Kaum hat das Kind die Regenhosen in einer grösseren Grösse, sind die Wanderschuhe zu klein, für das Znüni hat es auch nichts mehr Zuhause - und bis wann musste man sich für den Elternabend anmelden?
Beim Mental Load geht es nicht darum, wer etwas macht, sondern darum, wer daran denkt. Das Hirn läuft ständig. Wenn diese Arbeit nicht gesehen wird, ist es zusätzlich belastend.
Dr. Philomena Sabatella erklärt auf einem Spaziergang, wie der Mental Load sichtbar gemacht und verändert werden kann. Beispielsweise hilft ein Mindmap um aufzuzeigen, welche zahlreichen Aufgaben (Einkaufen, Wochenübersicht, Vorlieben abklären, …) mit einer anderen Aufgabe (Znüni bereit machen) zusammenhängen. Eine Idee für die Aufteilung der Tasks ist, dass man eher das macht, das man sowieso gerne macht (z.B. Kochen) und das einem wichtig ist (Kommunikation mit anderen Eltern).
Es ist klar, dass das alles nicht von heute auf morgen geht. Den Leidensdruck darzustellen ist zudem oftmals herausfordernd, weil die Person mit dem Mental Load die Person ist, die im Familiensystem am besten funktioniert.
Gemäss der Psychologin und Wissenschaftlerin wird Mental Load in sechs Bereiche unterteilt: Wissen, Management-Denken, Erziehung, Überwachen und Antizipieren von Bedürfnissen, Planung und Selbstregulierung. Sie gibt damit bereits einen Einblick in ihr Buch "Mental Load - unsichtbare Last, sichtbare Folgen", das Ende September 2026 erscheint.
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