(Bildquelle: IMAGO / Bihlmayerfotografie / Bearbeitung GIGA)
Auch 2026 wird in Deutschland und der EU wieder zweimal an der Uhr gedreht. Die von vielen ungeliebte Zeitumstellung bleibt uns vorerst erhalten. Damit ihr nicht den Anschluss verliert, haben wir hier alle Termine, Fakten und die besten Eselsbrücken für euch zusammengefasst.
Der Termin für die nächste Zeitumstellung ist erst Ende März. an diesem Wochenende in der Nacht von Samstag, den 28. März, auf Sonntag, den 29. Oktober, von 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr. Diese Nacht ist dann also eine Stunde kürzer.
Wann wird die Zeit in 2026 umgestellt?
Jedes Halbjahr kommt die Frage, wann genau die Uhr umgestellt wird. Ende Oktober begann die Winterzeit. Grundsätzlich ist die Zeitumstellung immer in der letzten März- und der letzten Oktober-Woche. Zu Beginn der Winterzeit gab es eine Stunde mehr Schlaf, die uns im März wieder weggenommen wird. Die anstehende Sommerzeit wird offiziell als „Mitteleuropäische Sommerzeit“ („MESZ“) bezeichnet, die offizielle Bezeichnung für die Winterzeit lautet „Normalzeit“ (MEZ).
Alle wichtigen Infos zur Zeitumstellung zeigen wir hier im Video:
» Video ansehen: Zeitumstellung: Die wichtigsten Infos
Kommt die Zeitumstellung 2026 früher?
An einigen Stellen liest man, dass die Zeitumstellung in diesem Jahr „früher kommt“. Tatsächlich findet sie aber 2026 wie jedes Jahr am letzten Sonntag im Monat März statt. Das „früher“ bezieht sich lediglich auf das Datum. In diesem Jahr fällt dieser Sonntag auf den 29. März, 2025 war es noch der 30. März. 2027 wird der Sonntag am 27. März sein, auch dann wird man also vermutlich wieder lesen, dass die Zeitumstellung „früher“ stattfindet. Erst 2030 wird die Uhr wieder „später“ umgestellt. Dann fällt der letzte Märzsonntag auf den 31.
"Zeitumstellung auf Sommerzeit kommt 2026 früher. 2025 fiel der letzte März-Sonntag auf den 30., während er 2026 bereits auf den 29. März fällt."
Die op-online ist da einer ganz heißen Sache auf der Spur 🤡. pic.twitter.com/rYjvmr1oN8
— Rachel Goldstein-Blum (@GoldsteinBlum) February 17, 2026
Zeitumstellung 2026, 2027 und 2028: Alle Termine im Überblick
- Start der Sommerzeit 2026: Sonntag, 29. März, 2 auf 3 Uhr
- Start der Winterzeit 2026: Sonntag, 25. Oktober, 3 auf 2 Uhr
Das sind die genauen Daten für die kommenden Jahre. So könnt ihr langfristig planen und werdet nie wieder von der Zeitumstellung überrascht.
Jahr
Beginn der Sommerzeit (MESZ)
Beginn der Winterzeit (MEZ)
2026
Sonntag, 29. März (Uhr wird von 2 auf 3 Uhr vorgestellt)
Sonntag, 25. Oktober (Uhr wird von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt)
2027
Sonntag, 28. März
Sonntag, 31. Oktober
2028
Sonntag, 26. März
Sonntag, 29. Oktober
Wann stellt man die Uhr vor, wann zurück? Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Diese Grafik erklärt die Zeitumstellung ganz einfach: Beim Wechsel in die Sommerzeit wird die Uhr vorgestellt (gelb), beim Wechsel in die Winterzeit dann wieder zurückgestellt (blau):
Zeitumstellung: Im März gilt das Bild links, dann wird die Uhr vorgestellt. (Bildquelle: Statista)Ist die Zeitumstellung schädlich?
Die Zeitumstellung kann sich negativ auf die Gesundheit und den Alltag vieler Menschen auswirken. Hier sind einige Gründe, warum sie als schädlich betrachtet wird:
- Schlafstörungen & Müdigkeit: Die innere Uhr des Körpers benötigt oft Tage oder sogar Wochen, um sich an die neue Zeit anzupassen. Besonders die Umstellung auf die Sommerzeit kann den Schlaf-Wach-Rhythmus stören und zu Schlafmangel führen (Quelle: Test.de).
- Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Studien zeigen, dass nach der Zeitumstellung das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle leicht ansteigt, insbesondere in den Tagen direkt nach der Umstellung (Quelle: Universitätsklinikum Regensburg).
- Mehr Unfälle im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz: Durch Müdigkeit und Konzentrationsprobleme steigt das Unfallrisiko – sowohl im Verkehr als auch bei der Arbeit. Statistiken belegen, dass in den Tagen nach der Zeitumstellung mehr Unfälle passieren (Quelle: ADAC).
- Negative Auswirkungen auf die Psyche: Besonders im Herbst kann die Umstellung auf die Winterzeit depressive Verstimmungen verstärken, da die Tage kürzer wirken (Quelle: Deutsches Ärzteblatt).
Die Zeitumstellung bringt einige gesundheitliche und gesellschaftliche Nachteile mit sich. Aus diesem Grund fordern viele Experten und Organisationen eine Abschaffung oder zumindest eine einheitliche Regelung wie eine dauerhafte Sommer- oder Winterzeit.
das blöde an der #Zeitumstellung ist ja, wenn man Sonntag morgens wach wird und nicht weiß, ob die Funkuhr sich nun umgestellt hat oder nicht.
— Zack Weg! (@Sawos15) October 29, 2021
UmfragenDas denken die Deutschen über die Zeitumstellung
Nach den meisten Umfragen findet ein Großteil der Deutschen, dass die Zeitumstellung eher sinnlos, unnötig oder sogar belastend für die Gesundheit ist. Viele klagen über Unruhe und Schlafprobleme, sind nach der Zeitumstellung sogar gereizt. Viele Menschen empfinden die Zeitumstellung als belastend, da sie den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus stört und gesundheitliche Probleme wie Schlafstörungen, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten verursachen kann.
Sommerzeit oder Winterzeit behalten?
Das ZDF-Politbarometer hat in einer Umfrage folgende Frage gestellt: „Wenn die Zeitumstellung abgeschafft wird, wünschen Sie sich ganzjährig Sommerzeit oder ganzjährig Winterzeit?“ Die Antworten zeigen, dass die Mehrheit der Befragten für die dauerhafte Beibehaltung der Sommerzeit ist – sollte denn die Zeitumstellung jemals abgeschafft werden.
Die Grafik zeigt das Ergebnis einer im März 2019 durchgeführten Umfrage zur Bevorzugung der Sommerzeit oder der Winterzeit, wenn die Zeitumstellung abgeschafft wird. 52 Prozent der Befragten wünschten sich, dass ganzjährig die Sommerzeit gilt, wenn die Zeitumstellung abgeschafft wird (Bildquelle: Statista / ZDF-Politbarometer vom 28. März 2019)Wird die Zeitumstellung endlich abgeschafft?
Nach einer bereits 2018 durchgeführten EU-weiten Umfrage zur Zeitumstellung stand die Abschaffung bei der EU auf dem Prüfstand. Tatsächlich stimmte dann das EU-Parlament mehrheitlich für eine Abschaffung der Zeitumstellung ab 2021. Trotzdem gibt es bislang keine Umsetzungspläne. Die Mitgliedsstaaten der EU dürfen nämlich selbst entscheiden, ob sie im Falle einer Abschaffung der Zeitumstellung dauerhaft in der Sommer- oder Winterzeit leben möchten. Nach letztem Informationsstand hapere es an den „Absprachen der Mitgliedsländer“. Schließlich soll verhindert werden, dass ein Flickenteppich verschiedener Zeitzonen in Europa entsteht.
Trotz mehrfacher Diskussionen über eine Abschaffung der Zeitumstellung konnte bisher also keine Einigung erzielt werden. Zudem sind europaweite Abstimmungen erforderlich, da eine einheitliche Regelung innerhalb der EU angestrebt wird. Diese komplexen Entscheidungsprozesse haben bisher zu keiner abschließenden Lösung geführt. Auch für 2025 gibt es keinerlei Anzeichen, dass sich daran etwas ändern wird.
Warum wird die Uhr umgestellt?
Die ursprüngliche Einführung der Zeitumstellung in Deutschland im Jahr 1980 zielte darauf ab, Energie zu sparen. Es war vor allem geplant, das Tageslicht in den Abendstunden besser zu nutzen. Ziel bei der Einführung der Zeitumstellung war, das helle Tageslicht besser auszunutzen, um Energiekosten sowie Ressourcen für die Erzeugung von künstlichem Licht einzusparen. Zudem lässt es sich in der zusätzlichen Stunde in der Dunkelheit besser schlafen. Ursache für Zeitumstellung waren insbesondere die Ölkrisen 1973 sowie 1979/1980. Allerdings haben Studien gezeigt, dass dieser Effekt minimal ist, da zwar abends weniger künstliches Licht benötigt wird, jedoch in den Morgenstunden vermehrt geheizt werden muss. Die Energieeinsparung wird dadurch aufgehoben.
Heutzutage wird die Umstellung allerdings vielerorts als unnötig kritisiert.
- Das Umstellen der Uhrzeit wurde erstmalig während des Ersten Weltkriegs am 30. April 1916 im Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und Großbritannien durchgeführt. Hierdurch sollte die Zeitspanne mit nutzbarem Tageslicht vergrößert werden.
- Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde die erste Phase jedoch außer Kraft gesetzt. Erst 1975 folgten die meisten Länder der Europäischen Gemeinschaft und führten die Sommerzeit ein.
- 1977 wurden die Planungen umgesetzt. Auch hier stand eine bessere Energienutzung im Vordergrund. Seit 1996 wird die Uhr in der EU einheitlich umgestellt. Deutschland ist eines von über 60 Ländern, welches die Uhr vor-, bzw. zurückstellt.
- Die Zeitumstellung wird allerdings vielfach kritisiert und als unsinnig empfunden. Viele sehen in der Zeitumstellung keine Gelegenheit mehr, Energie zu sparen und sehen die Zeitumstellung als historisches Überbleibsel an.
Sprüche zum Merken der Uhrzeitumstellung
Falls ihr auch jedes halbe Jahr vor der Frage steht „Wann wird die Uhr umgestellt?“, gibt es einige Eselsbrücken und Merksprüche, mit welchen ihr euch merken könnt, ob es eine Stunde vorwärts oder rückwärts geht:
- Im Sommer wird die Uhr vorgestellt (beides mit „o“), im Winter hinter.
- Im Sommer stellen Cafés Tische „vor“ die Tür. Im Winter stellt man sie „zurück“ in den Laden.
- Im Winter gibt es Minus-Temperaturen, also wird die Uhr zurückgestellt. Im Sommer, bei Plusgraden, stellt man die Uhrzeit vor.
- Im Sommer könnt ihr einen Schritt VOR nach draußen wagen, da es wärmer ist. Im Winter geht ihr einen Schritt zurück ins Heim, da es wieder kälter wird.