Podiumsgespräch mit Elvira Osmann, Anna Reinhardt und Janosch Schobin
In unserer vernetzten Welt scheint es paradox: Noch nie war es so einfach, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten – und doch fühlen sich immer mehr Menschen einsam. Einsamkeit entwickelt sich zunehmend zu einer der drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Einsamkeit mittlerweile als ernstzunehmenden Risikofaktor für die Gesundheit ein. Betroffen sind Menschen aller Altersgruppen, besonders aber Ältere, Alleinlebende und verstärkt auch junge Erwachsene. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung erheblich vorangetrieben.
Länder wie Großbritannien oder Japan haben bereits Ministerien oder Beauftragte gegen Einsamkeit eingerichtet. In Deutschland wird über kommunale Projekte, Besuchsdienste und die Förderung von Begegnungsräumen diskutiert. Der Politische Salon griff dieses Thema auf und diskutierte über Ursachen und Ausprägungen von Einsamkeit sowie über erfolgversprechende Strategien gegen dieses schmerzliche Gefühl.
Elvira Osmann, engagierte Rentnerin aus ErfurtAnna Reinhardt, Seelsorgerin der Katholischen Studierendengemeinde / KSG ErfurtJanosch Schobin, Autor des Buches „Zeiten der Einsamkeit. Erkundungen eines universellen Gefühls“