Hörpositionen

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Hörpositionen episodes

  • Remember Alfred Hochhaus: Telfs – Kladovo – Sabac
    Über Leben und Tod des jüdischen Amateur-Jazzpianisten Alfred Hochhaus, der 1939 Telfs verlassen musste und 1941 nach einer zwei Jahre dauernden Flucht aus dem nationalsozialistischen Österreich in einem serbischen Dorf von österreichischen Wehrmachtssoldaten ermordet wurde. Gelesen hat Rainer Egger.
    36 min
  • Gütinandeum Teil 1 – Wer war Nandl?
    1823 gründete ein elitärer Kreis von Tiroler Beamten, Adeligen und Geistlichen einen Verein zum Aufbau eines „vaterländischen Museums, dessen Beförderung und Schutz Seine kaiserliche Hoheit erst kürzlich gnädigst zu übernehmen geruht hatten, und welche Anstalt … dadurch ausgezeichnet wurde, daß ihr nach ihrem hohen Protektor der Name Ferdinandeum beigelegt wurde.“ Teil 1 der Gütinandeum-Trilogie geht der Frage nach: Wer war dieser Ferdinand? Gelesen hat Rainer Egger.
    37 min
  • Kann Spuren von Französischer Revolution enthalten – Teil 03
    Kann Spuren von Französischer Revolution enthalten. Oder die komplexe Geschichte einer Hymne. Teil 03. Auch der Komponist der Tiroler-Landeshymnen-Melodie hat nur in einem ganz modernen Sinn etwas mit Tirol zu tun, stammte er doch aus Klosterneuburg und konnte seine nationalmusikalischen Rollen wechseln wie die Hemden – mal Tiroler, mal Kärntner, mal Steirer – all das war für den Niederösterreicher kein Problem. Dementsprechend haben seine Hofer-Melodie deutschnationale Burschenschafter, habsburg-treue Militärkapellmeister, kämpferische Arbeiterdichter und -chöre und auch die FDJ, die „Freie Deutsche Jugend“ der DDR, die Genosse Erich Honecker gegründet hatte, für ihr „Liedgut“ genützt. Performativ handelt es sich also bei der gesetzlich geschützten Landeshymne um eines der zentralen Werke der Postmoderne … anything goes.
    Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi.
    39 min
  • Kann Spuren von Französischer Revolution enthalten – Teil 02
    Kann Spuren von Französischer Revolution enthalten. Oder die komplexe Geschichte einer Hymne. Teil 02. Zuletzt hat ein Tiroler Politiker Anfang der 1990er Jahre Überlegungen angestellt, ob eine Hymne noch zeitgemäß sei, die für Tirol „Brüder“ in Deutschland sieht – noch dazu in einem „Deutschen Reich“, das sich „in Schmach und Schmerz“ windet, weil ein Tiroler Kommandant erschossen wurde? Damals stand Österreich kurz vor dem Beitritt zur Europäischen Union. Die Reaktionen auf die Überlegungen waren heftig. Geändert wurde an der Hymne allerdings nichts.
    Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi.
    27 min
  • Kann Spuren von Französischer Revolution enthalten – Teil 01
    Kann Spuren von Französischer Revolution enthalten. Oder die komplexe Geschichte einer Hymne. Teil 01. Der Autor der seit 1948 gesetzlich geschützten Tiroler Landeshymne war ein evangelischer Burschenschafter und Freimaurer aus Sachsen, der Komponist war ein fahrender Musikant – mal Steirer, mal Kärntner, mal Tiroler – aus Klosterneuburg. Seine Melodie hat letztendlich nicht nur Burschenschafter, die sich inniglich nach einem »Deutschen Reich« sehnten, entzückt, sondern auch kämpferische Dichter der Arbeiterbewegung und Musikfunktionäre der DDR, sodass auch Wladimir Putin die Melodie bei seinem Tirolbesuch 2001 erkannte.
    Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi.
    21 min
  • Am Rand der verwalteten Welt – Wohnen in Baracken in den 1950ern
    Über das Leben in einem ehemaligen Kriegsgefangenen- und in einem ehemaligen Gestapo-Lager am Stadtrand von Innsbruck in den 1950er Jahren. Damals wohnten in ganz Innsbruck fast 900 Haushalte in Baracken – über die ganze Stadt verteilt. Allein im ehemaligen von der Gestapo betriebenen Arbeitserziehungslager Reichenau hat die Stadt bis in die 1960er Jahre zeitweise über 170 Familien einquartiert. Über das Leben der „Barackeler“ in der Reichenau berichteten zwei ehemalige Bewohnerinnen …
    Gelesen hat Johann Nikolussi. Musik von Bert Breit.
    44 min
  • Friedl Volgger: Im Gestapo-Lager Reichenau
    Der Südtiroler Politiker und Journalist Friedl Volgger (1914–1997) war als „Dableiber“ 1944 im Gestapo-Lager Innsbruck-Reichenau inhaftiert. In seinem Buch „Mit Südtirol am Scheideweg“ widmete er 1984 dieser Station auf dem Weg in das KZ Dachau ein ganzes Kapitel. Volggers Erinnerung an "die Reichenau" hat man jedoch in Nordtirol bisher kaum wahrgenommen. Schließlich benennt er die Rolle das Lagers als lokales Arbeitskräftereservoir, das unter anderem auch die Stadt Innsbruck genutzt hat, ganz offen … Gelesen hat Johann Nikolussi. Musik Bert Breit.
    31 min
  • Remember Dr. Josef Sagher und seinen Kampf gegen den Antisemitismus in Tirol
    Die vergessenen Interventionen des Feldrabbiners Dr. Josef Sagher in den Jahren 1909 bis 1911 u. a. beim Papst in Rom gegen den in der Ritualmordlegende von Rinn. Anläßlich des Gedenkens an die Opfer des Pogroms am 9. November 1938 erinnern die Musiksammlung des Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum und das Gemeindemuseum Absam an Dr. Josef Saghers frühen Kampf gegen den Anderl-von-Rinn-Kult. Gelesen hat Johann Nikolussi.
    28 min
  • Mit Gamsbart und Tirolerhut – Gerald Steinacher über die Flucht von Adolf Eichmann 1950
    Vor 60 Jahren, im April 1961, begann in Jerusalem der Prozess gegen Adolf Eichmann. Anfangs war vor Gericht nicht klar, ob Eichmann Österreicher oder Deutscher sei, ist er doch in Oberösterreich aufgewachsen, wurde dort politisch sozialisiert und ist in Österreich NSDAP-Mitglied geworden. Und auch bei seiner Flucht 1950 spielten Österreicher eine wichtige Rolle. Univ. Prof. Dr. Gerald Steinacher beschäftigt sich seit zwei Jahrzehnten mit der Fluchthilfe für NS-Täter. Gelesen hat Johann Nikolussi.
    30 min
  • Des heimatlichen Speckes Sänger. Oder von einem Tiroler Dialektdichter.
    Am 15. April 2021 wurde nach 45 Jahren und nach hartnäckigen Interventionen von Markus Wilhelm das Straßenschild mit der Aufschrift „Jakob-Kopp-Straße“ in Imst ausgetauscht. Die heißt jetzt „Bergstraße“. Vom Mundartdichter Jakob Kopp (1871–1960), der aber nicht in Imst, sondern in Hall in Tirol seine Hymnen auf das NS-System 1938 und 1944 verfasst hat, handelt diese Episode. Für Kopp – wie für viele andere – war die Befreiung 1945 eine „Zäsur ohne Folgen“. Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi.
    39 min

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Eine Podcast-Kooperation von Musiksammlung der Tiroler Landesmuseen mit dem Museum im Ballhaus Imst und dem Gemeindemuseum Absam