Das kleine Naturschutzgebiet Los Colorados ist einer der wichtigsten Trockenwälder Kolumbiens und ein paradiesischer Lebensraum für Tierarten wie den roten Brüllaffen und den vom Aussterben bedrohten Lisztaffen. Doch der Druck von außen ist groß: Eine Schnellstraße, Abholzung, aber vor allem die nächste Kleinstadt machen dem Park zu schaffen.
Denn die Stadt wächst in den Park hinein. Menschen, die vor der Gewalt in anderen Regionen Kolumbiens geflohen sind, lassen sich hier im Park nieder. Die Umweltschutzorganisation IUCN versucht, Lösungen zu finden. Ihr Ansatz: Bei den Menschen Umweltbewusstsein schaffen und zeigen, dass Mensch und Natur harmonieren können. Denn das hat schon vor Jahrhunderten die Ethnie der Malibú bewiesen, für die die Natur, aber insbesondere der Jaguar, heilig war. Die Parkmitarbeiter führen Jugendliche durch den Park zum alten Tempel der Malibú- und um sie für ihr kulturelles Erbe zu begeistern organisieren sie das "Festival des Jaguars". Sie hoffen: Wenn die Jugendlichen sowohl ihre kulturellen Wurzeln als auch die Natur kennen, wird es für den Landkonflikt auf lange Sicht eine Lösung geben.