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  • 13. Oktober 2026. Bücher am HIS: Besseres Geld, bessere Welt?
    Geld steht in der Debatte – und mit ihm die Frage, ob seine Erneuerung eine bessere Welt hervorbringen kann. Besonders die Idee, dass eine überlegene Technologie rette, was Politik nicht lösen konnte, hat Konjunktur: Bitcoin und andere Kryptowährungen stehen für die Hoffnung, durch technische Innovation die Grundlagen des Zusammenlebens zu erneuern: Ein neues Geld für eine bessere Gesellschaft?
    Aaron Sahrs Buch Fake Coins. Digitales Geld und analoge Freiheit befragt diese Hoffnungen kritisch. Im Gespräch mit dem Theologen und Ökonomen Bernhard Emunds diskutiert der Autor, was monetäre Utopien versprechen – und was sie einlösen können. Kann besseres Geld wirklich eine bessere Welt hervorbringen? Oder überschätzen wir, was sich durch Geld überhaupt verändern lässt?
    Bernhard Emunds, Theologe und Ökonom, Professor für Christliche Gesellschaftsethik und Sozialphilosophie an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main und Leiter des Oswald von Nell-Breuning-Instituts
    Aaron Sahr, Soziologe, Leiter der Forschungsgruppe Monetäre Souveränität am Hamburger Institut für Sozialforschung
    Hannah Schmidt-Ott, Redakteurin bei Mittelweg 36 und Soziopolis
    Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und unserem Verlag Hamburger Edition
    1 hr 37 min
  • 20. Oktober 2026. Bücher am HIS: Wie schreibt man Energiegeschichte
    Energie gilt gemeinhin als Ressource – als Stoff, den wir der Natur entnehmen, umwandeln und verbrauchen. In ihrem Buch »Working Nature. A History of the Energy Economy« nimmt Daniela Russ eine andere Perspektive ein. Statt als rein physikalische Eigenschaft der Dinge begreift sie Energie als soziales Verhältnis zur Natur. Russ untersucht, wie es Ingenieur:innen, Naturwissenschaftler:innen und Ökonom:innen gelang, die Arbeit der Natur gegen alle Widerstände nutzbar zu machen – und zeigt dabei, wie die arbeitende Natur im Zuge der Industrialisierung nicht nur quantifizierbar, sondern auch zur Ware wurde.
    Im Gespräch mit dem Schriftsteller und Kritiker Dietmar Dath erkundet die Veranstaltung, was es bedeutet, eine Geschichte der Energiewirtschaft zu schreiben. Wie verändert sie unseren Blick auf die Gegenwart? Wie lassen sich Bilder ihrer Zukunft entwerfen? Und wie hängen Energie und Emanzipation zusammen?
    Daniela Russ, historische Soziologin und Juniorprofessorin an der Universität Leipzig.
    Dietmar Dath, Schriftsteller, Übersetzer und Kritiker. 2025 erschien sein ScienceFictionRoman »Skyrmionen oder: A Fucking Army«.
    Hannah Schmidt-Ott, Redakteurin bei Soziopolis, CoHost des Podcast
    »Mittelweg 36«, Kritikerin.
    Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit Verso Books.
    1 hr 30 min
  • 16. Juni 2026. Bücher am HIS. Unter Waffen schweigen die Gesetze?
    Völkerrechtsverbrechen und ihre Ahndung
    Völkerrecht und Völkerstrafrecht haben derzeit einen schweren Stand. Ungenierte Machtpolitik und militärische Gewalt, die heute diesem, morgen jenem Ziel zu gehorchen scheint, bestimmen das völkerrechtliche Bild und machen es unkenntlich. Im Rechtlich-Trüben verschwinden die Grenzen des Zulässigen. Jahrzehnte der Rechtsentwicklung gehören der Vergangenheit an, so der Eindruck, der große Befürchtungen auslöst.
    Doch das Völkerrecht ist nicht sinn- und wehrlos. Und das Völkerstrafrecht ist eine zivilisatorische Errungenschaft, die in der Welt ist. Ohne den Maßstab, den uns beide liefern, wüssten wir nicht, wann das bei uns derart geprägte Verständnis von Recht und Moral bedroht ist, wann wir es mit einem Völkerrechtsverstoß oder gar ein Völkerrechtsverbrechen zu tun haben. Dieses Wissen bleibt, und je bewusster es uns ist, desto schwieriger haben es seine Feinde.
    Gerd Hankel ist Völkerrechtler, wissenschaftlicher Mitarbeiter der
    Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur.
    Natalie von Wistinghausen, Fachanwältin für Strafrecht, Tätigkeitsschwerpunkt
    u. a. Internationales Strafrecht / Völkerstrafrecht.
    In Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung.
    1 hr 32 min
  • 4. Juni. Bücher am HIS. Im Zwischenreich — Weimar und kein Ende?
    Muss das sein? Ja, muss es.
    Das Buch der Historikerin Ute Daniel zeigt, wie erhellend ein neuer Blick auf die Geschichte der Weimarer Republik 1918 bis 1933 ist. Ein Blick, der Zusammenhänge herstellt zwischen Anfang, Mitte und Ende der Republik und so die Geschichte erzählbar macht. Und eine Herangehensweise, die zwischen übergreifenden gesellschaftspolitischen Tendenzen und konkretem Handeln politischer, wirtschaftlicher oder militärischer Akteure vermittelt. Eine zentrale These des Buchs ist, dass eine andere Zukunft als die, die im Januar 1933 anbrach, möglich gewesen wäre. Doch betrachtete die weit überwiegende Mehrheit der alten und oft auch neuen Eliten die Republik als vorübergehende Erscheinung. Nicht das Kaiserreich war allerdings das Ziel der Sehnsucht, sondern der schlanke Staat, der wenig kostete und nicht nach unten umverteilte.
    Ute Daniel ist Professorin em. für Neuere Geschichte an der TU Braunschweig.
    Wolfram Pyta, Univ.-Prof. Dr., Leiter der Abteilung Neuere Geschichte an der Universität Stuttgart und Direktor der Forschungsstelle Ludwigsburg.
    Wolfgang Knöbl, Prof. Dr., Soziologe; Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung.
    In Kooperation mit der Hamburger Edition
    1 hr 32 min
  • 7. Mai 2026. Bücher am HIS: Das Elend der Geopolitik
    Klaus Schlichte im Gespräch mit Ulrich Schneckener
    Moderation: Wolfgang Knöbl
    Das Wort »Geopolitik« hat in den letzten Jahren eine steile Konjunktur erlebt. Eine Auffassung internationaler Politik entlang der Kategorien und Denkweisen der »Geopolitik« ist jedoch ein intellektuelles Elend. Es wird den Strukturen und Herausforderungen internationaler Politik der Gegenwart nicht gerecht. Hinter dem Begriff, wie er gegenwärtig genutzt wird, verbirgt sich bloßes Machtstaatsdenken. Zwar wird der Vorwurf der Machtstaatspolitik vor allem der russischen und US-amerikanischen Regierung gemacht, aber viele andere Regierungen folgen den Figuren eines neuen Souveränitätsdiskurses. So vermindern sie nicht nur die Chancen internationaler Zusammenarbeit, sondern gefährden den Frieden und die Möglichkeiten einer besseren Zukunft. Ob, und wenn ja, welche Alternativen es hierzu gibt, diskutieren Klaus Schlichte und Ulrich Schneckener.
    Klaus Schlichte ist Professor für Internationale Beziehungen und Weltgesellschaft an der Universität Bremen.
    Ulrich Schneckener ist Professor für Internationale Beziehungen & Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Osnabrück und Sprecher des Center for the Study of Conflict & Peace (CeCoP).
    Wolfgang Knöbl, Prof. Dr., Soziologe und Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung.
    In Kooperation mit der Hamburger Edition
    1 hr 34 min
  • 20. April 2026. Streit.Bar im April | Warum Faschismus?
    Streit.Bar will eingreifen – in die städtische Öffentlichkeit, den politischen Diskurs, die gesellschaftliche Debatte darüber, was das Neue an den derzeitigen Problemen ist und wie es weitergehen soll.
    Der politische wie sozialwissenschaftliche Diskurs über den wachsenden Einfluss des Rechtspopulismus läuft nun schon einige Jahrzehnte, so dass man in der Flut der mittlerweile erschienenen Literatur zu diesem Thema schier zu ertrinken droht. Vieles wiederholt sich, die Diagnosen sind einigermaßen ähnlich, nicht selten schwammig, und Rezepte gegen den Rechtsruck sind nicht wirklich in Sicht. Einigermaßen neu ist immerhin die zunehmend diskutierte Frage, ob man nicht besser über einen neuen Faschismus reden sollte. Genau dies wollen wir in der Streit.Bar tun und dabei auch fragen, ob diese Redeweise mit Blick auf die heutige Situation wirklich angemessen ist.
    Es diskutieren: Wolfgang Knöbl (Hamburger Institut für Sozialforschung) und Hilal Sezgin (Freie Journalistin und Buchautorin).
    Die Bücher:
    Eva von Redecker, Dieser Drang nach Härte. Über den neuen Faschismus (S. Fischer)
    Mark Terkessidis, Gewalt am Denken. Wann beginnt Faschismus? (Matthes&Seitz)
    Moshe Zimmermann, People Gone Mad. Wie die Demokratie sich selbst zerstört (Propyläen)
    Und ein Roman.
    1 hr 58 min
  • 27. April 2026. Bücher am HIS: Vor der Apokalypse? — Preppen in der Mitte der Gesellschaft
    In der krisengeschüttelten Gegenwart erfreut sich Preppen immer größerer Popularität. Doch wer preppt eigentlich und warum? Wie ist Preppen von einer Randerscheinung zu einem Massenphänomen geworden? Wie verhält sich Preppen zu den Empfehlungen der Behörden, die die Bevölkerung zum Anlegen eines Notvorrats motivieren sollen? Wie politisch ist Preppen und was hat es mit rechtsterroristischen Prepper-Gruppen auf sich? Was bedeutet es, wenn für immer mehr Menschen die einzig vorstellbare (und wünschbare) Zukunft der Zusammenbruch ist?
    In ihren empirischen Studien zeigen Mischa Luy und Julian Genner, wie Abstiegsängste, biografische Erfahrungsbestände, ein verändertes Zukunftsverhältnis, Männlichkeitsbilder und tradierte Mangelerfahrungen die Popularität von Preppen befeuern – und damit die gesellschaftliche Entsolidarisierun und den Rechtsrutsch in der Mitte der Gesellschaft
    beschleunigen.
    Julian Genner, Dr. phil., Kulturwissenschaftler an der Uni Basel. Forschungsschwerpunkte sind u.a. die politische Anthropologie sowie die gesellschaftliche Problematisierung von (Un-)Sicherheit.
    Mischa Luy; Dr. ist Sozialwissenschaftler und lebt in Berlin. Er arbeitet als politischer Bildner im Bereich der Antisemitismusbekämpfung.
    Jürgen Straub, Prof. Dr. phil., Inhaber des Lehrstuhls für »Sozialtheorie und Sozialpsychologie« an der Ruhr Universität Bochum.
    Diese Veranstaltung war eine Kooperation mit dem Psychosozial Verlag und unserem Verlag Hamburger Edition.
    1 hr 45 min
  • 31. März 2026. Bücher am HIS: Lehrer des Bösen oder Denker der Freiheit?
    Machiavelli zwischen Republikanismus und Radikalismus
    Die philosophische und historische Diskussion über Leben, Werk und Wirkung des Florentiner Theoretikers der Fortuna und des richtigen Zeitpunkts, des Renaissancemenschen, Politikers und Philosophen Niccolò Machiavelli (1469–1527), hat in den letzten Jahren eine neue Blüte erlebt. Über Jahrhunderte dominierte das Bild Machiavellis als »Lehrer des Bösen« (Leo Strauss), berühmt und berüchtigt für seine angeblich amoralische Lehre, dass der Zweck die Mittel heiligt, die unter dem Namen »Machiavellismus« heute in aller Welt geläufig ist. Dagegen wird in der aktuellen ideengeschichtlichen und politiktheoretischen Diskussion entweder der Republikaner Machiavelli in den Mittelpunkt gerückt oder sogar der radikale, protomarxistische Demokrat und Klassentheoretiker: der Denker der Freiheit. Das ist eine gleichermaßen verblüffende wie aufregende Wendung der Auseinandersetzung um Machiavelli, die nachgezeichnet und im Gespräch diskutiert werden soll.
    Philip Hölzing, Philosoph, Ideenhistoriker und Lektor im Wissenschaftslektoratdes Suhrkamp Verlags. Er beschäftigt sich mit der Geschichte des politischen Denkens, insbesondere der des Republikanismus, und mit Leben und Werk Machiavellis.
    Achatz von Müller, Prof. em. für Geschichte an der Universität Basel. Bis 2023 Co-Direktor des »Zentrums für Theorie und Geschichte der Moderne« am Hamburger Institut für Sozialforschung
    Wolfgang Knöbl, Soziologe; Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung.
    Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Verlag Matthes & Seitz Berlin.
    1 hr 33 min
  • 12. März 2026. Andreas Wirsching: Democracy and violence - a historical perspective
    From a historical vantage point, democracy denotes a system of government founded on constitutional statutes and institutionalized frameworks of civic participation. Yet, beyond its formal structures, democracy has always been associated with movement, hope and promise — and all too often, disappointment. Consequently, a persistent tension has emerged between »formal democracy« and the ideals of democratic justice, equality and freedom. Violence, in this context, assumes a multifaceted role within modern democracies. It emerges during crises of democratic revolution or consolidation as well as periods of state repression. On the other hand, it stems from the democratic state itself—whether in the enforcement of law and order or the preservation of entrenched power hierarchies, which may entail systemic forms of coercion. This lecture will explore historical dimensions of the topic through concrete examples, examining the tension between democratic government and persistent ideals and promises of democratic equality.
    Andreas Wirsching, Historiker, Professor emeritus; von 2011 bis 2025 Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin und Inhaber des Lehrstuhls für Neueste Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München
    Moderation: Dieter Gosewinkel, Historiker und Rechtswissenschaftler; Senior Research Fellow des Hamburger Instituts für Sozialforschung, Professor für Neuere Geschichte, FU Berlin
    1 hr 13 min
  • 17. Februar 2026. Bücher am HIS: FRANCO 1936-1975
    Eine Neuvermessung des Diktators und seiner Herrschaft
    Der Spanier Francisco Franco zählt zu den prägenden Diktatoren der jüngeren Vergangenheit. Anders als seine Verbündeten Hitler und Mussolini konnte er sich über den Zweiten Weltkrieg hinaus bis 1975 an der Macht halten. Die Einordnung seiner Person und seiner beinahe 40-jährigen Herrschaft in die europäische Zeitgeschichte ist dabei auch heute noch umstritten. Nach 1945 galt Franco vielen als ewiger Faschist, der nicht mehr in das neue demokratische Europa passte. Und doch diente er sich der westlichen Welt erfolgreich als Partner an und genoss bis zu seinem Tod 1975 eine beträchtliche Popularität in der spanischen Bevölkerung. Er kultivierte ein Image als effizienter Modernisierer und ließ sich von westlichen Experten beraten, doch beruhte seine Herrschaft auch auf der massenhaften Verfolgung Andersdenkender und zeichnete sich durch extreme soziale Gegensätze, verbreitete Korruption und Mangelwirtschaft aus. Auf der Grundlage der aktuellen Forschung unternimmt der Vortrag eine historische Neuvermessung Francos und seiner Herrschaft.
    Till Kössler ist Professor für Historische Erziehungswissenschaft an der Universität zu Köln. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen u.a. die Geschichte von Gewalt und Gewaltüberwindung sowie die Geschichte
    autoritärer Regime nach 1945
    Philipp Müller, PD Dr., Historiker, Sprecher der Forschungsgruppe Demokratie und Staatlichkeit am HIS
    In Kooperation mit dem Instituto Cervantes Hamburg und dem Verlag C.H.Beck
    1 hr 7 min

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