Übung auf dünnem Eis: Dresdner Feuerwehr trainiert den Ernstfall in Leuben
# Übung auf dünnem Eis: Dresdner Feuerwehr trainiert den Ernstfall in Leuben**Dresden, 06. Februar 2026 – Die winterlichen Temperaturen verwandelten die Kiesgrube Leuben Nord am Freitagnachmittag in ein wichtiges Trainingsgelände für die Dresdner Berufsfeuerwehr. In einer groß angelegten Übung bereiteten sich die Einsatzkräfte auf eines der gefährlichsten Szenarien der kalten Jahreszeit vor: die Rettung von Personen, die im Eis eingebrochen sind.**
Wenn die Eisdecke auf städtischen Gewässern nachgibt, zählt jede Sekunde. Um im Ernstfall routiniert und schnell handeln zu können, nutzten die Feuerwehrleute die zugefrorene Fläche der Kiesgrube, um verschiedene Rettungsmethoden unter realen Bedingungen zu erproben. Dabei wurden unterschiedliche Szenarien durchgespielt, um wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln.
### Sicherheit und Spezialausrüstung im Fokus
Trotz der frostigen Umgebung bestand für die Beteiligten keine Gefahr: Sowohl die Retter als auch die Statisten, die die „Verunfallten“ darstellten, waren durch wasserdichte Spezialanzüge gegen die Kälte geschützt.
Im Zentrum der Übung stand das Zusammenspiel von Technik und Taktik. Die Einsatzkräfte brachten dabei sowohl hochspezialisiertes Equipment als auch klassische Mittel zum Einsatz:
- **Spezialgerät:** Der Eisrettungsschlitten „Rescue Alive“ sowie spezielle Rettungsboards ermöglichten ein schnelles Vorankommen auf der instabilen Eisfläche.
- **Standard-Ausrüstung:** Auch die Beladung eines normalen Löschfahrzeugs wurde auf ihre Tauglichkeit geprüft. Mit Steckleitern, Seilen und Spineboards zeigten die Retter, wie auch ohne Sonderfahrzeuge effektive Hilfe geleistet werden kann.
### Wichtiges Training für die Sicherheit der Bürger
Die gewonnenen Erkenntnisse sind für die Feuerwehr von unschätzbarem Wert. „Praktische Übungen wie diese stellen sicher, dass jeder Handgriff sitzt, wenn es wirklich darauf ankommt“, so ein Sprecher vor Ort. Die Routine im Umgang mit den verschiedenen Geräten könne im Ernstfall lebensentscheidend sein.
Trotz der professionellen Vorbereitung der Retter warnt die Feuerwehr weiterhin davor, vermeintlich zugefrorene Gewässer leichtsinnig zu betreten, da die Tragfähigkeit der Eisflächen oft schwer einzuschätzen ist.