(Bildquelle: GIGA)
Samsung hat im Galaxy S26 Ultra das weltweit erste „Privacy Display“ eingebaut. Im Alltag hat sich die Funktion größtenteils positiv gezeigt. Sie hat aber auch klare Schwächen.
» Video ansehen: So ein Display gab es noch nie: Samsung Galaxy S26 Ultra
Samsung Galaxy S26 Ultra im Test: Fazit
GIGA-Wertung:
8/10
Samsung hat sich mit dem Galaxy S26 Ultra wieder einmal selbst übertroffen. In Sachen Leistung, Display, Software und dem S Pen bekommt ihr nichts Besseres vom südkoreanischen Hersteller.
Das „Privacy Display“ lässt mich hingegen mit gemischten Gefühlen zurück. Ja, es funktioniert – daran gibt es keinen Zweifel. Doch ihr müsst beim Einsatz auch mit einer geringeren Helligkeit und unklarer Darstellung leben. Für den dauerhaften Einsatz wäre das für mich nichts, doch in bestimmten Situationen ist es genial.
Die Kamera hat hier und da ihre Schwächen, die Samsung mit einem Software-Update sicher beheben kann. Bei der Akkulaufzeit habe ich mir ehrlicherweise etwas mehr erwartet. Da gibt es kaum Fortschritte.
Insgesamt habe ich das Samsung Galaxy S26 Ultra in den zwei Wochen des Testzeitraums gerne genutzt. Ihr bekommt einen riesigen Funktionsumfang, den ihr aber auch mit einem hohen Preis bezahlen müsst.
Samsung Galaxy S26 Ultra bei MediaMarkt ansehen
Vorteile:
- + Privacy Display
- + Software
- + KI-Features
- + Performance
- + S-Pen
- + Schnellladefunktion
- + Update-Garantie von 7 Jahren
Nachteile:
- - Kein microSD-Slot
- - Kein Netzteil im Lieferumfang
Das „Privacy Display“
Das eindrucksvollste neue Feature des Galaxy S26 Ultra ist ohne Zweifel das „Privacy Display“. Habt ihr die Funktion aktiviert, wird eine Art Schleier über den Inhalt gezogen und die Blickwinkel verändern sich. Je flacher der Blickwinkel von der Seite, von oben oder unten, desto weniger sieht eine andere Person:
Leicht von der Seite kann man den Inhalt noch gut erkennen. (Bildquelle: GIGA)Aus diesem Winkel geht es auch noch ganz gut – wobei Teile schon verschwinden. (Bildquelle: GIGA)Aus diesem Winkel ist im Grunde nichts mehr erkennbar. (Bildquelle: GIGA)
Auf dem letzten Bild seht ihr ungefähr den Winkel, den ein Sitznachbar im Zug oder der Straßenbahn haben dürfte. Inhalte werden so für andere Personen im Grunde unsichtbar.
Für unterwegs ist das „Privacy Display“ einfach genial. Ihr könnt eure Privatsphäre schützen und Inhalte betrachten, die keine anderen Personen sehen sollen. Dauerhaft würde ich die Funktion aber nicht nutzen, weil die Darstellungsqualität leidet. Ihr müsst das Handy schon direkt gerade vor euch halten, damit die Darstellung optimal ist. Schon bei kleinen Abweichungen kommt es zu Veränderungen.
Das ist am Ende auch der Sinn der ganzen Geschichte. Es geht ja darum, den Inhalt zu verbergen. Und deswegen sehe ich das nicht wirklich als Nachteil, weil ihr die Funktion immer dann aktivieren könnt, wenn ihr sie braucht. Ganz im Gegenteil, ich halte sie für einen riesigen Vorteil, den ihr sonst bei keinem Smartphone bekommt.
Qualcomm-Chip spielt Stärke aus
Das Galaxy S26 Ultra hat Leistung, daran gibt es keinen Zweifel. Alle alltäglichen Aufgaben, das Bearbeiten von Bildern, Videos, das Starten von Apps oder das Zocken auf dem Handy sind problemlos möglich. Das alles macht auf dem großen Display sehr viel Spaß.
Bei der Einrichtung habe ich zwar hier und da minimale Verzögerungen bemerkt, doch das ist normal und wird sich wohl nie beheben lassen, wenn im Hintergrund viel passiert.
One UI 8.5Samsung hat One UI 8.5 weiter optimiert. (Bildquelle: GIGA)
Samsung hat mit den Galaxy-S26-Smartphones direkt One UI 8.5 als überarbeitete Oberfläche eingeführt. Vieles kommt einem bekannt vor, hier und da hat das Unternehmen die Bedienung aber verändert und sich noch mehr an iOS von Apple orientiert.
Gut ist, dass euch nichts aufgezwungen wird. Wenn euch die geteilten Benachrichtigungen und Schnelleinstellungen stören, weil ihr immer die falsche Seite herunterzieht, dann könnt ihr das in den Einstellungen ändern.
Ihr bekommt mit One UI 8.5 auf jeden Fall eine typische Samsung-Benutzeroberfläche, bei der sich jeder zurechtfinden dürfte. Hier und da sind Einstellungen nicht an der Stelle, wo ihr zuerst schaut. Doch genau da gibt Samsung unten dann auch zusätzliche Tipps an, die euch an die richtige Stelle bringen.
Ich persönlich mag ja eher die klarere Oberfläche von Pixel-Handys, aber irgendwo muss Samsung ja auch den riesigen Funktionsumfang unterbringen. Und das klappt in der neuen Version ganz gut.
KI-FeaturesIhr habt viele KI-Funktionen zur Verfügung. (Bildquelle: GIGA)
Seit den Galaxy-S24-Smartphones führt Samsung jedes Jahr neue KI-Funktionen für die Galaxy AI ein. Oben könnt ihr alle unterstützten Funktionen sehen, die allein vom Hersteller kommen. Ihr könnt mittlerweile so gut wie alles machen. Zudem wurden die Funktionen, die schon länger verfügbar sind, verbessert.
Dazu kommen noch KI-Funktionen, die Android an sich mitbringt und die von Google stammen. Beispielsweise Circle to Search, das mittlerweile auch mehr gleichzeitig erkennen kann.
Nicht alles davon würde ich nutzen, vieles ist in gewissen Situationen aber auch sehr praktisch. Am Ende wird sich mit der Zeit zeigen, was praktisch für euch persönlich ist – und was ihr einfach ignoriert. Gezwungen werdet ihr zur Nutzung nicht.
S PenDer S Pen ist weiterhin da. (Bildquelle: GIGA)
Samsung verzichtet beim Galaxy S26 Ultra weiterhin nicht auf den S Pen, setzt aber wie beim Vorgänger auf eine passive Version. Es gibt also keine Bluetooth-Verbindung, sondern erst Kontakt mit dem Display, wenn man mit dem Stift in die Nähe kommt.
Hier gibt es nichts zu meckern. Der Stift ist für alle praktisch, die produktiv mit dem Galaxy S26 Ultra arbeiten wollen. Er verschwindet weiterhin im Gehäuse und geht somit unterwegs nicht verloren.
Die KameraDie Kamera hat gut abgeschnitten – wenn auch nicht perfekt. (Bildquelle: GIGA)
Grundsätzlich bin ich mit der Leistung der Kamera des Galaxy S26 Ultra zufrieden. Ich habe bei den Fotos schon gemerkt, dass die Sensoren im Vergleich zu früheren Modellen mehr Licht einfangen. Die Software balanciert das im Alltag ganz gut aus, sodass die Ergebnisse ziemlich gut aussehen:
(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)(Bildquelle: GIGA)
Probleme hatte ich nur mit dem Autofokus. Das Smartphone hat manchmal nicht richtig scharfgestellt, beziehungsweise nicht das richtige Objekt. Das hat man auch im Test von DxOMark gesehen. Manuelles Nachjustieren war hier möglich.
Wenn der Fokus sitzt, dann werden die Fotos toll. (Bildquelle: GIGA)
Pech hat man, wenn man das beim Fotografieren nicht merkt, weil die Unterschiede im Fokus manchmal nur klein sind. Zur Sicherheit habe ich den Fokus im Test deswegen mit dem Finger und einem Touch auf das Objekt gesetzt, wenn ich es erfasst habe. Samsung sollte das Problem mit einem Software-Update beheben.
Gute Akkulaufzeit
Samsung verbaut mittlerweile seit mehreren Generationen einen 5.000-mAh-Akku in den Ultra-Smartphones. Auch im Galaxy S26 Ultra ist so eine Batterie installiert. Die Akkulaufzeit geht voll in Ordnung. Ich kam locker über den Tag und hatte noch eine Reserve für den nächsten Tag über.
Zwei Tage werden aber knapp, denn aktuell verbraucht das Galaxy S26 Ultra im Ruhezustand ungewöhnlich viel Energie. Über Nacht verliert mein Testgerät etwa 15 bis 20 Prozent. Ich hoffe, dass Samsung das Problem mit einem Software-Update löst.
Nachgelegt hat Samsung beim Laden. Bis zu 60 Watt per Kabel sind möglich. An meinem 65-Watt-Netzteil war das Handy in kurzer Zeit wieder voll aufgeladen. Man spürt den höheren Durchsatz besonders bis 80 Prozent. Kurz angesteckt und ihr habt wieder Saft für den Tag.
Schade ist, dass Samsung auf Magneten in der Rückseite verzichtet, damit MagSafe-Zubehör ohne Hülle funktioniert. Habt ihr eine Hülle mit Magneten, dann könnt ihr das Zubehör selbstverständlich verwenden.
Wertungen im Detail
Kategorie
Wertung (max. 10)
Nachhaltigkeit
8
Verarbeitung, Haptik und Design
9
Display
10
Kameras
8
Software
8
Performance
10
Telefonie und Audio
8
Speicher
8
Akku und Alltag
8
Gesamt
8.6