Grenzgänger zwischen Philosophie und Poesie

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Grenzgänger zwischen Philosophie und Poesie episodes

  • Literaten von A bis Z: Wells
    Herbert George Wells unterscheidet sich von Verne und dem Science Ficton Genre, mit dem er spielt, durch seinen gesellschaftskritischen und anthroposophischen Ansatz. In "Die Zeitmaschine" stellt er die Deutungshypothese einer Zweiteilung der menschlichen Rasse nach sozialdsarwinistischen Gesetzen vor. In "Das Land der Blinden" werden die vermeintlich Schwächeren zu den Herrschern und der Sehende zum Außenseiter und Kranken. In "Die Insel des Dr. Moureau" wirft Wells die Frage nach der Überlegenheit des Menschen gegenüber dem Tier und den Sinn der Zucht auf.
    50 min
  • Literaten von A bis Z: Weiß
    Ernst Weiß, zeitweise Freund Kafkas und Mitglied des Prager Kreises, spricht vergleichbare Themen an wie dieser, u.a. den Vater- und Autoritätskonflikt in "Der arme Verschwender", Störungen im sterilen Gefühlsleben, insbesondere der Sexualiät in "Die Galeere" und Entscheidungsunfähigkeit bzw. Verlorenheit in der modernen Großstadt in "Der Kampf". Moderne Phänomene wie die Berufswelt fließen in die Werke ein. Weiß pointiert seine suizidal endende Flucht vor den Nationalsozialisten: "Das Gesündeste heute, was man tun kann, ist krank zu sein."
    52 min
  • Literaten von A bis Z: Neruda
    Pablo Neruda steht nicht nur für vollendete Liebeslyrik und Indeginismo durch seine Hinwendung an Lateinamerika. Der Chilene war auch ein umtriebiger Träumer, der seit dem Spanischen Bürgerkrieg kommunistische Überzeugungen vertrat, für die er verfolgt und geächtet wurde. An der Seite von Allende erlebte er einen kurzen Frühling der Demokratie und dessen jähes Ende durch die übermächtige Militärjunta. Daher oszilliert der Podcast zwischen den Zeillen.
    41 min
  • Literaten von A bis Z: Waugh
    Arthur Evelyn Waugh zählt zu den großen postviktorianischen britischen Schriftstellern. Seine satirischen Romane, von denen Wiedersehen in Brideshead und Eine Handvoll Staub vorgestellt werden handeln von der besseren Gesellschaft auf dem Lande (gentry), ihre Dekadenz und der im Weltkrieg endende Niedergang ihrer Familien.
    1 hr
  • Literaten von A bis Z: Wedekind
    Skandalautor Wedekind, zwischen Symbolismus und Naturalismus stehend, arbeitete sich Anfang des 20. Jahrhunderts an der Doppelmoral im Wilhelminischen Zeitalter ab. Seine gesellschaftskritischen Stücke "Frühlingserwachen" und die zusammenhängenden Forsetzungstragödien "Erdgeist" sowie "Die Büchse der Pandora" (im Spätwerk "Lulu" zusammengefasst ) handeln auch von Masochismus und Sadismus sowie dem Zusammenhang von sexueller Gewalt und Tabuisierung echter Gefühle. Zudem spielen Nietzsche (der Mensch als Tier), Sozialdarwinismus und Milieutheorie eine Rolle.
    50 min
  • Literaten von A bis Z: Wassermann
    Jakob Wassermann, seinerzeit auf Augenhöhe mit seinen befreundeten Kollegen Hofmannsthal und Mann, wird heute verhältnismäßig wenig rezipiert. Sein an Kriminalfällen und Zeitereignissen orientiertes Werk ist vielschichtig, enthält aber Schlüsselreize und wiederkehrende Leitmotive. Vorgestellt werden das Frühwerk "Melusine", "Der Moloch", "Kaspar Hauser" und die zusammenhängenden Spät-Werke "Der Fall Maurizius" und "Etzel Andergast". Im Mittelpunkt steht die Zusammenführung von individueller psychischer Störung und gesellschafstübergreifenden Zwängen. aus denen sich die Konflikte ableiten.
    1 hr 32 min
  • Literaten von A bis Z: Vian
    Das Multitalent Vian zeichnete sich durch genreübergreifende Poesie aus, die Grenzen zwischen Surrealismus, Groteskem und Pastiche auslotend. Der Freund von Camus, der jung seinem Lungenleiden erlag, erinnert bisweilen an Kafka. Vorgestellt werden seine drei Kurzromane "Der Schaum der Tage", "Das rote Gras" und "Herbst in Peking". Pointiert. Wahrheit ist Vorstellung, also wenn man an sie glaubt.
    35 min
  • Literaten von A bis Z: Valéry
    Paul Valérys formstrenge absolute Lyrik, an Mallarmé geschult, verweigert sich der Deutungshoheit. Seine politischen und philosophischen Essays legen klare Bekenntnisse zu Werten und argumentativ gestützte Überzeugungen vom Zustand Europas ab. Voregestellt werden Lyrik exemplifizuiert an Das Grab am Meer. Prosa durch Monsieur Teste und Essays, konkretisiert in Gestalt von Der Geist Europas nach Ende des ersten Weltkrieges und Die Freiheit des Geistes vor Beginn des zweiten Weltkrieges.
    1 hr
  • Literaten von A bis Z: Unamuno
    Der baskische Literat und Philosoph Miguel Unamuno, u.a. inspiriert von Nietzsche, gehört zur legendären Generation von 98, die durch ein historisch bedingtes, tragisches Lebensgefühl vebunden ist. Seine Romane, u.a. Krieg im Frieden, Abel Sanchez und Nebel, widerspiegeln diese tragisch-komische Paradoxie des Lebens und die Sehnsucht nach Tranzendenz trotz bewusster Immanenz. Widersprüche zwischen Rationalität und Gefühl oder Glaube und Wissenschaft charakterisieren den Weg des mutigen Opportunisten Unamuno, dessen philosophische Aphorismen in "Das tragische Lebensgefühl" auch Berücksichtigung finden.
    1 hr 4 min
  • Literaten von A bis Z: Updike
    Vorgestellt werden John Updikes Trilogie (inzwischen um zwei weitere Romane zum Quintett erweitert) über den amerikanischen "Jedermann" Harry Angstorm, genannt Rabbit. Schonungslos deckt Updike die gescheiterten Träume von Selbstverwirklichung und die Verlogenheit des amerikanischen Bürgertums auf. Der Autor aus dem Nordosten der USA zeichnet sich durch satirischen Stil aus und fokussiert Bindungs- und 0rientierungslosigkeit des Mittelstandes.
    53 min

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Philosoph Bernd Oei stellt seine Bücherreihe „Grenzgänger zwischen Philosophie und Poesie“ in den einzelnen Episoden vor. Es werden große Schriftsteller beleuchtet und was sie zu Grenzgängern zwischen…