HyWa WasserGespräche

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By Dr. Thomas Lüllwitz | Bundesanstalt für GewässerkundeScienceNatural Sciences
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HyWa WasserGespräche episodes

  • Das Weltzentrum für Niederschlagsklimatologie: Wie globale Niederschlagsdaten für Klima, Dürre und Starkregen entstehen
    16: Das Weltzentrum für Niederschlagsklimatologie: Wie globale Niederschlagsdaten für Klima, Dürre und Starkregen entstehen

    Warum ist eigentlich Niederschlag so schwer zu messen? Dieser Frage geht Podcast-Host Dr. Thomas Lüllwitz in der aktuellen Folge des HyWa-Podcasts WasserGespräche nach und spricht mit Dr. Markus Ziese, dem Leiter des Weltzentrums für Niederschlagsklimatologie (WZN) beim DWD. Im Gespräch: Wie das WZN aus den Niederschlagswerten weltweit nutzbare Klimadaten macht. Im Mittelpunkt stehen die Datenerfassung, die mehrstufige Qualitätsprüfung und die Frage, wie aus Messpunkten belastbare Aussagen zu Dürre, Starkregen und Klimawandel entstehen. Für Markus Ziese steht fest: „Daten sind durch nichts zu ersetzen.“

    Vorab ist Co-Host Dr. Martin Labadz vor Ort beim Deutschen Wetterdienst und trifft sich mit Markus Ziese im Offenbacher Wetterpark. Dieser macht das Wetter für die Besucher greifbar und bietet die verschiedensten Anschauungsbeispiele, um Wetter und Klima besser verstehen zu können.

    Gast dieser Folge

    Dr. Markus Ziese – Leiter des WZN beim Deutschen Wetterdienst, Offenbach am Main

    Themen im Gespräch
    • Die Messung von Niederschlag: Von klassischen Niederschlagsmessern über Radar bis zu Laser- und Windmesssystemen.
    • Die Bedeutung von Metadaten: Informationen zu Ort, Zeitraum und Messmethode, damit Niederschlagswerte überhaupt korrekt interpretierbar sind.
    • Ein einheitliches Format für Daten: Wie aus verschiedenen Quellen, wie zum Beispiel Synop-Meldungen, Wetterdiensten, E-Mail, FTP, Webseiten und APIs einheitliche Datensätze werden.
    • Der Dürreindex des WZN: Die Kombination von Niederschlags- und Verdunstungsinformationen, um trockene Regionen global besser abbilden zu können.
    • Nutzung von WZN-Daten: Klimamodelle, Satellitenprodukte, Dürremonitoring, Extremereignisse und Fallstudien zu El Niño und La Niña.
    • Kapitelmarken

      03:29 - Wetterpark Offenbach: Anschauungsbeispiele für Messprinzipien

      06:24 - Radar, Radom und flächendeckende Niederschlagsmessung
      08:47 - Klimazonen und die ungleiche Verteilung von Messstationen
      11:15 - Wind als Messproblem und warum Korrekturen nötig sind
      12:31 - Die Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes im Wetterpark Offenbach
      16:46 - Wie Niederschlagsdaten aus vielen Quellen zusammenlaufen
      22:27 - Welche Rolle der Deutsche Wetterdienst und die WMO beim WZN spielen
      23:21 - Synop-Daten und die globale Datensammlung aus fast allen Ländern
      26:38 - Von Stationsdaten zu Flächenmitteln für die Forschung
      27:50 - Nutzen der WZN-Daten: Modelle, Satelliten, Wissenschaft
      42:09 - Wie der Dürreindex berechnet wird und warum er wichtig ist
      47:43 - Warum Starkregen global schwer auszuwerten ist
      49:57 - Fallstudien zu Extremereignissen
      53:11 - El Niño und La Niña: typische Niederschlagsmuster weltweit
      55:25 - Zukünftige Schwerpunkte: KI, offene Daten und höhere zeitliche Auflösung

      Ausblick: Nächste Folge

      Die nächste Folge knüpft an das Thema Niederschlag und Dürren an. Im Mittelpunkt: Der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, kurz UFZ. Der Gesprächsgast: Dr. Andreas Marx, Leiter des Dürremonitors des UFZ.

      Links & Ressourcen
      • Weltzentrum für Niederschlagsklimatologie: https://www.dwd.de/DE/leistungen/wzn/wzn.html
      • Der HyWa-Podcast „WasserGespräche“ wird in Koblenz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde produziert.

        Podcast-Host: Dr. Thomas Lüllwitz
        Co-Host und Produzent: Dr. Martin Labadz

        59 min
      • Wald und Wasser
        Wälder als entscheidende Akteure im Wasserkreislauf
        15: Wald und Wasser

        Wälder sind weit mehr als Holzlieferanten – sie sind entscheidende Akteure im Wasserkreislauf. In dieser Folge spricht Dr. Thomas Lüllwitz mit Dr. Heike Puhlmann und Dr. Lothar Zimmermann, zwei ausgewiesenen Forst- und Wasserexperten/-innen aus Baden-Württemberg und Bayern, darüber, wie Wälder als Wasserspeicher fungieren, Wasser verdunsten und in das Grundwasser leiten, was der Klimawandel mit den Waldstandorten macht und wie ein „Schwammwald“ helfen kann, Starkregen und Hochwasser abzumildern.

        Außerdem in der Folge: Podcast-Produzent Dr. Martin Labadz ist vor Ort in Freiburg und schaut sich im Convent-Wald zusammen mit Dr. Heike Puhlmann an, wie die Mistel den Tannenwald im Schwarzwald im Griff hat.

        Gäste dieser Folge

        Dr. Heike Puhlmann – Wissenschaftlerin und stellvetretende Leitung Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg, Freiburg

        Dr. Lothar Zimmermann – Wissenschaftler an der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), Freising

        Themen im Gespräch
        Der Wald ist „Atmosphärenbefeuchter“

        Wälder weisen die höchsten Verdunstungsraten aller Landnutzungsformen auf: Die große Kronenfläche, turbulente Wasserdampfflüsse und drei Verdunstungskomponenten (Interzeption, Transpiration, Bodenflächenverdunstung) machen den Wald zum „Atmosphärenbefeuchter“. Gleichzeitig fördert die hohe Infiltrationskapazität der meist ungestörten Waldböden die Grundwasserneubildung – 50 % der Trinkwasserschutzgebiete in Bayern (und ähnlich in Baden-Württemberg) liegen unter Wald.

        Klimawandel und Trockenheit im Wald

        Die Extremjahre 2003, 2015, 2018, 2019 und 2022 haben deutliche Spuren hinterlassen. Die Folge zeigt, wie sich Trockenstress, Borkenkäferbefall und Nährstoffmangel gegenseitig verstärken – ein sich selbst verstärkender Kreislauf, der besonders nach mehreren aufeinanderfolgenden Dürrejahren kritisch wird.

        Starkregen, Hochwasser und der „Schwammwald“

        Wälder bieten erheblichen Schutz vor Erosion und Abflussbildung – allerdings nur so lange, wie der Boden nicht vollständig gesättigt ist und der Bestand intakt ist. Dr. Thomas Lüllwitz und seine Gesprächspartner sprechen über das Konzept des Schwammwaldes als Dreiklang: (1) waldbauliche Maßnahmen (Erhalt und Strukturierung der Waldflächen), (2) Bodenschutz (Vermeidung von Verdichtung, Erhalt der Humusauflage), (3) Optimierung der Waldwege-Infrastruktur (Rigolen, Versickerungsmulden entlang von Wegseiten-Gräben).

        Wald-Dürre-Monitor

        Der Wald-Dürre-Monitor berechnet tagesaktuell für alle bewaldeten Flächen Bayerns den Bodenwasserstatus auf Basis von Wettervorhersagemodellen, Satellitendaten zu Baumarten und Blattflächenindex sowie Bodeninformationen. Praxisnutzen: Bewässerungsentscheidungen bei Forstkulturen, Befahrbarkeit mit schweren Forstmaschinen, Frühwarnung für Borkenkäferbefall.

        Ausblick: Nächste Folge

        In der nächsten Folge der HyWa-Podcast „WasserGespräche“ spricht Dr. Thomas Lüllwitz mit Dr. Markus Ziese vom Weltdatenzentrum Niederschlag, dem Global Precipitation Climatology Centre (GPCC) beim Deutschen Wetterdienst über weltweite Niederschlagsdaten und die Überwachung des globalen Klimas.

        Links & Ressourcen
        • Wald-Dürre-Monitor: https://waldduerremonitor.de/
        • Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg: https://www.fva-bw.de/startseite
        • Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft: https://www.lwf.bayern.de/
        • Der HyWa-Podcast „WasserGespräche“ wird in Koblenz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde produziert.

          Podcast-Host: Dr. Thomas Lüllwitz
          Produzent: Dr. Martin Labadz

          1 hr 25 min
        • Wie das Aueninstitut die Donau-Auen wieder lebendig macht
          Zwanzig Jahre Forschung erwecken die Auen wieder zum Leben
          14: Wie das Aueninstitut die Donau-Auen wieder lebendig macht

          Entdecken Sie in dieser Folge der HyWa-WasserGespräche, wie das Aueninstitut Neuburg-Ingolstadt die Donau-Auen wiederbelebt! Moderator Dr. Thomas Lüllwitz spricht mit Prof. Dr. Bernd Cyffka, Leiter des Instituts und Experte für Angewandte Geografie, über 20 Jahre Forschung, die veränderte Flusslandschaften in pulsierende, artenreiche Paradiese verwandelt.

          Hören Sie, wie das Aueninstitut mit Renaturierungsprojekten mehr Wasser, Dynamik und Leben in die Donaulandschaft zurückbringt – für Biodiversität, Hochwasserschutz und nachhaltigen Wasserhaushalt. Das Aueninstitut nutzt die Donau als Freilandlabor, löst Konflikte zwischen Forst und Natur und plant, dieses einzigartige Testfeld noch intensiver für zukünftige Studien zu nutzen. Spannend und praxisnah.

          Die zentralen Gesprächsthemen der Folge:
          • Von Landkreis zum Forschungszentrum: Das Aueninstitut entstand 2006 aus einem Renaturierungsprojekt des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen zur wissenschaftlichen Begleitung der Donau-Auen-Dynamisierung zwischen Neuburg und Ingolstadt. Seit 2010 als Teil der Katholischen Universität zieht es jährlich zehntausende Besucher wie Radfahrer am Donau-Radweg und Schulklassen an.

          • Wasser zurück in die Auen: Durch Renaturierungsprojekte wandern Fische wie Nase und Barbe wieder in die Donau ein, Weichholzauen mit Pappeln und Weiden entwickeln sich – natürlicher Hochwasserschutz statt teure Polder.

          • Freilandlabor Donau: Die Vision des Aueninstituts: An die Erfolge anknüpfen und weitere Bereiche der Natur zurückgeben. Dieses einzigartige Testfeld soll noch intensiver für zukünftige Studien genutzt werden.

          • Der Interviewpartner

            Professor Dr. Bernd Cyffka, Leiter des Aueninstituts Neuburg-Ingolstadt (https://www.auenzentrum-neuburg-ingolstadt.de/aueninstitut/index.html))

            Der HyWa-Podcast „WasserGespräche“ wird in Koblenz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde produziert.

            Podcast-Host: Dr. Thomas Lüllwitz
            Produzent: Dr. Martin Labadz, BfG-Referat Controlling und Öffentlichkeitsarbeit

            40 min
          • Niedrigwasser und die Informationsplattform UNDINE
            Wie Trockenphasen unsere Gewässer, Wirtschaft und Ökosysteme herausfordern. Expertenwissen, Datenportale und Zukunftsausblick im Gespräch.
            13: Niedrigwasser und die Informationsplattform UNDINE

            In dieser Folge des HyWa-Podcasts „WasserGespräche“ spricht Dr. Thomas Lüllwitz mit Experten der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) über das Thema Niedrigwasser. Dr. Gerd Hübner und Dr. Daniel Schwandt beschäftigen sich mit den Grundsatzfragen der qualitativen Gewässerkunde, Jörg-Uwe Belz arbeitet im Bereich der quantitativen Gewässerkunde. Wir diskutieren darüber, was Niedrigwasser wirklich bedeutet, wie es entsteht und welche Folgen lange Trockenphasen für unsere Flüsse, Wirtschaft und Ökosysteme haben.

            Gemeinsam tauchen wir in die Arbeit mit der Informationsplattform Undine ein, die aktuelle und historische Daten zu Wasserständen und Wasserqualität liefert – ein Tool für alle, die Gewässer verstehen und schützen wollen. Wir sprechen darüber, wie internationale Zusammenarbeit und moderne Messprogramme helfen, hydrologische Extreme zu erfassen, und welche überraschenden Erkenntnisse sich aus jüngsten Untersuchungen zu Schadstoffen ergeben. Außerdem geben wir einen Ausblick darauf, wie sich der Klimawandel auf die Wasserstände in unseren Flüssen - auch mit einem Blick in die Zukunft - auswirkt und welche Entwicklungen uns in Zukunft erwarten. Wenn Sie wissen wollen, wie wir unsere Flüsse auch in trockenen Zeiten im Blick behalten, sind Sie hier genau richtig.

            Die zentralen Gesprächsthemen der Folge:
            • Niedrigwasser: Was versteht man unter dem Begriff Niedrigwasser, welche Rolle spielen dabei Ländergrenzen und welche Auswirkungen hatte die langanhaltende Niedrigwassersituation im Jahr 2018 auf die Bundeswasserstraßen und die Wirtschaft? Welche Produkte bietet die BfG bezüglich der Wasserstände in unseren Bundeswasserstraßen an?
            • Die Informationsplattform UNDINE: Welche Rolle spielt die Informationsplattform UNDINE in Bezug auf Niedrigwasser und welche Informationen hält diese bereit?
            • Schadstoffbelastung in den Flüssen: Welche Untersuchungen führt die BfG in Bezug auf die Belastung der Bundeswasserstraßen mit Schadstoffen und deren Transport bei Niedrigwasser durch?
            • Die Interviewpartner
              • Jörg-Uwe Belz, Referat Hydrologische Grundsatzangelegenheiten, Hydrometrie, Gewässerphysik, Bundesanstalt für Gewässerkunde
              • Dr. Gerd Hübner, Referat "Grundsatzfragen der qualitativen Gewässerkunde", Bundesanstalt für Gewässerkunde
              • Dr. Daniel Schwandt, Referat "Grundsatzfragen der qualitativen Gewässerkunde", Bundesanstalt für Gewässerkunde
              • Der HyWa-Podcast „WasserGespräche“ wird in Koblenz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde produziert.

                Podcast-Host: Dr. Thomas Lüllwitz
                Produzent: Dr. Martin Labadz

                Weitere Informationen
                • Informationsplattfrom UNDINE (https://undine.bafg.de/))
                • 51 min
                • Das International Centre for Water Resources and Global Change
                  Das deutsche UNESCO Wasserzentrum
                  12: Das International Centre for Water Resources and Global Change

                  Das International Centre for Water Resources and Global Change (ICWRGC) setzt sich für den weltweiten Erhalt der Wasserresourcen ein. Unter anderem unterstützt das Zentrum die Umsetzung des „Intergovernmental Hydrological Programme“ (IHP) der UNESCO und des „Hydrology and Water Resources Programme“ (HWRP) der WMO. Das ICWRGC ist eng mit Partnern aus der Wissenschaft, operationellen hydrologischen Diensten, Datenzentren und anderen wasserrelevanten UN-Organisationen vernetzt und hat mit der Integration innerhalb der Bundesanstalt für Gewässerkunde einen starken Partner an seiner Seite.

                  In dieser Folge des HyWa-Podcasts „WasserGespräche“ trifft sich Dr. Thomas Lüllwitz mit dem stellvertretenden Leiter des ICWRGC, Dr. Stephan Dietrich sowie Prof. Lars Ribbe, dem Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Nationalkomitees des IHP. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die Kernaufgaben des ICWRG, darunter wie das Zentrum globale hydrologische Daten- und Informationssysteme bereitstellt, und wie das Zentrum das Monitoring und die Analyse von Wasserqualität sowie die Arbeiten an der Weltwasserbilanz unterstützt. Und auch nach Paris schaut Thomas Lüllwitz kurz, zur Jubiläumsfeier des Internationales Hydrologischen Programms der UNESCO zu seinem 50-jährigen Bestehen.

                  Die zentralen Gesprächsthemen der Folge:
                  • Entstehung, Mandat und Struktur des ICWRGC: Gründung 2014 als UNESCO-Kategorie‑2‑Zentrum, Einbettung in die BfG, Dreiklang aus Datenzentren, Forschung/Lehre und geschäftsführendem Sekretariat für UNESCO‑IHP und WMO‑HWRP, mit interministerieller Anbindung.
                  • Rolle von UNESCO‑IHP und Netzwerken: 50 Jahre IHP als UN‑Wasserforschungsprogramm mit strategischen Plänen, Koordination internationaler Wasserforschung, Beratung von Staaten, Capacity Development sowie Vernetzung über Kategorie‑2‑Zentren und UNESCO‑Chairs.
                  • Dateninfrastrukturen und Dienste: Betrieb bzw. Koordination globaler In‑situ‑Datenzentren (u.a. GRDC, GEMS/Water Data Centre, ISMN), Beitrag zu WMO‑Berichten; Entwicklung von Indikatoren (z.B. Wasserqualität für SDGs).
                  • Praxisnahe Forschung und Ausbildung: Projekte für globale saisonale Dürrevorhersagen mit multisektoralen Indikatoren und Integration in WMO‑Hydro‑Services; Engagement in Ausbildung/Graduiertenprogrammen, Masterarbeiten/Praktika und Curricula‑Entwicklung im Global Water Education Network, mit Fokus auf SDG‑Bezug.
                  • Die Interviewpartner
                    • Dr. Stephan Dietrich, stellvertretender Leiter des ICWRGC
                    • Prof. Dr. Lars Ribbe, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Nationalkomitees des IHP
                    • Der HyWa-Podcast „WasserGespräche“ wird in Koblenz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde produziert.

                      Podcast-Host: Dr. Thomas Lüllwitz
                      Produzent: Dr. Martin Labadz

                      Weitere Informationen
                      • Website des International Centre for Water Resources and Global Change
                      • (https://waterandchange.org/))
                        55 min
                      • Vom Forschungsschiff bis zum Satelliten: Wie das Institut für Seenforschung den Bodensee schützt
                        Interdisziplinäre Forschung, innovative Technologien und internationale Kooperationen für nachhaltigen Gewässerschutz
                        Folge 11: Vom Forschungsschiff bis zum Satelliten: Wie das Institut für Seenforschung den Bodensee schützt

                        Der Bodensee ist nicht nur Deutschlands größter See, sondern auch ein einzigartiger Forschungsstandort. In dieser Folge des HyWa-Podcasts „WasserGespräche“ spricht Dr. Thomas Lüllwitz mit Dr. Martin Wessels und Dr. Thomas Wolf vom Institut für Seenforschung (ISF) in Langenargen direkt am Bodensee über die mehr als hundertjährige Geschichte der Bodenseeforschung, die aktuellen Herausforderungen und innovative Methoden im Gewässermonitoring.

                        Wir tauchen ein in die Welt der Seenforschung. Im Mittelpunkt steht dabei der Bodensee, unser größtes deutsches Binnengewässer. Gemeinsam mit Martin Wessels und Thomas Wolf beleuchten wir die Entwicklung und die heutigen Aufgaben des ISF, das als Teil der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg seit über 100 Jahren den ökologischen Zustand des Bodensees überwacht und bewertet.

                        Die zentralen Gesprächsthemen der Folge:
                        • Internationale Zusammenarbeit: Bereits seit den 1950er Jahren arbeitet die Internationale Gewässerschutzkommission (IGKB) länderübergreifend daran, den Bodensee zu schützen und gemeinsame Richtlinien umzusetzen.
                        • Moderne Fernerkundung: Das ISF setzt Satelliten- und Drohnentechnik ein, um nicht nur den Bodensee, sondern auch zahlreiche kleinere Seen effizient zu überwachen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
                        • Bodensee Online: Mit diesem digitalen Informationssystem werden täglich aktuelle Modellierungen zu Wind, Strömungen, Wellen und ökologischen Parametern bereitgestellt – ein wichtiges Werkzeug für Forschung, Verwaltung und Öffentlichkeit.
                        • Außerdem sprechen wir über aktuelle Herausforderungen wie invasive Arten, darunter zum Beispiel die Quaggamuschel, den Einfluss des Klimawandels auf die See-Temperaturen und die Bedeutung interdisziplinärer Forschung für den nachhaltigen Gewässerschutz.

                          Hören Sie jetzt rein und erfahren Sie mehr über die spannende Arbeit am und rund um den Bodensee!

                          Die Interviewpartner
                          • Dr. Martin Wessels, stellvertretender Direktor des ISF
                          • Dr. Thomas Wolf, Mitarbeiter wissenschaftlicher Stab des ISF
                          • Der HyWa-Podcast „WasserGespräche“ wird in Koblenz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde produziert.

                            Podcast-Host: Dr. Thomas Lüllwitz
                            Produzent: Dr. Martin Labadz

                            Weitere Informationen

                            Das Institut für Seenforschung in Langenargen (ISF)

                            43 min
                          • Bodenkunde und Landschaftswasserhaushalt
                            Ein Gespräch über die dünne Haut der Erde
                            Folge 10: Bodenkunde & Landschaftswasserhaushalt

                            Der Begriff Boden bezeichnet die gerade mal 30 cm dünne oberste Schicht der Erdkruste. Diese dünne Haut der Erde ist eine faszinierende Schnittstelle, in der sich Wasser, Luft, Gestein sowie Leben begegnen. Böden spielen eine Schlüsselrolle im Wasserkreislauf und sind unverzichtbare Grundlage für Pflanzen, Tiere – und letztlich auch für uns Menschen.

                            Böden nachhaltig entwickeln

                            Am Dresdner Instituts für Bodenkunde und Standortslehre dreht sich alles um die klassische Bodenkunde und den damit verbundenen wissenschaftlichen Arbeiten und Projekten. Zudem steht hier die Erforschung von Bodenprozessen und -funktionen im Mittelpunkt. Dazu gehören unter anderem die Dynamik der organischen Bodensubstanz, die Struktur von Böden und ihr Einfluss auf den Wasser- und Stoffkreislauf – nicht nur im Boden selbst, sondern auch in ganzen Landschaften. Die Erkenntnisse der Forschungsarbeiten leisten einen wichtigen Beitrag dazu, unsere Böden nachhaltig zu gestalten und nutzen.

                            Die Interviewpartner

                            Eine entscheidende Rolle beim Aufbau und der Entwicklung des Dresdner Instituts für Bodenkunde und Standortslehre trug Senior-Professor Karl-Heinz Feger, mit dem sich Podcast-Host Dr. Thomas Lüllwitz in dieser 10. Folge des HyWa-Podcasts WasserGespräche über die Forschungsarbeiten in seinem Institut unterhät und was dazu beitragen, die Böden nachhaltig zu entwickeln.

                            42 min
                          • Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins
                            Zum Wohl des Rheins und aller ihm zufließenden Gewässer
                            Folge 9: Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins

                            Der Rhein ist zwar nicht einer der längsten Flüsse in Europa, aber einer der Wichtigsten, wenn es um den Waren- und Gütertransport geht. Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, kurz IKSR, setzt sich daher für das Wohl dieses vielbefahrenen und vielgenutzten Flusses ein. Hierbei kooperieren die Mitglieder der IKSR – Schweiz, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, die Niederlande und die Europäische Kommission – erfolgreich mit Österreich, Liechtenstein und der belgischen Region Wallonien sowie Italien. Insgesamt neun Staaten bzw. Regionen im Einzugsgebiet des Rheins arbeiten eng zusammen, um die vielfältigen Nutzungs- und Schutzinteressen auszugleichen. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen dabei auf der nachhaltigen Entwicklung des Rheins und seiner Auen und der Erhalt eines guten ökologischen Zustands aller Gewässer im Einzugsgebiet.

                            IKSR als Modell für viele andere Flusseinzugsgebiete

                            Arbeits- und Expertengruppen mit festgelegtem Mandat bearbeiten alle anstehenden Fachfragen, die sich aus der Umsetzung des Übereinkommens zum Schutz des Rheins und aus dem europäischen Recht ergeben. Beschlüsse werden einmal jährlich in der Plenarsitzung gefasst. Die Rhein-Ministerkonferenz fasst Beschlüsse in politisch wichtigen Fragen und legt die Grundlage für kohärente, aufeinander abgestimmte Maßnahmenprogramme. Die Aktivitäten der IKSR hatten in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts Modellcharakter für viele andere Flusseinzugsgebiete.

                            Die Interviewpartner

                            Wie die IKSR arbeitet und welche Ziele sie genau verfolgt, darüber spricht in dieser 9. Folge des HyWa-Podcasts Host Dr. Thomas Lüllwitz am Sitz des internationalen Sekretariats der IKSR in Koblenz mit IKSR-Präsidentin Dr. Miriam Haritz sowie dem Geschäftsführer des Sekretariats, Mark-Daniel Heintz.

                            34 min
                          • Das Schweizer Oeschger-Zentrum für Klimaforschung
                            Studienzentrum zur Langzeitentwicklung und -dynamik des Klimasystems
                            Folge 8: Das Schweizer Oeschger-Zentrum für Klimaforschung

                            Das interdisziplinäre Oeschger-Forschungszentrum in Bern befasst sich mit den Folgen des Klimawandels. An der Schnittstelle von Naturwissenschaften, Wirtschaft und Politikwissenschaften untersucht es mit einer Vielzahl von Methoden und verschiedensten Untersuchungen die Auswirkungen dieses noch nie dagewesenen Wandels auf Menschen und Ökosysteme.

                            Und genau um dieses spannende Thema geht es in dieser 8. Folge des HyWa-Podcasts „WasserGespräche“. Wir tauchen ein in die interessanten Tätigkeitsfelder des interdisziplinären Forschungszentrums in Bern. Dabei geht es sowohl um das im Jahr 2013 gegründete Mobiliar Lab zu den Naturgefahren sowie deren Auswirkungen, die Historie und Entwicklung des Hydrologischen Atlas der Schweiz, aber auch zu den Forschungsfeldern mit der Schnittstelle von Physik, Geographie, Biologie, Chemie, Geschichte, Wirtschaft, Politikwissenschaften und Philosophie, in der sich rund 330 Forscherinnen und Forscher mit den Auswirkungen dieses noch nie dagewesenen Wandels auf Menschen und Ökosysteme befassen.

                            Globale Klimadynamik und Diagnostik

                            Das Oeschger-Zentrum ist im breitgefächerten Feld der Klimawissenschaften klar positioniert. Im Zentrum stehen das Klimasystem und seine Wechselwirkungen mit Gesellschaft und Wirtschaft. Die Forschung trägt zum Themenschwerpunkt „Nachhaltigkeit“ der Universität Bern bei und umfasst vier eng miteinander verknüpfte Kernbereiche:

                            • Die Langzeitentwicklung und -dynamik des Klimasystems
                            • Das Klima der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft
                            • Die Folgen des Klimawandels für wichtige Landökosysteme
                            • Die Folgen des Klimawandels für Wirtschaft und Gesellschaft sowie die Strategien, die es daraus für Adaptation und Mitigation abzuleiten gilt.
                            • Im Oeschger-Zentrum für Klimaforschung werden einerseits Modelle unterschiedlicher Art und Komplexität eingesetzt, andererseits werden Messungen und Rekonstruktionen von wichtigen Klimavariablen, z.B. dem natürlichen und anthropogenen Strahlungsantrieb, durchgeführt.

                              Die Interviewpartner

                              Podcast-Host Dr. Thomas Lüllwitz, Schriftleiter der HyWa, spricht über das Oeschger-Forschungszentrum mit dem Direktor des Zentrums, Prof. Martin Grosjean sowie dem emeritierten Professor Prof. Rolf Weingartner vom Geographischen Institut der Universität Bern. Als international anerkannter und versierter Hydrologe hat er den Grundstein des Hydrologischen Atlas der Schweiz gelegt und tut dies mit seiner Mitarbeit in verschiedenen Forschergruppen weiterhin, um sein Wissen einzubringen.

                              47 min
                            • Ökohydrologie
                              Spannende Wechselwirkungen zwischen der Hydrosphäre und der Biosphäre
                              Folge 7: Ökohydrologie - Spannende Wechselwirkungen zwischen der Hydrosphäre und der Biosphäre

                              Der Bereich der Ökohydrologie befasst sich mit ökohydrologischen Prozessen in terrestrischen sowie in aquatischen Ökosystemen. Und genau um dieses spannende Thema geht es in dieser 7. Folge des HyWa-Podcasts „WasserGespräche“. Wir tauchen ein in die Welt der Wechselwirkungen zwischen der Hydrosphäre und der Biosphäre. Und sprechen über integrierte Feld, Labor- und Modellierungsmethoden sowohl im Forschungsbereich, aber auch in der Lehre.

                              Ökohydrologie umfasst viele Teilbereiche der Hydrologie

                              Das Themenfeld „Ökohydrologie“ befasst sich mit der terrestrischen und aquatischen Ökohydrologie, den Einsatz von stabilen Isotopen und anderen Tracern, eDNA Anwendungen, der kritische Zone: Grundwasser-Boden-Pflanzen-Atmosphäre Interaktionen, Stofftransport, Gewässerqualität, Habitatcharakterisierung, Biodiversität und weiteren Bereichen der Ökologie.

                              In der Forschung zu diesem Themenbereich beschäftigen sich die Wissenschaftler mit dem Monitoring, Skalierung und Modellieren von komplexen Umweltsystemen in stark anthropogen beeinflussten Landschaften. Dabei liegt auch ein Schwerpunkt in der urbanen Hydrologie, dem Wasseraufkommen sowie dessen Verlauf in der Stadt. Es wird dabei untersucht, wie ein klimaresilienter und ökologischer Umbau des urbanen Wasserhaushaltes gelingen kann.

                              Der Wissenschaftsbereich der Ökohydrologie analysiert desgleichen die Struktur, Funktion und Veränderung terrestrischer Ökosysteme nutzen in der Beobachtung von Pflanzengesellschaften, Vegetationsräumen sowie auch den sie umgebenden Boden im Ergebnisse in der integrativen landschaftsökologischen Analyse zu erhalten.

                              Die Interviewpartnerin

                              Podcast-Host Dr. Thomas Lüllwitz, Schriftleiter der HyWa, spricht über das Thema Ökohydrologie mit Prof. Dr. Nicola Fohrer vom Institut für Natur- und Ressourcenschutz, Abteilung für Hydrologie und Wasserwirtschaft der Universität Kiel. Als versierte Hydrologin hat Prof. Fohrer den Begriff „Ökohydrologie“ schon vor Jahren durch ihre Forschungs- und auch Lehrarbeiten geprägt und tut dies immer noch.

                              20 min

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                            Hier trifft sich die HyWa-Redaktion einmal im Quartal mit Fachleuten und Experten aus dem gesamten Bereich der Gewässerkunde und Hydrologie, aber auch aus den Bereichen Limnologie & Grundwasser,…