Seit mehr als fünf Jahren organisiert Liebesding in Zug individuelle Hochzeiten und Events. Für Simone Glarner ist die Hochzeits- und Eventplanung eine perfekte Kombination aus unbeschreiblichen Emotionen und einer perfekten Vorbereitung. Gerade zur aktuellen Corona-Zeit ist eine planbare Organisation aber besonders schwierig. Dazu kommt die ohnehin schon emotionale Belastung der Brautpaare dazu.
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Transkript:
[00:00:03.260] - Christine TuschEinfach nah dabei. Heute mit Christian Tusch. Katerstimmung in der Hochzeits-Branche. Der schönste Tag im Leben sollte es werden. Der Hochzeitsplaner war gebucht, die Einladungen verschickt und das Essen bereits getestet. Und dann kam COVID-19 und brachte eben gerade wegen der nicht gefeierten Hoch-Zeiten Tage eine Katerstimmung ins Land. Und das, ohne ein Glas Cüpli dabei vergossen zu haben. Das Coronavirus darf die Hochzeits-Branche wie keine andere. Ein fluktuierender Wirtschaftszweig stand von einem Tag auf den anderen still und wird wahrscheinlich noch länger still stehen. Und das ohne einen Hoffnungsschimmer auf Lockerungen in nächster Zeit. Simone Glarner ist Event und Hochzeits Planerin und weiß um die Emotionen, die gerade in dieser Branche im Moment hochgehen.
[00:00:52.700] - Simone GlarnerIch habe ursprünglich mal bei einer Event-Agentur gearbeitet, aber eher im Medienbereich. Ich habe dort Events organisiert und bin da irgendwie in die Windbranche reingerutscht, hab danach noch eine Ausbildung gemacht, weil mich das so fasziniert hat. Und ja, bin da immer mehr in die Event und Szene gekommen, weil ich sehr viele Personen aus dem Umfeld habe, mich immer wieder gefragt aber du kennst doch noch einen Musiker, du kennst doch noch einen guten Platz. Du weißt doch, du bist immer an den schönsten Orten, wo könnte ich heiraten. Und irgendwie sind da immer mehr Fragen auf mich zugekommen. Und dann ist es irgendwie so entstanden.
[00:01:30.350] - Christine TuschDie Hoch-Zeiten Saison 2020 kam dann, noch bevor sie eigentlich voll durchstarten konnte.
[00:01:37.290] - Simone GlarnerJa, es war schon ziemlich einschneidend im Moment. Das war für uns jetzt mit Blick auf die Hochzeitsmesse insofern gut, dass es noch fast vor der Saison war. Der Start war noch nicht so weit, dass wir wirklich gerade Wochenende für Wochenende eine Hochzeit verschieben oder absagen mussten. Wir hatten doch noch ein bisschen Zeit. Aber nichtsdestotrotz war das natürlich sehr überraschend und sehr kurzfristig. Wir hatten auch im März leider Hochzeiten, die wirklich eine Woche direkt nach dem Shutdown hätte stattfinden müssen und die dann leider abgesagt werden musste.
[00:02:11.240] - Christine TuschDie Verunsicherung bei Simone Glarners Kundschaft war groß, und die Nerven lagen da schon manchmal blank.
[00:02:17.450] - Simone GlarnerEs kommt ein bisschen auf den Zeitpunkt an, diejenigen, die sehr nah am schottern waren, die hatten sicherlich noch mehr Mühe und noch ein bisschen mehr mit der Situation, weil es dort noch so noch viel mehr unabsehbar war, was das wirklich heißt, und es war natürlich für die Brautpaare, die jetzt sogar noch im Winter geheiratet haben. Ich denke, die jetzt, im Juni, Juli, August, die sind schon eher etwas gefasster und gehen ein bisschen mit weniger Emotionen mit der Situation um und wissen Sie, wie viele Leute das jetzt trifft? Ja, es ist ja nicht mehr nur ein Einzelfall und nicht nur zwei Wochen Shutdown, sondern jetzt trifft es ja wirklich eine ganze Menge. Man hat sich schon ein bisschen daran gewöhnt, leider.
[00:03:00.080] - Christine TuschTrotzdem Verständnis der Situation gegenüber sind bei vielen Brautpaaren doch viele gemischte Emotionen mit dabei, wenn es um den Hochzeits-Exit geht.
[00:03:09.350] - Simone GlarnerDas ist natürlich schon hart, weil es gerade so ein emotionales Business ist. Es geht natürlich um die Planung, die ein Jahr schon geplant wäre. Es geht darum, dass sehr viele E...