Konzentration im Bewerbungsgespräch: Wer bei Apple punkten will, braucht nicht nur Fachwissen. (Bildquelle: Apple / Bildbearbeitung: GIGA.de)
Ihr wollt zu Apple und habt von schrägen Fragen im Bewerbungsgespräch gehört? Wir zeigen euch, was Bewerber berichten und wie ihr euch nicht verunsichern lasst.
Wie die Bewerbungen bei Apple zu ihrem Ruf kamen
Apple ist ein begehrter Arbeitgeber in der Tech-Welt und entsprechend groß ist der Andrang auf offene Stellen. In Foren (wie hier bei Reddit) berichten Bewerber, dass sich der Bewerbungsprozess über Wochen hinzieht und aus mehreren Runden mit Telefon-, Video- und Vor-Ort-Gesprächen bestehen kann.
Viele von ihnen nehmen den Ablauf als sehr anstrengend und wenig transparent wahr, da zwischendurch teils lange Funkstille zu herrschen scheint oder weil immer wieder neue Interviewrunden dazukommen – von absurden Fragen mal ganz abgesehen.
„Wie viele Autos gibt es in den USA?“ – Beispiele von Bewerbern
In einem viel diskutierten Reddit-Thread sammeln Nutzer ungewöhnliche Fragen, die ihnen oder anderen in Apple-Interviews gestellt wurden. Hier einige der skurrilsten Beispiele:
„Wie viele Autos gibt es in den Vereinigten Staaten?“ „Was ist die kreativste Art, eine Uhr kaputtzumachen?“ „Wie würdest du einen Toaster testen?“ „Wie viele Kinder unter zwölf Jahren benutzen wohl ein iPad?“ „Wie würdest du deiner Großmutter erklären, was RAM ist?“ „Was ist wichtiger: das Problem des Kunden zu lösen oder ein gutes Kundenerlebnis zu schaffen?“ „Wie viele Golfbälle passen in einen Schulbus?“ „Wenn du ein Pizzabote wärst, wie würdest du von einer Schere profitieren?“Das steckt hinter den absurden Fragen
So bizarr manche Beispiele wirken: Der Sinn dahinter ist nicht, die Bewerber bloßzustellen. Mit offenen, hypothetischen Fragen können Recruiter besser einschätzen, wie strukturiert ihr denkt, ob ihr kreativ mit Problemen umgeht und ob ihr verständlich erklären könnt, was ihr wisst.
Bei Schätzfragen oder Gedankenexperimenten gibt es deshalb selten eine „richtige“ Zahl, sondern es zählt, welche Rückfragen ihr stellt und wie ihr eure Antworten begründet.
Von Interview-Marathon bis Ghosting
Einige Nutzer schildern, dass sie sechs bis acht Gespräche, teils über zwei Monate verteilt, hinter sich bringen mussten und am Ende geghostet wurden, also keine klare Rückmeldung erhalten haben. Andere wiederum erzählen von sehr langen Interviewtagen mit mehreren technischen Gesprächen hintereinander, die sich wie ein Marathon anfühlten.
Gleichzeitig gibt es aber auch Stimmen, die den Prozess als professionell, aber eben anspruchsvoll beschreiben. Ihr seht, die Erfahrungen fallen je nach Team, Standort und Position sehr unterschiedlich aus.
Starke Einleitung, starkes Bewerbungsschreiben! Im Video erfahrt ihr, wie ihr mit wenigen Sätzen Interesse weckt und euch von der Masse abhebt.
» Video ansehen: Top-Einleitungssätze für Bewerbungen
Tipps aus der Community für Bewerbungen bei Apple
In Threads mit Ratschlägen rund um den Einstieg bei Apple (wie hier bei Reddit) raten (ehemalige) Apple-Mitarbeiter dazu, sich nicht nur auf den klassischen Bewerbungsprozess zu verlassen. Wer bereits jemanden bei Apple kennt, kann sich zum Beispiel empfehlen lassen. Ansonsten scheint es lohnenswert zu sein, in Stores aktiv das Gespräch mit Mitarbeitenden zu suchen und echtes Interesse an Produkten und Kundenerlebnissen zu zeigen.
Zudem betonen mehrere User, wie wichtig überzeugende Soft Skills sind: offen auftreten, gut zuhören, Kundenbedürfnisse verstehen und im Gespräch ruhig bleiben.
Das könnt ihr aus den Berichten mitnehmen
Bitte bedenkt, dass die oben geschilderten Beispiele Einzelfälle aus Foren sind und ausschließlich subjektive Eindrücke widerspiegeln.
Wichtig für euch ist es, das Prinzip zu verstehen: Apple testet offenbar weniger das auswendig gelernte Wissen, sondern ist interessiert an eurer Art zu denken, zu kommunizieren und will wissen, wie ihr mit komplexen oder unerwarteten Situationen umgeht.
Wenn ihr euch darauf einstellen könnt, euch nicht von ungewöhnlichen Fragen aus der Ruhe bringen lasst und eure Antworten klar begründet, seid ihr gut gewappnet für das Vorstellungsgespräch.