(Bildquelle: Getty Images / Strelciuc Dumitru / Bearbeitung GIGA)
Wer denkt, dass Stürze die größte Gefahr fürs Smartphone sind, liegt daneben. Oft sind es normale Gewohnheiten, mit denen man seinem Handy unbewusst schadet.
#1 Das Bett
Aus Bequemlichkeit laden viele ihr Smartphone im Bett. Das ist an sich kein Problem – solange es nicht unter dem Kissen, der Bettdecke oder in der Bettritze verschwindet. Akkus werden beim Laden warm. Wenn die Luft nicht zirkulieren kann, steigt die Temperatur schnell an.
Die Wärme beschleunigt die Alterung des Lithium-Ionen-Akkus und kann langfristig die Kapazität senken. Das Gerät reagiert auf die Hitze, indem es den Ladevorgang drosselt oder stoppt, die Helligkeit senkt und die Leistung reduziert.
Diese Schutzmaßnahmen sollten nur in Ausnahmesituationen greifen und nicht zum Dauerzustand werden. Um dauerhafte Schäden zu vermeiden, ist es besser, das Handy lieber auf dem Nachttisch zu laden.
#2 Das Auto
Ein geparktes Auto heizt sich extrem schnell auf, selbst bei mildem Wetter. Schon bei rund 22 °C Außentemperatur kann die Innenraumtemperatur innerhalb einer Stunde auf etwa 48 °C steigen (Quelle: WDT News). Solche Werte können euer Smartphone dauerhaft schädigen, da Akku, Display und Elektronik empfindlich auf starke Hitze reagieren.
Hersteller Apple betont in diesem Zusammenhang, dass eine längere Lagerung bei Temperaturen jenseits der 45 °C bestimmte Funktionen vorübergehend deaktiviert werden können. Unter extremen Bedingungen schaltet sich das Gerät selbstständig ab.
Das gilt auch für Samsung-Geräte: Sie arbeiten nur in einem optimalen Temperaturbereich von etwa 0 bis 35 °C zuverlässig. Wurde euer Smartphone extremen Temperaturen ausgesetzt, solltet ihr es für eine Weile bei Raumtemperatur lagern und erst danach wieder nutzen, um Schäden zu vermeiden.
Hinweis: Sichtbare Geräte im Auto erhöhen das Diebstahlrisiko erheblich. Deshalb gilt: Nehmt euer Handy immer mit, auch bei kurzen Stopps.
#3 Die Sicherheitskontrolle am Flughafen
Um es vorweg zu nehmen: Flughafenscanner können euer Smartphone weder durch Hitze noch durch Röntgenstrahlen beschädigen. Das eigentliche Problem ist die Situation selbst: Unter Zeitdruck legt ihr Laptop, Gürtel und Smartphone in die grauen Schalen.
Das Handy ist auf dem Weg durch den Scanner und kommt meist auf der anderen Seite an, bevor ihr es wieder an euch nehmen könnt. Genau in diesem Moment haben Diebe die Gelegenheit zuzugreifen. Daher solltet ihr das Gerät gar nicht erst lose ablegen, sondern sicher im Handgepäck verstauen.
Ihr wollt euer Smartphone sicherer machen: Im Video zeigen wir, warum ihr die Bildschirmfixierung aktivieren solltet:
» Video ansehen: Smartphone sicherer machen mit der Funktion: Bildschirmfixierung
#4 Die Hosentasche
Die Hosentasche ist kein wirklich sicherer Ort für euer Handy. Das Risiko, dass es in die Toilette fällt, ist größer als man denkt. Beim Hinsetzen wirken außerdem Biegekräfte, die Druck aufs Gerät ausüben – und durch den direkten Körperkontakt entsteht zusätzlich Wärme.
Schweiß und Feuchtigkeit können in den Ladeanschluss gelangen. Wird das Smartphone dann ans Ladegerät angeschlossen, kann es zu Schäden kommen. Außerdem sammeln sich dort schnell Staub und Fusseln, die die Kontakte blockieren – das Kabel passt dann schlechter oder oft nur noch in bestimmten Positionen.
Was oft unterschätzt wird: Nach einem Telefonat, der Navigation oder dem Schauen von Videos bleibt die Wärme im Gerät länger gespeichert. In einer Jackentasche oder im Rucksack kann sie besser entweichen. Wenn ihr euer Smartphone schonen wollt, solltet ihr daher möglichst auf das Tragen in der Hosentasche verzichten.
Und was ist mit der Handystrahlung? Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gibt Entwarnung: Die Strahlung von Handys ist nicht ionisierend und hat nicht genug Energie, um Krebs oder DNA-Schäden auszulösen.