Bindung, Orientierung, Selbstwert und Freude
Wir sind zurück aus der Sommerpause. Und starten mit der Frage, die unter fast allem liegt, was Eltern uns in die Praxis mitbringen: Was braucht ein Kind, um psychisch gesund aufzuwachsen?
Die Antwort ist überschaubarer, als man denkt. Es sind vier psychische Grundbedürfnisse — und je besser die erfüllt sind, desto stabiler steht ein Mensch. Es geht ausdrücklich nicht um perfekte Erziehung.
Darum geht es:
-Bindung: warum ein Baby zu hundert Prozent auf eine verlässliche Bezugsperson angewiesen ist
-Warum wir „Jedes Kind kann schlafen lernen" und die Trainingslogik der Neunziger klar ablehnen
-Tragfähigkeit statt Liebesentzug — „Gerade nervst du mich ohne Ende. Ich liebe dich."
-Wie viele Regeln ein Kind braucht, und warum keine Regeln genauso schlecht sind wie fünfzig
-Der Autonomie-Trick, den wir selbst manipulativ nennen und trotzdem empfehlen
-Selbstwert: „Ich liebe dich mit einer Fünf genauso sehr wie mit einer Eins."
-Warum Bescheidenheit als Erziehungsziel ausgedient hat
-Wo Resilienz aufhört — sie heißt nicht, Mobbing oder Gewalt auszuhalten