Hörbar Rust

Hörbar Rust

By radioeins (rbb)MusicMusic Interviews
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Hörbar Rust episodes

  • Lasse Mathiessen
    Schon früh von seinem Vater, einem Jazz-Pianisten und -Produzenten, mit dessen großer Musikbegeisterung angesteckt, brachte für den gebürtigen Kopenhagener Lasse Matthiessen der Umzug nach Berlin ein Erweckungserlebnis mit sich: Dort habe er "herausgefunden, was mir am meisten liegt: Mir einfache Melodien auszudenken und eine Menge Stimmung um sie herum zu legen. Ich hatte immer schon Lieder geschrieben, ab da beschloss ich, sie so einfach wie möglich zu halten." Gesagt, getan, gelungen – wie zuletzt sein 2022er Album "Dreams Don't Make Noise" belegt. Dessen nachtblauer Pop-Sound mit einem Mix aus organischen Synthesizern, elektronischen Beats und samtigen Bass-Lines bietet den idealen Rahmen für Matthiessens zugleich intim-verletzlich und kraftvoll klingende Stimme, die zu einem Abenteuer in diesen ganz besonderen Stunden irgendwo zwischen Schlaf und Wachsein einlädt. Apropos Einladen: Dies taten bereits Größen wie Anna Calvi, Glen Hansard, Suzanne Vega und Clueso, die allesamt Lasse Matthiessen baten, bei ihren Auftritten das Vorprogramm zu bestreiten. Auch eigene Headliner-Konzerte des Dänen stießen auf große Resonanz, wie etwa Ende 2022 in der Kantine am Berghain. Nun kehrt er zurück auf eine Hauptstadtbühne, und hat für die Show im Badehaus nicht nur die Unterstützung seiner kompletten Band, sondern zudem noch neue Musik angekündigt.
    26 min
  • Güner Künier
    Die Berliner Musikerin veröffentlicht am 21. März ihr zweites Album mit Songs zwischen Post- und Elektro-Punk. Die 1990 in Izmir geborene und in Flensburg aufgewachsene Güner Künier zog es 2014 nach Berlin, um dort ihr Studium des Wirtschaftsingenieurswesens abzuschließen. Als dies vollbracht war, widmete sie sich ganz der Kunst – neben Tätigkeiten als Schauspielerin schlägt ihr Herz besonders für die Musik: 2021 veröffentlichte sie ihre Debüt-EP "Flexel", der schon ein Jahr später das erste Album "Aşk" sowie Tourneen mit Auftritten in Deutschland, den Niederlanden, England, der Schweiz und Österreich folgten. Am 21. März erscheint ihr zweites Album "Yaramaz", vor einigen Wochen bereits durch die Singles "Cash Cash Exercise" und "Sabahlar" angekündigt, von denen Letztere auch beispielsweise in der radioeins-Sendung "Laut & Kantig" vorgestellt wurde. Heute besucht Güner Künier uns als unsere Lokalmatadorin, um im Interview über ihre neuen Songs zwischen Post-Punk und Synth-Wave zu sprechen, mit denen sie ihre eigene Coming-of-Age-Geschichte erzählt, sich mit gesellschaftlichen und familiären Erwartungshaltungen auseinandersetzt und den mühsamen Prozess der Selbstermächtigung thematisiert.
    13 min
  • Anna Hauss
    Eigentlich war Anna Hauss nur als Hand-Double am Set der erfolgreichen Serie "Das Damengambit", um einer der Darstellerinnen mit ihren Fähigkeiten am Klavier auszuhelfen – ein paar angeregte Gespräche mit dem Produzenten später fand sie sich allerdings von Kameras gefilmt das Lied "I Can't Remember Love" singend auf einer Bühne wieder, was dann auch in einer Episode zu sehen war. Damit erfuhr die Karriere der auch als Mitglied der Leipziger Band Still In the Woods bekannten Berlinerin eine aufregende Wendung, denn das Echo auf ihren Gastauftritt war groß.
    Nicht weniger positiv dürfte auch ihr diesen Freitag erscheinendes zweites Solo-Album "Unknown Waters" aufgenommen werden. In den 15 gefühlvollen Pop-Songs darauf geht es um "den Mut, ins kalte Wasser zu springen. Loslassen, was nicht zu kontrollieren ist. Akzeptieren, dass die Zukunft nicht vorhersehbar ist." Klanglich bildet dabei Hauss' facettenreiche Stimme den Mittelpunkt, die mal von einer "klassischen" Besetzung aus E- und Akustikgitarre, Bass und Schlagzeug, mal von pluckernden Beats und dunklen Synthies und mal schlicht und vor allem ergreifend lediglich von einem Klavier begleitet wird.
    23 min
  • MaidaVale
    "Give Me Your Attention" heißt ein Song auf dem aktuellen MaidaVale-Album "Sun Dog". Und auch, wenn der Text des Liedes sich kritisch mit allzu blindem Vertrauen in Anbieter vermeintlich einfacher Wahrheiten befasst, sei ein Beherzigen des Titels in Hinblick auf seine Verfasserinnen hiermit nachdrücklich empfohlen. Denn die vier Schwedinnen Matilda Roth, Linn Johannesson, Sofia Ström und Johanna Hansson spielen einen bissig-groovigen Psychedelic-Rock, der allen Hinhörens wert ist. 2012 auf der Insel Gotland gegründet und zwei Jahre später nach Stockholm umgesiedelt, ist es sicher kein Zufall, dass das Quartett sich nach einem Londoner Stadtteil benannt hat. Befinden sich doch in besagtem Maida Vale legendäre Studios der BBC, Aufnahmeort vieler "Peel Sessions", mit denen der immens wichtige Radio-DJ John Peel etlichen zum Teil noch unbekannten, nicht selten aber schon wenig später die Entwicklung der Pop- und Rock-Musik entscheidend mitprägenden Bands und Künstler:innen in seinen Sendungen erstmals Gehör verschaffte – darunter David Bowie, Jimi Hendrix oder Led Zeppelin, um nur einige zu nennen. Angemessen geschichtsbewusst und zugleich eine ansteckende Frische ausstrahlend gehen auch MaidaVale zu Werke. Nachzuhören auf dem eingangs erwähnten neuen Album, ihrem 2024 erschienenen dritten, und direkt erfahrbar bei ihrem morgigen Konzert im Cassiopeia im Friedrichshain.
    24 min
  • Jördis Triebel

    Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, die mindestens eine Sache richtig gut können. Also richtig gut. So, dass Sie es selbst spüren, weil es Ihnen besonders viel Spaß macht. Und so, dass auch alle anderen Leute um Sie herum sagen: "Wow, das ist aber außergewöhnlich." Unser heutiger Gast jedenfalls verfügt über eine solche Mischung aus Talent und Leidenschaft, zu der aber in der Regel immer auch eine große Portion Fleiß gehört.

    Jördis Triebel, selbst ausgezeichnet mit zahlreichen bedeutsamen Preisen, ist so etwas wie ein Gütesiegel für Filme und Serien. Die Schauspielerin kam 1977 in Berlin, Hauptstadt der DDR, als zweite von vier Schwestern zur Welt. Mit 17 spricht sie zum ersten Mal an der legendären Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch vor, ein Jahr später wird sie angenommen. Bis heute spielt Jördis Triebel in den unterschiedlichsten Produktionen mit - von "Babylon Berlin" über "Dark", "Bad Banks", "Weissensee" oder jetzt gerade in "Köln 75" im Kino und in einer feinen, kleinen ARD-Produktion mit dem Titel "Marzahn, mon amour".

    Playlist:

    Curtis Mayfield - Move on up
    Pionierchor Edgar André des Berliner Rundfunks - Unsere Heimat
    Ella Fitzgerald - Basin Street Blues
    Vanessa Paradis - I’m waiting for the Man
    Prince - The Question of U
    Erykah Badu - On & On
    Blackstreet feat. Dr. Dre - No Diggity
    Gerhard Schöne - Schmusen muss sein
    Feist - The Limit to your Love

    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

    1 hr 24 min
  • RBB-RÜCKTRITTE | RBB-RUNDFUNKRAT | TRUE CRIME | DLM-KEYNOTE

    (00:00) INTRO: Rücktritte - Abendschau, 14.03.2025 | (01:45) RBB: Rücktritte nach fehlerhafter Berichterstattung - Steffen Grimberg | (18:05) RBB: Neuer Rundfunkrat konstituierte sich - Gelbhaar-Aufklärung mit Verzögerung - Frank Becker | (27:09) TRUE CRIME: Die Grenzen der medialen Präsentation von Kriminalfällen - Prof. Dr. Christian Schertz | (42:12) Teaser Keynote - Peter Müller | (43:31) BONUS: Keynote “Zum Zustand der öffentlichen Debatte in Deutschland” - Peter Müller - DLM im Dialog 2025 - Dr. Torben Klausa | (1:23:56) BONUS: rbb-Rundfunkratssitzung vom 12.03.2025, Berlin - TOP 1 - Begrüßung und Regularien | (1:37:57) BONUS: TOP 2 - Wahl einer/eines Rundfunkratsvorsitzenden | (1:57:56) BONUS: TOP 3 - Wahl einer/eines stellvertretenden Rundfunkratsvorsitzenden | (2:06:21) BONUS: TOP 4 - Bericht der Intendantin Ulrike Demmer | (2:30:13) BONUS: TOP 5 - Bericht von der 2. Sondersitzung des Programmausschusses - Frank Feuerschütz - Aussprache | (3:01:42) BONUS: TOP 6 - Bericht des Verwaltungsratsvorsitzenden Dr. Wolfgang Krüger | (3:06:28) BONUS: TOP 7 - Wahl der Mitglieder des Programmausschusses | (3:28:38) BONUS: TOP 8 - Wahl der Mitglieder des Haushalts- und Finanzausschusses | (3:34:08) BONUS: TOP 9 - Wahl für den ARD-Programmbeirat | (3:46:01) BONUS: TOP 10 - Wahl für den arte-Deutschland-Programmbeirat | (3:48:02) BONUS: TOP 11 - Wahl für den arte-G.E.I.E.-Programmbeirat | (3:51:24) BONUS: TOP 12 - Wahl für den rbb-media-Aufsichtsrat | (3:59:06) BONUS: TOP 13 - Wahl für den ems-Aufsichtsrat | (4:00:52) BONUS: TOP 14 - Bericht des Personalrates - Martina Schrey | (4:12:18) BONUS: TOP 15 - Verschiedenes || Jörg Wagner

    4 hr 22 min
  • The Kooks
    Spätestens seit ihrem 2006er Debütalbum "Inside In / Inside Out" und damit seit bald 20 Jahren zählen The Kooks zu den Bands, die die Fackel des Britpop auch im neuen Jahrtausend erfolgreich am Brennen und Leuchten halten. Trotzdem sie also alles andere als Newcomer sind, verspürte Sänger und Gitarrist Luke Pritchart, als es an die Arbeit zu ihrem siebten Album "Never/Know" ging, den Wunsch, sich wie ein "Debütant" zu fühlen – sich der Musik frei von jeder Routine mit Staunen und Neugier zu nähern. Jedoch steckt dahinter nicht die etwaige erfolgsheischende Absicht, frühe Erfolge durch einen schnöden Neuaufguss zu wiederholen: "Es geht nicht darum, den Sound unseres ersten Albums zu kopieren", erklärt Pritchart, "sondern zu den Wurzeln unserer Einflüsse zurückzukehren und uns zu fragen: 'Was ist die Identität dieser Band?'" Auf jeden Fall eine andere, als noch vor Kurzem – scheint doch die "Neugeburt" nicht ohne die entsprechenden Schmerzen vonstattengegangen zu sein und das aktuelle Kern-Line-up der Kooks derzeit nur aus Luke und Lead-Gitarrist Hugh Harris zu bestehen. Auf dem Album zu hören ist zwar neben Tour-Bassist Jonathan Harvey auch der langjährige Schlagzeuger Alexis Nunez, über den es allerdings weiter heißt, er werde mit der Band touren, obwohl er plane, sie zu verlassen. Einigermaßen verwirrend – aber vielleicht lässt sich das ja im Interview aufklären, wenn Pritchart und Harris uns heute im studioeins besuchen. Bei der Gelegenheit werden die beiden uns natürlich ein paar Songs live präsentieren – zum Beispiel wird es neben der bereits seit einige Zeit fröhlich ihre Runden auch im radioeins-Tagesprogramm ziehenden ersten Single, dem Quasi-Titeltrack "Never Know", auch den erst heute erscheinenden Nachfolger "Sunny Baby" zu hören geben; beide in besonderen Akustikversionen. Das dürfte die Wartezeit, bis das Album "Never/Know" am 9. Mai dann in Gänze endlich erscheint, doch ein wenig versüßen und die Vorfreude schüren, nicht?
    25 min
  • Alexander Scheer singt David Bowie
    "Niemand im Universum des Pop hat die Grenzen zwischen Leben und Kunst authentischer verwischt als David Bowie" – das sagt Alexander Scheer über den Künstler, dessen Lieder er ab dem 20. März am Berliner Ensemble singt. "Heroes – Scheer singt Bowie" heißt der Abend und ist eine musikalisch-literarische Hommage. Es handelt sich um eine Spurensuche, die Literatur mit Bowies Liedern verbindet und nebenbei überraschende Querverbindungen spinnt. Alexander Scheer ist einer der wandlungsfähigsten Schauspieler seiner Generation. Im Film hat er bereits einige Pop-Ikonen verkörpert, darunter Keith Richards, Andy Warhol und natürlich Gundermann. Scheer singt Bowie – wir können es kaum erwarten und haben ihn eingeladen zum Interview und Live-Set mit Steve Patuta am Piano. Alexander Scheer im studioeins bei Marion Brasch.
    26 min
  • Buntspecht
    Das selbsternannte "Wiener Indie-Kammerpop-Kollektiv" namens Buntspecht scheint ein Faible für das Brechen von Regeln zu haben. War es beim 2023er Album noch die Grammatik, die angesichts des Titels "An das Gestern, das nie Morgen wurden darfte. Ich warte" so manchen ihrer Grundsätze links liegen gelassen sah, verhohnepiepeln die Österreicher heuer mit dem Nachfolger "Konstrukt 5" die gute, alte Zählkunst. Denn, na klar: "Konstrukt 5" ist das sechste Album der Gruppe. Seinen Anfang nahm das Werk in einem alten Haus am Fuße des Rax-Gebirges. Dort trafen sich Sänger/Gitarrist Lukas Klein und Florentin Scheicher, der seine Trompete und seine Melodica mitbrachte, um mit diesem nicht ganz gewöhnlichen Instrumentarium erste Song-Ideen zu erarbeiten. Gemeinsam mit den übrigen Mitgliedern, Antonia Luksch (Cello, Gesang), Roman Geßler (Saxofon), Florian Röthel (Schlagzeug) und Jakob Lang (Bass), wurden diese dann im Studio finalisiert und um weitere Lieder ergänzt. Herausgekommen ist ein Album, dessen Botschaft die Band als "aus Fatalismus geborenen Optimismus" charakterisiert. Eine Platte zur Zeit also, die diese aber dennoch transzendiert, wie Lukas Klein erläutert: "Es ist gerade nicht so einfach. Kriege, Krisen, Trump – es ist nahezu unmöglich, in diesen hochpolitisierten Zeiten leichte Stücke zu schreiben. Man will diese Themen nicht eins zu eins in seiner Kunst haben, aber sie sind natürlich automatisch ein Teil davon. Mir geht es darum, das zu verinnerlichen und nicht zu negieren, aber uns gleichzeitig eine gewisse Leichtigkeit zu erhalten.“
    28 min
  • AŸA
    Im März 2023 wurde das Publikum im Berliner Kesselhaus Zeuge eines spektakulären Ereignisses: Begleitet von nicht weniger als 14 Musiker:innen verschiedenster Nationalitäten und Genres trat AŸA auf, um die Songs ihrer EP "USED" sowie weitere, bislang unveröffentlichte Stücke live zu spielen. Die Reaktionen vor Ort waren euphorisch, was auch beim Hören des dabei mitgeschnittenen und vor wenigen Tagen erschienenen Albums "Live In Berlin" spürbar ist. In ihrer Musik verbindet die in der deutschen Hauptstadt lebende marokkanisch-jemenitischen Künstlerin die Traditionen ihrer Herkunft mit zeitgenössischen Pop- und R'n'B-Melodien zu einem spannenden Neo-Soul-Sound – mit Botschaft: Nichts Geringeres als eine "Alchemie schwieriger Wahrheiten" will sie vollbringen, indem sie "das Gewicht von Frauenrechten, Freiheit, bedingungsloser Liebe, Heilung durch Trauma und die Kraft der Gemeinschaft in Melodien verwandelt, die mühelos durch die Luft gleiten."
    30 min

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Jeden Sonntag von 14.00 bis 16.00 Uhr lädt Bettina Rust einen prominenten Gast in die Hörbar Rust ein. Dieser stellt sich in der Sendung vor und die Musik, die in seinem Leben von Bedeutung war und erzählt dazu die passenden Geschichten zum Soundtrack seines Lebens - alte Mixtapes werden rausgekramt - die erste Platte - intime Töne oder peinliche Songs mit persönlichen Erinnerungen des jeweiligen Gastes. Zwei Stunden voller Musik und toller Geschichten - Promis privat in der Hörbar Rust - immer sonntags von 14.00 - 16.00 Uhr. Die Highlights der jeweiligen Sendung können Sie hier downloaden.