(Bildquelle: Cheng Xin / Getty Images und Bildbearbeitung GIGA)
Ein Blick auf aktuelle Zahlen zeigt, dass viele iPhone-Nutzer bei diesem Update einfach nicht mitmachen – alarmierend.
iOS 26 hat ein massives Akzeptanzproblem: Monate nach dem offiziellen Start nutzen laut StatCounter nur rund 15 bis 16 Prozent aller aktiven iPhones die aktuelle Systemgeneration. Damit bleibt Apple weit hinter den Werten früherer Releases zurück – und das trotz breiter Geräteunterstützung. Die Zahlen deuten klar auf eine historische Zurückhaltung der Nutzer hin, wie man sie bei iOS in dieser Form seit Jahren nicht mehr gesehen hat.
Geringe Akzeptanz bei iPhone-Nutzern: iOS 26 kommt kaum vom Fleck
Wie die neuesten StatCounter-Daten für Januar 2026 zeigen, verteilt sich die überschaubare Nutzerbasis von iOS 26 auf mehrere Patch-Versionen:
iOS 26.1: 10,6 Prozent iOS 26.2: 4,6 Prozent iOS 26.0: 1,1 Prozent
In Summe also nur etwa 15 bis 16 Prozent – ein ernüchternd schwacher Wert für ein Apple-Update, das inzwischen mehrere Monate alt ist. Zum Vergleich: Mehr als 60 Prozent aller aktiv erfassten iPhones laufen weiterhin mit iOS 18. Vor allem die Versionen iOS 18.7 und 18.6 dominieren weiterhin den globalen Traffic.
Die bittere Wahrheit in einer übersichtlichen Grafik.
Damit bestätigt sich ein Trend, den Apple so gar nicht sehen möchte: Die Mehrheit der Nutzer bleibt schlicht beim alten System.
Historisch schwach: Frühere Updates performten deutlich besser
Dass iOS 26 sich so schwer tut, wird erst mit dem Blick auf die Vorgänger richtig deutlich:
iOS 18 erreichte vier Monate nach Veröffentlichung bereits 63 Prozent Nutzungsanteil. iOS 17 lag im vergleichbaren Zeitraum bei etwa 54 Prozent. iOS 16 schaffte es, bis Januar 2023 die 60-Prozent-Marke zu knacken.
iOS 26 hängt also gewaltig hinterher – auf weniger als ein Viertel der üblichen Adoptionsrate.
StatCounter stützt sich bei diesen Schätzungen auf Web-Traffic-Daten und wertet die Betriebssystemversionen anhand globaler Seitenaufrufe aus. Zwar veröffentlicht Apple selbst keine offiziellen Installationszahlen, doch die Statistiken zeichnen ein sehr konsistentes Bild über verschiedene Plattformen hinweg.
Vergleichsportal bestätigt Trend: MacRumors-Besucher zeigen drastischen Einbruch
Auch andere Messpunkte stützen die These der historischen Zurückhaltung. MacRumors verzeichnete im Jahresvergleich einen massiven Wandel:
Anfang Januar des Vorjahres: 89,3 Prozent der Besucher nutzten iOS 18 Aktuell: Nur 25,7 Prozent verwenden iOS 26
Auch wenn diese Daten die gesamte iPhone-Community vielleicht nicht vollständig repräsentieren, sind sie dennoch ein deutlicher Hinweis auf ein breites Muster: iOS 26 überzeugt die Anwender nicht.
Liegt es am Design? „Liquid Glass“ sorgt für gespaltene Reaktionen
Ein möglicher Auslöser für die Zurückhaltung könnte die große optische Neuausrichtung sein. iOS 26 führt mit Liquid Glass ein komplett überarbeitetes UI ein. Traditionell undurchsichtige Flächen wurden durch Schichten aus Transparenzen, Unschärfen und dynamischen Tiefeneffekten ersetzt – systemweit in allen Bedienelementen.
Was auf der WWDC zunächst als großer Wurf präsentiert wurde, sorgte jedoch schon bei der Ankündigung für kontroverse Diskussionen. Diese gemischten Reaktionen könnten nun in konkreter Form sichtbar werden – durch schlichtes Nicht-Installieren.
Dass Apple ausgerechnet mit einem Major-Release ins Schleudern gerät, zeigt ein strukturelles Problem: iOS lebt davon, dass Updates schnell von einer breiten Nutzerschaft angenommen werden. Nur so können Entwickler sich auf eine einheitliche Plattform verlassen. Eine fragmentierte Basis erschwert alles – von App-Optimierungen bis hin zu Sicherheitsfunktionen.
Noch bleibt abzuwarten, wie Apple auf die schwache Adoption reagiert. Fest steht: So schleppend wie bei iOS 26 lief es in den letzten Jahren nicht einmal annähernd.