Im Gespräch
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Im Gespräch episodes

  • Barbara Coudenhove-Kalergi - Langversion

    Als Barbara Margarete Sophie Marie Mitsu Gräfin Coudenhove-Kalergi wurde sie 1932 in Prag in eine deutschsprachige Adelsfamilie geboren. Bei Kriegsende wird mit ihrer Familie vertrieben. Später in Wien wird Barbara Coudenhove-Kalergi Journalistin. Sie heiratet einen prominenten Kommunisten, ist bei der Arbeiterzeitung die „Rote Gräfin“ und wird beim ORF zur berühmten Reporterin: Aus Polen berichtet sie vom Aufstand der Solidarnosc, aus Berlin vom Fall der Mauer und über die „Samtene Revolution“ in ihrer Heimatstadt Prag, in die sie 1991 als ORF-Korrespondentin zurückkehrt. Heute ist Barbara Coudenhove-Kalergi 94 und überblickt nahezu ein Jahrhundert europäische Geschichte. Sie hat einen Weltkrieg, Vertreibung, Diktaturen und Revolutionen erlebt – und zuletzt eine Krise der liberalen Demokratie. „Wir leben in finsteren Zeiten“, sagt sie im Gespräch mit Armin Wolf: „Aber es gibt eine Sehnsucht nach anständigen Menschen.“

    1 hr 10 min
  • Ronya Othmann, Schriftstellerin und Journalistin

    Ronya Othmann ist Schriftstellerin, Lyrikerin und Journalistin, geboren 1993 in München, ihre Mutter ist Deutsche, ihr Vater ein einstmals staatenloser jesidischer Kurde, der 1980 aus Syrien floh. In ihrer Kindheit und Jugend reiste Ronya Othmann häufig zur Familie des Vaters in ein jesidisches Dorf im Nordosten Syriens. Mit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs 2011 endeten diese Reisen. Kurz nachdem Bachar al Assad Ende 2024 gestürzt worden war, reiste Ronya Othmann Anfang 2025 mit ihrem Vater nach Syrien. Ihre Beobachtungen und Erfahrungen beschreibt sie in dem Buch "Rückkehr nach Syrien. Eine Reise durch ein ungewisses Land."Im Gespräch mit Birgit Dalheimer spricht Ronya Othmann über ihre Erfahrungen in Syrien und ihre Einschätzung der Situation im Land etwas über ein Jahr nach dem Sturz Assads.

    54 min
  • Peter Strasser, Philosoph

    “Warum dieses hartnäckige, unausrottbare Weltvertrauen über alle Lebensfeindlichkeit, alles Böse, alles Leiden hinweg?“ Diese Frage ist das zentrale Anliegen des Philosophen Peter Strasser. Als Kind hieß es in seinem familiären Umfeld oft: “Der Bub hat ungesunde Gedanken, der Bub beschäftigt sich mit komischen Fragen …“. Heute meint Peter Strasser, dass das Gefühl der Fremdheit in der Welt, das ihn auch philosophisch inspiriert, mit frühen Kindheitserlebnissen zu tun hat. Seit seiner Emeritierung als Professor am Institut für Rechtsphilosophie, -soziologie und -informatik an der Uni Graz im Jahr 2015 schreibt Peter Strasser ein Buch nach dem anderen, immer geht es um zentrale metaphysische Konzepte und Begriffe: Seele, Ganzheit, Ewigkeit, Sinn, Existenz, Apokalypse etc.. „Die Philosophie hat eine gesellschaftliche Verantwortung“ erklärt Peter Strasser im Gespräch mit Andreas Obrecht: Denn als Philosoph ist es Pflicht, das Böse, egal in welcher Erscheinung, gezielt zu bekämpfen!

    54 min
  • Helga Nowotny - Langversion

    Wissenschaft ist getragen von der Freude am Spiel mit der Ungewissheit, die dazu verleitet, sich auf noch unbekanntes Terrain zu wagen. Und: Wissenschaft ist ein zutiefst gesellschaftlich geprägtes Unterfangen. Davon hat sich Helga Nowotny, Jahrgang 1937, schon früh ein Bild gemacht. Nach einem abgeschlossenen Jusstudium in Wien hat sie zur Soziologie gewechselt und sich der Erforschung der Wissenschaft gewidmet: Sie war u.a. Professorin an der Universität Wien und ab 1995 an der ETH Zürich, wo sie den Lehrstuhl für Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsforschung leitete. Anfang der Nuller-Jahre war sie maßgeblich an der Entstehung des Europäischen Forschungsrates beteiligt, dessen Präsidentin sie von 2010-13 war. Heute ist sie unter anderem Ehrensenatorin der Universität Wien. „Zukunft braucht Weisheit“ titelt Helga Nowotnys jüngstes Buch. Birgit Dalheimer hat mir ihr über Zukunft, Götter, Weisheit, Wissenschaft, Künstliche Intelligenz und glückliche Zufälle gesprochen.

    1 hr 16 min
  • Helga Nowotny, Wissenschaftsforscherin

    Wissenschaft ist getragen von der Freude am Spiel mit der Ungewissheit, die dazu verleitet, sich auf noch unbekanntes Terrain zu wagen. Und: Wissenschaft ist ein zutiefst gesellschaftlich geprägtes Unterfangen. Davon hat sich Helga Nowotny, Jahrgang 1937, schon früh ein Bild gemacht. Nach einem abgeschlossenen Jusstudium in Wien hat sie zur Soziologie gewechselt und sich der Erforschung der Wissenschaft gewidmet: Sie war u.a. Professorin an der Universität Wien und ab 1995 an der ETH Zürich, wo sie den Lehrstuhl für Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsforschung leitete. Anfang der Nuller-Jahre war sie maßgeblich an der Entstehung des Europäischen Forschungsrates beteiligt, dessen Präsidentin sie von 2010-13 war. Heute ist sie unter anderem Ehrensenatorin der Universität Wien. „Zukunft braucht Weisheit“ titelt Helga Nowotnys jüngstes Buch. Birgit Dalheimer hat mir ihr über Zukunft, Götter, Weisheit, Wissenschaft, Künstliche Intelligenz und glückliche Zufälle gesprochen.

    54 min
  • Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, Soziologen

    Armin Wolf im Gespräch mit dem Soziologenpaar Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey: „Die Demokratie befindet sich in einer der tiefsten Krisen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs“, schreiben die beiden deutschen Soziologen von der Universität Basel in ihrem jüngsten Buch. Seit Jahren suchen sie die Ursachen für diese Krise. Gefunden haben sie Menschen, die enttäuscht, aber auch sehr wütend sind. Weil sie das Gefühl haben, es wäre früher alles besser gewesen, sie bekämen nicht, was ihnen zusteht, sie würden bevormundet und von der Politik nicht gehört. Amlinger und Nachtwey haben das in großen Umfragen erforscht und in Tiefeninterviews, 2025 erschien ihr Buch „Zerstörungslust“. Die beiden beschreiben darin, warum immer mehr Menschen unser liberales demokratisches System zerstören wollen – im Namen einer angeblich „wahren“ Demokratie. Und warum immer mehr Menschen von Politikern wie Donald Trump fasziniert sind – nicht trotz seiner offenen Aggressivität, sondern gerade wegen ihr.

    54 min
  • Katharina Zweig - Langversion

    Große Sprachmodelle in Form von ChatGPT, Perplexity oder Gemini geben Menschen das Gefühl, sie könnten mit Computern sprechen, würden verstanden. Die Informatikerin Katharina Zweig setzt sich seit einem Jahrzehnt verstärkt dafür ein, künstliche Intelligenz und ihre Anwendungen einer breiteren Öffentlichkeit zu erklären. Sie regt grundsätzliche Diskussionen darüber an, was wir eigentlich meinen, wenn wir von "künstlicher Intelligenz" sprechen, was es bedeuten könnte, von einem Computer "verstanden" zu werden, wie wir die Fähigkeiten der Maschinen sinnvoll nutzen können. Sie ist Informatik-Professorin an der TU Kaiserslautern, wo sie 2012 den damals einzigartigen Lehrgang Sozioinformatik einführte mit dem Ziel, die Auswirkung der Digitalisierung auf Individuum, Organisation und Gesellschaft zu untersuchen. Vergangenen Herbst erschien ihr jüngstes Buch mit dem Titel "Weiß die KI, dass Sie nichts weiß". Birgit Dalheimer hat sie zum Gespräch getroffen.

    1 hr 11 min
  • Katharina Zweig, Sozioinformatikerin

    Große Sprachmodelle in Form von ChatGPT, Perplexity oder Gemini geben Menschen das Gefühl, sie könnten mit Computern sprechen, würden verstanden. Die Informatikerin Katharina Zweig setzt sich seit einem Jahrzehnt verstärkt dafür ein, künstliche Intelligenz und ihre Anwendungen einer breiteren Öffentlichkeit zu erklären. Sie regt grundsätzliche Diskussionen darüber an, was wir eigentlich meinen, wenn wir von "künstlicher Intelligenz" sprechen, was es bedeuten könnte, von einem Computer "verstanden" zu werden, wie wir die Fähigkeiten der Maschinen sinnvoll nutzen können. Sie ist Informatik-Professorin an der TU Kaiserslautern, wo sie 2012 den damals einzigartigen Lehrgang Sozioinformatik einführte mit dem Ziel, die Auswirkung der Digitalisierung auf Individuum, Organisation und Gesellschaft zu untersuchen. Vergangenen Herbst erschien ihr jüngstes Buch mit dem Titel "Weiß die KI, dass Sie nichts weiß". Birgit Dalheimer hat sie zum Gespräch getroffen.

    52 min
  • Thomas Schäfer-Elmayer, Benimm-Papst

    Thomas Schäfer-Elmayer, Inhaber der Tanzschule Elmayer in Wien, ist eine österreichische Institution. 1946 geboren und zunächst erfolgreicher Industriemanager, übernahm der studierte Ökonom Mitte der 1980er-Jahre die renommierte Tanzschule Elmayer in der Wiener Innenstadt. Seit Jahrzehnten unterweist Thomas Schäfer-Elmayer Elevinnen und Eleven nun schon in der Kunst des Linkswalzers und des formvollendeten Handkusses. Viele Jahre lang zeichnete er für die Eröffnungs-Choreographie des Wiener Opernballs verantwortlich. Und auch die Eröffnung des „Life-Ball“ vor dem Wiener Rathaus lag viele Jahre in seinen Händen. Thomas Schäfer-Elmayer ist auch so etwas wie Österreichs Benimm-Papst. Er hält Seminare zum Thema „Etikette“ ab und hat mehrere Ratgeber zum Thema „Gutes Benehmen“ publiziert. Am 4. Februar feiert Thomas Schäfer-Elmayer seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass wiederholen wir ein Gespräch, das Günter Kaindlstorfer im Dezember 2014 mit ihm geführt hat.

    52 min
  • Christian Rakos, Physiker

    Im Dezember 1984 nahm der damals 25-jährige Physiker Christian Rakos an der Besetzung der Stopfenreuther Au teil, die erfolgreich den Bau des Donaukraftwerks Hainburg verhinderte. Seit damals lässt ihn die Frage nicht mehr los, wie der steigende Energiebedarf der Menschen umwelt- und klimaschonend gedeckt werden kann. Der promovierte Physiker und Experte für Bioenergie ist seit 2020 Präsident der World Bioenergy Association mit Sitz in Stockholm. Er berät Regierungen, Unternehmen, politische Entscheidungsträger, Verbände und Nichtregierungsorganisationen wie die Energiewende in Richtung Dekarbonisierung voranzutreiben wäre. Christian Rakos ist auf allen Kontinenten unterwegs, wobei er große Chancen vor allem in China, in Indien und auch im subsaharischen Afrika sieht. Andreas Obrecht spricht mit ihm über seine Projekte, davon, wie er trotz verfehlter Klimaziele zuversichtlich bleibt und über Klimapolitik.

    52 min

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