(Bildquelle: GIGA)
Das Xiaomi 17 hat nicht nur Deutschland erreicht, sondern auch meinen Alltag. Ich konnte das kompakte Top-Smartphone in den letzten Wochen ausprobieren und wurde positiv überrascht.
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Xiaomi 17 im Test: Fazit
GIGA-Wertung:
8/10
Das chinesische Unternehmen hat mit dem Xiaomi 17 ein beeindruckendes Smartphone gebaut. Es liegt durch die kompakten Außenmaße super in der Hand, fällt in der Hosentasche dadurch kaum auf, bietet eine herausragende Performance, hohe Akkulaufzeit und gute Kameraqualität.
Ich gebe zu, dass ich bezüglich der Software immer noch skeptisch bin. HyperOS hat sich im Vergleich zu MIUI, mit dem ich zuletzt ein Xiaomi-Gerät hatte, positiv weiterentwickelt. Klar, Xiaomi orientiert sich immer mehr an Apple, doch das ist in dem Fall nichts Schlechtes und war für mich am Ende auch die Überraschung. Ich bin gut klargekommen, auch wenn die vielen Einstellungen und Möglichkeiten unübersichtlich wirken.
Kritisieren kann ich im Grunde nur die Rückseite aus Kunststoff. Die Konkurrenz setzt auf Glas. In der Hülle merkt man den Unterschied aber sowieso nicht. Zudem die etwas schwächere Update-Politik im Vergleich zu Samsung oder Google. Ihr bekommt nämlich „nur“ fünf neue Android-Versionen und sechs Jahre Sicherheitsupdates. Bei der Konkurrenz ist beides für sieben Jahre garantiert.
Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich das Xiaomi 17 mag. Ihr bekommt ein kompaktes High-End-Smartphone mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und einer Software, die sich zunehmend positiv entwickelt.
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Vorteile:
- + Formfaktor
- + Display
- + Software
- + Performance
- + Akkulaufzeit
- + Fingerabdrucksensor
- + Update-Garantie von 5 bzw. 6 Jahren
- + Schutzhülle & Schutzfolie im Lieferumfang
Nachteile:
- - Materialwahl der Rückseite
- - Kein microSD-Slot
- - Kein Netzteil im Lieferumfang
Schön handlichDas Xiaomi 17 liegt gut in der Hand. (Bildquelle: GIGA)
Ich bin eigentlich ein Fan von großen Smartphones, denn ich mache so gut wie alles damit. Mit 6,3 Zoll fällt das Xiaomi 17 für mich entsprechend klein aus. Im Testzeitraum habe ich daran trotzdem meine Freude gehabt. Es ist leicht, liegt gut in der Hand und fällt in der Hosentasche kaum auf. Die üblichen Nachteile wie ein kleiner Akku oder eine schlechtere Kamera sind hier nicht vorhanden.
Optisch hat sich Xiaomi in Richtung Apple bewegt und ich persönlich finde das gut. Ihr bekommt ein schönes Smartphone mit einer großen Kameraeinheit auf der Rückseite, die etwas abgesetzt ist. Der Rahmen besteht aus Metall, die Rückseite hingegen aus Kunststoff. In der Preisklasse sieht man das nicht mehr so oft.
Fast randloses DisplayDie Bildschirmränder sind sehr dünn. (Bildquelle: GIGA)
Richtig gut gefällt mir auch das 6,3-Zoll-Display. Es ist schön scharf, lässt sich durch die Klarheit und hohe Helligkeit in so gut wie jeder Situation ohne Probleme ablesen und der Fingerabdrucksensor im Display arbeitet hervorragend. Daran können sich andere Hersteller gern orientieren.
Positiv erwähnen muss ich zudem die Tatsache, dass auf dem Display direkt eine Schutzfolie installiert ist. Das kommt nur noch ganz selten vor. Im Lieferumfang befindet sich zudem eine durchsichtige Schutzhülle aus Kunststoff, die zumindest für den Anfang reicht. Ich würde sie aber gegen ein Modell aus weicherem Material austauschen, damit Stürze besser abgedämpft werden und die Oberfläche nicht so rutschig ist.
Sehr hohe LeistungDas Xiaomi 17 glänzt mit einer hohen Performance. (Bildquelle: GIGA)
Egal ob bei der normalen Bedienung von HyperOS oder in Apps beziehungsweise Spielen, es ist genug Leistung vorhanden. Der Snapdragon 8 Gen 5 holt alles aus dem Smartphone heraus und macht hier eine starke Figur. Mir ist nur aufgefallen, dass die Rückseite hin und wieder spürbar wärmer wird. Gedrosselt wurde das Handy in meinem Alltag aber nicht – zumindest habe ich es nicht gemerkt, falls doch.
Neue KI-FunktionenHyperOS 3.0 erinnert stark an iOS mit Android-touch. (Bildquelle: GIGA)
Das Xiaomi 17 integriert zahlreiche KI-Funktionen direkt ins Betriebssystem. Dazu gehören KI-Schreiben zur Unterstützung beim Verfassen von Texten, KI-Spracherkennung zur Verarbeitung gesprochener Inhalte sowie eine KI-Suche, die Informationen auf dem Gerät schneller auffindbar macht. Ergänzt wird das durch dynamische KI-Hintergrundbilder, die automatisch generierte oder angepasste Designs auf dem Smartphone ermöglichen.
Xiaomi hat viele KI-Funktionen integriert – auch welche von Google. (Bildquelle: GIGA)
Auch im Kamera- und Kreativbereich spielt Künstliche Intelligenz eine immer wichtigere Rolle. Ein KI-Kreativitätsassistent unterstützt bei der Erstellung und Bearbeitung von Fotos und Videos. Funktionen wie der 20-fache „KI Ultra-Zoom“ verbessern Details bei starkem Zoom digital, während KI-basierte Motiverkennung, Hauttonoptimierung und Porträttrennung für natürlichere Porträts sorgen. Zusätzlich hilft KI bei der Rauschunterdrückung in Videos und bei KI-gestützten Videofunktionen wie KI Film.
Nicht fehlen darf Google Gemini. Der Assistent kann Fragen beantworten, Inhalte analysieren oder bei Aufgaben helfen. Über ein Gemini-Overlay kann der Assistent schnell aufgerufen werden. Außerdem ermöglicht er KI-Bildgenerierung und die Interaktion mit verschiedenen Apps. Ihr habt also sowohl produktive als auch kreative Assistenten an eurer Seite, wenn ihr sie nutzen wollt. Wirklich aufdringlich waren sie in meinen Augen aber nicht.
Solide KameraDie Kameraleistung hat mich positiv überrascht. (Bildquelle: GIGA)
Xiaomi verbaut im neuen Smartphone leitungsstarke Kamerasensoren, die sich im Test gut geschlagen haben. Das Wetter hat bei meinen Aufnahmen auch wirklich mitgespielt, sodass das Xiaomi 17 abliefern konnte. Ich bin mit den Aufnahmen sowie dem Zoom zufrieden. Nachfolgend könnt ihr euch einige Fotos anschauen, die ich mit dem Xiaomi 17 gemacht habe:
(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)Gute AkkulaufzeitIm kleinen Xiaomi 17 ist ein großer Akku verbaut. (Bildquelle: GIGA)
Xiaomi verbaut im 17 einen riesigen 6.330-mAh-Akku, der für eine außerordentlich gute Laufzeit sorgen soll. Tatsächlich bin ich mit der Akkulaufzeit durchaus zufrieden. Ich kam auf zwei Tage. Bei so einem großen Akku hätte ich mit etwas mehr gerechnet. Besonders niedrig war der Verbrauch im Standby. Hier hat der Akku so gut wie keine Kapazität verloren.
Aufladen könnt ihr das Xiaomi 17 mit bis zu 100 Watt per Kabel und mit bis zu 50 Watt kabellos. Leider liegt kein Netzteil bei. Wollt ihr das volle Potenzial nutzen, müsst ihr ein Netzteil kaufen. Ihr könnt aber auch jedes USB-C-Netzteil benutzen, das ihr besitzt. Dann könnte die Ladezeit etwas höher ausfallen.
Wertungen im Detail
Kategorie
Wertung (max. 10)
Nachhaltigkeit
7
Verarbeitung, Haptik und Design
8
Display
8
Kameras
8
Software
8
Performance
9
Telefonie und Audio
8
Speicher
8
Akku und Alltag
8
Gesamt
8.0