Good Job!

Good Job!

By Rheinische Post Mediengruppe & Venture IdeaBusinessManagement
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Good Job! episodes

  • S01E03: Direkt vom Barcamp Düsseldorf
    In diesem BarCamp Spezial sind Lysander, Michel und Alex auf der Bühne und drehen die erste Podcast-Folge vor einem live Publikum. Drei Gäste werden dabei eingeladen, davon zu erzählen wie sie es geschafft haben einen Good Job zu bekommen. Viele lehrreichen Informationen zu Themen wie Selbstständigkeit, Work-Life-Harmonie oder Fehlerkultur.
    [00:00] Intro zum ersten Live-Podcast von Good Job! als BarCamp Spezial bei der Rheinischen Post in Heerdt
    [02:10] Michel gibt eine kurze Intro zum Thema Innovation bei der Rheinischen Post
    [03:30] Das Good Job Podcast Team möchte herausfinden: Was ist eigentlich ein Good Job? Lysander, Michel und Alex antworten
    [05:20] Zusammenschnitt unterschiedlichster Antworten von Meinungen aus dem Publikum zu „Was ist ein Good Job?“
    [08:00] Feedback des Podcast Teams zu den wichtigsten Good Job Themen aus dem Publikum u.a. Work-Life-Balance, kreative Freiheit und Führungs- bzw. Fehlerkultur
    [11:10] Erstes Interview mit Denise zum Thema Work-Life-Balance bzw. wie sie es zur Work-Life-Harmonie geschafft hat
    [17:45] Zweites Interview mit der selbstständigen Social Media Beraterin Lisa Schmidt aus Düsseldorf, die davon berichtet wie sie dank ihrer Selbstständigkeit ihr kreatives Potenzial ausschöpft
    [24:50] Alex erzählt von Sabbaticals. Der TED-Talk, der ihm entfallen ist lautet übrigens “The power of time off“ vom Designer Stefan Sagmeister
    [26:15] Drittes Interview mit Melle von Sipgate, die berichtet wie eine gute Fehlerkultur aussieht und wie wichtig es ist
    [33:00] Outro mit Feedback zur ersten Live Folge. Wir sind stolz und freuen uns auf die nächste Session in zwei Wochen
    [33:30] Wie immer freuen wir uns über Feedback an [email protected]
    35 min
  • S01E02: Work-Life Harmonie statt Work-Life Balance!
    In der heutigen Folge tauschen sich Alexander Kornelsen und Lysander Weiß von Venture Idea über ihre Erfahrungen bei der Trennung von Arbeit und Privatleben aus. Ist die strikte Trennung heutzutage überholt? Und wie kann man mit der fortschreitenden Verschmelzung von Arbeit und Privatleben umgehen? Auch Michel Abé und Michael Kiesswetter nehmen sich dem Thema an und erzählen von den Möglichkeiten, die die Rheinische Post Mediengruppe ihren Mitarbeitern bietet und teilen auch Ihren persönlichen Erfahrungen.
    Community: Wie ist es bei euch, seht ihr den Sinn in eurer Arbeit oder nicht? Wie lebt ihr mit Work-Life Balance? Schickt uns einfach eure Geschichten per Text oder Sprachmemo an: [email protected]
    [00:00] Die Altstadt ist doch zu laut, der zweite Podcast aus dem Konferenzraum des Hotels Falkenberg in Kaiserwerth.
    [01:12] Rückblick auf die ersten Folge - es hat vor allem Spaß gemacht! Aber auch zu Lernen gab es viel, Florian Lanzer hatte einiges zu Berichten aus seiner Zeit im Recruiting. Ein besonderer Dank geht auch an Daniel Fiene von der Rheinischen Post für das Einspielen des Jingles.
    [03:50] Vom erfolgreichen Bewerbungsgespräch, direkt in den ersten Arbeitstag und die Frage, wie kann man einen motivierten Mitarbeiter davon abhält, Tag und Nacht zu Arbeiten. Alex spricht über seinen persönlichen Alltag und warum er nach dem TEDx Event in Düsseldorf, dem Podcast und dem Good Job! Buch einfach mal ins Haus seiner Eltern ziehen und dem Alltag entfliehen musste.
    [06:42] Work-Life Harmonie statt Work-Life Balance. Hannes Wendler, Landesvorstand der Johanniter Unfallhilfe Niedersachsen/Bremen erklärt in seinem Statement, dass die Verschmelzung der Arbeit mit dem privaten Alltag immer weiter voran schreitet. Sei es mit den Geschäftspartnern, mit denen man per Du ist, oder geht es um die beruflichen Ziele, die man immer weiter an seine persönlichen Werte angleichen möchte, die Entgrenzung setzt sich immer weiter fort.
    [09:34] Die Verschmelzung ist für Alexander auch ein persönliches Thema, da bei Ihm die Balance zwischen Arbeit und Privatleben lange nicht gegeben war. Nach Studiums- und Start-up Stress musste er bei Venture Idea erst einmal „Urlaub machen“ lernen. Ganz im Gegensatz zu Lysander, der im Urlaub komplett abschalten kann. Generell sind beide der Meinung, dass die Entgrenzung zwischen Beruf und Alltag, vor allem auf Kosten der Freizeit geht. Die Arbeit dringt immer mehr in die Privatzeit vor, andersrum gibt es den Effekt allerdings nicht.
    [13:58] Die Work-Life Balance, das klassische Trennungsmodel sieht sich mit dem Trend einer erhöhten Flexibilisierung konfrontiert. Flexibilität bedeutet allerdings, Verantwortung zu übernehmen und die fünf „Bälle“ Arbeit, Familie, Gesundheit, Freundschaft und Spiritualität gleichzeitig zu jonglieren. Dieses Bild von Brian Dyson, Ex-COO von Coca Cola, ergänzt er mit den Worten „Schnell werden Sie verstehen, dass die Arbeit ein Gummiball ist, wenn Sie in fallen lassen, springt er wieder hoch. Aber die anderen Bälle bestehen aus Glas, wenn einer davon runterfallen sollte, wird er zerkratzt, angebrochen, beschädigt oder sogar komplett zerbrechen.“
    [17:07] Abschalten im Urlaub ein großes Problem. Für Alexander und für viele Menschen bedeutet das, sich aktiv zu Zwingen die Mails liegen zu lassen, besonders, wenn man das Arbeitsumfeld, die Kollegen, den Alltag fast vermisst. Selbst für Lysander, der generell mit dem ersten freien Tag auf Urlaub schalten kann, ist das manchmal schwerer wenn man gerade an spannende Themen arbeitet. Vor allem, wenn durch die Digitalisierung eh jeder seine Arbeit theoretisch immer dabei hat - Stichwort: Workation!
    [20:47] Kann man die strikte Trennung von Arbeit und Privatleben überhaupt noch hinbekommen? Gina Schöler, selbsternannte Glücksministerin, erklärt in Ihrem Kommentar, dass diese Trennung natürlich Job abhängig ist. In der heutigen Zeit, in der wir nach einem Job streben, der uns erfüllt und den wir 24/7 ausführen mögen, wird parallel auch die Trennung schwerer.
    [23:31] Heute möchten die meisten in der Arbeit einen Sinn finden, resümiert Lysander. Alexander pflichtet ihm bei, einen Sinn hinter der Arbeit zu sehen hilft dabei seine Leistung abrufen zu können. Nur dann ist das Risiko, das eine Verschmelzung immer birgt, begrenzbar. Hier sehen beide das Problem bei vielen modernen Unternehmen wie Facebook, Google oder airbnb, bei denen Arbeit einen Lifestyle Charakter bekommt und sich das komplette soziale Gefüge in der Arbeit befindet.
    [26:34] Zu der Gefahr, die sich dahinter verbirgt, hat Lysander einen Artikel aus dem Spiegel gefunden: Ein Workaholic erzählt "Ich dachte nur noch an die Arbeit“. Die Arbeit als Sucht, ein Bauleiter erzählt von seinem Leben, dass sich nur noch um die Arbeit drehte, und wie er sich mühevoll aus der Spirale raus kämpfen musste. Den ganzen Artikel gibt es HIER zum Nachzulesen.
    [30:12] Alexanders wichtigste Coping Strategien, wie man am besten mit der Verschmelzung umgehen kann: Handy aus bei Mittagessen (oder im Urlaub)! Nach konzentrierter Arbeit gilt es Abzuschalten, die Gedanken kurz vom Job zu lösen, um nach der kurzen Auszeit wieder frisch an die Aufgaben zu gehen. Das ist kein Hexenwerk, wird aber in der Realität viel zu selten umgesetzt. Lysander pflichtet ihm bei, nach langen Konzentrationsphasen ist man erschöpft, und auch das Ergebnis wird nicht besser.
    [35:07] Burn-out! Eine Diagnose, die inzwischen immer öfter gestellt wird und auch im Umkreis immer häufiger vorkommt. Viele moderne Firmen unterstützen ihre Mitarbeiter immer mehr im Alltag, sie bieten Fitnessstudios an, stellen die Putzfrau und kochen sogar für die Mitarbeiter. Dadurch fühle sich diese allerdings immer mehr verpflichtet dem Unternehmen etwas zurückzahlen zu müssen und überarbeiten sich automatisch. Das Resultat, der unausweichliche Burn-out, wird anschließend jedoch nicht dem Unternehmen angehangen, sondern als persönliche Niederlage gesehen.
    [38:43] Work-Life Harmonie statt Work-Life Balance - ein Spektrum. Während die Balance eine strickte Trennung von Arbeit und Privatleben vorsieht, zielt die Harmonie darauf ab, ein Szenario zu finden, in dem sich beide Aspekte gegenseitig unterstützen und stärken, wodurch die Angst vor der zunehmende Entgrenzung genommen werden kann. Das stellte auch schon Frithjof Bergman, Philosoph und Begründer von New Work, in den 80er Jahren fest: „Nicht wir sollten der Arbeit dienen, sondern die Arbeit sollte uns dienen. Die Arbeit, die wir leisten, sollte nicht all unsere Kräfte aufzehren und uns erschöpfen, sie sollte uns stattdessen mehr Kraft und Energie verleihen. Sie sollte uns, bei unserer Entwicklung unterstützen, lebendigere, vollständigere, stärkere Menschen zu werden.“
    [40:56] Ein Unternehmen, was sich versucht nach den Wünschen seiner Mitarbeiter auszurichten. Manchmal müssen die dafür aber auch erst einmal selber verstehen, was die eigenen Lebensziele sind. Lysander hatte ein Wunsch, er wollte ein Buch schreiben und so ermöglichte Venture Idea im die Auszeit in Südafrika. Heraus kam der Amazon Bestseller „Das Comeback der Konzerne“, das er zusammen mit Lucas Sauberschwarz schrieb. Alexander hatte da anfangs mehr Problem ein Ziel zu formulieren. „Ein Job bei Volkswagen" war der erste verhaltene Wunsch. Heute reist er gerne, hat sich einen Wohnmobil zusammengebaut und hat überhaupt kein Interesse, den Arbeitgeber wechseln zu wollen. Das neue Ziel lautet nun, das Thema New Work bzw. einen Good Job für alle voran zu bringen.
    [44:30] Das Leben ist mehr als ein Gehaltsnachweis. Und wenn die Arbeit den Großteil des Lebens ausmacht, dann sollte man auch die Erfüllung darin finden. Doch wie findet man Glück in einer langweiligen Arbeit? Nach Meinung der Glücksministerin Gina, hat das Glück viel mit dem Wohlfühlen zu tun. Mitarbeiter, die sich wohlfühlen arbeiten produktiver und leben gesünder, als eine Win-Win Situation für beide Seiten.
    [46:50] Das beschreibt auch das japanische Lebensinn Modell Ikigai, was grob übersetzt soviel bedeutet wie „der Grund morgens aufzustehen“. Das Modell besteht aus vier sich teilweise überschneidenden Kreisen, in deren zentralen Schnittstelle sich das persönliche Ikigai befindet. In den vier Kreisen werden Antworten zu folgenden Aspekten gesucht:
    1. Etwas, was man liebt.
    2. Etwas, was die Welt braucht
    3. Etwas, was man gut kann
    4. Etwas, für das man bezahlt werden kann
    Das persönliche Ikigai ist ein komplett individuelles Ziel und brauchen vermutlich Jahre der Suche. Die Schaffung eines Bewusstseins für die Existenz eines Ikigais bildet den ersten Schritt.
    [48:48] Es bleibt dabei, um das persönliche Glück zwischen Arbeit und dem Privat leben zu finden, gilt es auf sich selbst zu hören. Selbst Weisheiten wir „Mach dein Hobby zum Beruf und du brauchst ein Leben lang nicht mehr arbeiten“ sind nur bedingt korrekt, da sie doch dem Hobby das Leichte nehmen. Sie nehmen ihm eben das, was ursprünglich eine Leidenschaft zu einem festen Hobby gemacht hat.
    [50:22] Noch ein letzter Aufruf an die Zuhörer: Wie ist es bei euch, seht ihr den Sinn in eurer Arbeit oder nicht? Wie lebt ihr mit Work-Life Balance? Schickt uns einfach eure Geschichten per Text oder Sprachmemo an: [email protected]
    [50:57] Und damit geben Alexander und Lysander ab an Michel und Michael. Kurz vor Ende eines Arbeitstages freuen sich beide sehr auf den „Life“-Teil der Work-Life Harmonie. Aber was genau bedeutet Harmonie? Michael googelt den Begriff und findet, dass Harmonie ist, wenn unterschiedliche Dinge in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen. Passend, finden beide, wenn man von Arbeit und dem privaten Leben spricht.
    [52:40] Ist diese Harmonie immer zu schaffen? Michael nimmt hierzu die Aussage von Alexander auf, dass sich Arbeit einfach in das Privatleben frisst, das Privatleben allerdings nur selten in die Arbeit. Warum das so ist, beantwortet er mit der Annahme, dass Freunde und Familie eher nachgeben, als die Arbeit. Michel pflichten ihm bei und ergänzt die Annahme mit der Vermutung, dass man der Bindung der Freundschaft einfach mehr zumutet.
    [54:25] Achtsamkeit lautet das Stichwort. Auf der einen Seite steht die zwischenmenschliche Achtsamkeit. Während Work-Life Balance etwas sehr persönliches, sehr individuelles ist, gilt es immer auch auf andere zu achten. Andererseits, erschwert es gerade die persönliche Komponente, über das Gleichgewicht anderer zu urteilen. Somit gilt es vor allem, die eigene Balance immer wieder neu zu hinterfragen und achtsam zu sein.
    [56:37] Auch der Arbeitgeber steht hier in der Pflicht. Im Zeitalter von New Work bedeutet das, Rahmenbedingung zu schaffen um zusätzlichen Stress der Mitarbeiter zu vermeiden. Konkret bedeutet dies vor allem, Mitarbeiter darin zu stärken, auch mal Nein zu sagen, wenn die Aufgaben das Mögliche übersteigen.
    [01:00:09] Sich bei der Arbeit wohlfühlen, die Rheinische Post Mediengruppe baut einige Ansätze für seine Mitarbeiter weiter aus. Sei es die Möglichkeit der Mitarbeiter von zuhause aus zu arbeiten, der Mitarbeitergarten oder die Vertrauensarbeitszeit. Ziel der RP ist es die Flexibilität und Eigenverantwortung der Mitarbeiter zu erhöhen.
    [01:04:59] Das Ergebnis eines komplett aus der Balance geratenen Gleichgewichts hat Michael selbst schon einmal durchleben müssen. Er erinnert sich schmerzlich an eine außerordentlich anstrengende und kraftraubende Zeit in der sich mit Situationen konfrontiert sah, aus denen er keinen Ausweg erkennen konnte. Eine Gefahr, die er im Zeitalter der Digitalisierung zunehmend wahrnimmt.
    [01:06:05] Das Schlusswort richtet sich noch einmal an die Achtsamkeit. So sollte das Gespräch mit Freunden und Familie, genau wie mit dem kollegiale Netzwerk immer gesucht werden. Die Resonanzen helfen das eigene Bewusstsein zu schärfen und auf die eigene Gemütslage zu achten.
    Feierabend!
    In der nächste Folge sprechen wir über den Arbeitsplatz in der neuen Arbeitswelt. Wird der noch stationär sein, oder doch immer flexibler?
    Der „Good Job“-Podcast erscheint jeden zweiten Mittwoch und richtet sich an jeden, der einen Good Job haben will oder hat. Wer seine Erfahrungen mit uns teilen möchte, kann uns gerne eine Mail zum Thema schicken an [email protected].
    Alle Infos findet ihr unter www.goodjob.jetzt oder www.zeitgeist.rp-online.de/goodjob/
    1 hr 10 min
  • S01E01: Lebensentwurf statt Lebenslauf!
    In der heutigen Folge diskutieren Alexander Kornelsen und Lysander Weiß über Absurditäten im Recruiting. Was hat sich in den letzten Jahren verändert? Warum schauen wir immer auf den Lebenslauf statt nach vorne? und welche Möglichkeiten bieten sich in der Zukunft?
    Michel Abé und Michael Kiesswetter von der RP Mediengruppe ergänzen die Sicht des Großunternehmens in der Debatte und stellen fest: Es muss noch einiges geändert werden!
    Zu Gast ist Florian Lanzer, Partner bei Venture Idea und Co-Autor des Buches „Good Job!“, der seine Erfahrungen und Erkenntnisse im Recruiting mit in den Ring wirft.
    Community: Schreibt uns eure absurdesten Bewerbungsgespräche per text oder Sprachmemo an: [email protected]
    [00:00] Intro - Das Bewerbungsgespräch. Ein kleines Rollenspiel.
    [00:55] Wer bist du eigentlich? Eine Frage, die in jedem Bewerbungsgespräch gestellt wird. Aber wer sind wir eigentlich, worüber definieren wir uns? Über die Arbeit, die Hobbies? Wie erkenne ich in der kurzen Zeit eines Bewerbungsgesprächs, wer mir eigentlich gegenüber sitzt? Alex spricht über seine Erfahrungen des „Beworben-Werdens“.
    [04:22] Keine Anglizismen, das Spiel: 50 Cent für jeden Anglizismus, der nichts in unserer Folge zu suchen hat. Oder: Der Verlierer zahlt das Feierabendbier.
    [05:15] Lysander hat sich öfter beworben und stellt fest: Das Bewerbungsgespräch ist für beide Seiten gedacht - man tastet sich ab und schaut, ob man zueinander passt.
    [06:27] Warum stellt Venture Idea eigentlich nicht ein? Das Unternehmen sucht nicht, findet aber trotzdem motivierte Leute. Es wäre es enorm schwer, das genaue Stellenprofil zu umreißen - dafür sind die Aufgaben zu wandelbar. So wird es in Zukunft vielen Unternehmen gehen.
    [10:31] Begrüßung von Florian Lanzer (@florianlanzer), Partner von Venture Idea. Alex stellt seinen alten Kommilitonen und Freund vor, mit dem er nach dem Studium zeitgleich in Berlin lebte, wo er den damaligen Geschäftsführer eines Start-ups zu einem Workshop von Venture Idea einlud. Inzwischen ist Florian seit knapp 4 Jahren Teil von Venture Idea und Co-Autor des Good Job! Buches.
    [15:03] Florian berichtet von seinen Erfahrungen im Personalwesen bei E.ON und über die Intro Frage „Wer bist du?“. Im Alltag gibt es nur eine Antwort: Name, Alter, Wohnort und Beruf und das, obwohl sich keiner auf diese Eckdaten reduzieren lassen möchte. Um die Frage beantworten zu können gilt es laut Florian vor allem darum „sich erstmal selbst zu verstehen“.
    [19:37] Bei Venture Idea sitzt Alex auf der anderen Seite des Bewerbertischs und will hinter die Fassade der Bewerber blicken. Was ist dein Traumjob und wie stellst du dir deine zukünftige Wunscharbeit von? Was hast du für ein Lebensziel? Mit diesen Fragen versucht er genau das zu erreichen und die Bewerber zu verstehen und kennenzulernen. Leider sind die meisten Antworten recht ernüchternd, doch machmal hört man auch von dem Wunsch, im Mittelalter zu leben.
    [23:58] Lysander berichtet von einem anderen Ansatz, den das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Gallup wählt. Mit ihrem „Strenghfinder“ sucht das Unternehmen nach den individuellen Stärken jedes Teilnehmers, wobei der Fokus in erster Linie auf der Persönlichkeit liegt und weniger auf den beruflichen Fähigkeiten.
    Mehr Informationen unter www.gallupstrengthscenter.com oder im Artikel von Brand Eins „Besuch bei Besserwissern“.
    [26:53] Was zeichnet aus Unternehmenssicht einen Bewerber eigentlich aus? Der Lebenslauf als echtes Entscheidungskriterium? Laut Florian fällt die initiale Entscheidung bereist nach einem durchschnittlich 6 Sekunden langen Blick auf dem Lebenslauf - keine Zeit für Individualität. Genau deshalb ließt Alex vor allem die Anschreiben. Das Schlüsselwort lautet Motivation!
    [35:45] Lysander will von Florian wissen, welche Möglichkeiten die neue Arbeitswelt nun für das Recruiting bieten. Das Stichwort lautet „Big Data“, die heute gegebene Datenvielfalt kann in vielerlei Hinsicht genutzt werden, um beispielsweise durch Künstliche Intelligenz die richtigen Bewerber zu finden - eine Chance, aber auch eine Gefahr?
    [39:06] In einem Telefonat mit Benjamin Pieck, Gründer von Matching box, erfährt Lysander, wie bei Matching box Berufsvorschläge basierend auf Persönlichkeitstest gemacht werden, ähnlich dem Prinzip einer Dating Plattform. Der Fokus liegt immer stärker auf der persönlichen Passung zum Unternehmen und Unternehmenskultur. Wer den Selbsttest wagen möchte, kann das auf www.matchingbox.de tun.
    [41:26] Lysander, Florian und Alexander ziehen Ihr gemeinsames Fazit der Folge. Die Persönlichkeit, die Individualität und die Motivation, das sind die Dinge, einen potentiellen Mitarbeiter ausmachen. Jeder Bewerber sollte sich klar machen, wohin er will, was er erreichen will und wie ihm ein neuer Arbeitgeber genau dabei helfen kann - die aktuellen Trends des digitalen und des demographischen Wandels geben ihnen Recht.
    [45:26] Michel und Michael - „M&M“ - übernehmen und stellen sich der Frage, wie Recruiting eigentlich bei der Rheinischen Post aussieht. Dafür teilt Michael den gesamten Bewerbungsprozess in zwei Schritte, das erste Filtern und das anschließende Gespräch. Ersteres muss gut funktionieren, so dass man überhaupt die Zeit hat, sich in einem Gespräch wirklich kennen zu lernen.
    [50:32] Sobald der Schritt des Filterns geschafft ist, teil Michael die Ansicht von Alex: das Anschreiben und die damit verbundenen Mühen sagen mehr über den Bewerber aus, als ihr Lebenslauf. Je intensiver sich der Bewerber mit dem Unternehmen beschäftigt hat und sich darüber Gedanken gemacht hat, wie man gegenseitig voneinander profitieren kann, desto interessanter wird er auch. Die Persönlichkeit zählt.
    [52:36] Der Mensch im Fokus, das sieht auch Michel so. Gedanklich weg von den technischen Möglichkeiten, sitzt auf der anderen Seite des Tisches ein Mensch voller Erwartungen, Wünschen und Hoffnungen. Im Gegensatz zu früher, beziehen die sich aber nur noch selten auf eine Zukunft, die mehr als 1 Jahr entfernt ist. Und das gleiche gilt in der heutigen Arbeitswelt auch für die Unternehmen.
    [54:22] Die Fähigkeit, auf den Wandel zu reagiere, darin sieht Michael eine Kernkompetenz. Für höhere Führungspositionen ist man daher bei der RP dazu übergegangen, in „Single Assessment Centern“ solche Situationen zu simulieren. Die Persönlichkeit des Unternehmens muss mit der Persönlichkeit der Mitarbeiter zusammenkommen.
    [57:46] „Eine Bewerbungsunterlage, die ich bekomme von einem Menschen, ist immer ja theoretisch ab jetzt der Blick in die Vergangenheit, aber ich brauche ihn ja, ab jetzt für den Blick in die Zukunft“ resümiert Michel. Ich muss einerseits die erbrachte Leistung wertschätzen, andererseits überlegen, was man gemeinsam erreichen kann. Da liegt die Zukunft für einen Good Job!
    Feierabend!
    In der nächste Folge sprechen wir über das Prinzip der Work-Life Balance und geben viele spannende Einblicke zu dem Thema.
    Der „Good Job“-Podcast erscheint jeden zweiten Mittwoch und richtet sich an jeden, der einen Good Job haben will oder hat. Wer seine Erfahrungen mit uns teilen möchte, kann uns gerne eine Mail zum Thema schicken an [email protected].
    Alle Infos findet ihr unter www.goodjob.jetzt oder www.zeitgeist.rp-online.de/goodjob/
    1 hr 3 min
  • S01E00: Good Job? Intro zum neuen "New Work"-Podcast!
    Willkommen in der neuen Arbeitswelt! Alexander Kornelsen & Lysander Weiß (von Venture Idea), Michel Abé & Michael Kiesswetter (von RP), sowie ausgewählte Gäste diskutieren zu relevanten Themen rund um „New Work”. Das Ziel: Möglichst vielen Menschen zu einem „Good Job“ zu verhelfen, denn wer einen Good hat, macht auch einen Good Job!
    In der Intro-Folge stellen sich die Macher des Podcasts kurz vor und teilen ihre Beweggründe für die Teilnahme.
    [00:00] Intro
    [00:45] Begrüßung mit Alexander Kornelsen und Lysander Weiß, beide Berater von Venture Idea
    [01:48] Warum machen wir einen Podcast? Mit nur 5 Mann, die lieber über das Produkt als die Firmengröße skalieren, unterscheiden wir uns vor allem in Bereichen wie Work-Life-Balance, Führung und Teamarbeit von den großen Beratungshäusern. Die Erfahrungen, die wir dabei gemacht haben, wollen wir nun teilen. Wer einen Good Job hat, macht auch einen guten Job! Mehr Infos auf www.venture-idea.com.
    [04:15] Wer sind denn nun Alex und Lysander eigentlich? Berater, Kollegen, Freunde - Lysander die Schreibmaschine und das Brain liebt das Reisen und Entdecken (@derexplorateur), Alex der Geschichtenerzähler und Business-Punk reist am liebsten im eigenen Bus (@busbruder).
    [09:21] Vorstellung von Michel Abé und Michael Kiesswetter von der Rheinische Post. Michael, der aufgrund seiner langjährigen Erfahrung liebevoll als „Urgestein der RP“ bezeichnet wird, teilt leidenschaftlich sein Wissen als Führungskraft und seine Einblicke über die gesamte Mediengruppe. Michel ist seit acht Jahre Teil der Mediengruppe und fiel schon als Auszubildender durch seine besondere Art und anders Denken auf, weshalb er nun für die Bereiche Business Development und Innovationskultur zuständig ist.
    [12:34] Das Kurzportait der Rheinische Post Mediengruppe - von der Regionalen Tageszeitung zu 700 Mio. Euro Mediangruppe, vom alten ehrwürdigen Verlagshaus zum modernen Medienunternehmen mit Podcast. Mehr Infos gibt es unter www.rheinischepostmediengruppe.de.
    [15:09] Facts zum Podcast „Good Job!“ Erstmal eine Staffel mit 10 Folgen inklusive Intro- und einer Outro-Folge, wird New Work Themen behandeln. Es wird vor allem in der Runde diskutiert, aber auch Gäste und Interviews werden Teil des Podcasts sein.
    [18:38] Verabschiedung
    Der „Good Job“-Podcast erscheint jeden zweiten Mittwoch und richtet sich an jeden, der einen Good Job haben will - oder bereits hat. Jeder kann mitmachen: Wer seine Erfahrungen mit uns teilen möchte, kann uns gerne eine Mail zum Thema schicken an [email protected]. Alle Infos findet ihr unter www.goodjob.jetzt oder www.zeitgeist.rp-online.de/goodjob/
    20 min

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Der Podcast für eine neue Arbeitswelt