Vier Tage allein im Wald. Kein Essen. Kein Handy. Keine Uhr.
Michel war schon bei Human Roots dabei und hat sich dann auf etwas eingelassen, das ursprünglich mal ein Stille-Retreat werden sollte. Daraus wurde eine Vision Quest: 96 Stunden allein an einem Platz im Wald, ohne Nahrung, ohne Ablenkung, ohne Zeitgefühl. Begleitet von Manuel, der zweimal täglich zum Check-in kam.
In dieser Folge erzählt Michel, was in diesen vier Tagen tatsächlich passiert ist. Warum nicht der Hunger die größte Herausforderung war, sondern das Nicht-Wissen, wie spät es ist. Wie sich sein Nervensystem Tag für Tag neu kalibriert hat, von einer vermeintlichen Riesenspinne in der ersten Nacht bis zum Reh, das einen Meter vor ihm stehen bleibt. Und warum ihn eine tote Hornisse mehr über Demut gelehrt hat als jedes Seminar davor.
Manuel ordnet ein, wie so ein Prozess sicher begleitet wird, warum ein gehaltener Rahmen alles verändert und wieso das Simpelste (raus, weniger essen, warm und trocken schlafen) oft mehr bringt als jedes Biohacking-Gadget.
Ein Gespräch über Wahrnehmung, Sympathikus und Parasympathikus, Komfortzonengrenzen und über den einen Satz, der zwei Monate später immer noch trägt: Es ist, wie es ist.