(Bildquelle: GIGA)
Kia bietet mit dem K4 in meinen Augen einen der schönsten Wagen auf dem Markt an. Schade nur, dass es dieses Schmuckstück nur mit reinem Verbrenner gibt.
Optisch ein Highlight
Der Kia K4 gefällt mir von allen neuen Autos, die das Unternehmen zuletzt auf den Markt gebracht hat, noch am besten. Die Karosserie wirkt sehr bullig und breit. Ihr bekommt eine lange Motorhaube und ein richtig dickes Heck.
Das Heck des Kia K4 gefällt mir richtig gut. (Bildquelle: GIGA)
Später soll auch noch ein Kombi erscheinen, der mir sogar noch mehr zusagen würde. Schon im normalen K4 habt ihr extrem viel Platz auf den vorderen und hinteren Sitzen. In der GT-Line natürlich in der besten Ausstattung mit tollen Oberflächen.
Vorne gibt es viel Platz. (Bildquelle: GIGA)
Für eine luftige Atmosphäre sorgt zudem das Glas-Hub-Dach, das ihr öffnen könnt und das bei dem dunklen Innenraum zusätzlich für viel Licht sorgt.
Glasdach sorgt für eine hellere Atmosphäre im Auto. (Bildquelle: GIGA)
Ich bin 181 cm groß und hatte hinter mir selbst noch genug Platz. Wichtig: Der Sitz ist hier etwas weiter zurückgefahren durch die Komfort-Funktion. Wenn ich vorne sitzen würde, wäre noch mehr Platz da, weil der Sitz dann auf die programmierte Stellung vorfährt. So wird das Ein- und Aussteigen erleichtert.
Viel Platz auf den Rücksitzen. (Bildquelle: GIGA)
Im Kofferraum habt ihr für Einkäufe und Ähnliches sehr viel Platz. Es sind nicht nur kleine Haken vorhanden, an denen ihr eure Einkäufe aufhängen könnt, sondern auch ein 12-Volt-Anschluss für beispielsweise eine Kühltruhe.
Riesiger Kofferraum. (Bildquelle: GIGA)
Alles fühlt sich richtig gut an, es gab beim Testwagen keine störenden Geräusche und ich hatte mehr Platz als ich persönlich bräuchte.
Matte OberflächenNur eine glänzende Leiste. (Bildquelle: GIGA)
Was mich zusätzlich begeistert hat, waren die matten Oberflächen. Bei Kia gibt es je nach Modell verschiedene Oberflächen. Beim K4 ist, bis auf die Displays und eine Leiste, alles matt und ich liebe es.
Fliege ich einen Jet? (Bildquelle: GIGA)
Selbst in der Mittelkonsole, wo viele Hersteller auf glänzende Oberflächen setzen, ist alles herrlich matt. Nur der riesige Gangwahlhebel wirkt wie aus der Zeit gefallen. Als würde man einen Düsenjet fliegen müssen.
Sitzheizung und -belüftung an Bord. (Bildquelle: GIGA)
Auch die Tasten für die Sitzheizung und -belüftung, die Lenkradheizung und Memory-Funktion sind matt. Nur ganz wenige Bereiche haben glänzende Oberflächen, die aber kaum auffallen und vermutlich auch nicht so schnell verkratzen.
Aufgeräumtes CockpitAufgeräumtes Cockpit. (Bildquelle: GIGA)
Das Cockpit des Kia K4 ist schön aufgeräumt, alles lässt sich in kurzer Zeit einfach bedienen und durch das Head-up-Display habt ihr alle wichtigen Informationen während der Fahrt im Blick.
Die Assistenzsysteme arbeiten im Kia K4 zuverlässig. Nur wenn die Straße zu breit ist, weiß der Wagen nicht so recht, an welcher seitlichen Linie er sich orientieren soll. Das kam aber nur auf einer ganz neuen Straße bei uns vor und sonst nicht.
Der VerbrennerFür mich ein etwas zu hoher Verbrauch. (Bildquelle: GIGA)
Ich bin den Kia K4 insgesamt 1.000 km gefahren. Mit dabei war ein langes Stück Autobahn, viel Landstraße und in der Stadt. Insgesamt kam ich auf einen Verbrauch von durchschnittlich 7,3 Litern. Das geht für einen reinen Verbrenner in meinen Augen in Ordnung – wobei weniger sicher besser wäre.
Verbaut ist ein 1,6 Liter T-GDI DCT7 mit Frontantrieb und 180 PS. An der Leistung habe ich auch nichts zu meckern. Der Wagen beschleunigt gut, hat genug Power auf der Autobahn und hält sich geräuschtechnisch im Rahmen.
Ich finde trotzdem, dass dem Kia K4 ein Vollhybrid besser gestanden hätte. Er hätte zwei Probleme gelöst:
- Die Anfahrschwäche des Wagens war für mich im Alltag wirklich nervig. Manchmal habe ich aufs Gas gedrückt und es passierte erst einmal nichts, bevor dann richtig viel Leistung zur Verfügung stand. Auch das Getriebe hat manchmal komische Geräusche gemacht.
- Mit einer kleinen Batterie, die sich wie bei Toyota während der Fahrt selbst auflädt, wäre der Verbrauch potenziell erheblich geringer.
Fazit: Tolles Auto mit falschem HerzenEin echter Hingucker. (Bildquelle: GIGA)
Es wird sicher Kia-Fans geben, die einen reinen Verbrenner ohne E-Power bevorzugen. Ich gehöre leider nicht dazu. Für mich hat ein E-Motor mit kleiner Batterie wie in meinem Toyota sehr viele Vorteile gezeigt. Ich würde darauf nicht mehr verzichten – auch wenn der Kia K4 optisch meinen Geschmack voll trifft, super fährt, viel Platz bietet und sich hochwertig anfühlt.
K4 beim Hersteller anschauen
Ich habe die 1.000 km im Kia K4 zum Großteil wirklich genossen. Mit einem kleinen Hybridsystem fände ich den K4 fast perfekt für mich. So ist er für mich irgendwie aus der Zeit gefallen. Vielleicht kommt später noch ein Hybridsystem, dann würde ich ihn gern wieder fahren.