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In Deutschland sind die Pflegekräfte überfordert. Wie viel davon ist eigentlich Papierkram? Dieter Weißhaar ist CEO der myneva Group, eines Softwareunternehmens, das mit rund 500 Mitarbeitern in acht europäischen Ländern das Sozialwesen digitalisiert: Altenpflege, Jugend- und Kinderhilfe, Behindertenhilfe. Am Rande des Ludwig-Erhard-Gipfels erzählt er Lukas, was eine Umfrage seines Unternehmens unter 2.500 Pflegekräften ergeben hat: Zweieinhalb Stunden jeder Acht-Stunden-Schicht gehen für Dokumentation und Bürokratie drauf, und jede zweite Pflegekraft denkt wegen der Belastung darüber nach, den Beruf zu verlassen. Gleichzeitig gehen in Europa rund eine Million der 7,3 Millionen Pflegekräfte in den Ruhestand. Weißhaar beschreibt, wie heute ein älterer Patient vom Krankenhaus ins Pflegeheim kommt: per Telefonbuch und mit handschriftlichen Entlassbögen im Faxgerät, vier bis fünf Stunden lang. Mit KI soll das in unter einer Stunde gehen. Pflegekräfte sprechen ihre Dokumentation direkt beim Klienten ins Handy, die KI sortiert Vitalwerte und Maßnahmen, die Pflegekraft bestätigt. Das spart nach seiner Rechnung anderthalb Stunden pro Schicht. Kritisch sieht er die Politik: 16 Bundesländer mit 17 Regelwerken und Personalschlüssel, die sich nicht ändern, wenn Einrichtungen effizienter arbeiten. Zum Schluss geht es um die Frage für Anleger: Warum er die Gesundheitsbranche für die nächsten fünf bis zehn Jahre spannend findet.
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⚠️ Risikohinweis: Diese Folge dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und ist keine Anlageberatung. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden. Bitte informiere dich eigenständig und handle verantwortungsvoll.
Nachts um drei fährt ein Roboter durch die Werkshalle, prüft Rohrleitungen, schnüffelt nach Gaslecks und meldet, wenn sich jemand auf dem Gelände bewegt. Was nach Zukunft klingt, ist bei der Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft (NWS) schon Alltag. Geschäftsführer Ernst Steuger führt ein Unternehmen, das seit über 120 Jahren am Markt ist, und setzt trotzdem voll auf KI und Robotik. Am Rande des Ludwig-Erhard-Gipfels erzählt er Lukas, wie groß die Sicherheitsbranche in Deutschland ist (rund 300.000 Beschäftigte, etwa 14 Milliarden Euro Marktvolumen), warum er lieber von Bedarf als von einem „attraktiven Geschäftsmodell“ spricht und warum es für Privatanleger kaum Wege gibt, direkt in die Branche zu investieren. Er beschreibt, wie seine Roboter den Rundgang übernehmen, den sonst ein Mitarbeiter alle zwei Stunden macht, und warum trotzdem immer ein Mensch eingreifen muss, wenn etwas passiert. Seine Technik ist „Made in Bavaria“, und das ist für ihn wegen Datenschutz und Wirtschaftsspionage ein echter Vorteil. Dann wird es grundsätzlich: Steuger glaubt, dass Deutschland zurück an die Weltspitze kann, aber nur, wenn wir aus dem Diskussionsstrudel herauskommen und Regeln mit Augenmaß machen. Sein Rat zum Schluss: Wir haben nicht mehr alle Zeit der Welt, in Zeiten der KI wird alles noch schneller.
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Man muss nicht nur finanziell investieren, man kann auch in den eigenen Körper investieren. Mit diesem Gedanken trifft Laura auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel Linda Renneisen. Linda ist ganzheitliche Ernährungsberaterin und begleitet mit ihren Marken foodvibes und dem Office Health Institute Unternehmen, Unternehmer und Führungskräfte. Für sie ist Gesundheit das Fundament für Wachstum, Erfolg und gute Führung. Den Einwand „Dafür habe ich keine Zeit" lässt sie nicht gelten: Wer sich heute nicht kümmert, verliert später noch mehr Zeit. Und es braucht keine Detox-Kur für einen fünfstelligen Betrag, nach der man doch wieder in die alten Gewohnheiten fällt. Linda setzt auf kleine Entscheidungen, die man jeden Tag trifft, und fängt mit der einfachsten an: einem Glas Wasser direkt nach dem Aufstehen. Danach geht es um die Frage, die gerade viele beschäftigt: Proteinshake oder Overnight Oats? Linda erklärt, warum die Verdauung schon im Mund beginnt, warum es weniger darauf ankommt, was wir essen, als darauf, was der Körper aufnehmen kann, und wie ein Frühstück aussieht, das den Blutzucker stabil hält. Dazu zeigt sie, wie man neue Routinen an bestehende hängt, etwa Ölziehen unter der Dusche, warum Morgen und Abend die größten Hebel sind und wie man auch an vollen Bürotagen mehr Bewegung unterbringt.
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⚠️ Hinweis: Diese Folge dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und ersetzt keine ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Vorerkrankungen sprich bitte mit einer Ärztin oder einem Arzt, bevor du deine Ernährung umstellst.
Auf dem Anlegertag Düsseldorf haben wir uns mit Robert Halver zusammengesetzt. Er leitet die Kapitalmarktanalyse der Baader Bank, ist einer der bekanntesten Börsenerklärer im deutschen Fernsehen und seit 40 Jahren an der Börse. Seinen ersten Crash hat er 1987 als Student erlebt, mit sehr kleinem Geld und großer Aufregung. Was sich seitdem nicht verändert hat, sind Gier und Angst. Neu ist seit der Finanzkrise 2008 ein Motto, das bis heute trägt: Wo die Not am größten ist, ist die Geldpolitik am nächsten. Weil die Welt so hoch verschuldet ist, können die Notenbanken epochale Krisen nicht mehr zulassen. Den Preis dafür zahlen wir mit Inflation, die nicht mehr wirklich bekämpft wird, weil sie beim Abbau der Staatsschulden hilft. Für Halver ist das ein Elfmeter ohne Torwart für Sachkapital wie Aktien, Edelmetalle, Rohstoffe und Immobilien. Er spricht offen über eigene Fehlprognosen, etwa die Versorgerwerte vor Fukushima und die Telekom-Aktien vor dem Platzen der Internetblase, und darüber, warum er die Bücher von Untergangspropheten lieber zum Anzünden des Kamins nutzt. Jungen Anlegern rät er, den eigenen Mikrokosmos gut zu gestalten und regelmäßig in Aktien zu sparen. Und wenn die Kurse doch einmal 30 oder 40 Prozent fallen, gilt für ihn: durchhalten und nachkaufen.
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80 Prozent des weltweiten Energiemix sind immer noch fossil. Wie kann das sein, wenn Wind und Solar seit Jahren von Rekord zu Rekord eilen? Dr. Friedbert Pflüger kennt die Energiepolitik von beiden Seiten: Er war 20 Jahre im Bundestag, hat bei Richard von Weizsäcker gelernt und berät heute mit Pflüger International und dem Clean Energy Forum Unternehmen aus Wind, Solar, Gas, Wasserstoff, CO2-Speicherung und Kernfusion. Am Rande des Ludwig-Erhard-Gipfels erklärt er Lukas, warum die Erneuerbaren den Energiehunger der Welt nur ergänzt und nicht ersetzt haben. Er hält das Abschalten der letzten drei modernen Atomkraftwerke mitten in der Energiekrise für den größten Fehler, sieht in Deutschland keine Trägheit beim Ausbau, wohl aber bei den Netzen, und warnt vor dem Strombedarf der KI-Rechenzentren. Für Anleger ist seine Botschaft klar: Energie wird überall gefragt bleiben. Er würde sich zum Beispiel Biomethan und die bei uns völlig unterschätzte Tiefengeothermie anschauen, betont aber, dass er keine Tipps gibt. Sein Leitsatz kommt von Winston Churchill: „Variety, variety alone", also Vielfalt statt Abhängigkeit von einem Land, einer Route oder einer Technologie. Zum Schluss erzählt er offen, wie er nach der verlorenen Wahl gegen Klaus Wowereit in ein Loch fiel und warum er heute sagt: ein Glück, dass ich damals verloren habe.
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Gestern Health Stage, heute bei uns: Luisa Wasilewski war auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel, als es dort zum ersten Mal eine eigene Bühne nur für Gesundheit gab. Sie ist Gründerin der Beratung Pulsewave, Autorin des Buchs „Digitaler Puls" über das deutsche Gesundheitswesen und Mitgründerin von HALBZEIT.ai, einer Plattform, über die Privatleute mit Bezug zur Gesundheitsbranche in Health-Startups investieren können. Im Gespräch mit Laura erklärt sie zuerst die Grundbegriffe: Was Venture Capital und Private Equity sind und warum frühe Beteiligungen mehr Risiko und mehr Renditechance bedeuten. Dann kommt ihre für ETF-Anleger überraschende Aussage: Viele VC-Fonds im Gesundheitsbereich schneiden schlechter ab als die meisten ETFs, weil im deutschen Gesundheitsmarkt kaum Unicorns und kaum Milliarden-Exits entstehen. Warum trotzdem Geld zu verdienen ist, zeigt ihre Rechnung: drei Millionen investiert, 20 Millionen beim Verkauf, das Sechsfache zurück. Im zweiten Teil geht es um die Menschen hinter den Startups. Selektivverträge mit Krankenkassen dauern 18 Monate, Studien anderthalb bis zwei Jahre, und wer da im Burnout landet, nimmt das Geld der Investoren mit. Luisa erzählt, warum sie sechs Jahre als Single-CEO „die Hölle" fand, warum Schlaf ihre wichtigste Kennzahl ist und warum es mehr gesunde Vorbilder für Gründerinnen braucht.
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M.M. Warburg wurde 1798 gegründet und ist damit eine der ältesten Privatbanken Deutschlands. Carsten Klude arbeitet seit 1996 dort, ist seit 2000 Chefvolkswirt und leitet heute das Asset Management. Am Rande des Ludwig-Erhard-Gipfels haben wir uns mit ihm über die Frage unterhalten, der sich jeder Anleger irgendwann stellt: Reicht der ETF, oder muss ich mehr tun? Klude gibt darauf eine überraschend zurückhaltende Antwort. Als Grundstock hält er passive Investments für völlig richtig und ausdrücklich lobenswert. Er beschreibt aber auch eine Schwäche, die viele nicht auf dem Schirm haben: Ein klassischer ETF gewichtet nach Marktkapitalisierung, kauft also vor allem das, was schon groß und gut gelaufen ist. Kleinere Unternehmen tauchen gar nicht oder nur in winzigen Dosen auf. „Ein ETF kauft die Gewinner von heute, eher noch die von gestern", sagt er — und genau dort setzt aktives Investieren an. Dass aktive Fonds ihre Benchmark trotzdem selten schlagen, bestreitet er nicht: Kosten, Steuern und eine sich selbst verstärkende Mechanik sprechen dagegen. Er hält nur die Frage für falsch gestellt, wenn man Erfolg an drei oder sechs Monaten misst statt an dem, was ein Kunde wirklich braucht. Danach geht es um Deutschland: zu viel Bürokratie, zu wenig Innovation, zu hohe Abgaben, dazu eine Demografie, die nicht mehr wächst. Seine Hoffnung liegt auf künstlicher Intelligenz als Produktivitätshebel und auf der Verteidigungsindustrie, wo Deutschland wettbewerbsfähig ist — samt der moralischen Frage, die er nicht wegwischt. Zum Schluss ordnet er Neobroker ein und gibt jungen Anlegern einen sehr klaren Rat.
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Nach dem Plan (Teil 1, Asset Allocation), der Auswahl (Teil 2, Qualitäts-Check) und dem Faktor Mensch (Teil 3, Börsenpsychologie) geht es im Abschluss unserer Bildungsreihe mit dem Anlegertag um die Frage, die fast alle vergessen: Was mache ich eigentlich, wenn das Depot steht? Dafür haben wir uns in Frankfurt mit Dr. Gerd Kommer getroffen, Gründer der Münchner Vermögensverwaltung Gerd Kommer Invest und Autor von „Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs", einem der Standardwerke für Privatanleger im deutschsprachigen Raum. Seine erste Antwort ist unspektakulär und gerade deshalb wichtig: das Depot weiter mit Treibstoff versorgen. Selbst die Fähigkeiten eines Warren Buffett bringen nichts, wenn nicht jeden Monat Geld nachkommt. Danach geht es um das Altersvorsorgedepot ab 2027, das Gerd Kommer als guten Start sieht, im Vergleich zu den USA aber für viel zu klein hält. Er erklärt, warum du für ein globales ETF-Depot keine Wirtschaftsnachrichten verfolgen musst, warum Crashs das Schmerzensgeld für hohe Renditen sind und warum Kosten der eine Faktor sind, den du vollständig kontrollierst. Wir sprechen über die Frage, wann sich ein Anlageberater lohnt, warum unser Gehirn den Zinseszins unterschätzt und warum Gerd Kommer bis heute Mieter ist. Im zweiten Teil wird es konkret: Rebalancing einmal im Jahr oder über Sparraten und Entnahmen, der Monatsultimo-Effekt, die nachhaltige Entnahmerate und der Wechsel in die Vermögensschutzphase, den selbst sehr erfolgreiche Unternehmer oft nicht schaffen.
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„Deutschland schläft, aber ist glaube ich aufgewacht." Mit diesem Satz beschreibt Christian Pellis, CEO von Amundi Deutschland, den Moment, in dem der Bundestag das Altersvorsorgedepot beschlossen hat. Ab dem 1.1.2027 kannst du damit bis zu 6.840 Euro steuerfrei anlegen, und wer 1.800 Euro im Jahr selbst einzahlt, bekommt 540 Euro Förderung dazu, pro Kind noch einmal 300 Euro. Pellis hat dieses Thema gemeinsam mit dem Deutschen Aktieninstitut und der BVI in Berlin nach vorne gebracht. In dieser Folge vom Ludwig-Erhard-Gipfel erklärt er Lukas, was das konkret für dich bedeutet, und stellt sich auch der unbequemen Frage nach dem eigenen Interesse.
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⚠️ Risikohinweis: Diese Folge dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und ist keine Anlageberatung. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden. Die Angaben zum Altersvorsorgedepot beziehen sich auf den Stand der Gesetzgebung zum Aufnahmezeitpunkt und können sich noch ändern. Bitte informiere dich eigenständig und handle verantwortungsvoll.
Über 53 Prozent: So viel gibt ein ganz normaler Arbeitnehmer in Deutschland an Steuern und Sozialabgaben ab. Weniger als die Hälfte seines Einkommens bleibt ihm zur freien Verfügung. Reiner Holznagel bringt dieses Thema seit über zehn Jahren als Präsident des Bundes der Steuerzahler nach vorne wie kaum ein anderer. In dieser Folge vom Ludwig-Erhard-Gipfel spricht er mit Lukas über ein Steuersystem mit über 40 Steuerarten, über das beschlossene Schuldenpaket und darüber, was beides ganz konkret für dein Geld und deine Altersvorsorge bedeutet.
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