In dieser Folge mit Michael Schwienbacher tauchen wir ein in die Welt der „Ecosystem-Ökonomie“ – einer neuen Form des Wirtschaftens, die auf Symbiose, Regionalität und Kreislaufwirtschaft basiert. Woker Schwachsinn? Könnte man meinen. Ist es aber nicht, wie Michael beweist.
Als mehrfacher Gründer und Unternehmer mit einer bewegten Vergangenheit, erzählt er von seinem Weg vom „Turbokapitalismus“ zur nachhaltigen, wertebasierten Wirtschaft – und wie er mit sym:beyond economy und dem Beyond Economy Movement heute Unternehmen dabei hilft, resilient, profitabel und zukunftsfähig zu werden – ohne auf People und Planet zu verzichten. Wie das geht, zeigt u.a. das be-yond economy Festival, ein Treffpunkt für KMUs, Start-ups, Investoren, Universitäten und Politik.
Hier kommen die wichtigesten Themen & Insights in der Kurzzusammenfassung:
1. SYM – Ecosystem Development & Operations
SYM ist keine klassische Firma, sondern ein „Ecosystem“, das aus vielen kleinen und mittleren Unternehmen besteht, die gemeinsam wirtschaften.Beispiel: Symtronics – ein Netzwerk von 20 Elektronikunternehmen, die gemeinsam einkaufen, verkaufen und Innovationen entwickeln.SYM stellt die Plattform, das Projektmanagement und die Vertriebsinfrastruktur bereit – die Mitgliedsunternehmen profitieren von Skaleneffekten, ohne ihre Unabhängigkeit aufzugeben.2. Profit First – aber im Sinne von People & Planet
„Wir sagen: Profit first – aber unsere Geschäftsmodelle sind immer im Sinne von Planet und People.“Kreislaufwirtschaft ist kein „Nice-to-have“, sondern ein zentraler Bestandteil der Wertschöpfung.Ziel: regionale Arbeitsplätze sichern, Abhängigkeit von Rohstoffimporten reduzieren, Lieferketten resilienter machen.3. Der Wendepunkt: Scheitern als Chance
Michael erzählt von seinem Unternehmenskollaps 2013 – 400 Mitarbeitende, mehrere Gesellschaften, Insolvenz.Die Lehre: Ego, Wachstumswahn, Intransparenz und Machtstreben führen zum Scheitern.Danach: „Wenn ich nochmal scheitere, will ich wenigstens etwas hinterlassen, das den Menschen dient.“4. Ecosystems als Naturvorbild
Inspiration: Der Wald – Vielfalt, Symbiose, Resilienz.Monokulturen (wie große Konzerne) sind anfällig – Ecosystems sind widerstandsfähig.„Wenn ein Baum im Wald fällt, wächst der Wald weiter. Bei Monokulturen bricht alles zusammen.“5. Beyond Economy Movement
Plattform für KMUs, Start-ups, Investoren, Universitäten und Politik.Themen: KI, Datenökonomie, Regulatorik, Kreislaufwirtschaft.Ziel: Gemeinsam die Wirtschaft der Zukunft gestalten – profitabel, nachhaltig, menschlich.6. KI als Treiber der Effizienz
Beispiel: Ein Geschäftsführer entwickelt in 10 Tagen eine KI-gestützte Due-Diligence-Software – statt 50 Mann-Tagen.„KI ist kein Jobkiller – sie ermöglicht neue Freiheiten: Teilzeit, Selbstständigkeit, Fokus auf das Wesentliche.“7. Die Herausforderung: Mindset-Transformation
Nicht jeder ist bereit, Daten zu teilen oder mit anderen zusammenzuarbeiten.SYM arbeitet mit „7 Stufen des Ecosystem-Mindsets“ – von „Ich will meine Kunden nicht verlieren“ bis „Ich teile Wissen und profitiere davon“.Wichtig: Die Sprache muss passen – ob AMG-Fahrer oder Nachfolgerin aus dem elterlichen Betrieb.8. Politik & Gesellschaft: Die große Aufklärung
„Die Mehrheit will billiges Essen, billige Lieferung, billige Produkte – und das treibt das System.“Lösung: Aufklärung – in Schulen, Vereinen, Medien.„Wir brauchen eine Kultur des bewussten Konsums, der Investition, der Verantwortung.“Politik muss handeln: Steuerreformen, qualifizierte Migration, Förderung von Unternehmertum.Und ich empfehle Dir auch sehr den be-yond economy Podcast
Viel Spaß beim Hören und inspirieren lassen!
Der Beitrag #203 Ecosystem-Ökonomie als Zukunft der Wirtschaft – denn Wirtschaft ist für die Menschen da, nicht umgekehrt erschien zuerst auf HZaborowski.