Das ist vermutlich die ehrlichste Podcast-Folge über das Abnehmen, die du heute hören wirst. Denn Abnehmen bedeutet nicht nur, ein Kaloriendefizit einzuhalten, mehr Protein zu essen oder sich ausreichend zu bewegen. Gerade wenn du schon lange mit deinem Gewicht kämpfst, steckt hinter deinem Essverhalten häufig viel mehr.
Ich habe selbst 50 Kilogramm abgenommen und war den Großteil meines Lebens übergewichtig. Über viele Jahre habe ich Essen nicht nur genutzt, um meinen Hunger zu stillen. Essen hat mich beruhigt, getröstet und mir dabei geholfen, Stress und unangenehme Gefühle für einen Moment zu betäuben. Auch heute, viele Jahre nach meiner Abnahme, spüre ich dieses alte Verhaltensmuster manchmal noch. Der Unterschied ist: Mittlerweile erkenne ich es und weiß, wie ich damit umgehen kann.
In dieser Folge sprechen wir deshalb ganz ehrlich über emotionales Essen. Woher kommt dein Essverhalten? In welchen Situationen greifst du zu Essen, obwohl du körperlich gar keinen Hunger hast? Und was möchtest du in diesem Moment vielleicht nicht fühlen?
Emotionales Essen ist kein Verhalten, das innerhalb weniger Wochen einfach verschwindet. Wenn du dir bestimmte Muster über Jahre oder sogar Jahrzehnte antrainiert hast, braucht es Zeit, Geduld und ehrliche Selbstreflexion, um sie zu verändern. Der erste Schritt besteht darin, neutral zu beobachten: Wann esse ich? Warum esse ich? Habe ich wirklich Hunger – oder brauche ich gerade eigentlich Ruhe, Nähe, Ablenkung, Trost oder Entlastung?
Dabei geht es nicht darum, Schokolade, Pizza oder Burger aus deinem Leben zu verbannen. Du darfst all diese Dinge essen und kannst sie auch während einer Abnahme einbauen. Entscheidend ist vielmehr, ob du etwas bewusst genießt oder ob du versuchst, damit deine Gefühle zu regulieren. Schokolade darf ein Teil deiner Ernährung sein – sie muss aber nicht die Aufgabe übernehmen, dich zu beruhigen oder glücklich zu machen.
Ich spreche außerdem darüber, warum es beim Abnehmen kein magisches Wundermittel gibt und weshalb eine langfristig passende Struktur so wichtig ist. Ein Alltag mit sättigenden Mahlzeiten, ausreichend Protein und Ballaststoffen, Bewegung sowie bewussten Entscheidungen kann dir helfen. Diese Routinen müssen jedoch zu dir, deinen Vorlieben und deinem Leben passen.
Besonders wichtig: Es gibt kein „Danach“. Eine Abnahme ist keine kurze Phase, nach der du wieder vollständig in deine alten Gewohnheiten zurückkehren kannst. Du entwickelst jetzt Routinen, die du langfristig beibehalten möchtest. Deshalb solltest du nicht versuchen, dein komplettes Leben von heute auf morgen umzustellen.
Beginne Schritt für Schritt: mehr trinken, ausreichend Protein essen, deine tägliche Bewegung langsam erhöhen oder ein erstes Training ausprobieren. Du musst nicht sofort von null auf hundert zur sportlichsten Version deiner selbst werden. Rückschläge und Gewichtsschwankungen gehören zum Leben. Ein Urlaub, ein üppiges Essen oder ein schwieriger Tag machen nicht deine gesamte Entwicklung zunichte. Entscheidend ist, danach nicht alles hinzuwerfen, sondern wieder in deine gewohnte Struktur zurückzufinden.
Eine erfolgreiche Abnahme findet nicht nur körperlich, sondern auch mental statt. Du darfst herausfinden, warum du isst, was dir wirklich guttut und wie dein persönlicher Alltag aussehen muss, damit du dein Gewicht langfristig halten kannst – ohne auf alles zu verzichten, was du liebst.
Wenn du dich in dieser Folge wiedererkennst, bist du damit nicht allein. Sei ehrlich zu dir, aber verurteile dich nicht für deine bisherigen Verhaltensweisen. Du kannst sie reflektieren, verändern und neue Strategien lernen – Schritt für Schritt.
Schreib mir gerne auf Instagram oder TikTok unter @sarahs.healthylifestyle, wie es dir mit emotionalem Essen geht und über welche ehrlichen Abnehmthemen wir noch sprechen sollen.
Viel Freude beim Zuhören! 🤍