„Der Gemeinsame Bundesausschuss war ja damals ganz anders, als er es letzten Endes heute ist“, sagt Birgit Pätzmann-Sietas, die den Deutschen Pflegerat seit rund 20 Jahren im G-BA vertritt. In dieser Folge von „Infusion Zukunft – Pflegepolitik mit Köpfchen“ spricht sie mit Christine Vogler über die Arbeit des G-BA, die Rolle der Pflege in seinen Gremien – und darüber, was sich ändern muss. Noch hat die Pflege dort kein Stimmrecht: „Der Gesetzgeber hat uns nur ein Mitberatungsrecht im Unterausschuss Qualitätssicherung ermöglicht“, erklärt Pätzmann-Sietas. Doch die Versorgungslage wandelt sich. „Es wird zwingend notwendig sein, dass wir Stimmrecht und Mitberatungsrecht auch in anderen Unterausschüssen haben.“ Sie schildert, warum das Ehrenamt an seine Grenzen stößt: „Wir haben ja schlichtweg nur zwei Möglichkeiten von Beginn an gehabt. Entweder wir nehmen teil und wir bringen unsere Kompetenzen ein – oder man macht es nicht. Dann ist man nicht dabei. Dann ist die Kompetenz von uns nicht da.“ Pätzmann-Sietas fordert die Umsetzung des Koalitionsvertrags: ein gesetzlich verankerter Sitz mit Stimme für die Profession Pflege. Das sei eine Notwendigkeit für die Zukunft und Umsetzung einer Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag. „Ich denke, der Gesetzgeber hat schon verstanden, dass wir Versorgung auf breitere Füße stellen müssen und die Kompetenzen aller Professionen einbeziehen müssen. Und das bedeutet aber dann auch im Gegenzug, dass wir auch hier an anderen Unterausschüssen zu beteiligen sind.“ Jetzt reinhören und erfahren, warum jede Stimme zählt – besonders die der professionellen Pflege. Mehr zur Arbeit des Deutschen Pflegerats: www.deutscher-pflegerat.deFolge teilen & mitdiskutieren: Instagram | LinkedIn | YouTube | Bluesky