fiskalpolitischen Multiplikatoreffekt und erhöht den Reformdruck für den Wirtschaftsstandort.
    16 min
  • Risiko steigender Ölpreise unterschätzt?
    Aktuelle Prognose gehen weiterhin von globalem Wachstum und einer damit steigenden Ölnachfrage für 2026 aus. Ein physischer Engpass, beispielsweise durch Zerstörung bedeutender Ölinfrastruktur, würde jedoch einen deutlichen Ölpreisanstieg erfordern, um die Ölnachfrage zu dämpfen und somit ein neues Marktgleichgewicht herbeizuführen. Nur eine globale Rezession, die die Nachfrage nach Öl ausreichend reduziert, kann im Fall einer solchen Unterversorgung einen drastischen weiteren Ölpreisanstieg verhindern. Die aktuelle Maßnahme der Bundesregierung, Verbraucher und Unternehmen durch eine temporäre Senkung der Energiesteuer zu entlasten, ist deshalb aus ökonomischer Sicht kontraproduktiv. Sie verzögert notwendige Nachfrageanpassungen, sodass der Druck auf den Ölpreis bestehen bleibt. Auch wenn die jüngsten Inflationszahlen bereits den Anstieg im Ölpreis spiegeln, bleibt für die EZB somit entscheidend, ob und wie schnell sich eine realwirtschaftliche Abkühlung und damit gegenläufige, deflationäre Effekte ergeben.
    14 min
  • Weitgehend stabiler Ausblick trotz hoher Unsicherheiten
    Geopolitische Spannungen, steigende Energiepreise und eine spürbar eingetrübte Stimmung setzen die Wirtschaft unter Druck. Viele Prognosen wurden zuletzt nach unten korrigiert, doch das Gesamtbild bleibt differenziert.
    In dieser Folge sprechen Klaus Bauknecht, Chefvolkswirt der IKB, und Johannes Sausen, Leiter Sektorvertrieb, über die aktuellen Entwicklungen und die Implikationen für Wachstum und Inflation. Gemeinsam ordnen sie ein, welche Konsequenzen sich für den privaten Konsum in Deutschland ergeben, warum sich der private Konsum trotz anhaltender Belastungen robuster als erwartet zeigt, und welche Faktoren dafür sprechen, dass ein drastischer Einbruch aktuell nicht zu erwarten ist.
    13 min
  • Immobilienmarkt im Wandel – zwischen Druck, Perspektiven und neuer Dynamik
    Steigende Mieten, zu wenig Neubau und ein Markt im Umbruch – die Immobilienbranche steht vor großen Herausforderungen. In dieser Folge spricht Markus Hamm, Leiter Immobilienfinanzierung bei der IKB, über die aktuelle Marktsituation, ordnet zentrale Makrotrends ein und erklärt, warum der Wohnungsbau trotz hoher Nachfrage ins Stocken geraten ist.
    Gemeinsam werfen wir einen Blick auf mögliche Lösungsansätze, beleuchten die gesellschaftlichen Auswirkungen und diskutieren die Perspektiven für den Büromarkt. Außerdem gibt Markus einen Ausblick auf die kommenden Jahre: von einer möglichen Stabilisierung ab 2026 über eine Belebung des Investmentmarktes bis hin zur Rückkehr zu einem nachhaltig funktionierenden Markt.
    19 min
  • Prognosen in unsicheren Zeiten - Was macht die EZB?
    Im Schatten der globalen Unsicherheiten infolge des Iran-Konflikts wurden die Inflations- und Wachstumsprognosen zahlreicher Institute revidiert. Dennoch behält die EZB ihren neutralen geldpolitischen Kurs bei und nimmt keine Zinsanpassung vor. Zwar könnten zur Wahrung der geldpolitischen Glaubwürdigkeit und angesichts erhöhter Inflationsrisiken moderate Zinsschritte erforderlich werden, die realwirtschaftlichen Implikationen des Irankriegs sprechen jedoch gegen eine nennenswerte Straffung. Denn entscheidend ist nicht der kurzfristige Inflationsanstieg, sondern inwieweit Zweitrundeneffekte den Inflationsausblick belasten. Insgesamt verfügt die EZB vor dem Hintergrund eines moderaten Zinsniveaus über ausreichenden Spielraum, die weitere Datenentwicklung abzuwarten. Auch die US-Notenbank sowie die Bank of England üben sich hinsichtlich Zinsanpassungen vorerst in Zurückhaltung.
    16 min
  • Iran-Konflikt – Perspektiven für Weltwirtschaft und Geldpolitik
    In Folge des Iran-Konflikts zeichnet sich eine deutliche Risikoaversion auf den Märkten ab. So kam es neben Korrekturen auf den Aktienmärkten und einem Ölpreisanstieg von um die 18% auch zu einem Anstieg der 10-jährigen US-Renditen sowie einer Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Das spiegelt die steigenden Inflationserwartungen für die USA wider, die als Nettoexporteur von Öl zwar nicht von Öl aus dem persischen Golf abhängen, deren Volkswirtschaft sich dennoch mit den global ansteigenden Rohölpreisen konfrontiert sieht. Sollte der Konflikt andauern, wäre ein Stagflationsszenario wahrscheinlich. Dahingegen würde ein andauernder Konflikt die Produzentenpreise Chinas in die Höhe treiben, was, neben der erwartbaren Abnahme der globalen Wachstumsdynamik, eine Ausweitung der chinesischen Produktionsüberkapazitäten bedingen würde. Auch wenn die steigenden Ölpreise kurzfristig einen Anstieg der Inflation mit sich bringen, sind Zweitrundeneffekte in Folge der resultierenden globalen Wachstumseintrübung selbst in einem Worst-Case Szenario unwahrscheinlich. Daher ist für die Eurozone weiterhin von einer neutralen Geldpolitik auszugehen, wobei auch im Fall eines Andauerns des Konflikts eher Raum für eine Zinssenkung als für Zinsanhebungen gegeben sein sollte.
    18 min

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