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Wie sagen, dass einen die Zuwanderung manchmal beunruhigt, ohne damit in den rechtspopulistischen Kanon einzustimmen? Eine schwierige Frage, die ich in dieser Folge mit Islamismuskennerin Saïda Keller-Messahli diskutiere. Sie selbst kennt die Schubladisierung aus eigener Erfahrung, weil sie unbequeme Fragen zum Umgang mit problematischen Fällen von Gewalt und Geldflüssen in Schweizer Moscheen stellt.
Sie findet aber, dass jeder und jede in sich einen Kompass hat, der die Grenzen des Respekts aufzeigt, aber auch hindeutet, wann etwas gesagt werden muss. Saïda Keller-Messahli ist überzeugt: Schweigen und Wegschauen hilft nur rechtspopulistischen Stimmen, die Themenführerschaft zu übernehmen, und schadet der gelebten Demokratie, die nach Ursachen und Lösungen sucht. Ein wahrlich schwieriges, aber wichtiges Thema. Wir wagen uns heran.
Drei Monate nach seinem Rücktritt aus dem Winterthurer Stadtrat erzählt uns alt Stadtpräsident Mike Künzle, wie er seine Amtszeit erlebt hat, und wie er sie in Erinnerung behalten wird. Wir erfahren, was der Bürgerliche mit sozialem Gewissen den Liegenschaftenbesitzenden ans Herz legen möchte.
Wir sprechen über den umstrittenen Namen «House of Winterthur», der aus der Fusion von Standortförderung und Winterthur Tourismus vor bald zehn Jahren (sein Baby) hervorgegangen ist.
Mike Künzle gefällt sich übrigens als Stadtvater, als der er gerne weiter zum Wohle Winterthurs stehen möchte.
Wieder einmal durfte ich mich mit tsüri.ch-Unternehmer SimonJacoby austauschen, nicht über Gott und die Welt, sondern über das «Klima-Desaster», den Anti-Züri-Reflex und natürlich die erodierende Medienlandschaft. Aber Simon ist alles andere als ein Jammeri, sondern denkt progressiv und bereits ans «tsüri» der Zukunft. Für mich ist 37-Jährige ein Pionier, der es versteht, Chancen zu nutzen und mutig auf Themen zu setzen, welche die Menschen beschäftigen.
Angriffe auf Unbeteiligte im Namen Allahs verunsichern unsere Gesellschaft – auch die muslimische notabene. Was sind die Ursachen? Braucht es schärfere Gesetze? Und welche präventiven Hebel haben wir als Zivilgesellschaft in der Hand? Ein vertiefendes Gespräch mit der Islamismus-Expertin Saïda Keller-Messahli liefert Informationen zum besseren Verständnis des Phänomens der religiösen Radikalisierung. Die Auseinandersetzung von uns allen mit dem schwierigen Thema ist für sie Grundvoraussetzung, um die Lage zu entschärfen.
Der ehemalige Bundesrat spricht erfrischend offen über die negativen Auswirkungen von Bürokratie, sein Unverständnis dafür, dass die EU als Bürokratiemonster anstatt als Friedensprojekt wahrgenommen wird. Und er erzählt, wie sich Bundesräte bei Staatsbesuchen übers Protokoll hinweggesetzt haben.
In dieser Folge beschäftigen wir uns über die Zukunft des Lokaljournalismus in der Schweiz. Simon Jacoby - Gründer des Online-Stadtmagazins tsüri.ch - schöpft aus 11 Jahren Erfahrung und hat herausgefunden, was funktioniert. Wie gelingt es, eine jüngere Generation mit spannenden News an der Stange zu halten, ohne sich von Social Media-Algorithmen abhängig zu machen? Und was treibt den jungen Medienunternehmer an, Journalismus zu betreiben?
Medienschaffende, die sich vertieft mit Islamismusfragen in der Schweiz beschäftigen, landen irgendwann bei SaÏda Keller-Messahli. Sie ist profunde Kennerin und hat viel recherchiert, unter anderem zu den Geldquellen, welche islamistische Bewegungen in der Schweiz finanzieren.
Sie hat einen muslimischen Hintergrund, hält aber generell Distanz zur Religion - was sie nicht davon abhält, eine Moschee mitzubegründen, die Gleichstellung und Menschenrechte in den Fokus stellt. Für ihre unerschrockene und beharrliche Arbeit wurde sie nicht nur ausgezeichnet, sondern auch mehrmals wegen Verleumdung vor Gericht gezogen. Die Vorwürfe konnte sie stets abwenden.
Podcast-Hintergrundsound: Andrii Poradovskyi / Pixabay
Der frühere Bundesrat Moritz Leuenberger spricht in unserem ersten Gespräch über Glaubwürdigkeit in der Politik und was sie für ihn persönlich bedeutet. Warum er seine Dilemmata im eigenen Meinungsbildungsprozess transparent macht, und wie der Egoismus der Stimmbevölkerung unsere Demokratie prägt.
(Musik: Andrii Poradovskyi / Pixabay)
Unerschrocken tritt sie an, um nichts weniger zu erreichen als die Reformation des Islam. Dafür erntet sie einerseits Respekt und Bewunderung und wird europaweit als Expertin für Extremismus oder den Nahostkonflikt eingeladen, wo sie ihre Stimme einbringt.
Saïda Keller-Messahli wird aber auch angefeindet, unter anderem von islamistischen, aber auch von linken Kreisen hierzulande, weil sie ein härteres Durchgreifen und genaueres Hinschauen der Behörden fordert, wenn es um die Finanzierung von Moscheen geht.
Soundsupport: Bensound, Benjamin Tissot
Der ehemalige Kommandant der Stadtpolizei Winterthur reflektiert die Ereignisse von 2021 und 2022, als zwei Polizisten Suizid begingen, es zu einer Administrativuntersuchung kam, und er in der Folge freigestellt wurde.
Er habe zu wenig hingeschaut, sagt er. Er trage die Mitverantwortung, doch macht ihm die Pauschalisierung der Schuld heute noch Mühe. Die Chemie mit der Departementsvorsteherin habe zudem nicht gestimmt.
Der Uno-Militärbeobachter, der sich «genetisch gesehen nicht so sehr als Polizist» sieht, und sich – wie er sagt – in seiner Rolle ab und an verbiegen musste, äussert sich in diesem Podcast.
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