Am 16. April wird in der Türkei per Volksabstimmung über eine neue Verfassung entschieden, die dem amtierenden Präsidenten Erdogan deutlich mehr Rechte geben soll. Auch in Deutschland können sich fast anderthalb Millionen türkische Staatsbürger an diesem Referendum beteiligen - und zwar bis zum 9. April. Einer der sich klar für ein NEIN zu den Verfassungsplänen Erdogans ausspricht, ist Imran Ayata. Er kam 1969 in Ulm als Sohn so genannter Gastarbeiter zur Welt, lebt heute in Berlin und ist Teilhaber einer Werbeagentur. Vor fast 20 Jahren hat Imran Ayata die Gruppe Kanak Attack mit gegründet, die den Kindern der Einwanderer eine starke Stimme geben wollte. Heute erhebt Ayata seine Stimme auch als Schriftsteller. Was bedeutet der Streit um das Verfassungsreferendum für die Türkei-stämmige Community in Deutschland? Warum begeistern sich hier geborene Kinder von Migranten für einen autoritären Politiker aus dem Herkunftsland der Eltern und Großeltern? Darüber hat Christoph Scheffer mit Imran Ayata gesprochen.