(Bildquelle: Getty / Justin Sullivan / Bearbeitung: GIGA)
Apple lässt bei seinem nächsten iPhone etwas weg, auf das viele längst gehofft haben.
Der chinesische Leaker Digital Chat Station stellt auf Weibo klar: In der Lieferkette wird zwar über 200-Megapixel-Sensoren gesprochen, doch in aktuellen iPhone-Prototypen kommen sie nicht vor. Apple testet intern schlicht keine Modelle, in denen ein solcher Sensor bereits verbaut ist. Heißt konkret: Die Technologie ist kein Bestandteil der praktischen Prototypentests – und damit weit davon entfernt, in einem marktreifen iPhone zu landen.
Stattdessen arbeiten die Ingenieure aus Cupertino weiterhin an der Optimierung der bestehenden 48-Megapixel-Kameras, die seit dem iPhone 14 Pro zum Einsatz kommen (Quelle: MacRumors).
iPhone 18 muss auf 200-Megapixel-Kamera verzichten
Erst kürzlich prognostizierte eine Forschungsnotiz von Morgan Stanley, dass Apple eine 200-MP-Kamera bis 2028 einführen könnte. Digital Chat Station widerspricht dieser Zeitlinie nicht grundsätzlich, betont aber, dass sich der Sensor derzeit nicht in der technischen Entwicklungsphase befindet und damit natürlich auch fürs iPhone 18 nicht in Frage kommt.
Interessant: Der gleiche Leaker hatte bereits 2023 angedeutet, dass Apple die Technologie durchaus prüfe – bloß nicht aktiv entwickle. Seine neuen Aussagen festigen dieses Bild: Die Idee ist präsent, aber von einer Umsetzung sind wir meilenweit entfernt.
Samsung ist längst weiter – Apple verfolgt andere Prioritäten
Während Apple zögert, liefert Samsung schon seit 2023: Das Galaxy S23 Ultra und seine Nachfolger setzen auf eine 200-Megapixel-Hauptkamera, die beeindruckende Detailtiefe und extrem hohe Auflösungen ermöglicht. Fotos können stärker zugeschnitten oder in großen Formaten gedruckt werden, ohne dass die Bildqualität deutlich leidet.
Apple verfolgt dagegen eine andere Philosophie. Die aktuellen Prototypen des iPhone 18 Pro sollen erneut auf:
eine 48-Megapixel-Hauptkamera mit variabler Blende und eine 48-Megapixel-Telekamera mit längerer Brennweite
setzen. Der Fokus liegt laut Leaker klar auf:
besserer Low-Light-Performance höherer optischer Flexibilität größeren Linsenöffnungen
Kurz: Apple versucht, mehr Licht und bessere Dynamik aus weniger Pixeln herauszuholen – statt die reine Auflösung zu erhöhen.
200-MP-Sensoren noch in der Materialbewertung
Besonders aufschlussreich: Die angeblich von Samsung stammenden Sensoren sollen sich laut DCS derzeit nur in der sogenannten Material- oder Komponentenbewertungsphase befinden. Das bedeutet: Es handelt sich um reine Machbarkeitsstudien. Apple prüft dabei, ob die Sensoren theoretisch geeignet wären, sie werden aber noch nicht in funktionsfähige Prototypen integriert.
Kurzum: In der Praxis ist das die Phase vor jeglicher echter Entwicklungsarbeit – ein Produktstart ist noch weit entfernt.
Fazit: Apple spart sich die Mega-Megapixel – vorerst
Für das iPhone 18 bedeutet das: Eine 200-Megapixel-Kamera ist aktuell kein Thema und wird auch in naher Zukunft keins sein. Apple bleibt seinem Kurs treu und setzt auf eine Kombination aus Software-Magie und bewährter 48-MP-Hardware, statt die Megapixelzahl künstlich aufzublasen. Ob der Strategiewechsel irgendwann kommt? Möglich, aber frühestens in einigen Jahren. Bis dahin bleibt Samsung beim Thema Auflösung klar in Führung – während Apple andere Stärken ausspielt.