Musik-Interviews

Musik-Interviews

By radioeins (rbb)MusicMusic Interviews
Download on the App Store

Musik-Interviews episodes

  • Lifeguard
    "Ripped And Torn", also in etwa "zerrissen und in Fetzen", ist der Titel des Debüt-Albums unserer heutigen Gäste, und auch derjenige der vorab veröffentlichten ersten Single "It Will Get Worse" klingt einigermaßen beunruhigend – wie gut, dass die "Lebensretter" in der Nähe sind. Denn Lifeguard ist der Name, unter dem Asher Case (Bass, Baritongitarre, Gesang), Isaac Lowenstein (Schlagzeug, Synthesizer) und Kai Slater (Gitarre, Gesang) gemeinsam musizieren, und das schon seit ihrer High-School-Zeit. Die ist noch gar nicht so lange her, entsprechend strotzen die Songs vor jugendlichem Überschwang. Ein bisschen als hätten sich die Strokes und die Buzzcocks zu einer gemeinsamen Jam-Session im zugigen, weitläufig-verhallten Keller eines leerstehenden Abrisshauses getroffen, bei der auch kleine Experimente in Dub erlaubt waren. Der scheppernd-schrammelige Garagen-Rock des Trios aus Chicago mit dem Händchen für eingängige Melodien war eine der großen Sensationen der 2023er Ausgabe des renommierten Trüffelschwein-Festivals SXSW – und das, wohlgemerkt, fast zwei Jahre bevor die drei überhaupt ihr erstes Album veröffentlicht hatten. Nun ist es also so weit, und dieses erste Album erscheint morgen, was Lifeguard am selben Tag mit einem Konzert in der Friedrichshainer Neuen Zukunft feiern. Heute schon kommen wir im studioeins in den Genuss eines kleinen Vorgeschmacks in Form eines Interviews mit anschließender Live-Präsentation des ein oder anderen Songs.
    17 min
  • Ben Georgi
    Als Sänger der Kölner Band Tigermilch glückten Ben Georgi erste erfolgreiche musikalische Gehversuche. Nun macht er mit seiner entsprechend betitelten und unlängst erschienenen Debüt-EP als Solokünstler "Ein(en) Schritt mehr": In leichtfüßigen, mal tanzbaren, mal verträumten Songs zwischen Pop, Dance und Rap "lotet er die Dynamiken von Beziehungen aus – zu sich selbst, zu den Menschen, die wir uns für unser Leben aussuchen und zu denen, die wir uns nicht aussuchen, wie etwa den eigenen Vater." Zur Perspektivenerweiterung, besonders den letzten Fall betreffend, dürfte sicher beigetragen haben, dass der Rheinländer unlängst selbst Nachwuchs in seinem Leben begrüßen durfte – umso pointierter fällt der Song "Früher" aus, in dem es heißt: "Ich mach' genau die Fehler, vor denen du mich warntest." Dazu kommen weitere nachdenkliche Texte über den "digitalen Overload" ("Copyshop") oder feine, wortspielerische Titel wie "Vertrautomobil", das sich damit befasst, "wie zerbrechlich das Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz sein kann."
    23 min
  • Riders Connection
    Ihre Wurzeln hat die Riders Connection in Straßenmusik und Jam-Sessions – was den Abwechslungsreichtum, die Spontaneität und Lebendigkeit ihres Sounds zwischen Reggae, Folk, Pop und Dance-Music erklärt. Unter Beweis gestellt hat die als Trio gegründete und inzwischen zum Quartett angewachsene Berliner Band dies unter anderem mit ihrem elektrisierenden Set beim radioeins-Parkfest, und auch schon bei ihrem allerersten Besuch bei uns, gleich im Jahr der Bandgründung 2010 im damaligen Studio im Admiralspalast, haben sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das lag sicher nicht zuletzt an der ungewöhnlichen Instrumentierung, denn: Auf einen Schlagzeuger wird verzichtet, stattdessen entstammen alle Percussion-Klänge dem Mund ihres Beatbox-Meisters Moritz, während Philipp nicht nur für den "normalen" Gesang und das Gitarrenspiel zuständig ist, sondern immer mal wieder mit "Mundtrompeten"-Solos begeistert. Am 8. Juni werden die vier im Rahmen eines eigenen Mini-Festivals namens "Riding The Cosmic Boat" gemeinsam mit Noah's Boat und The Cosmic Groove Experience im Lido auftreten, und versprechen einen "Abend, an dem Musik nicht nur gehört, sondern gefühlt wird!" Ehe sie den Kreuzberger Club mit "positiver Energie füllen", wie es in der Ankündigung weiter heißt, tun sie selbiges schon heute Abend im studioeins. Denn sie besuchen uns zur Einstimmung auf das Konzert für ein Interview im Bikini-Haus – und bringen natürlich ihre Münder, weitere Instrumente und viel Spiellaune mit!
    34 min
  • CATT
    "Ich komme aus der Klassik, aber ich hab' Pop-Musik schon immer geliebt", erzählte Catharina Schorling alias CATT unlängst bei ihrem Besuch in Potsdam-Babelsberg – und das merkt man. Nicht umsonst wählen die radioeins-Hörer*innen ihre Lieder zwischen Folk und Pop regelmäßig unter die "100 besten Songs des Jahres" (2022 "Wild Heart", 2023 "Change") und war ihr letzter Langspieler "Change" 2023 ein "Album der Woche" bei uns. Logisch also, dass wir sehr gespannt waren, als CATT dessen Nachfolger ankündigte. Nun ist "A Different Life" erschienen und es enttäuscht natürlich nicht: Von einem "Knaller" sprach radioeins-Moderator Max Spallek, als er die ersten Songs daraus vorstellte, denen er "internationale Superklasse" bescheinigte. Umso erstaunlicher, dass CATT erst vor wenigen Jahren – so ab 2019, wie sie sagt – mit dem Schreiben und Aufnehmen eigener Lieder angefangen hat. Andererseits war sie ab ihrer frühen Kindheit von Musik umgeben, spielte als Siebenjährige schon die Posaune in der Gemeindekirche des "Drei-Häuser-Dorfes" im niedersächsischen Wendland, wo sie aufwuchs. Später brachte sie sich selbst das Trompete- und Hornspielen bei, erlernte weitere Instrumente und stellte als junge Erwachsene ihre breitgefächerten musikalischen Fähigkeiten in die Dienste befreundeter Künstler*innen. Nun aber ist sie ganz in eigener Sache unterwegs und mit "A Different Life" bereits bei ihrem dritten Album angelangt. Zur Ideensammlung dafür reiste sie nach Kalifornien und fand sich "umgeben von wunderschönen Bergen, alten Mammutbäumen und inspirierenden Begegnungen. Zurück in Deutschland fühlte sich plötzlich das Leben ganz poetisch an. Jeden Tag saß ich in meinem Wohnzimmer, das auch als kreatives Studio dient. Die Lieder kamen von selbst, als hätten sie nur darauf gewartet, gespielt, geschrieben und aufgenommen zu werden." Das sind sie inzwischen, nun ist der nächste logische Schritt, sie live zu spielen. Gerade hat sie eine ausgiebige Tour mit 24 Konzerten in fünf Ländern absolviert, wovon es sicherlich einiges zu erzählen gibt. Das tut CATT heute im Interview im studioeins, und natürlich wird sie anschließend noch den ein oder anderen Song für uns performen.
    29 min
  • Yasmine M'Barek
    Yasmine M'Barek, 26, Journalistin, Autorin & Podcasterin - „Ich bin total alt im Kopf, ich bin eine konservative Bitch“ ist ein Zitat unseres heutigen Gastes, unseres doch verhältnismäßig jungen Gastes, denn die Journalistin, Autorin und Podcasterin Yasmine M’Barak kam 1999 in Köln zur Welt. 8 Einsen und ein paar Zweien hatte sie im Zeugnis, überhaupt unterschied sie sich von der Mehrzahl ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler schon dadurch, dass sie sich früh für Politik und Wirtschaftsthemen interessierte. Ja, Mode ist und war wichtig, aber wie interessant war es, auf Parteitage zu pilgern und mal auf gut Glück ein paar Zeilen über sicherheitspolitische Bedenken oder kommunalpolitische Defizite zu schreiben, oder? Nein? Yasmine zog das durch, lernte, las und schrieb und profitiert heute von ihrem Antrieb, den Dingen genau auf den Grund zu gehen. Mit Markus Feldenkirchen moderiert sie dienstags den gesellschaftspolitischen Podcast „Apokalypse und Filterkaffee“, bei der ZEIT hostet sie den Podcast „Echt jetzt?“, dessen Gästeliste von Robert Habeck über Gregor Gysi bis hin zu Olaf Scholz reicht und M’Bareks Buch "Radikale Kompromisse" landete auf Platz 23 der SPIEGEL Bestsellerliste.
    1 hr 14 min
  • PODCAST-TIPPS | HELMUT THOMA | MARION HANEL | ULLI ZELLE

    (00:00) INTRO: re:publica - Karsten Wildberger | (02:05) PODCAST: Die Monats-Tipps Mai - Esther Simon | (11:28) In memoriam: „Mister RTL“ Helmut Thoma | (28:26) ABSCHIED 1: Marion Hanel - 58 Jahre im Radio unterwegs | (1:05:16) ABSCHIED 2: Ulli Zelle - 41 Jahre im Dienst von SFB und rbb || Jörg Wagner

    2 hr 16 min
  • Kraftklub

    Kraftklub-Frontmann Felix Kummer spricht auf radioeins über neue Musik, alte Widersprüche und queere Sichtbarkeit. Mit im Gepäck beim CSD in Rheinsberg: ein unveröffentlichter Song vom kommenden Album "Sterben in Karl-Marx-Stadt".

    7 min
  • The Hidden Cameras

    Der kanadisch-berlinerische Musiker Joel Gibb von The Hidden Cameras bringt heute nicht nur queeren Pop auf die Bühne beim CSD in Rheinsberg, sondern auch einen ganz neuen Sound: elektronisch, tanzbar, mutig. Vor dem Auftritt sprach er auf radioeins über sein kommendes Album "Bronto", seine Liebe zur musikalischen Vielfalt – und warum er heute ganz allein auf der Bühne steht.

    6 min
  • lovehead

    Die österreichische Indie-Band bringt nicht nur starke Sounds, sondern auch klare Botschaften beim CSD in Rheinsberg auf die Bühne. Zwischen Märchenwald-Feeling und gesellschaftlichem Statement zeigen Mara, Elena und Anna: Queere Sichtbarkeit kennt keine Grenzen – weder geografisch noch musikalisch.

    5 min
  • Kira Hummen
    "Eine Einladung an alle Hörer*innen, ihre eigene Geschichte wiederzuentdecken" – so beschreibt Kira Hummen den Gedanken hinter ihrer vergangenen Freitag erschienenen neuen EP "Her Legacy". Dabei geht die 1994 geborene und in der Kleinstadt Geldern unweit der niederländischen Grenze aufgewachsene Künstlerin sozusagen mit leuchtendem Beispiel voran, und taucht mit den fünf Songs tief ein in Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukunft der Familie, deren Teil sie ist. Weder spart sie dabei generationsübergreifende Traumata und weitergereichte Emotionen oder unausgesprochenen Kummer aus, noch entgehen ihrer Aufmerksamkeit andererseits so stille wie mutige Akte der Resilienz. War schon ihr 2022er Album "My Body Is The Only Place" als politisch-feministisches Manifest gemeint, ist dieser Geist auch in dessen Nachfolger zu spüren und geht die in Düsseldorf lebende Hummen noch einen Schritt weiter – auf "leisen Sohlen" sozusagen, aber dafür umso nachwirkender: den einer "bewussten Entscheidung für Verletzlichkeit, langsames Wachstum und künstlerische Unabhängigkeit." Mit einem entsprechend feinfühlig inszenierten, seelenvollen Sound zwischen Folk und Art-Pop, der bei aller Detailverliebtheit auch viel Raum für Pausen, Stille und das Innehalten lässt, sind die Lieder das "Ergebnis eines inneren Prozesses, eines bewusst gewählten Weges gegen das Lautsein und das schnelle Funktioneren." Dieser Weg führt sie gewissermaßen heute Abend erfreulicherweise ins studioeins, wo sie uns im Interview mehr über sich selbst und ihre Musik erzählen wird, um das Ganze dann mit einigen live vorgetragenen Songs abzurunden.
    26 min

About Musik-Interviews

From the publisher's feed

radioeins holt Musikerinnen und Musiker ins Studio und ans Mikrofon zu Interviews, Livesets und Konzerten. Und wir sprechen über Film, Literatur, Theater und bildende Kunst – mit Gästen aus Berlin,…