Im Gespräch
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Im Gespräch episodes

  • Katrin Vohland über das NHM

    Das Naturhistorisches Museum Wien ist eines der größten Naturmuseen der Welt. Von Mineralien über Fossilien, Pflanzen, Tiere, menschliche Knochen und Kulturgegenständen beherbergt das Haus mehrere Millionen Sammlungsobjekte. Manche davon waren im Lauf der Zeit ebenso umstritten wie ihre Präsentation, man denke zum Beispiel nur an die Reihen von Totenschädeln aus verschiedensten Weltgegenden. Vor fünfeinhalb Jahren hat die Biologin Katrin Vohland ihre Stelle als wissenschaftliche Geschäftsführerin und Generaldirektorin des Naturhistorischen Museum in Wien angetreten. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer erzählt Katrin Vohland von den Besonderheiten des Naturhistorischen Museums, das von Anfang an als Evolutionsmuseum angelegt wurde, von gutem Sammeln und bösem Sammeln und von Überlegungen zu einer zeitgemäßen Darstellung der Objekte.

    52 min
  • Edit Schlaffer, Soziologin und Gründerin "Frauen ohne Grenzen"

    Für die Soziologin und Psychoanalytikerin Edit Schlaffer ist sozialwissenschaftliche Forschung kein Selbstzweck, sondern Grundlage und Werkzeug für gesellschaftliche Veränderung. Zwischen 1980 und 2001 leitete sie eine Vielzahl von Studien, die u.a. zur Errichtung der ersten Frauenhäuser führten. Unter dem Eindruck der Terroranschläge in New York im September 2001 gründete sie die Organisation „Frauen ohne Grenzen“, um das Selbstvertrauen von Frauen in marginalisierten Gemeinschaften zu stärken, weiblichen Widerstand gegenüber patriarchaler Bevormundung – wie etwa in Afghanistan – zu unterstützen und politischer, bzw. religiöser Radikalisierung vorzubeugen. Nicht Auseinanderdividieren und Gewalt sind für sie Antworten auf zusehends schwierige gesellschaftliche Verhältnisse, sondern: „Liebe“ – so Edit Schlaffer im Gespräch mit Andreas Obrecht – „Liebe ist eine fantastische Währung. Denn Liebe trennt nicht, sie verbindet immer!“

    52 min
  • Didier Queloz - Originalversion

    Die Faszination für die unendlichen Weiten des Alls hat bei ihm schon früh begonnen. Vor 30 Jahren ist es dem damals jungen Schweizer Didier Queloz als Erstem gelungen, einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachzuweisen. Das war eine Revolution, für die der Astrophysiker 2019 den Nobelpreis erhalten hat. 2012 initiierte Didier Queloz die erste Weltraummission der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA mit dem Namen CHEOPS. Bei dieser Mission arbeitet auch ein österreichisches Forschungsinstitut mit, und so war Didier Queloz vor kurzem zu Gast in Graz. Dort hat Birgit Dalheimer ihn zum Gespräch getroffen, über ferne Planeten, die Leiden junger Physiker, die fragliche Sinnhaftigkeit der Suche nach dem Planeten B und die Möglichkeit von Leben im All. Foto: APA-Images / Keystone / MARTIAL TREZZINI

    1 hr 19 min
  • Renata Schmidtkunz, ehemalige "Im Gespräch"-Gastgeberin

    Nach 26 erfolgreichen Jahren "Im Gespräch" verlässt Renata Schmidtkunz den ORF und macht sich auf zu neuen Ufern. Ihr erstes Gespräch führte sie mit dem Weltschauspieler Peter Ustinov. Das war im März 1999. Peter Huemer leitete damals die legendäre Ö1 Sendereihe "Im Gespräch". Seither lud sich die Fernsehredakteurin, Filmemacherin und "Club 2"-Moderatorin monatlich Gäste aus allen Bereichen der Gesellschaft ein: Nobelpreisträger Anton Zeilinger oder eine Kärntner Bergbäuerin, den Unterhaltungsstar Thomas Gottschalk oder die UNO-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte Francesca Albanese. In ihren Sendungen wurde gelacht und geweint, laut gedacht und Posaune gespielt. Im ORF RadioKulturhaus wechselte Renata Schmidtkunz am 14. Oktober die Seiten. Andreas Obrecht sprach mit ihr und weiteren Gästen ü

    52 min
  • Cornelia Richter, Theologin und evangelische Bischöfin in spe

    Ab 1. Jänner 2026 steht Cornelia Richter als erste Frau an der Spitze der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich. Die 54-jährige Theologieprofessorin folgt dem langjährigen Bischof Michael Chalupka nach. Cornelia Richter, geboren 1970 in Bad Ischl und aufgewachsen in Bad Goisern, stammt aus einer evangelischen Pfarrersfamilie. Sie studierte evangelische Theologie und Philosophie in Wien und München. Nach verschiedenen wissenschaftlichen Stationen promovierte sie 2002 an der Universität Marburg summa cum laude. 2010 habilitierte sie sich in Marburg. Von 2012 bis 2020 war sie Professorin für Systematische Theologie und Hermeneutik an der Universität Bonn. Von 2020 bis 2024 war sie Dekanin der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Bonn. Ab 2024 war sie als erste Frau in dieser Position Vorsitzende des Senats der Universität Bonn. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz erklärt sie, warum Kirche Zukunft hat.

    53 min
  • Shoura Hashemi, Geschäftsführerin Amnesty International Austria

    Seit August 2023 ist Shoura Hashemi Geschäftsführerin der Menschenrechtsorganisation Amnesty International Österreich. Geboren wurde sie 1982 in Mashad im Iran. Ihre Eltern gehörten zu der Generation iranischer Studierenden, die vom Schah-Regime und Revolution von 1979 bedroht wurden. So gingen sie in den Untergrund, wo 1982 ihre erste Tochter Shoura zur Welt kam. 1988, die zweite Tochter Shifthe war zwei Jahre alt, flüchtete die Familie nach Österreich. Shoura Hashemi studierte Jus und absolvierte die Diplomatische Akademie in Wien. 15 Jahre arbeitete sie im diplomatischen Dienst des Außenministeriums. Im Zuge der Protestbewegung "Frau, Leben, Freiheit" informierte sie in ihrer Freizeit, die österreichische Öffentlichkeit via Social Media. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz erzählt sie, warum sie das Außenministerium verlassen hat und Geschäftsführerin von Amnesty International Österreich wurde und was seither geschah. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet auf Ö1 am 24.10.2025.

    53 min
  • Iin memoriam Daniela Hammer-Tugendhat, Kunsthistorikerin

    Am 17. September starb in Wien die Kunsthistorikerin Daniela Hammer-Tugendhat. Aus diesem Grund wiederholen wir ein Gespräch, das Renata Schmidtkunz im Februar 2016 mit Hammer-Tugendhat geführt hat. Geboren wurde sie am 2. August 1946 in Caracas/Venezuela als fünftes Kind ihrer Eltern Fritz und Grete Tugendhat. Bevor sie 1938 vor dem NS-Regime flüchteten, gaben die beiden beim bereits berühmten Architekten Mies van der Rohe den Bau eines Hauses in Auftrag das 1930 fertiggestellt wurde und bis heute als Meilenstein der Moderne gilt: die Villa Tugendhat in Brünn. Nach der Rückkehr nach Europa studierte Daniela Tugendhat Kunstgeschichte und Archäologie an den Universitäten Bern und Wien. Von 1998 bis Juni 2012 war sie außerordentliche Professorin an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Eine Eigenproduktion des ORF, wiederholt am 17.10.2025.

    53 min
  • Didi Drobna, Autorin

    „Ostblockherz“ – so heisst das jüngste Buch der aus Bratislava stammenden österreichischen Schriftstellerin Didi Drobna. Sie wurde 1988 in Bratislava geboren, seit 1993 die Hauptstadt und größte Stadt der Slowakischen Republik und nur 80 km von Wien entfernt. Zwischen diesen 80 km lagen bis 1989/90 Welten. Und diese Welten wollten Didi Drobnas Eltern überwinden. Sie eine Absolventin und Lehrerin an der Wirtschaftsuniversität, er ein Flugzeug-Ingenieur. Sie verliessen ihre Heimat, um in Wien, in Österreich eine bessere Zukunft zu finden. Auch wenn der Vater kaum Arbeit fand und die Mutter sich durchkämpfen musste. Didi war drei als sie nach Österreich kam – ohne deutsche Sprache, ohne Großeltern, Cousinen und Cousins. Sie lernte schnell Deutsch und fing im Alter von Sieben Jahren an zu schreiben. Ostblockherz ist ihr vierter Roman und der erste über sich und ihre Integrationsgeschichte. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet auf Ö1 am 9.10.2025.

    53 min
  • Samuel Koch, Schauspieler und Autor

    Samuel Koch, Schauspieler, Autor, Redner, Jahrgang 1987, begann bereits mit sechs Jahren als Kunstturner und turnte 17 Jahre lang bei unzähligen Wettkämpfen. Er studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Seit einem Unfall 2010 bei einer "Wetten, dass"-TV Show ist er vom Hals abwärts querschnittsgelähmt (Tetraplegiker), beendete dennoch sein Studium mit Diplomabschluss im Juli 2014. Samuel Koch hatte eine Serienrolle bei "Sturm der Liebe" und Nebenrolle im Kinofilm "Honig im Kopf". Koch war bei den diesjährigen Globart-"Tagen der Transformation" in Stift Melk eingeladen und hat dort Peter Turrinis Stück "Endlich Schluss" auf der Bühne gespielt. Im Gespräch mit Johannes Kaup beschreibt er, wie Achtung im Sinne von Selbstachtung gelingen kann. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet auf Ö1 am 26.09.2025.

    53 min

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