Spezial-Folge mit Chris und Maxi
Wer steckt eigentlich hinter KEIN DING! und Danke für nichts? Und was motiviert uns, in der Care-Bewegung aktiv zu sein?
In dieser Spezialfolge nehmen Maxi und Chris euch mit und erzählen, von ihren ganz persönlichen Zugängen zu Care. Wann haben die beiden gemerkt, dass Sorgearbeit ungerecht verteilt ist? Was sind Dynamiken in der Care-Debatte, die die beide nachdenklich und wütend werden lassen? Welche Perspektiven fehlen ihnen?
Außerdem gibt es ein kurzes Interview mit Eric Llaveria Caselles, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin, der über Gender Pay Gap, die Grenzen des Konzepts sowie Visionen für die Care-Bewegung spricht.
Für Feedback schreib uns gerne an: [email protected]
Video „Feministische Ökonomie – was ist das?“
Bachelor of Arts: Studium Individuale
GemSe Gemeinsam Sein- queer feministischer community space in Kärnten
KAUZ-Folge: „Forstpolitik & Gender(un)gerechtigkeit
Einladung zum 10-jährigen Jubiläum vom Netzwerk Care Revolution
Vom 18. bis 20.10.24 feiert das NCR in Leipzig Jubiläum – drei Tage diskutieren, träumen, feiern, Pläne schmieden. Es wird Podien, Workshops, Kunst, Kultur und Party geben, sowie viele Möglichkeiten zur Begegnung.
Silvia Federici (2020): Die Welt wieder verzaubern – Feminismus, Marxismus & Commons
Ulrich Brand, Markus Wissen (2017): Imperiale Lebensweise – Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus
Silke van Dyk, Tine Haubner (2021): Community-Kapitalismus
Mental Load (dt. mentale Belastung): Last und Stress durch das Organisieren und Koordinieren von Alltagsaufgaben (wie darüber Nachdenken, Planen, Verantwortungsübernahme)
Imperiale Lebensweise: Produktions- und Konsummuster, die auf einer ungleichen Aneignung von Natur und Arbeitskraft im globalen Maßstab beruhen. Diese Muster prägen insbesondere den Alltag in den Gesellschaften des globalen Nordens und der Mittel- und Oberklasse des globalen Südens. Sie verursachen hohe soziale und ökologische Kosten, die sie in Raum und Zeit externalisieren: in der Zeit auf künftige Generationen, im Raum auf den globalen Süden sowie auf viele Regionen im globalen Norden selbst (Quelle)
Scholar Activists: Beschreibt akademische Beschäftigte, die explizit politische Standpunkte in ihrer Arbeit vertreten und ihre Arbeit dafür nutzen. Als Arbeitsform versucht sie die Gesellschaft zu verändern, indem sie die besten Eigenschaften von radikalen akademischen und politischen aktivistischen Traditionen kombiniert.
Soziale Reproduktion: Beschreibt all die Arbeiten, die es braucht, um die Gesamtheit des sozialen Lebens und der Gesellschaft herzustellen. Viele marxistische und materialistische feministische Theoretikerinnen nutzen den Begriff, um über die Angewiesenheit vom Kapitalismus auf Arbeit wie Putzen, Zuhören, Organisieren in der Nachbarinnenschaft, Kochen, Erziehung von jungen Menschen sprechen zu können. Mehr Infos in diesem Video mit Tithi Bhattacharya
Community Kapitalismus: Von Silke Van Dyk und Tine Haubner geprägter Begriff. Beschreibt eine Form des Kapitalismus, in der soziale Aufgaben an die Zivilgesellschaft delegiert und mit einer neuen Gemeinschaftsrhetorik und -politik verknüpft werden. Laut Dyk und Haubner verschärft diese Form des Kapitalismus Ausbeutungsverhältnisse und löst garantierte soziale Rechte auf.
Rückverteilung: Geht das Problem an, dass Vermögen sehr ungleich verteilt ist und will das konkret ändern. Siehe auch: Podcast-Folge mit Marlene Engelhorn
Tarifvertrag für Entlastung (TV-E): Tarifvertrag, der das Personal im Krankenhaus über ein Punktesystem entlasten soll. Wurde in unterschiedlichen Formen bereits in Unikliniken in Homburg, Jena, NRW, Kliniken in Berlin erstritten.
homo oeconomicus: Modell in der Mainstream-Wirtschaftstheorie. Es beschreibt einen Menschen, der rational denkt und handelt, auf den größtmöglichen Nutzen abzielt (Nutzenmaximierung) sowie in vollständiger Kenntnis seiner wirtschaftlichen Entscheidungsmöglichkeiten und deren Folgen sowie die vollkommene Information über alle Märkte und Eigenschaften sämtlicher Güter (vollständige Markttransparenz) ist. Das Modell wird oft dafür kritisiert, dass es als „idealen Menschen“ einen sehr privilegierten Menschen zeichnet, der vermeintlich nicht in soziale Beziehungen und Kontexte sowie Machtverhältnisse eingebettet sei.
Sprecher*innen: Chris Neuffer, Maxi Ziegler
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