Mit unseren Tipps für kluges Lüften fühlt ihr euch Zuhause gleich wohler. (Bildquelle: IMAGO / Westend61 / Bearbeitung: GIGA)
Feuchtigkeit raus, frische Luft rein: So lüftet ihr effizient und sorgt gleichzeitig dafür, dass eure Wohnung trocken und schimmelfrei bleibt.
Wer regelmäßig lüftet, beugt Schimmel vor
Viele denken beim Lüften: „Was kann man da schon falsch machen?“. Doch spätestens, wenn sich schwarze Flecken und Punkte an Fensterrahmen, in Raumecken oder hinter Möbeln zeigen, werden auch Skeptiker aufmerksam. Schwarzer Schimmel ist ein deutliches Zeichen für zu hohe Luftfeuchtigkeit.
Doch woher kommt die hohe Luftfeuchtigkeit? Alltägliche Aktivitäten wie Duschen, Baden, Kochen und das Trocknen von Wäsche setzen Wasserdampf frei, der die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht. Auch wir selbst tragen dazu bei: Über Atemluft und Schweiß geben wir täglich rund einen halben Liter Wasser an die Raumluft ab.
Erschwerend kommt im Winter hinzu: Trifft warme Raumluft auf kalte Flächen wie Fensterscheiben oder schlecht gedämmte Wände, kühlt sie ab und die enthaltene Feuchtigkeit schlägt sich als Kondenswasser an Fenstern und in Raumecken nieder. Findet kein ausreichender Luftaustausch statt, entsteht ein idealer Nährboden für Schimmel.
Mit einem Heizkörperthermostat behaltet ihr das Raumklima im Auge. Im Video verraten wir, wie einfach sich die smarten Helfer einrichten lassen:
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Lüften im Winter: Eine Kunst für sich?
Beim Lüften kann man einiges falsch machen: Die einen lüften zu lange, die anderen lassen das Fenster dauerhaft gekippt oder öffnen es aus Angst vor Energieverlust viel zu selten. Doch wie macht man’s nun richtig?
Stoßlüften statt Dauerlüften
Wer Fenster dauerhaft auf Kipp lässt oder sie nur einen Spaltbreit öffnet, verschwendet Energie. Die Räume kühlen aus, die Heizkosten steigen. Zudem dauert der Luftaustausch deutlich länger als beim Stoßlüften.
Sinnvoller ist es, die Fenster im Winter für etwa fünf bis zehn Minuten komplett zu öffnen. Bei bitterkalten Temperaturen reichen schon zwei bis drei Minuten, besonders bei Durchzug. Dafür, soweit möglich, ein gegenüberliegendes Fenster oder eine Tür öffnen.
Stoßlüften sorgt für einen schnellen Luftaustausch, ohne dass die Raumtemperatur stark sinkt. Wenn ihr die Heizung sofort im Anschluss wieder einschaltet, wird es schneller wieder warm.
Der richtige Zeitpunkt zum Lüften
Seid ihr überwiegend zu Hause, solltet ihr die Räume am besten viermal täglich lüften. Wer viel unterwegs ist, sorgt morgens und abends mit weit geöffneten Fenstern für einen effizienten Luftaustausch.
Direkt nach dem Kochen, Duschen und Baden solltet ihr kräftig lüften, damit sich der Wasserdampf erst gar nicht absetzt. Auch morgens nach dem Aufstehen solltet ihr euer Schlafzimmer durchlüften. So entfernt ihr verbrauchte Luft und die über Nacht angesammelte Feuchtigkeit aus Schweiß und Atemluft.
Lüften leicht gemacht: Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) fasst die wichtigsten Punkte noch einmal zusammen.
Tipp: Wäsche am besten an einem warmen Ort trocknen, denn nur warme Luft nimmt genug Feuchtigkeit auf. Damit diese nach draußen gelangt, solltet ihr den Raum mit dem Wäscheständer alle ein bis zwei Stunden für fünf bis zehn Minuten lüften.
Heizung an oder aus beim Lüften?
Beim Lüften solltet ihr die Heizung kurz herunterdrehen oder abschalten, egal, ob ihr stoßlüftet oder das Fenster kippt. Bei kurzem Lüften sinkt die Raumtemperatur kaum. Läuft die Heizung weiter, heizt sie unnötig gegen die einströmende kalte Luft an und verschwendet Energie.
Tipp: Vergesst ihr beim Lüften öfter, die Heizung herunterzudrehen? Dann lohnt sich ein smartes Heizthermostat mit Fenster-offen-Erkennung (auf Amazon ansehen). Es registriert offene Fenster und schaltet die Heizung automatisch ab, um Energie zu sparen.