Hörbar Rust

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By radioeins (rbb)MusicMusic Interviews
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Hörbar Rust episodes

  • Kerstin Ott

    Wir Menschen lieben Geschichten, Lebensgeschichten, die so verlaufen wie die unseres heutigen Gastes. Man muss nicht den Tellerwäscher bemühen und nicht den Millionär, aber vom Prinzip ähnelt dieses Narrativ der Biografie von Kerstin Ott. Die wirklich nicht die besten Voraussetzungen hatte, als die Welt sie empfing: Ihre Mutter wurde krank, zu krank, um sich weiterhin um ihre beiden Kinder zu kümmern, die man zuerst in Heimen, das Mädchen, Kerstin, dann bei Pflegefamilien unterbrachte. Zum Glück, das bestätigt die 1982 in West-Berlin geborene Musikerin, war sie schon damals ein fröhliches Kind, gesegnet mit Optimismus. Den sie auch weiterhin brauchte.

    Früh interessierte sie sich für Musik, machte eine Lehre als Malerin und Lackiererin, bewarb sich bei der Polizei - und rutschte in eine Spielsucht, 7 Jahre lang. Kerstin Ott befreite sich selbst daraus, irgendwie ging das Leben weiter und irgendwie gelangte dieses Lied, "Die immer lacht" auf YouTube, selbstgeschrieben, für eine Freundin. Und das ging - nach Jahren! - plötzlich durch die Decke und zwar richtig. Festhalten, bitte: über 220 Millionen Klicks. 3-fach-Platin. 1,2 Mio mal verkauft. Damit ging es los und zum Glück ging es immer weiter. Im Duett mit Helene Fischer, Andrea Berg oder solo, Ott gehört längst zu den erfolgreichsten Sängerinnen des Landes. Gratulation!

    Playlist:

    Kerstin Ott - Die Immer Lacht
    Tracy Chapman - The Love that you had
    Juliane Werding - Am Tag als Conny Kramer starb
    Solomon Burke - Cry to me
    Phillipp Poisel - Ich will nur
    Kurtis Blow - The Breaks
    Jennifer Rush - Das Farbenspiel des Windes
    Pink - Feel Something
    Kerstin Ott - Sieben Kartons

    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

    1 hr 15 min
  • MEDIEN-EMPFEHLUNGEN | 75 JAHRE ARD | DIGITALER KOLONIALISMUS | HANS ROSENTHAL l ETERNAL YOU

    (00:00) INTRO: NDR-Verwaltungsrat schlägt Sandra Harzer-Kux als NDR-Intendantin vor | (02:00) DOKU-TIPP: "75 Jahre. Fürs Erste!“ (hr/rbb) - Frank Diederichs - Maxie Römhild - Tom Theunissen | (22:29) COLLAGE: “Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion” - Jörg Wagner | (22:51) MEDIENBUCH-TIPP: Der Preis der Digitalisierung - “Digitaler Kolonialismus. Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen” - Vera Linß | (34:09) PODCAST-TIPPS: Hans Rosenthal - Esther Simon | (44:55) BONUS: MEDIATHEK-TIPP: "ETERNAL YOU - Vom Ende der Endlichkeit“ - Hans Block und Moritz Riesewieck || Jörg Wagner

    58 min
  • Mar Malade

    Alexander Hauer und Michèl M. Almeida scheinen ein Faible für Wortspiele und Alliterationen zu haben, immerhin benannten sie ihre gemeinsame Band Mar Malade. Als solche gehen sie angemessen verspielt und gewitzt zu Werke, was die Musik betrifft. Zuletzt nachzuhören auf ihrer (nach zwei Alben 2021 und 2023) Ende Februar erschienenen EP "Fatamorgana": Zu Bewegung anregende Ohrwürmer wie der Titeltrack oder das nicht minder eingängige "Peaches" versetzen mit ihren Latin-Rhythmen das innere Ohr direkt in den einst von Wham! besungenen "Club Tropicana", während der ein wenig an Milky Chance erinnernde lakonische Gesang genau die richtige Dosis Melancholie beisteuert. "Musik für Momente, in denen Realität und Fantasie ineinander übergehen. Ein Lied, das nach Sommer klingt, nach einem süßen, kurzen Augenblick, den man immer wieder erleben möchte" findet sich hingegen der gelungenen Selbstbeschreibung nach in "Fruit Machine", während der akustische Bonustrack "Dreaming Of Animals Crossing" der Band zufolge "einen kleinen, intimen Vorausblick" darauf gibt, wohin die Reise von Mar Malade in der Zukunft gehen könnte. In der Gegenwart oder besser: ganz jungen Vergangenheit ist beziehungsweise war das Duo gerade auf großer Tour, die am 10. März in Nürnberg begann und nach erfolgreichen Gastspielen in unter anderem Wien, Stuttgart, Amsterdam, Hamburg sowie vielen Auftritten mehr am morgigen Freitag ihren großen Abschluss im Berliner Columbia Theater feiert. Heute Abend stimmen uns Alexander und Michèl nicht nur mit einem kleinen Live-Set auf der Bühne des studioeins schon mal musikalisch darauf ein, sondern geben auch im Interview Einblicke in Gewesenes und noch Kommendes – wie zum Beispiel ihr für September geplantes nächstes Album.

    25 min
  • MADANii
    Aufmerksame radioeins-Hörer:innen kennen bereits ihre Single "Dast". In deren Refrain fordert MADANii zum Klatschen und Tanzen auf – wozu das Lied mit seinen energievollen Beats auch bestens geeignet ist. Hört man aber genauer hin (beziehungsweise lässt sich den in Fārsi vorgetragenen Text bei Bedarf übersetzen), machen die Zeilen der Verse eine zweite Ebene auf: "Ich habe hier keinen Platz / Ich habe keine Zeit für diese Worte (…) Meine Hände haben keine Kraft / Nach 30 Jahren in Deutschland / ist dies alles, was mir als Souvenir bleibt." Unüberhörbar beeinflusst von der persischen Kultur ihrer Familie und geprägt von ihrer Kindheit als Tochter politischer Geflüchteter in Deutschland, erzählt MADANii in ihren Liedern "autobiografische Geschichte des Andersseins, des Nicht-Dazugehörens und der Zerrissenheit zwischen Kulturen." Zugleich überwindet sie in ihrer Musik scheinbar spielerisch leicht oft unüberbrückbar geglaubte Unterschiede, indem sie tradierte Harmonie-, Rhythmus- und Melodiestrukturen Persiens mit seelenvollen Pop-Elementen, modernem R'n'B und Trap vereint. In Kürze erscheint ihre vierte EP, darüber und über so manches mehr sprechen wir heute mit MADANii, denn sie ist unsere Lokalmatadorin – und natürlich hören wir auch schon in die neuen Songs rein!
    18 min
  • Meagre Martin
    ank ihrer so melodieseligen wie energievollen Songs zwischen Gitarren-Rock und -Pop haben wir bei radioeins Meagre Martin schon seit einer Weile ins Herz geschlossen. Umso mehr freut es uns, dass die drei zwischen den vielen Konzerten und Tourneen (unter anderem im Vorprogramm von Alt-J oder Chastity Belt) in aller Welt seit Ende 2023 ihr tolles Debütalbum "Gut Punch" rauskam, nicht nur immer mal wieder Zeit gefunden haben, bei uns als Lokalmatadore, studioeins-Gäste oder Teil des radioeins-Parkfest-Programms vorbeizuschauen: Obendrein haben die drei in Berlin lebenden US-Amerikaner:innen es zwischen all den Terminen noch geschafft, die im Februar 2025 erschienene EP "Up To Snuff" fertigzustellen – und arbeiten sogar schon an weiterer neuer Musik, die im Laufe des Jahres veröffentlicht werden soll.
    26 min
  • The Bony King Of Nowhere
    Unser heutiger Gast im studioeins, der "knöchrige König von Nirgendwo", heißt eigentlich Bram Vanparys. Dass der Belgier sich bei der Wahl seines Künstlernamens vom Untertitel eines Radiohead-Songs ("There There") inspirieren ließ und der Titel seines aktuellen Albums "Everybody Knows" in Verbindung mit dem von ihm reklamierten "Reich" an eine 1969er LP von Neil Young erinnert, ist kein Zufall: Sind doch die einen wie der andere dafür bekannt, das weite Feld der Popmusik nach eigenen Regeln zu durchschreiten und somit nicht nur klanglich Vorbilder für Vanparys. Zwischen 2009 und 2018 veröffentlichte seine Majestät fünf Alben, von denen nicht wenige ihren Weg in die heimatlichen (gemeint ist Belgien, nicht Nirgendwo) Charts fanden, und steuerte Songs zu Film-Soundtracks bei. Dass anschließend der sechste Langspieler "Everybody Knows" gut fünf Jahre auf sich warten ließ, sei des Königs "persönlichem Anspruch, sich nie wiederholen und seine kreativen Fähigkeiten ständig übertreffen zu wollen" geschuldet, wie zu lesen war. Im Februar 2024 war es dann endlich so weit und die Geduld wurde belohnt. Songs wie "Are You Still Alive", das sich so kritisch wie pointiert mit dem Einfluss Sozialer Medien auf zwischenmenschliche Beziehungen auseinandersetzt, demonstrieren gekonnt den zugleich traditionsbewussten wie Neues suchenden musikalischen Ansatz von The Bony King Of Nowhere.
    29 min
  • Mina Richman
    Wiglaf Droste prägte einst den Satz von den "schweren Jahren ab dreiunddreißig." Mina Richman setzt mit ihrer am Freitag erscheinenden neuen EP "Past 25" sogar noch eine ganze Ecke früher an – plädiert mit ihren pointierten Texten und feinen Pop-Songs mit aber überzeugend dafür, das Älterwerden nicht zu fürchten, sondern als Chance oder gar als Privileg zu schätzen. Überhaupt ist (Selbst-)Akzeptanz ein großes Thema der 1998 in Berlin geborenen und in Bad Salzuflen aufgewachsenen Deutsch-Iranerin: In der Vorab-Single "A.D.H.D." beispielsweise besingt sie so selbstironisch wie -bewusst das Leben als neurodivergente Person mit Konzentrationsschwierigkeiten auf der einen und überschäumender Kreativität auf der anderen Seite der Medaille: "If you ask me, it’s not a disease and I wouldn’t trade it, cause it makes me so creative!" Ganz dem berühmten Gebet von Reinhold Niebuhr entsprechend, weiß die queere Musikerin aber nicht nur den unveränderbaren Gegebenheiten Positives abzugewinnen, sondern diese auch von nicht hinnehmbaren Ungerechtigkeiten zu unterscheiden – und besitzt den Mut, ihre Stimme in der Hoffnung auf Verbesserung zu erheben. So wurde ihr Song "Baba Said" 2022 zu einer der inoffiziellen Hymnen der iranischen Frauenrechtsbewegung und stand sie zwei Jahre später mit Bela B auf der Bühne, um bei einer Berliner Demo gegen Rechtsextremismus mit ihm den Ärzte-Klassiker "Schrei nach Liebe" zu spielen. Im selben Jahr erschien auch ihr erster Langspieler "Grown Up", den der Musikexpress zum "bemerkenswertesten Debütalbum dieses Frühjahrs" kürte. Nun legt Mina Richman also mit "Past 25" nach und geht damit in Kürze auch auf große Deutschland-Tour, die am 6. April in Berlin Station macht. Wir sind gespannt, was sie darüber im Interview zu erzählen hat und freuen uns darauf, anschließend auch schon den ein oder anderen neuen Song live zu hören, wenn sie uns heute im studioeins besucht.
    19 min
  • Nicolette Krebitz

    Für ihre Arbeit wurde unser heutiger Gast vielfach ausgezeichnet, hier mal eine Auswahl: Telestar, Grimme-Preis (nicht nur einmal), Goldene Schallplatte, Bayerischer Filmpreis (nicht nur einmal), Goldene Kamera, Preis der dt. Filmkritik, Kunstpreis Berlin und auch den Sonderpreis beim Fernsehfilmpreis. Das ist ja allerhand. Nun ist die 1972 in West-Berlin geborene Nicolette Krebitz allerdings auch breit aufgestellt, als Schauspielerin, Regisseurin, Musikerin, Sprecherin und Drehbuchautorin. Durch Filme wie "Bandits" wurde sie für eine ganze Generation zur Projektionsfläche. Das ist dem Schauspielberuf zueigen, es hat Vor- und Nachteile, aber wie wird man das Bild, das andere von dir haben, bitte wieder los? Indem man sich immer wieder und immer weiter verändert. Das zumindest wäre eine Erklärung dafür, warum sich Nicolette Krebitz nie auszuruhen scheint. Aus dem Tanz ins Schauspiel, aus dem Schauspiel in die Regie, vom Bekannten hin zum Neuen. Vier sogenannte Longplayer hat sie als Regisseurin bislang vorgelegt, aktuell spielt sie neben Lars Eidinger eine Hauptrolle im Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale unter der Regie von Tom Tykwer.

    Playlist:

    Kid Frost - La Raza
    Fleedwood Mac - Landslide
    Tylor the Creator - See you again
    Prince - I wanna be your Lover
    Jimi Hendrix - Up from the Skies
    Laurie Anderson & Jean Michel Jarre - Rely on me#
    Aaliyah - One in a Million
    Patti Jo - Make me believe in you
    Carpenters - Close to you
    Michael Jackson - We're almost there

    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

    1 hr 26 min
  • US-AUSLANDSSENDER | DEUTSCHE WELLE | DIGITALRADIO DAB+ | 5G BROADCAST

    (00:00) INTRO: Jeffrey Gedmin (MM 29.04.2017) | (02:24) USA: Kahlschlag bei US-Auslandssendern (1) - Kai Ludwig | (12:27) USA: Kahlschlag bei US-Auslandssendern (2) - Reaktion der Deutsche Welle - Peter Limbourg | (20:01) DIGITALRADIO: Die Zukunft ist klar - Aber wann? - Stefan Raue | (37:02) DIGITAL: 5G Broadcast ab 2027? - Remo Vogel | (44:15) BONUS: Mit Radio Farda für Meinungsfreiheit im Iran (MM 18.06.2005) | (52:34) BONUS: US-Auslandssender wie RFL/RFE unter Trump - Jeffrey Gedmin (MM 29.04.2017) || Jörg Wagner

    1 hr 4 min
  • Sweed
    Es ist fast genau ein Jahr her, dass die eigentlich für den Abend des 28. März 2024 in studioeins eingeladene Band kurzfristig absagen musste. Spontan sprang ein junger Mann namens Niklas Schwedt ein, der unter dem Namen Sweed gerade mal ein, zwei Handvoll Songs veröffentlicht hatte. Über jeden Verdacht bloßer Pflichterfüllung als etwaiger Lückenbüßer erhaben, brachte der Mittzwanziger nicht nur das anwesende Publikum im Nu dazu, bis dato unbekannte Lieder beseelt mitzusingen, sondern hinterließ auch bei uns einen so positiven Eindruck, dass wir ihn nun gerne ein weiteres Mal ins Bikini-Haus bitten wollen. Denn mittlerweile ist sein Debütalbum fertig, an dem er damals gerade arbeitete, wie er im Interview erzählte. "Bittersweed" heißt es, und erscheint heute. Darauf begibt sich der gebürtige Biberacher und Wahlberliner mittels emotionaler Pop-Songs auf Erkundungstour durchs eigene, von einer frühen ADHS-Diagnose mitgeprägte Seelenleben, auf der Suche nach Selbstakzeptanz aber auch mit offenem Auge für zwischenmenschliche Beziehungen. Nach der gestrigen Album-Release-Show im Badehaus geht heute sozusagen die Veröffentlichungsfeier passenderweise im Bikini-(Haus) weiter, wo uns Sweed für ein Interview und natürlich eine kleine Live-Darbietung besucht.
    18 min

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Jeden Sonntag von 14.00 bis 16.00 Uhr lädt Bettina Rust einen prominenten Gast in die Hörbar Rust ein. Dieser stellt sich in der Sendung vor und die Musik, die in seinem Leben von Bedeutung war und erzählt dazu die passenden Geschichten zum Soundtrack seines Lebens - alte Mixtapes werden rausgekramt - die erste Platte - intime Töne oder peinliche Songs mit persönlichen Erinnerungen des jeweiligen Gastes. Zwei Stunden voller Musik und toller Geschichten - Promis privat in der Hörbar Rust - immer sonntags von 14.00 - 16.00 Uhr. Die Highlights der jeweiligen Sendung können Sie hier downloaden.