Hörbar Rust

Hörbar Rust

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Hörbar Rust episodes

  • Beginn des Rundfunks vor 80 Jahren im Nachkriegsdeutschland

    (00:00) INTRO: “Hier spricht Berlin!” - Vorstellung der Gäste: Ulrike Ruf - Dr. Kai Knörr - Nikolaus Löwe - Rainer Suckow | (06:12) Vorkrieg | (10:49) Weltkrieg | (21:13) Nachkrieg Neuanfang: 13.05.1945 - Berliner Rundfunk | (33:07) 14./18.05.1945 - Konzert im Großen Sendesaal | (43:55) Älteste HdR-Aufnahme, Rolle der Rundfunkorchester | (47:10) Übergang in den Kalten Krieg | (51:28 ) BONUS: Podiumsgespräch “Lecture” zu “STUNDE NULL Radio-Reenactment zum Ende des 2. Weltkrieges im Haus des Rundfunks” - Ulrike Ruf - Prof Dr. Dörte Schmidt - 08.05.2025, 18:45 Uhr || Jörg Wagner

    1 hr 24 min
  • Gwen Dolyn
    "X-Rated Feelings", also in etwa "nicht jugendfreie Gefühle" heißt das Ende November 2024 erschienene Debütalbum von Gwen Dolyn – passt ganz gut zu "Nur für Erwachsene", oder? Nicht nur deshalb ist die Berliner Musikerin mit ihren Songs zwischen Elektro-Pop und Neuer Neuer Deutscher Welle am heutigen Abend zu Gast bei uns im studioeins. Dem einen oder der anderen dürfte Gwen noch als eine Hälfte des Duos Tränen in bester Erinnerung sein, das von Steffen Israel (Kraftklub) komplettiert wird und 2023 sein Album "Haare eines Hundes herausbrachte. Aber auch im Alleingang kann sie überzeugen, nicht zuletzt durch Vielseitigkeit und diese oder jene Überraschung. So findet sich auf dem Album beispielsweise zwischen Club-Bangern wie dem Hedonismus-Abgesang "Benzos & Blut" oder sehnsuchtsvollen Mid-Tempo-Tracks wie "Engelboy" auch eine Coverversion des Heinz-Rudolf Kunze-Evergreens "Dein ist mein ganzes Herz". Alles offenbar Teil der nicht jugendfreien Gefühlspalette von Gwen Dolyn, die über Titel und Thema sagt: "'X-Rated Feelings' sind Gefühle, die von vielen Menschen als peinlich oder übertrieben bezeichnet werden, vor allem, wenn diese Gefühle von einer Frau empfunden und geäußert werden. Das ständige Vergleichen mit Anderen, die Gottkomplexe, das Gefühl, sehr unterschätzt zu werden, die sexuelle Lust und das Verlangen nach anderen Menschen, die oft als pervers oder ekelhaft gelten − ich bin voll von all diesen und vielen weiteren Gefühlen, und mein Album ist es auch." Gleiches gilt auch für die Live-Präsentation der Songs, von deren Qualität sich das Publikum auf Gwen Dolyns just mit einem Konzert in der Kantine am Berghain am Donnerstag der Vorwoche beendeten Tournee überzeugen konnte. Einen ganz besonderen Live-"Nachschlag" gibt es heute, wenn sie ein paar Lieder in speziellen, intim-reduzierten Versionen auf der kleinen Bühne des studioeins performt, nachdem sie sich im Interview vorgestellt hat.
    24 min
  • Gabriel Vitel
    "If you don’t believe in God, I can understand you, but if you don’t believe in love, I feel sorry for you", heißt es gleich im "Intro" von "Everything You Can See From Up Here", dem unlängst erschienenen Album von Gabriel Vitel. Es geht also um die Liebe in ihren verschiedenen Formen, Farben und Facetten – sei es die zur verstorbenen besten Freundin, der mit dem Werk zugleich ein musikalisches Denkmal gesetzt wird, die, welche den eigenen Blick auf das jüngere Ich des in Schwäbisch Hall geborenen Vitel wohlwollend beeinflusst oder die, die sich von der "Situationship" zu etwas Größerem entwickelt, um nur einige zu nennen. Musikalisch ähnlich vielseitig präsentieren sich auch die Songs, für die der einst gemeinsam mit seinem Mitstreiter Alec Troniq als virtuoser Brückenbauer zwischen elektronischen House-Beats und klassischem Songwriting gefeierte 31-Jährige mehr denn je auf die Wirkung "echter" Instrumente wie der guten, alten Gitarre und natürlich seiner entspannt-lässigen und doch ausdrucksstarken Stimme setzt. Dem Thema entsprechend mit der richtigen Mischung aus Hoffnung und Melancholie, Gelassenheit und Aufregung, Sentimentalität und (Vor-)Freude versehen, tänzeln hier durchaus einige potenzielle Sommer-Hits heran, die nicht nur Fans von Milky Chance & Co. gefallen dürften.
    21 min
  • Luke Noa

    Die nahe Zukunft hält große Ereignisse für Luke Noa parat: Am 30. Mai erscheint mit "Début" das, genau: Debütalbum des gebürtigen Biberachers, am selben Tag gastiert er im Rahmen seiner am 19. Mai beginnenden Headliner-Tour im Badehaus in Berlin-Friedrichshain. Mit seinen folkig-gefühlvollen Pop-Songs, die er zuvor auf einigen Singles und EPs veröffentlichte, konnte er nicht nur rasch viele Fans gewinnen, auch für Größen wie Curtis Harding oder Tom Walker durfte er bereits Konzerte eröffnen und sein Song "Bleach" erfreute sich 2021 im Tagesprogramm von radioeins großer Beliebtheit.

    25 min
  • Kaleida
    Der Titel eines der erfolgreichsten Lieder von Kaleida mag "Strangers" lauten, doch spätestens seit dieses sich unter den 100 beliebtesten Songs der radioeins-Hörer:innen des Jahres 2024 platzieren konnte, dürften Christina Wood und Cicely Goulder keine "Fremden" mehr sein. Ursprünglich 2013 als "Fernbeziehung" gestartet, weil Wood in Sachen Umweltschutz im indonesischen Wald tätig und Goulder als Filmkomponistin in London gefragt war, überwanden die beiden nicht nur die zunächst bestehende räumliche Distanz, sondern bringen auch seit dem 2017er Debütalbum "Tear The Roots" in ihrer Musik "kühle" Elektro-Sounds mit warmem, gefühlvollem Gesang in perfekter Synergie zusammen. Zuletzt taten sie das mit einigem Erfolg auf ihrem dritten Album "In Arms", das ursprünglich im März 2024 erschien und Anfang 2025 noch einmal in einer erweiterten Deluxe-Version auf den Markt kam. Zuvor konnten Kaleida bereits vielbeachtete Beiträge zu Film-Soundtracks wie "John Wick" oder "Atomic Blonde" (für den sie Nenas "99 Luftballons coverten!) verbuchen, ebenso tourten sie mit Róisín Murphy und Alt-J. Nach einigen gemeinsamen Jahren in England zog die deutsch-amerikanische Sängerin Christina Wood vor den Arbeiten am zweiten Album "Odyssey" (2020) in die USA, doch weder die erneute Interkontentialität noch die Herausforderungen der Mutterschaft oder die Einschränkungen der Corona-Pandemie bedeuteten das Aus für das Duo – auch wenn die beiden mehr als einmal kurz davor waren aufzugeben und Cicely Goulder an der aktuellen Tour bedauerlicherweise nicht teilnehmen kann. Vor dem Konzert übermorgen, am 14.5., im Cassiopeia besucht uns Christina Wood mit Verona Ortega, die sie auf dieser Konzertreise begleitet, um im Interview Auskunft und anschließend auf der kleinen Bühne auch einen musikalischen Vorgeschmack auf Mittwoch zu geben.
    19 min
  • YAENNIVER aka Jennifer Weist

    "Mensch, Du gehörst doch auf die Bühne." Einige sehr erfolgreiche Künstlerinnen oder Künstler brauchten irgendwann mal von außen eine kleine Ermutigung, um ihrem Talent nachzugehen und sich etwas zuzutrauen. Wer unseren heutigen Gast auf den Bühnen großer Konzerthallen sieht, dem dürfte sofort klar sein: darauf wird Jennifer Weist hundertpro auch von alleine gekommen sein. Hier hätte sich eher die Frage gestellt, wer oder was diese außergewöhnliche Sängerin überhaupt davon hätte abhalten können, seit so vielen Jahren mit der immergleichen Leidenschaft und Kraft zu performen. Jennifer kommt 1986 in Wolgast zur Welt und lebt die ersten 19 Jahre auf der Ostsee-Insel Usedom. Mit der Schulband "No Fame" geht’s im Grunde los, 2007 wird sie Frontfrau der Band "Jennifer Rostock", die sich seit 2018 in einem Dornröschenschlaf befindet. Kreative Pause oder Auflösung, wir wissen es gerade nicht. Gerne jongliert Frau Weist tausend Bälle parallel zueinander in der Luft, weil es ihr Leben spannender macht, ein Klamottenlabel beispielsweise oder Erfindungen oder ganz aktuell eine ungeschönte Biografie mit dem Titel "Nackt", aber den größten Platz nimmt wahrscheinlich "YAENNIVER" ein, denn seit 2021 ist sie als Solokünstlerin unterwegs. Das passt ideal, denn viel mehr Leute hätten wir in unser kleines Studio auch gar nicht reinbekommen.

    Playlist:

    Lady Gaga - Abracadabra
    Lucilectric - Mädchen
    Foo Fighters - Everlong
    Tic Tac Toe - Leck mich am A, B, Zeh
    Robyn - With Every Heartbeat
    Pink – Raise Your Glass
    Yaenniver - Angry Women
    Doechii - Denial Is A River

    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

    1 hr 25 min
  • Medienpolitik der Bundesregierung | 35 Jahre Antenne Brandenburg | Andreas Hahn

    (00:00) INTRO: Sendestart von Antenne Brandenburg vor 35 Jahren - 06.05.1990, 09:00 Uhr | (01:51) MEDIENPOLITIK: „Neuer Koalitionsvertrag, Digitalministerium und Kulturstaatsminister“ (1) - Michael Meyer | (10:57) MEDIENPOLITIK: „Neuer Koalitionsvertrag, Digitalministerium und Kulturstaatsminister“ (2) - Leif Kramp - Stephan Weichert | (23:02) JUBILÄUM: 35 Jahre Antenne Brandenburg - Wie alles begann - Thomas Vogel | (33:12) in memoriam: Andreas Hahn - Katrin Mandel | (42:42) BONUS: Antenne Brandenburg - Dieter Schneider (2010) | (46:24) BONUS: Alexander Jereczinsky (2003) | (47:34) BONUS: Hannelore Steer (2010) | (49:45) BONUS: Christoph Singelnstein (2010) | (59:13) BONUS: Trailer 20 Jahre Antenne Brandenburg (2010) | (1:02:19) BONUS: Fragmente vom Antenne-Brandenburg-Sendestart 06.05.1990 | (1:12:10) BONUS: Otto Waalkes gratuliert (2010) || Jörg Wagner

    1 hr 13 min
  • Lael Neale
    Als Elissa Hiersemann Lael Neale 2021 für ihre radioeins-Sendung "Swagga" interviewte, traf sie auf einen bekennenden "Morgenmenschen", der dem aktuellen Albumtitel "Acquainted With Night" gemäß gerade Bekanntschaft mit der Nacht gemacht beziehungsweise diese musikalisch verarbeitet hatte – und das auf äußerst einnehmende Weise. Auch kamen der Künstlerin Liebe zur Naturprosa von Dichtern wie Rainer Maria Rilke oder Rumi sowie die besondere Bedeutung des Omnichords für die Musik der aus dem ländlichen Virginia stammenden Neale zur Sprache. Jenes in der Pop-Welt eher seltene elektronische Instrument ist auch auf "Altogether Stranger" zu hören, dem vor wenigen Tagen veröffentlichten neuen, vierten Album unseres heutigen studioeins-Gastes. Dieses wurde inspiriert vom Gefühl der Fremdheit, das Lael beschlich, als sie in ihre Wahlheimat Los Angeles zurückkehrte, die sie 2020 zu Beginn der Corona-Pandemie verlassen hatte. In neun unaufgeregten, aber alles andere als belanglosen Songs mit einfallsreichen, klugen Texten erzählt sie aus der Außenseiter-Perspektive eines "Alien" von der Sonderbarkeit des menschlichen Alltagsdaseins. Für die musikalische Umsetzung zwischen Garagen-Pop, "Omnichord-Meditationen" und minimalistischen New Wave-Sounds, bei der pluckernde und zischelnde antiquierte Drum-Machines im Wechsel mit Schellenkränzen den Takt vorgeben, setzt Neale ganz auf eine Lo-Fi-Ästhetik, in die sich das Grundrauschen der Natur immer mal wieder durch alte Gitarrenverstärker hineinzuschleichen scheint und die den idealen Rahmen für ihre zugleich zurückhaltend zarte wie ausdrucksstarke Stimme und wirkungsvollen, gerne verspielten Gesangsmelodien bildet. Am 21. Mai gibt Lael Neale in der Kantine am Berghain ein Konzert, einen kleinen Vorgeschmack bekommen wir bereits heute Abend im studioeins, wo sie einige Songs auf der kleinen Bühne live spielen wird, nachdem sie sich im Interview vorgestellt hat.
    33 min
  • Cassia
    Macclesfield, nahe und südlich von Manchester gelegen, wurde 2004 von der britischen Zeitung The Times der wenig ruhmreiche Titel als "kulturloseste Stadt" des Landes verliehen – und das, obwohl beispielsweise Ian Curtis und Stephen Morris von Joy Division dort gelebt hatten. Wahrscheinlich würde das Urteil 2025 deutlich positiver ausfallen, hat sich doch nicht nur 2006 (auch als Reaktion auf die Schmähung) die "Literarische und philosophische Gesellschaft Macclesfield" gegründet, sondern 2019 zudem das dort beheimatete Trio Cassia sein Debütalbum "Replica" veröffentlicht. Mit dessen tanzbaren Pop-Songs, denen bei aller Energie auch immer eine gewisse Melancholie innewohnt, und zu deren Inspirationsquellen Jazz wie Afro-Beat gehören, machten Sänger und Gitarrist Rob Ellis, Bassist Lou Cotterill und Schlagzeuger Jacob Leff sich bereits viele Freunde. Der 2022 in Berlin aufgenommene Nachfolger "Why You Lacking Energy?" vergrößerte die Fan-Gemeinde unter Beibehaltung des Stils noch einmal signifikant, und nach abermals drei Jahren erschien nun am 11. April das Drittwerk "Everyone, Outside", eingespielt im eigenen Studio der drei in Macclesfield. Von dort aus ging es noch vor Veröffentlichung des Albums auf die erste Headliner-Konzertreise durch die USA und Mexiko. Momentan befinden sich Rob, Ellis und Jacob auf großer Europa-Tour, die sie am morgigen 7. Mai auch ins Neuköllner Hole 44 führen wird. Tags zuvor besuchen sie uns im studioeins, um sich im Interview vorzustellen und natürlich mit ein paar live gespielten Songs auf das "richtige" Konzert einzustimmen.
    29 min
  • Ulli Zelle

    Meryl Streep bat unseren heutigen Gast darum, ihr die Finger zu wärmen. Auch Sharon Stone und Susan Sarandon griffen direkt nach seinen Händen - was sich sogar reimt. Er traf die Stones und Bowie und hastenichgesehn, kennt Glamour und Galas, aber hauptsächlich sprach er mit Leuten, die Schulz, Schneider oder Schmidt heißen und Probleme hatten mit dem Nachbarn, ihrem Pachtvertrag oder dem Schienenersatzverkehr. Wer so eine breite Klaviatur beherrscht, darf zu Recht „Reporterlegende“ genannt werden. Ulli Zelle kam 1951 im niedersächsischen Obernkirchen zur Welt. Die Mutter Sekretärin, der Vater Bergmann. Eine schöne Kindheit bescheinigt er sich rückblickend und vielleicht gab ihm dieses Fundament den nötigen Rückhalt, um den großen und kleinen Dingen des Lebens mit einem gewissen Optimismus zu begegnen. So jedenfalls wirkt es. Und so legte er damals los, abgebrochene Lehre, nachgeholter Schulabschluß, Studium, erste Reporterjobs und 1973 dann die gewichtige Entscheidung, in Berlin zu leben. Ulli Zelle landete beim Sender Freies Berlin, der später mit dem ORB zum rbb wurde, begann 1985 in der Abendschau und blieb dort 40 Jahre vor der Kamera. Eine Win-Win-Win-Situation: für ihn, den Sender und alle Zuschauenden. Und jetzt wirklich der Ruhestand? Schwer vorstellbar. Na, wir sind gespannt.

    Playlist

    The Ink Spots - We’ll meet again
    Martin Böttcher - Winnetou OST
    JOJI - Slow dancing in the dark
    Ideal - Berlin
    4 Non Blondes - What’s Up
    Pankow - Langeweile
    Bee Gees - You should be dancing /Alone
    Udo Lindenberg - Mein Ding

    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

    1 hr 28 min

About Hörbar Rust

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Jeden Sonntag von 14.00 bis 16.00 Uhr lädt Bettina Rust einen prominenten Gast in die Hörbar Rust ein. Dieser stellt sich in der Sendung vor und die Musik, die in seinem Leben von Bedeutung war und erzählt dazu die passenden Geschichten zum Soundtrack seines Lebens - alte Mixtapes werden rausgekramt - die erste Platte - intime Töne oder peinliche Songs mit persönlichen Erinnerungen des jeweiligen Gastes. Zwei Stunden voller Musik und toller Geschichten - Promis privat in der Hörbar Rust - immer sonntags von 14.00 - 16.00 Uhr. Die Highlights der jeweiligen Sendung können Sie hier downloaden.