Grenzgänger zwischen Philosophie und Poesie

Grenzgänger zwischen Philosophie und Poesie

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Grenzgänger zwischen Philosophie und Poesie episodes

  • Grenzgänger Hölderlin
    Interview und Vorstellung des Buches Hölderlin Das Eine ist alles
    Mein absolutes Muss für alle Menschen dieser Welt. In Oldenburg verließen die Besucher scharenweise das Theater, weil die Originalsprache Hölderlins kaum verständlich war. Wer die griechische Syntax nicht kennt, wird den Satzbau merkwürdig finden. In Tübingen, nicht njur im Hölderlinturm und Nürtigen und Maulbronn, in Bordeaux, überall war ich, wo er mir vorauseilte. Die wichtigste Schnittstelle im Transzendentalismus, poulär deutscher Idealismus gehießen.
    Wie verbinde ich gesunden Individualismus mit Mut zur eigenen Ansicht und Lebensgestaltung mit dem Kollektiv, der Familie, der Natur in ihrem Recht. Wie den anspruchsvollen Geist mit Lebensfreude und Sinnlichkeit? Wie ertrage ich das, was mich erdrückt, ohne zu abzuwerten, ohne Hass oder Resignation?
    Hölderlin ist mir der Liebste von allen und doch habe ich ihn zur Seite legen müssen, um an der Welt nicht fehlzugehen. So kam ich unter die Deutschen... Vieles ist darüber geschrieben und erzählt worden im Hölderlinjahr. Wenig über In lieblicher Bläue. Beides ist gar nicht zu trennen: Politik und Poesie, Philosophie und Dichtung - und welch unsäglicher Missbrauch wurde damit getrieben.
    Kurz und gut. Ich bin begierig zu hören, zu lesen, wie es euch so geht mit dem Pantheismus und Holismus Hölderlins, seiner unglaublichen Wucht, die alles uns hätte sein können und doch wie ein Wurm zertreten wurde unter so viel Mediokrität und Kleingeist.
    carpe diem
    Bernd Oei
    43 min
  • Grenzgänger Rilke
    Interview über das Buch "Die Magie des Ortes" und Zusammenfassung der Inhalte im Monolog
    Ja, auch Rilke musste und wollte ich  überarbeiten, um ihn als ebook einzustellen, was Stück für Stück  mit allen Grenzgängern geschieht. Das Beste an so einer mühsamen Kleinarbeit ist, dass ich all seine Texte wieder und gleichsam neu erleben darf, mit einer anderen Perspektive, einem anderen Hinterdrundwissen und manchmal sogar neuen Vorlieben für sprachliche Kunstgriffe.
    Bei Rilkevorträgen entsetzte mich immer die Frage nach Capri oder wann er Lou das letzte Mal küsste, die sentimentalen Reimgedichte, die zu Geburstagen zitiert werden sowieso. Natürlich ist das auch arrogant und nicht jeder Künstler entwickelt sich zu seinem Besseren. Aber Rilkes Spätlyrik ist das Maß der Dinge für die deutsche Sprache und kann auch nicht auf ein paar biografische Erlebnisse reduziert werden.
    Wer den Beitrag folgt, worum ich euch sehr bitte, wird mir vielleicht seinen Rilke mitteilen wollen, was er vermisst oder gar unpässlich fand. Vielleicht auch, wo ich einen Hammer-Fehler eingebaut habe, unbewusst absichtlich, denn ich hätte ihn ja löschen, herausschneiden können. Das zeigt doch, das man auch nach so vielen Lektüren noch über Namen stolpert wie über Zungenbrecher-Fremdworte, die man vielleicht besser gelassen hätte.
    Auf eure Resonanz freut sich
    carpe diem
    Bernd Oei
    40 min
  • Grenzgänger Camus
    Buchpräsentation Camus´mit Christine im Interview und anschließender Monolog.
    Ein Anlass, das Camus´Buch Zwischen Sisyphos und der Moderne neu zu schreiben, war die Einladung zu einem Vortrag der Camus Gesellschaft und sein anstehendes Jubilämsjahr, das mit einigen Diskussionen einhering. Ein zweiter die Entwicklung des arabischen Frühlings und ein dritter die persönliche Tragik eines fehlerhaften Buches zu korrigieren, das so nie hätte publiziert werden dürfen, weil es die Rohfassung und nicht die mit Mühen korrigierte im Umlauf brachte.
    Inhaltlich habe ich nie verstanden, weshalb Revolution und Revolte sowie Logik des Absurden und absurde Logik wie Zweillige oder Synonyme behandelt werden. Bei allem Respekt vor anderen Meinungen fand ich auch Beiträge, die nichts mit Camus zu tun haben oder von grobem Missverständnissen geprägt sind, die auch mit der Unkenntnis von Französisch einhergehen.
    Camus hat zwei Bestseller geschrieben, die in Frankreich zu den meistgelesensen zehn Büchern überhaupt zähen: Die Pest und Der Fremde. Er selbst fand aber seine Adaption Dostojewskis "Die Besessessen" wichtiger. Und er empörte sich zu Lebzeiten über die Interpretationen, die teilweise noch immer in der Schule gelehrt werden. Und wie nahe kam ich ihn, der die Natur über alles stellte, im Lubéron.
    Camus und Sartre bilden zwei Grundhaltungen dem leben gegenüber, die wieder einmal belegen, dass es weder um Schwarz und Weiß noch um sowohl als auch geht, denn beide irrten in gewissen Fragen grundsätzlich, was sie keinesfalls disqualifiziert.  Über Camus kann und muss man sich Vian oder Char annähern, weil sie zu seinem Denken gehören, was in Deutschland - Spezialisten ausgenommen - komplett ausgeblendet wird. Daher ist Camus auch leider ein Mythos und Klischee, dem es gilt, abzuhelfen - wenngleich auch das die Arbeit eines Sissyphos impliziert.
    Über eure Meinung freue ich mich
    carpe diem
    à bientôt
    Bernd Oei
    41 min
  • Grenzgänger Politische Poetik
    Studie zu den Vertretern des Vormärz in Abgrenzung zur Romantik und Klassik unter Einbindung von Dramen, Essays und Prosa. Neben den im Titel genannten Autoren bildet die Analyse der Linkshegelianer Feuerbach, Stirner und Marx sowie Hegels Ästhetik einen Schwerpunkt. Im Vergleich finden auch andere Protagonisten wie Gutzkow Berücksichtigung. Drei Grundfragen bilden das Gerüst für die Studie.
    Mir persönlich hat es Lücken gefüllt und gezeigt, wie aktuell die grundsätzlichen Fragen für Literaten und Philosophen auch heute noch, in einem scheinbar völlig veränderten Umfeld sind. Doch aufgrund der Pandemie wurden Gesetze von oben geändert, erkämpfte Bürgerfreiheit stand/steht gegen Hygienevorsorge. Egal, wie man dazu steht, es muss einem zumindest bedenklich stimmen, wie wenig reflektiert und wie viel Ja gesagt wird zur dem, was die Regierung so beschließt und verlautbaren lässt. Auch der Vormärz stellte individuellen kollektiven Interessen gegenüber.
    Das Interview informiert euch über die Zeit, meine Motivation, darüber
    zu schreiben. Ob es gut ankommt, verständlich ist, Interesse weckt, -
    schreibt doch darüber.
    40 min
  • Grenzgänger Roth
    Interview über Der verbrannte Himmel, den Untergang der k.uk. Monarchie und anschließender Monolog über  den Aufbau und Inhalt der Monographie über Joseph Roth
    Auch Roth wird dieses Jahr gründlich von mir überarbeitet und nach neuen Erkenntnissen als ebook eingestellt. Für mich der beste deutschsprachige Erzähler überhaupt, aber das ist natürlich subjektiv. Einer, der wie sein Vorbild Zola wirklich als Journalist etwas bewegte, nie wegschaute und immer etwas riskierte, auf seinen Fahrten und Reportagen durch das wildeste Europa. Einer, der an seiner Menschenliebe zugrundeging und der sich schuldig fühlte für das Scheitern der Habsburger, aber auch für die Schiezophrenie seiner Frau.
    Schuldgefühle sind irrational und haben häufig keinen brechtigten Grund. Meist sind sie Folgen einer falschen Erziehung oder fataler Religion, die Schuld und Sühne für das Menschlichste und manchmal sogar die Menschlichkeit selbst verlangt.
    Roth zu überhören ist grundsätzlich eine Bildungslücke, denn er hat weit mehr als nur als Chronist seiner Zeit zu sagen. Auf meiner Spurensuche in Wien, damals zusammen mit meinem Freund Dominik, haben wir sechs Wohnungen gefunden, in denen der Nomade gelebt hat und nicht eine einzige ist erhalten geblieben; der Krieg oder der Wandel der Zeit hat seine Spuren, selbst die steinernen, ausgelöscht.
    Auf ein feedback freut sich
    carpe diem
    Bernd Oei
    40 min
  • Grenzgänger Tolstoi
    Interview über Gemeinsamkeiten und Unterschiede Tolstois zu Dostojewski und Turgenjew, anschließende Zusammenfassung der Inhalte der Monografie.
    Jedes Mal, wenn man mich fragt, wieso Seelenfänger oder auf den paradoxen bzw. dialektischen Untertitel befragt, kommen wir andere Antworten, aber ein Bild bleibt. Mein einziger Besuch in Russland, gleich nach der Wende, als das mächtige Moskau einem Armen- oder Waisenhaus glich und die gewaltigen Statuen und Häuser, die mich auf ein Ameisendasein reduzierten. Oder die Apotheke, die aussah wie ein Schloss..
    Tolstoi ist nicht einfach zu beschreiben und hat die unterschiedlichsten Befürworter (selteeener Gegner) gefunden, die allerdings, gerade weil sie aus allen Strömungen und Denkrichtungen her kommend, mehr zur Verwirrung beitrugen. Ist Tolstoi nun ein Heiland, weil er rigoros und mit praktischem Engagement gegen Krieg, Sklaverei, Prügelstrafe, Armut, Unbildung ins Feld zog und sogar etwas bewirkte wie die Amnesie von zum Tode verurteilte Duchborzen? Oder war er ein Monster, weil er seiner Frau nicht nur einen Beruf, Veröffentlichung ihrer Schriften, eine eigene Meinung verwehrte, einen Arzt, als sie ihn darum bat? Tolstoi war wohl Gott und Teufel in einer Person, ein Russe und ein Europäer, ein Künstler, der die Religion für wichtiger hielt als die Philosophie und Puschkin für wertlos, weil ihn das Volk nicht verstand.
    Was ist eure Meinung zu Tolstoi, abgesehen davon, dass er wohl der größte Erzähler dicker Romane ist?
    Auf eure Resonanz freut sich
    carpe diem
    Bernd Oei
    41 min
  • Grenzgänger Schnitzler
    Interview über das Fin du Siècle, Wiener Moderne mit dem Schwerpunkt Arhtur Schnitzler. Anschließende Darstellung des Inhalts und Methoden vom Auotoren Bernd Oei.
    Anlässlich meiner neu eingestellten Grenzgänger als e book musste und durfte ich auch Schnitzler gründlich überarbeiten. Es ist erstaunlich, wie ein paar Jahre die Sichtweise verändern oder das Verständnis bereichern. Im menschlichen Bereich fällt einem das so viel schwerer. Es ist nicht viel Neues hinzugekommen, in der Psychologie Freuds und die wirklich verändernden Stile in der Literatur sind auch schon lange her.
    Immer wieder stiftet die Secession, die Jahrhundertwende, Anlass zu einem Vergleich, denn etwa hundert Jahre trennen Schnitzlers Werke von heute. Da sind einschneidende Ereignisse darunter, doch nie in dieser Geschwindigkeit, wie sich die Welt heute verändert. Allerdings nur im phänomenalen, vorwiegend technischen Bereich.
    Christine bingt mit ihrem Humor immer das Kind in mir zum Vorschein und es tut gut ab und an distanziert mit Witz auf die schweren Themen des Lebens, die sich in Schnitzlers Werk wiederfinden, zu werfen.
    Schenkt mir und Schnitzler ein wenig Zeit und schreibt mir, was ihr von ihm, dem Podcast, aber auch von ihm, dem wohl bedeutendsten Dramatiker der Wiener Jahrhundertwende, haltet.
    carpe diem
    Bernd Oei
    43 min
  • Grenzgänger Dostojewski
    Interview zum Buch und Vorstellung von Seelenfeuer
    Gerade habe ich im Zuge meine rdigitalisierung die alten Bestände sämtlich überarbeitet und mein verbessertes und ergänztes Buch über Dostojewski als e book eingestellt.
    Wenn es um Russland geht und die vielen Autoren, die ich las, aber leider nie im Original wie bei den Franzosen oder Engländern/Amerikanern, bin ich, was die Qualität des Stils anbelangt, immer auf Muttersprachler angewiesen. Auf einer Jahrestagung der Dostojewskigesellschaft kam mir schmerzlich zu Bewusstsein, wie tief die politische und sprachliche Kluft ist zu einem Land, das so unendlich wertvoll für die gesellschaftliche und künstlerische Entwicklung Europas war und vielleicht noch immer ist.
    Christine hat wieder einmal Fragen und Ansichten ganz eigener Art, die ich mir so nie stellen könnte. Für alle, die sich länger mit Dostojewski beschäftigen bietet meine Monografie einiges, aber natürlich nicht für alle. Wie ich immer noch lernen muss gibt es selbst im Kreis vermeintlich Gleichgesinnter und auf Augenhöhe stehender Diskursteilnehmer so etwas wie eine Neuauflage des Kalten Krieges. Gerade bei Dostojewski, der das Mitgefühl und die Demut wie kein anderer pflegte (zumindest in weisen Lebensjahren) wunder mich das.
    Wie immer freue ich mich über Anregungen von euch, dafür ist der Podcast letztlich da. Von Menschen, die Fehler begehen für Menschen, die sie vermeiden wollen über Menschen, die sie bereuten oder auch den Wert darin erkannten, gefehlt zu haben.
    carpe diem
    Bernd Oei
    38 min
  • Grenzgänger Zola
    Interview über "Die Stunde des Fleisches" und Zusammenfassung der Monografie über die Milieutehorie im Werk von Emile Zola
    Zola ist einer der wenige neben Roth und Zweig die mir ad hoc einfallen, wenn es darum geht, wieviel Mut Schriftsteller früher aufbringen wollten und mussten. Investigativer Jopurnalismus findet heut kaum noch statt und geteilt odder geliked wird nur, was die eigene Meinung widerspiegelt. Wie wohltuend sind da Querdenker wie Zola.
    Auf dem ersten Blick verwirren die Begriffe. Rasse ist bei uns aufgrund der NS Vergangenheit verpönt und im neuen GEsetzesbuch sogar entfernt worden. Milieu versthen Menschen entweder biologisch oder soziologisch und Situation ist reichlich nichtsgend, wenn man den philosophischen Kontext des Existentialismus nicht kennt.
    Wer in Frankreich top ist, z.B. Montaigne, ist hier kaum eine Zeitungsmeldung wert. Zola kennen wenige, Fachleute ausgenommen und es fragt sich der Romanist in mir: wieso ist das so? eine kompaktere Art, grundsätzliche Themen, die den Menschen betreffen (conditia humana) literarisch zu veranschaulichen ist schwer zu finden.
    Daher wünsche ich mir, dass ihr euch ein wenig Zeit für die Einführung nehmt und jene, die meinen, sie bräuchten so etwas auch, um mir zu schreiben, ob es sich ncht doch gelohnt hat. Sonst leben wir in Parallelwelten und lernen nichts voneinander.
    Wie immer geht es mir nicht um Recht oder Unrecht, denn wohin Lagerbildung führt, zeigt Corona. Immerhin verdanke ich der Epidemie, dass ich überhaupt mit Podcasts und der Digitalisierung angefangen habe. Für Resonand dankbar
    carpe diem
    Bernd Oei
    38 min

About Grenzgänger zwischen Philosophie und Poesie

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Philosoph Bernd Oei stellt seine Bücherreihe „Grenzgänger zwischen Philosophie und Poesie“ in den einzelnen Episoden vor. Es werden große Schriftsteller beleuchtet und was sie zu Grenzgängern zwischen…