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Generationsübergreifendes Schweigen Sprachlosigkeit, Verdrängen und weiblicher Widerstand sind zentral im Schreiben von Elisabeth Reichart. So auch in der Neuauflage ihres 1988 erschienen Romanes: „Komm über den See“, der nach all den Jahren nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. IElisabeth Reichart, geboren 1953 im oberösterreichischen Steyregg, studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Salzburg. In ihrer Dissertation befasste sie sich 1983 mit dem kommunistischen Widerstand im Salzkammergut. Seit 1982 lebt und arbeitet Elisabeth Reichart als freie Autorin in Wien. m Gespräch mit Renata Schmidtkunz erzählt Elisabeth Reichart, wie sich Erinnerungskultur verändert, wie Kinder und Enkel der verstorbenen Zeitzeugen deren Aufgabe übernehmen und wie Literatur diese Lücke füllen kann. Eine Eigenproduktion von Ö1, gesendet am 17.7.2025 in den Sommerreprisen.
2025 jährt sich der Geburtstag des österreichischen Dichters und Schriftstellers Ernst Jandl zum 100. Mal. Jandl wurde am 1. August 1925 in Wien geboren. Er studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Wien, promovierte und unterrichtete als Deutschprofessor an einem Gymnasium. Ab den frühen 1950er-Jahren veröffentlichte Jandl Gedichte, Hörspiele, Essays und Übersetzungen, darunter Werke der englischsprachigen Lyrik, etwa von Gertrude Stein.Jandl trat auch als Sprecher seiner eigenen Texte auf, oft in Zusammenarbeit mit der Schriftstellerin Friederike Mayröcker, mit der er in einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft lebte.
Für sein literarisches Werk erhielt Ernst Jandl zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1984 den Georg-Büchner-Preis und 1990 den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur. Er starb am 9. Juni 2000 in Wien. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 1.8.2025.
Friederike Mayröcker, Trägerin des großen Staatspreises für Literatur, ausgezeichnet mit dem Trakl-Preis, dem Wildgans-Preis, der Roswitha-Gedenkmedaille und anderen Ehrungen für ihr „in 40 Jahren unbeirrbarer Kontinuität aus Traummaterial, Traumarbeit und Erinnerungsresten der Kindheit hergestelltes poetisches Gesamtwerk. Sie sei, sagt Sigrid Löffler, Österreichs radikalste Dichterin. Eine „unentwegte Avantgardistin“ wurde Friedericke Mayröcker genannt. „Zum Material kann eigentlich alles werden." Mayröcker, geboren 1924 in Wien, schrieb ihre ersten Texte 1939. Leben konnte sie davon lange nicht. Bis zu ihrer dauerhaften Karenzierung im Jahr 1969 arbeitete sie als Lehrerin – so wie auch ihr Lebensgefährte, der 1925 geborene Ernst Jandl. Zum hundertsten Geburtstag von Ernst Jandl wiederholen wir ein Gespräch, das Peter Huemer im Dezember 1988 mit der im Jahr 2021 verstorbenen Dichterin geführt hat. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 31.7.2025.
Am 16. Juni 2025 ist der legendäre ehemalige Burgtheater-Chef Claus Peymann gestorben. Aus diesem Grund wiederholen wir ein Gespräch, das Renata Schmidtkunz am 10. Oktober 2021 mit Peymann im Rahmen einer Matinée im Theater an der Josefstadt in Wien geführt hatte.
Peymann inszenierte damals auf Einladung des Josefstadt-Direktors und freute sich, wieder in Wien arbeiten zu können.
Hören Sie ein wunderbares, witziges, sehr politisches und bezüglich der Strahlkraft des Theaters leidenschaftliches und humorvolles Gespräch.
Eine Eigenproduktion von Ö1, Erstausstrahlung 10. Oktober 2021, wiederholung am 17.7.2025.
1961 geboren, wuchs Christina Zurbrügg im Kiental, im Schweizerischen Berner Oberland auf. Nach der Matura entdeckte sie - während eines einjährigen Aufenthaltes in Chile - ihre Liebe zur spanischen Sprache. In Wien studierte sie Schauspiel und klassischen Gesang und widmete dem Werk des spanischen Dichters Federico García Lorca ihre ersten Musiktheaterproduktionen. Mit ihrer Musikgruppe Café de Chinitas sang sie Lieder aus der Volksmusiksammlung des großen Dichters. Fremdes und Eigenes, Archaisches und Urbanes, Tradition und Moderne sind keine Gegensätze mehr - für Christina Zurbrügg werden sie Teil der künstlerischen Identität. Auf die Spur derselben begibt sich ihr sehr unterhaltsamer Film "Halbzeit". In ihrem letzten Film "Wundersames Kiental", der mehrere Auszeichnungen auf internationalen Filmfestivals erhalten hat, verarbeitet sie historisches Filmmaterial zu einem großartigen Portrait der Heimat. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am
Ann-Marlene Henning, geboren 1964 im dänischen Viborg, hat Expertise in vielen Berufsfeldern: Von der Studentin der Rechtswissenschaften an der Universität Aarhus in Dänemark zur Buchhalterin in einer Hamburger Bank, zum Model, zur Studentin der Neuropsychologie an der Universität Hamburg, um schließlich ihren letzten Ausbildungsschritt zu nehmen: den zur Sexologin und Paartherapeutin. Nach fast 40 Jahren in Deutschland zog Henning wieder nach Dänemark, wo sie mit Mann und Hund wohnt. Bekannt wurde Henning, als sie 2012 ihr Buch "Make Love - Ein Aufklärungsbuch" veröffentlichte. Darin schreibt sie, dass erfüllender Sex immer sowohl eine genitale wie auch eine emotionale Komponente habe. Die FAZ lobte den "Anspruch einer achtsamen Erkundung der Sexualität." Ann-Marlene Henning schreibt Bücher, berät Paare und Singles und hält Vorträge über Liebe und Sexualität. Ann-Marlene Henning hat auch einen Podcast mit dem Titel: "Ach komm! Eigenproduktion des ORF, zuletzt gesendet am 5.7.2024.
Im Rahmen unserer Sommerreprisen wiederholen wir ein Gespräch, das Renata Schmidtkunz im Oktober 2024 mit der Schriftstellerin Marlene Streeruwitz geführt hat. Menschliche Beziehungen, die von Vertrauen geprägt sind, fühlen sich gut an. Misstrauen hingehen verunsichert - was oder wem kann man glauben oder nicht? In einer Zeit, in der oft von Verschwörungstheorien und Fake-News die Rede ist, schwindet das Vertrauen in Medien, Politik und Wissenschaft. Misstrauen kann aber auch als konstruktive Intervention verstanden werden. Sie erlaubt es, kritische Fragen zu stellen. Marlene Streeruwitz setzte sich in ihrer Festrede bei GLOBART, den Tagen der Transformation, die im Oktober 2024 im Stift Melk stattgefunden haben, mit dem Phänomen "Misstrauen" auseinander. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz spricht sie über die "ungleichen Geschwister" Vertrauen und Misstrauen und inwiefern letzteres Werkzeug einer lebendigen Demokratie sein kann. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 4.7.25.
Im Rahmen unserer Sommerreprisen wiederholen wir ein Gespräch, das Renata Schmidtkunz im Jänner 2025 mit dem Menschenrechtsanwalt Wolfgang Kaleck geführt hat. Als anwaltlicher Verteidiger des US-amerikanischen Whistleblowers Edward Snowden wurde Kaleck 2014 bekannt. 2007 gründete er mit anderen die in Berlin ansässige gemeinnützige und unabhängige Menschenrechtsorganisation „European Center for Constitutional and Human Rights.“ Was Kaleck auszeichnet ist seine transnationale Prozessführung über Europa hinaus. Für seine Arbeit als Menschenrechtsanwalt wurde er mehrfach ausgezeichnet, Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz beschreibt Wolfgang Kaleck den rechtlichen Aspekt der Verteidigung der Menschenrechte und was es braucht, um sie in einer globalen Welt auch global durchzusetzen. Eigenproduktion des ORF, gesendet am 3.7.2025.
Der deutsche Philosoph und Autor Wolfram Eilenberger beschäftigt sich in seinen drei zuletzt erschienen Büchern mit dem Leben und Wirken bedeutender Philosophinnen und Philosophen. Es geht um Strömungen der Philosophie, die bis in unsere Zeit hereinreichen. "Geister der Gegenwart", erschienen 2024, verbindet die Leben und das jeweilige Werk von Theodor Wiesengrund Adorno & Max Horkheimer, Susan Sontag, Michel Foucault und Paul Feyerabend. Wolfram Eilenberger wurde 1972 in Freiburg im Breisgau geboren. Er studierte Philosophie, Psychologie und Romanistik in Heidelberg, Turku und Zürich. Von 2011 bis 2017 war er Gründungschefredakteur des "Philosophie-Magazins" In Kooperation mit den Fresacher Toleranzgesprächen spricht Renata Schmidtkunz mit Eilenberger über die philosophische Erbschaft dieser Denker und reflektiert, warum eine Auseinandersetzung mit den "Geistern der Gegenwart" besonders in unserer Zeit wichtig ist. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet auf Ö1 am 27.6.2025.
Am 14. Juni ist die Buchautorin, Filmemacherin, Theaterdirektorin außer Dienst und Schauspielerin Topsy Küppers gestorben. Geboren wurde Topsy Küppers 1931 in Aachen. Ihr Traum: die Schauspielerei. Erste Engagements erhielt sie an den Münchener Kammerspielen, am Staatsschauspiel München und beim neuen deutschen Kinofilm der 1950er. 1958 heiratet sie den aus Wien stammenden Komponisten und Kabarettisten Georg Kreisler, die Ehe wurde nach 17 Jahren geschieden. 1976 gründet Küppers ein eigenes Theater in Wien: die FREIE BÜHNE WIEDEN. 25 Jahren lang hält sie erfolgreich die Stellung, die "Prinzipalin" wird "Urwienerin", die Kabarett-Programme schreibt sie größtenteils selbst, jüdische Themen und die Wiederaufführung exilierter Schriftsteller sind ihr ein Herzensanliegen. Daneben macht sie Filme, tritt als Diseuse auf, arbeitet fürs Fernsehen, schreibt Bücher. Bis zum Schluss schrieb und arbeitete sie. Ein Gespräch aus dem Februar 2015. Eine Eigenproduktion des ORF, wiederholt am 20.6.
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