(Bildquelle: Getty Images / Elena Perova / GIGA Bildbearbeitung)
Das ständige Absuchen nach Zecken raubt einem oft jegliche Geduld – besonders, wenn der Vierbeiner mal wieder durch das tiefste Unterholz gestreift ist. Dieser Handy Trick macht's leichter.
Arzt Vitor Gatinho hat einen Trick, der die abendliche Zecken- und Läuse-Suche nach dem Ausflug ins Grüne auf ein neues Level hebt – und dafür braucht es genau ein Gerät: das Smartphone. Funktioniert übrigens nicht nur bei sich selbst, sondern auch beim Partner, beim Hund – und überall sonst, wo Zecken sich gern verkriechen.
How To: Zeckensuche auf dem Handy
„Einfach die Lupe öffnen, Farben invertieren – und zack: Die kleinen Biester leuchten richtig auf im Haar.“ Vitor Gatinho bringt es für iOS auf den Punkt – und wer es selbst ausprobiert, merkt schnell, dass der Effekt tatsächlich beeindruckt.
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Schritt für Schritt: Filter für IOS aktivieren
Hinter dem Hack steckt ein Farbinvertierungs-Filter, der über eine vorinstallierte App läuft – kein Download nötig. Für iOS geht das über die „Lupe“-App, Schritt für Schritt:
- App „Lupe" öffnen – unten rechts das Zahnrad antippen.
- Über das grüne Plus das Steuerelement „Filter“ hinzufügen.
- Auf „Fertig“ tippen.
- Das Symbol mit den drei Kreisen erscheint jetzt im Bildschirm.
- Filter „Invertiert“ auswählen – fertig.
Der invertierte Farbkontrast sorgt dafür, dass kleine, dunkle Objekte auf hellem Untergrund – also Zecken oder Unreinheiten im Fell – deutlich stärker hervorstechen als mit bloßem Auge. Simples Prinzip, überraschend effektiver Effekt.
Die Anleitung für Android Nutzer
Die Lupe-Funktion ist auch hier vorinstalliert – allerdings nicht direkt in der Kamera-App zu finden. Der Weg führt über einen Shortcut:
- In der Smartphone-Suche „Lupe Shortcut“ eingeben.
- Die Abkürzung nach Wunsch einrichten.
- Shortcut ausführen – die Kamera öffnet sich samt Filteroption am rechten Rand.
- Filter „Invertiert“ auswählen – los geht's.
Kleiner Hinweis: Die Funktion steht nicht auf allen Android-Geräten zur Verfügung – erst ab Android 5.0 Lollipop ist sie mit an Bord. Wer noch älter unterwegs ist, muss auf eine Drittanbieter-App ausweichen. Die App „Open Camera“ im Google Play Store bietet so eine Alternative.
Was der Invertier-Filter eigentlich macht
Der Effekt kehrt die Farben und Helligkeit jedes einzelnen Bildpunkts um: Helles wird dunkel, Dunkles wird hell – und Farben wechseln zu ihrem jeweiligen Gegenteil auf dem Farbkreis, sowohl im RGB- als auch im CMYK-Modell. Ein sattes Rot wird zum Cyan, ein tiefes Schwarz zum Weiß.
Die Wurzeln des Prinzips liegen in der analogen Fotografie: Das klassische Schwarz-Weiß-Negativ funktioniert nach exakt derselben Logik – erst durch die Umkehrung von Hell und Dunkel entsteht das sichtbare Positiv. In der Digitalfotografie landet der Filter heute meist im Bereich ästhetischer Spielereien.
Für die Zeckensuche ist er dagegen handfest nützlich: Kleine, dunkle Parasiten auf hellem Untergrund werden durch den umgekehrten Kontrast deutlich sichtbarer.
Zecken und Läuse: Warum sie gefährlich sind
Zecken haben Hochsaison – und sie übertragen tatsächlich unangenehme Krankheiten. Gegen FSME gibt es eine Impfung, gegen Borreliose nicht. Das gilt übrigens auch für Haustiere: Hunde und Katzen schleppen die kleinen Biester genauso zuverlässig rein – und das dichte Fell macht die Suche ohne technische Hilfe zur echten Geduldsprobe.
Und Läuse? Auch kein exklusives Menschenproblem. Der Handy-Hack funktioniert in allen Fällen und macht die Suche deutlich effizienter als das bloße Auge.
Da verstecken sich die meisten Zecken
Wer direkt nach dem Outdoor-Trip absucht, erwischt Zecken meist noch bevor sie sich festgebissen haben – die krabbeln nämlich gern erst eine Weile herum, bevor sie sich einen Spot sichern. Früh dran sein heißt also: kein Stich, kein Stress.
Systematisch vorgehen lohnt sich – von Kopf bis Fuß, bei Mensch und Tier:
- Kopfhaut & Haaransatz: Warm, gut durchblutet – klassischer Hotspot.
- Ohren & Hals: Besonders hinter den Ohren gern übersehen.
- Achselhöhlen & Kniekehlen: Weiche Haut, gute Durchblutung – ideale Bedingungen für Zecken.
- Bauch, Nabel, Leiste & Genitalbereich: Unangenehm, aber wichtig – diese Zonen bitte nicht auslassen.
- Füße, Knöchel & Zehenzwischenräume: Vor allem nach Barfuß-Abenteuern relevant.
- Kleidung: Alles gut ausschütteln und absuchen – Zecken sitzen auch gern im Stoff.
Beim Hund gilt dasselbe Prinzip – nur dass das Fell die Suche ohne Handy-Trick zur echten Herausforderung macht.