Seine Botschaft ist: Ruhig bleiben. Aufs Wesentliche konzentrieren. Musikalische Schubladen zuschieben. Das alles bekommt bei Avishai Cohen und seiner Band Big Vicios eine sanfte Melancholie zusammen mit einem großen Drive, wird geschmückt mit überraschenden Effekten, Grooves und Soundfarben und gespielt mit großer Leidenschaft. Es ist psychedelisch, eine Mischung aus Ambient, Electronica. Trip Hop, Rock und Jazz. Beethovens Mondschein Sonate hat sich nicht hierher verirrt. Sie soll genauso klingen und mit belegen, aus Genregrenzen hat sich Cohen noch nie viel gemacht. Dieses Album ist groß und großartig böse und hinterhältig. Big Vicious eben, es passt in kein Schema und schleicht sich in die Gehörgänge, dort nistet es sich ein und vibriert weiter. Musik für einsame Abende, gefühlvolle Zweisamkeit oder ausgestorbene Corona-Innenstädte. Zum Immer-Wieder-Hören, natürlich auch in Nach Corona Zeiten.