Der Ransomware-Angriff von 2021, der eine Kreisverwaltung in den Notbetrieb zwang
Ein Landkreis im digitalen Ausnahmezustand
Am 6. Juli 2021 wird ein Cyberangriff auf die IT des Landkreises Anhalt-Bitterfeld entdeckt. Wenige Tage später ruft die Kreisverwaltung den Katastrophenfall aus. Server und Fachanwendungen müssen abgeschaltet werden, Kommunikationswege fallen aus und zahlreiche Verwaltungsleistungen sind vorübergehend nicht verfügbar.
Wir betrachten die Folgen für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Beschäftigten der Verwaltung: Was geschieht, wenn Sozialleistungen nicht wie gewohnt bearbeitet werden können? Wie arbeitet eine Behörde weiter, wenn E-Mail, Telefonie und zentrale Fachverfahren ausfallen?
Wir erklären, wie Ransomware-Angriffe funktionieren, warum kompromittierte Systeme nicht einfach wieder eingeschaltet werden dürfen und welche Bedeutung Netzwerksegmentierung, Protokollierung, eingeschränkte Administratorrechte und getestete Offline-Backups haben.
– Der Angriff auf den Landkreis Anhalt-Bitterfeld
– Der erste Cyber-Katastrophenfall Deutschlands
– Ausfälle kommunaler Fachverfahren und Dienstleistungen
– Ransomware und mögliche Lösegeldforderungen
– Notbetrieb und analoge Ersatzverfahren
– Unterstützung durch Behörden und externe IT-Fachleute
– Bereinigung, Wiederaufbau und kontrollierter Wiederanlauf
– Lehren für Kommunen, Behörden und öffentliche Dienstleister
Täter, ursprünglicher Zugangsweg und Umfang eines möglichen Datenabflusses werden nur auf Grundlage bestätigter Informationen eingeordnet. Nicht abschließend geklärte Punkte werden ausdrücklich als solche benannt.
Hacker Diaries erzählt wahre Geschichten aus der Welt der Cyberkriminalität, der IT-Sicherheit und digitaler Risiken – seriös, verständlich und ohne unnötige Dramatisierung.
Inhaltlich zusammengestellt von Nikolaus Stapels.