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Jahrgang 1924, Jazzmusiker & Profigitarrist (verstorben am 28. Januar 2018)
Mit 13 entdeckt der Berliner Heinz Jakob "Coco" Schumann den Jazz für sich, kurz darauf schwappt die Swingwelle ins Land, ausgerechnet als der Krieg schon in vollem Gange und Swing Tanzen streng verboten war. Mit 16 spielt er das erstmal öffentlich. Ein riskantes Unterfangen. Er spielt nachts heimlich in den Clubs mit Bully Buhlan und Helmut Zacharias um die Wette. 1943 wird er denunziert und kommt in Gefangenschaft. Deportation nach Theresienstadt, dann nach Auschwitz und nach Dachau. Coco Schumann musiziert selbst in den Lagern, wird so zum "Ghetto-Swinger" und rettet sich so das Leben. 1945 kehrt er nach Berlin zurück, heiratet und bespielt mit seiner Jazzgitarre und neuer Band sämtliche Tanzschuppen rund um den Kurfürstendamm. Trotzdem wandert er 4 Jahre nach Ausstralien aus. Endgültig zurück im Wirtschaftswunder Berlin, jammt er mit Ella Fitzgerald, Dizzy Gillespie und Louis Armstrong. Kurz - er wurde der deutsche Grandmaster of Swing. 40 Jahre hat Coco Schumann über seine Erlebnisse während des Nationalsozialmus geschwiegen. In seinen Memoiren "Der Ghetto Swinger - erzählt der 80jährige Jazzmusiker, wie er Auschwitz und seine Peiniger überlebte und gab uns in der Hörbar ein paar Einblicke in sein spannendes Leben. Coco Schumann wurde 93 Jahre alt.
Playlist:
Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
(00:00) INTRO: Verzicht auf Richterwahl - Collage | (01:31) RICHTERWAHL: Verzicht nach Medienkampagne - Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof | (15:29) DOKU-TIPP: “Watching You - Die Welt von Palantir und Alex Karp” - Klaus Stern | (21:04) WHATSAPP: "Breaking News und Emotionen” - Michael Meyer | (42:22) BONUS: Staatstrojaner: Mit Schadsoftware Schaden abwehren? - Sandro Gaycken - Andreas Bogk - 15.10.2011 | (57:30) BONUS: eMail war gestern - WhatsApp ist morgen? - Daniel Fiene - 06.02.2016 || Jörg Wagner
Als hätte sie schon vorher von unserem Sommersonntag der "Ein-Wort-Songs" gewusst! Marie Bothmer liebt offenbar derartige Titel, besteht doch ihr aktuelles Album fast ausschließlich aus Songs benannt mit eben nur einem Wort. Lediglich der "Taxi Driver" bildet die Ausnahme zwischen Liedern wie "Ego", "Sweetspot" oder "Luftmatratze".
Mit "Swimmingpool" hat Marie Bothmer 2021 ihren bislang größten Hit gelandet und perfektioniert seither immer weiter ihren eigenen Sound: deutschsprachige Popmusik mit akustischen Instrumenten wie elektronischen Sounds, bei denen sich die Beats zwischen treibend und sanft hin- und her bewegen. Während sie seit mehr als zehn Jahren Musik macht, ist in diesem Jahr nun der Zeitpunkt für ihr Debütalbum gekommen: "Geb dir alles, stimmt so". Im weitesten Sinn verhandelt Bothmer darauf das Leben aus ihrer Sicht in der Großstadt – und bringt in einer generationen-gefilterten Momentaufnahme Themen wie Selbstfindung, Liebe, Einsamkeit, Feiern und Heartbreak zusammen.
In fast allen Liedern herrscht textlich ein leicht melancholischer Unterton. Marie Bothmer reflektiert mit besonderer Offenheit schwierige Beziehungen und Vereinbarungen im Musikbusiness, das eigene Selbstwertgefühl sowie ihr eigenes schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater. Musikalisch überwiegt letztlich das Aufbauende: energetischer Dance-Pop und Club-Vibes treffen auf Bothmers Singer-Songwriter-Skills und manchmal klingt ein Hauch 90er-Jahre-Hip-Hop durch.
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