KI – Kaum Intelligent

KI – Kaum Intelligent

By Johannes Rabold, Gesina SchwalbeScienceNatural Sciences
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KI – Kaum Intelligent episodes

  • KI und Klimaschutz
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            Welche Auswirkungen hat die Nutzung von KI für das Klima und welche positiven Beiträge kann KI zum Klimaschutz leisten? Unser Gast Bettina beleuchtet dieses Thema genauer mit uns.

            Nochmal kurz für Beepo
            • Unser Gast: Bettina Finzel ist zur Zeit Doktorandin zum Thema KI an der Universität Bamberg, Schwerpunkt KI in der Medizin und Methoden der erklärbaren KI
            • Klimaschutz ist ein wichtiges und lange überfälliges Thema: Es muss dringend der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen z.B. für die Energiegewinnung wegen übermäßigen Energieverbrauchs verringert werden.
            • Entlang des gesamten Lebenszyklus einer KI-Anwendung werden Resourcen (Energie/Strom, Wasser, Computerbestandteile, etc.) verbraucht, oft aber teilweise vermeidbar:
              • Datenacquise -> Wähle das Modell richtig um nötige Daten zu reduzieren
              • Datenvorprozessierung, Code-Qualität -> Kein unnötiger Energieverbrauch durch unsauberen Code, z.B. teures Vorprozessieren
              • Training -> kleinere Modelle verwenden statt mit riesigen starten, wenn möglich; nach Möglichkeit Vorwissen einbringen, um das Training zu verkürzen
              • Betreiben des Modells -> kleine, effiziente Modelle verwenden
              • Updates & Wiederverwendbarkeit -> Modelle sollten einfach aktualisierbar oder in neuen Anwendungen wiederverwendbar sein
              • Intelligente KI-Anwendungen haben das Potenzial, netto dem Klima zu helfen (= Energieverbrauch durch die Modelle wird durch dank KI erzielter Einsparungen in anderen Bereichen aufgehoben); dazu muss aber viel getan und beachtet werden!
              • Bewusstsein ist wichtig! Hier kann viel schon bei der Auswahl der Anwendung und der Entwicklung der KI getan werden.
              • Das Problem im Überblick
                • Mehr Daten, mehr Interesse an großen, rechenintensiven KI Verfahren wie neuronalen Netzen heißt mehr Verbrauch von Rechenleistung (=Strom, Kühlwasser, etc.)
                • Ganz kurz: Was ist die Klimakrise?
                  • Aktuell typische Energieerzeugungsmöglichkeiten setzen sehr viele (zusätzliche) Treibhausgase frei, die die Erde aufheizen
                  • Treibhausgase verursachen eine globale Klimaerwärmung mit deutlich gesteigerter Anzahl und Schwere von Extremwettersituationen (z.B. Trockenheit, Sturzregen) als Folge
                  • Für Schadensbegrenzung müssen wir Ausstoß von Treibhausgasen, z.B. durch übermäßigen Energie-/Stromverbrauch, vermeiden/eindemmen, und knapper werdende Resourcen (z.B. Frischwasser) schonen!
                  • Wie KI dem Klimaschutz helfen kann
                    • Beispielanwendungen, die direkt dem Klima nützen können:
                      • Navigation für kurze Fahrtwege
                      • Wettervorhersage
                      • Assistenzsystem für Unfallvermeidung im Straßenverkehr und damit Vermeidung von Sachschaden und neuen Produktionskosten
                      • Präzisionslandwirtschaft, z.B. bildbasierte Erkennung kranker Bäume
                      • Effizientere Produktion (aber Achtung, das kann auch den Konsum und damit Resourcenverbrauch ankurbeln und damit letztenendes einen negativen Effekt haben!)
                      • Beispielanwendungen, die indirekt dem Klima nützen können:
                        • Klimafreundlichere Anwendungen durch KI attraktiver machen, z.B.
                          • Videokonferenzen (anstatt Hinfahren)
                          • Wissensmanagement und Bildung, z.B.
                            • Verfügbarmachen von Wissen, z.B. über den Klimawandel, über z.B. Suchmaschinen, um informierte Entscheidungen zu ermöglichen
                            • Visualisierung von Informationen für bessere Nahbarkeit / „Wachrütteln“, z.B. Anwendung, die mögliche Folgen des Klimawandels wie Naturkatastrophen veranschaulicht
                            • Wie KI schädlich fürs Klima sein kann
                              Probleme, die von KI verursacht werden können
                              • Stromverbrauch (bei Datenbeschaffung, (Neu-)Training, Betreiben des KI-Modells)
                              • Frischwasserverbrauch beim Training und Betreiben großer Modelle in Rechenzentren durch Kühlwasserbedarf
                              • Resourcen– und Energieverbrauch für Herstellung benötigter Computern, z.B. Gold, seltene Erden
                              • Konsumsteigerung durch Automatisierung, z.B. Steigerung der Produktionsleistung -> geplante KI-Anwendung vorher prüfen
                              • Wie kann KI klimaschädlich sein und was hilft dagegen
                                • Verwendung eines Modells: Wenn das Modell oft ausgewertet wird, sollte die Auswertung möglichst recheneffizient sein!
                                  Möglichkeiten, das zu erreichen:
                                  • Expertenwissen in das Modell einbauen: Auf die wesentlichen Informationen konzentrieren hilft, kleine Modelle zu finden
                                  • Pruning = gezielt trainierte Modelle verkleinern, indem Bestandteile entfernt werden, die für gute Funktion nicht gebraucht werden
                                  • Sparsamere Modelle (z.B. keine neuronalen Netze) verwenden, wo es geht
                                  • Training: Mehr Rechenleistung wird benötigt
                                    • je mehr Parameter man zu optimieren hat
                                    • je mehr Trainingsdaten herangezogen werden
                                    • je weniger Vorwissen angewendet wird
                                    • Trainingsdaten: Mehr Trainingsdaten heißt auch
                                      • mehr Aufwand (und damit Resourcenverbrauch) für die Datenacquise, z.B. Testfahrten -> Verwende bevorzugt Modelle, die wenig Daten brauchen
                                      • Mehr Speicherplatz und Energieverbrauch fürs Speichermanagement (z.B. Verschieben) von Daten
                                      • Datenvorprozessierung und allgemein schlechte Code-Qualität: Prozessierungsschritte wie Normalisierung können rechenaufwendig sein -> wenn nötig, zwischenspeichern
                                      • Wiederverwendbarkeit: Concept Drift = die Umwelt ändert sich, sodass ein neues Modell nötig wäre (z.B. Klima);
                                        Damit man Modelle nicht immer wegwerfen muss:
                                        • Verwende flexible Modelle, die leicht aktualisiert bzw. auf andere Aufgaben übertragen werden können
                                        • Erstelle ein möglichst allgemeines Modell, das mehrere Aufgaben erfüllt werden können;
                                          aber Achtung, große Modelle können wieder viel Rechenleistung brauchen! Groß & allgemein steht im Gegensatz zu klein & spezialisiert.
                                        • Rechenplattformen:
                                          • Herstellung von Computern braucht auch wichtige Resourcen und Energie, z.B. hochreines Silizium, seltene Erden, Gold
                                          • Betreiben von Rechenzentren braucht viel Energie und oft auch viel Kühlwasser — das kann auf Kosten nicht-erneuerbarer Energiequellen und Wasserquellen gehen!
                                          • Kann man KI gegen das Klima aufwiegen?
                                            • Es muss ein paralleler Prozess sein: Umdenken Richtung Nachhaltigkeit auf der einen Seite, und neue Technologien, um gesellschaftsrelevante Anwendungen (z.B. für den Klimaschutz) zu ermöglichen, auf der anderen Seite.
                                            • Bewusstsein ist wichtig! Nachhaltigkeit muss schon bei der KI-Entwicklung bedacht werden, um unnötige Folgen fürs Klima zu vermeiden. Und nicht alle Anwendungen sind überhaupt sinnvoll.
                                            • Allgemeines Potential von KI fürs Klima: Rechenzentren sind aktuell für „nur“ ca. 2% des Energieverbrauchs verantwortlich; Ziel wäre es, mit wenigem Anteil am Energieverbrauch größere Energieschlucker durch intelligente Anwendungen stark zu verringern
                                            • KI-Anwendungen bieten gesellschaftlichen Fortschritt (z.B. Bildung, Gesundheit, Sicherheit), der schwer gegen Klimaziele aufzuwiegen ist -> hier müssen Konzepte her, um diese Anwendungen nachhaltig umsetzen zu können.
                                            • Sonstige Links
                                              • Studie zum Energieverbrauch von Video-Streaming (Englisch): https://www.carbontrust.com/our-work-and-impact/guides-reports-and-tools/carbon-impact-of-video-streaming
                                                Und hier eine kurze deutsche Zusammenfassung davon: https://www.enex.me/blog/wie-viel-strom-verbraucht-video-streaming
                                              • Forschungsprojekt zur Baumgesundheitsüberwachung mit KI: https://www.fh-ooe.at/campus-wels/studiengaenge/bachelor/leichtbau-und-composite-werkstoffe/news-events/news/news-1/kuenstliche-intelligenz-soll-borkenkaefer-erschnueffeln/
                                              • Pruning: https://de.wikipedia.org/wiki/Pruning
                                              • Beispiele, wie KI bei Videokonferenzen helfen kann: https://www.gms-mediaservices.de/wie-kuenstliche-intelligenz-ihre-videokonferenzen-verbessert/
                                              • Mitteilung von Google, dass sie 100% erneuerbare Energie nutzen (auch für ihre Rechenzentren): https://www.google.com/intl/de/about/datacenters/cleanenergy/
                                              • Angaben von OpenAI über u.a. die Größe von GPT-Modellen: https://openai.com/research/instruction-following
                                              • Gesinas Aussage, dass Nvidia mit 1000 Datenaufnahmefahrzeugen unterwegs ist, stammt von einer Aussage in der Keynote von Nvidia in der VDA Automotive SYS 2019 Konferenz.
                                              • Das menschliche Gehirn verbraucht tatsächlich nur 20 Watt (ca. 20% des gesamten Energiebedarfs des menschlichen Körpers) und damit 5x weniger als ein typischer Fernseher (ca. 100W) und 50x weniger als ein typischer 1000W-Staubsauger. https://www.spektrum.de/news/kuenstliche-intelligenz-verbraucht-fuer-den-lernprozess-unvorstellbar-viel-energie/1660246https://arxiv.org/pdf/1906.02243.pdf
                                              • Die Suchmaschine Ecosia, die mit ihrem Gewinn Bäume pflanzt, findet ihr hier: https://www.ecosia.org
                                              • Smart Grids (=intelligentes Stromnetz) und wozu man sie braucht: https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligentes_Stromnetz
                                                https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/was-ist-ein-smart-grid 
                                              • OFA-Netzwerk als „Mutter-Netzwerk“ für zahlreiche Subnetze (https://wir-die-zukunftsmacher.de/beitrag/wie-wird-kuenstliche-intelligenz-nachhaltiger/)
                                                OFA („Once for all“) vom MIT: https://arxiv.org/pdf/1908.09791.pdf
                                              • Wer sich mal ein typisches Rechenzentrum auf einer Karte anschauen möchte: Hier sollte auch der Server und die Speicher stehen, über die dieser Podcast verteilt wird: https://goo.gl/maps/HmFRsE2kZcrDkUJ78
                                              • Das Vergleichsportal „Save on Energy“ hat berechnet, dass allein das Streamen der beliebten Netflix-Serie „Stranger Things“ von 64 Millionen Menschen die gleiche Menge CO2 verursacht wie etwa 56.700 deutsche Autofahrer und Autofahrerinnen pro Jahr
                                                Save on Energy: https://www.saveonenergy.com/resources/uk-energy/
                                              • Kurzer Bericht zu einer KI, die für die Erdbebenerkennung genutzt werden könnte: https://www.wissenschaft-x.com/stanford-ai-detection-system-could-predict-earthquakes
                                                Noch mehr zu KI und Erdbebenerkennung: https://www.gfz-potsdam.de/presse/meldungen/detailansicht/schnellere-erdbebenfruehwarnung-mit-kuenstlicher-intelligenz
                                              • Jährlich werden >= 32 Milliarden Tonnen CO2 ausgestoßen: https://www.geo.de/geolino/natur-und-umwelt/15385-rtkl-klimawandel-wie-kohlendioxid-das-klima-veraendert
                                                Laut europäischem Emissionsradar haben die weltweiten CO2 Emissionen im Jahr 2021 schon 38 Milliarden Tonnen erreicht https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Internationales/Thema/umwelt-energie/umwelt/G20_CO2.html
                                              • Energieverbrauch von Rechenzentren:
                                                • Bericht „Energieverbrauch von Rechenzentren“ des wissenschaftlichen Dienstes vom deutschen Bundestag im Jahr 2021: „Der Energieverbrauch von Rechenzentren in den EU-Mitgliedsstaaten wird voraussichtlich von 2,7 % des Strombedarfs im Jahr 2018 auf 3,2 % im Jahr 2030 ansteigen.“ https://www.bundestag.de/resource/blob/863850/423c11968fcb5c9995e9ef9090edf9e6/WD-8-070-21-pdf-data.pdf
                                                • Die Zeit: „Alle Rechenzentren weltweit sind nur für etwa ein bis zwei Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich, und KI-Anwendungen machen davon wiederum nur einen Bruchteil aus“
                                                  https://www.zeit.de/digital/internet/2022-07/kuenstliche-intelligenz-klimaschutz-energieverbrauch/komplettansicht
                                                • CO2-Verbrauch von AlphaGo: https://wir-die-zukunftsmacher.de/beitrag/wie-wird-kuenstliche-intelligenz-nachhaltiger/
                                                • Zum Wasserverbrauch von Rechenzentren:
                                                  • Hier ein Artikel (Englisch) zum Stand in den USA, veröffentlicht 2021: https://www.nature.com/articles/s41545-021-00101-w
                                                  • Frischwasserverbrauch von Rechenzentren (Englisch): Der Frischwasserverbrauch sowie die Abwassererzeugung kann im Bereich von Millionen von Gallonen (1 Gallone~3,785 Liter): https://pubs.usgs.gov/circ/1441/circ1441.pdf
                                                  • Energieverbrauch von AlphaGo: Die KI von Googles AlphaGo hat in 40 Tagen Forschungstrainings mehr als 90 Tonnen Kohlendioxid erzeugt: https://wir-die-zukunftsmacher.de/beitrag/wie-wird-kuenstliche-intelligenz-nachhaltiger/
                                                  • Was ist Präzisionslandwirtschaft: https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2016/581892/EPRS_STU(2016)581892_DE.pdf
                                                  • 1 hr 7 min
                                                  • Wie funktioniert der YouTube Algorithmus?
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                                                          Inhalt
                                                          Funktionsweise: Grundlegende Zielsetzung und Einflussfaktoren
                                                          • Was sind Recommender Systeme (Empfehlungsdienste): Zeige einem Nutzer aus einer Auswahl die Objekte, die am relevantesten sind. Nutzt Methoden des maschinellen Lernens und des Information Retrieval.
                                                          • Allgemeines Ziel: Glückliche User, die viel Zeit auf der Platform verbringen (z.B. um viel Werbung einblenden zu können)
                                                          • Historie von YouTube Recommendations:
                                                            • YouTube Gründung 2005, seit 2006 Tochtergesellschaft von Google
                                                            • Bis 2012: Ranking nach Anzahl der Clicks (View-Count) => provoziert viel Click-Bait (reißerische Titel statt gutem Inhalt)
                                                            • Ab 2012: Ranking nach Watch-Time => langatmige Videos, deren wichtigster Inhalt erst am Schluss kommt
                                                            • Ab 2016 (teilweise Offenlegung in einem Whitepaper): Verwendung von Deep Neural Networks => Verwendung vieler weiterer Features
                                                            • Bis heute: Weitere Anpassungen, um anstößige Inhalte zu reduzieren und gut kuratierte Inhalte zu fördern; s. z.B. hier und hier
                                                            • Technik dahinter
                                                              • Im Speziellen: Wie funktioniert der Youtube Algorithmus (das Whitepaper)
                                                              • Datengetriebene Black-box (tiefe neuronale Netze) mit vielen Features
                                                              • Welche Features sind u.a. wichtig:
                                                                • Metadaten des Videos: Tags, Titel, Beschreibung etc.
                                                                • Video-Performanz
                                                                • Ähnliche User
                                                                • Watch-Time
                                                                • Demographie der User
                                                                • Zweigeteilter Prozess:
                                                                  • Kandidatengenerierung: Erst Eingrenzung auf mehrere hundert Videos
                                                                    • Ziel: Vorhersage, welches Video als nächstes geschaut wird
                                                                    • Embedding von User mit Suchanfrage und Embeddings von Videos werden gematcht
                                                                    • Personalisierte Auswahl: Ranking und Fitting auf den User mit wenigen dutzend Videos
                                                                      • Weitere User- und Video-spezifische Features (Videos vom selben Channel gesehen, wann das letzte Mal etwas gesehen etc.)
                                                                      • Ranking erneut durch Matching der Embeddings
                                                                      • Hier wichtigstes Ziel: Watch-Time erhöhen
                                                                      • Soziale Implikationen

                                                                        Was kann es für einzelne und die Gesellschaft für Probleme geben?

                                                                        • Das System ist proprietär => Keiner, insbesondere auch keine unabhängigen Stellen, kann nachschauen, ob hier alles im Lot ist!
                                                                        • Ein Recommender-System wählt Vorschläge, die „relevant“, tatsächlich aber einfach bequem für den User sind.
                                                                        • Probleme mit Bequemlichkeit:
                                                                          • Man wird in seiner eigenen Meinung bestärkt. Egal, ob ein weiterer Blick besser wäre oder nicht.
                                                                          • Einem wird möglicherweise eine „heile Welt“ vorgegaukelt.
                                                                          • Man wird nicht ermutigt, weitere Meinungen einzuholen oder sich mit weiteren Themen zu befassen.
                                                                          • Zementieren von gesellschaftlichem Bias: Es werden sehr sensible Merkmale für die Empfehlungen verwendet, z.B. Geschlecht!
                                                                          • Anstößiger, verwerflicher Inhalt, Desinformation: Wer sollte fürs Kuratieren in sozialen Netzwerken zuständig sein? Was sollte der Betreiber bestimmen und ab wann sollte eine unabhängige Stelle oder der Staat das erledigen? Wie verhindert man dabei dann staatliche Kontrolle von unabhängigen Medien?
                                                                          • Unsicherheit für Youtuber (=Personen, die über YouTube-Beiträge ihr Haupteinkommen beziehen): Guidelines zum Ranking ändern sich teilw. willkürlich; sie sollten einen klaren Einblick in Verbesserungsmöglichkeiten bekommen!
                                                                          • Sonstige Quellen
                                                                            • https://blog.hubspot.de/marketing/youtube-algorithmus
                                                                            • Leider haben wir kein „thissandwichdoesnotexist“ gefunden, aber es gibt ein https://thissnackdoesnotexist.com/
                                                                            • Der Film über den absoluten Durchschnitts-Bürger: https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nig_von_Deutschland_(Film)
                                                                            • 1 hr 53 min
                                                                            • Familientreffen
                                                                              • Johannes Rabold
                                                                                • Twitter
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                                                                                • ORCiD
                                                                                • Gesina Schwalbe
                                                                                  • Email
                                                                                  • Website
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                                                                                  • ResearchGate
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                                                                                    • Laura

                                                                                        Ein paar der Fragen, mit denen wir uns befassen:

                                                                                        • Über uns:
                                                                                          • Wer sind unsere Gäste?
                                                                                            • Laura: Beepos „Mama“ und unsere Designerin
                                                                                            • Oli: Podcast-„Papi“ und unser technischer Support
                                                                                            • Wie würde Oli eine KI in eine Achterbahn einbauen?
                                                                                            • Was treiben die Podcastenden und die Podcasteltern sonst so?
                                                                                            • Wie motivieren wir uns für Sport?
                                                                                            • Zum Podcast:
                                                                                              • Wie sind wir auf die Idee gekommen, einen Podcast zu machen?
                                                                                              • Was haben sich Laura und Oli dabei gedacht?
                                                                                              • Wann war Beepos Geburtstag? 3.6.2021
                                                                                              • Woher hat Beepo seinen Namen?
                                                                                              • Wenn man für Beepo ein Geschlecht angeben müsste, welches wäre das? Kind – auch wenn das kein Geschlecht ist
                                                                                                Kann man KIs in Geschlechter unterteilen?
                                                                                              • Wann schaffen wir es, Folgen von unter 1h Länger zu produzieren?
                                                                                              • Welche Formate sind sonst so geplant?
                                                                                              • Mit welchem Tool nehmt ihr auf und schneidet? (Reaper + Studiolink)
                                                                                              • Und ein paar unserer Abschweifungen waren:
                                                                                                • Was ist eine kumulative Promotion?
                                                                                                • Was heißt ein Duett in Disneyfilmen?
                                                                                                • Wie ist das Ende von How I met your mother?
                                                                                                • Was ist Unterwasserrugby?
                                                                                                • Überlebenstipps fürs (Promotions-)Studium.
                                                                                                • Sonstige Interessante Links
                                                                                                  • Unser Crossover mit dem sfradio.org Podcast: https://sf-radio.org/2022/06/25/rewrite087/
                                                                                                  • Ein paar interessante Fragen von der Bundesregierung zum Thema KI: https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/quiz-zur-kuenstlichen-intelligenz-1708504
                                                                                                  • Olis andere Podcasts:
                                                                                                    • https://www.coastercast.de
                                                                                                    • https://lebercast.binary-kitchen.de
                                                                                                    • Freundescast des FKF
                                                                                                    • Das Darkride-System im Legoland (LEGO® Factory Adventure Ride), in dem den Mitfahrenden im Spiegel Legofigurvarianten ihrer selbst gezeigt werden:
                                                                                                      https://gizmodo.com/lego-will-use-ai-and-motion-tracking-to-turn-guests-int-1840083938
                                                                                                      https://www.holovis.com/all-projects/llny
                                                                                                    • Ein Wolf liest Märchen Podcast
                                                                                                    • Wer die erwähnten Ereignisse nicht kennt:
                                                                                                      • Näheres zum Ig-Nobelpreis auf Wikipedia (das ist die Veranstaltung, in der ein kleines Mädchen für das Einhalten der Redezeit sort :-))
                                                                                                      • Chaos Communication Congress des Chaos Computer Club
                                                                                                      • Links zu sportlichen Freizeitbeschäftigungen:
                                                                                                        • Buch Dungeons and Workouts
                                                                                                        • Switch-Spiel Ring Fit Adventure
                                                                                                        • Ein paar Nieschensportarten, die wir besprochen haben:
                                                                                                          • Unterwasserrugby: Wissen Macht Ah! Beitrag dazu
                                                                                                          • Quidditsch: https://deutscherquidditchbund.de/das-ist-quidditch/
                                                                                                          • 1 hr 52 min
                                                                                                          • Ist KI kreativ?
                                                                                                            • Johannes Rabold
                                                                                                              • Twitter
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                                                                                                              • Gesina Schwalbe
                                                                                                                • Email
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                                                                                                                  Wir beschäftigen uns heute mit der Frage, ob KI als kreativ bezeichnet werden kann. Nach einer Begriffsklärung zur Kreativität und dem Aufzählen von möglichen Techniken zur Datengenerierung betrachten wir Beispiele zur Bild-, Musik- und Textgenerierung.

                                                                                                                  Nochmal kurz für Beepo
                                                                                                                  • Es gibt KI Algorithmen die auf Basis von vorhandenen Daten aus gegebenen (z.B. zufälligen) Eingaben neue, potentiell „kreative“ Daten erschaffen
                                                                                                                  • KI kann eher als Assistentin für kreativ Schaffende dienen
                                                                                                                  • Kreativität ist schwer zu definieren, da
                                                                                                                    • das Kriterium „Originalität“ sehr subjektiv und schwer abzugrenzen ist; z.B.
                                                                                                                      • Nicht alle Problemstellungen lassen originelle Lösungen zu => Eine Lösung kann nur so kreativ sein, wie es die Problemstellung zulässt!
                                                                                                                      • Wenn die Eingaben nicht von einem Zufallsgenerator stammen, z.B. eine textuelle Bildbeschreibung oder ein vorgegebenes Foto, auf dem Style Transfer angewendet wird: Hier agiert die KI als eine Transformation der vorgegebenen Eingaben. Ab wann ist so eine Transformation (potentiell) kreativ und wann liegt die Kreativität noch rein in der Eingabe (= KI als besseres Bearbeitungstool)?
                                                                                                                      • die Problemstellung an sich genügend Freiraum für kreative Lösungen geben muss
                                                                                                                      • Was ist Kreativität?
                                                                                                                        • Definition lt. Duden: „schöpferische Kraft, kreatives Vermögen“
                                                                                                                        • Psychologie-Definition: Fähigkeit zu originellen (=nicht häufigen), produktiven (=schöpferischen) und nützlichen (= zweckdienlichen) Leistungen. (Stangl, 2022);
                                                                                                                          Abgrenzung:
                                                                                                                          • Intelligenz
                                                                                                                            • Sucht eine richtige Lösung
                                                                                                                            • Kreativität
                                                                                                                              • Sucht alternative, nützliche, ästhetische Problemlösungen
                                                                                                                              • Sehr subjektiv (insb. Originalität)
                                                                                                                              • Nach Margaret A.Boden in „ Creativity and artificial intelligence“ (von 1998): KI-Techniken können auf 3 wegen kreative neue Ideen kreieren:
                                                                                                                                • Neue Kombinationen bekannter Ideen
                                                                                                                                • Durchsuchen eines Lösungsraums
                                                                                                                                • Bereitstellen solcher Transformationen, die Generierung vorher unmöglicher Ideen ermöglichen
                                                                                                                                • Techniken zur Datengenerierung

                                                                                                                                  Wir brauchen generative, nicht diskriminative Prozesse.

                                                                                                                                  • Autoencoder
                                                                                                                                    • System, welches zur Aufgabe hat, Eingabedaten möglichst originalgetreu zu replizieren
                                                                                                                                    • Die Netzwerkarchitektur erzwingt, dass eine möglichst effizienten interne Codierung (Kompression) erlernt wird.
                                                                                                                                    • Für kreative neuartige Ausgaben: Die komprimierte Codierung kann gezielt oder zufällig verändert werden, um neue Ausgaben zu erhalten.
                                                                                                                                    • Generative Adversarial Networks (GANs)
                                                                                                                                      • Gegenseitiges Hochschaukeln von Generator (versucht, echt aussehende Ausgaben zu erzeugen) und Diskriminator (versucht, erzeugte von echten Beispielen zu unterscheiden)
                                                                                                                                      • Analogie: Geldfälscher (Generator) vs. Polizei (Diskriminator)
                                                                                                                                      • Transformer: Nehmen Sequenzen von Symbolen an und generieren Ausgabesequenzen
                                                                                                                                        • Abfolge von Encodern und Decodern
                                                                                                                                          • Encoder bringen die Eingabesymbole (z.B. Wörter) in eine interne Repräsentation (Vektoren); Position in der Sequenz beeinflusst die Repräsentation
                                                                                                                                          • Decoder bringen interne Repräsentation zurück in Symbole
                                                                                                                                          • Transformer lernen die interne Funktion zwischen Ein- und Ausgabesequenzen und beachten zusätzlich die Relationen zwischen Eingabesymbolen (z.B. Subjekt-Verb-Objekt-Beziehung in Text)
                                                                                                                                          • Anwendungsbeispiele
                                                                                                                                            Bild: Style Transfer
                                                                                                                                            • Ziel von Style Transfer: Nehme ein Bild und lass es eine KI malen im Stil eines anderen Fotos / eines Künstlers
                                                                                                                                            • Unterschied zu anderen Aufgaben:
                                                                                                                                              • Traditionelle ML-Ansätze müssen aus vielen Paaren von Ein- und Ausgabebildern lernen; diese Paaren existieren hier nicht
                                                                                                                                              • Deshalb müssen die Eigenschaften vom Originalbild und der Stil-Referenz gelernt werden
                                                                                                                                              • Mögliche Modellarchitektur:
                                                                                                                                                • Zwei Netzwerke: Ein bereits trainierter „Feature Extractor“ und ein „Transfer-Netzwerk“
                                                                                                                                                • Feature Extractor kümmert sich um Extraktion von Content (spätere Ebenen) und Style (frühere Ebenen)
                                                                                                                                                • Transfer-Netzwerk kümmert sich um Generierung eines kombinierten Bildes
                                                                                                                                                • Loss-Funktion vergleicht Unterschiede zwischen Content/Style Outputs und generiertem Bild
                                                                                                                                                • Musik

                                                                                                                                                  Komponist Lucas Kantor nutzt KI um Franz Schuberts Symphonie Nr. 8, die „Unvollendete“ zu vollenden

                                                                                                                                                  • Aufgabenformulierung:
                                                                                                                                                    • Musik-Generierung nicht auf dem Level von Schallwellen, sondern auf dem Noten-Level (welche Noten kommen wo hin?)
                                                                                                                                                    • KI spuckt Melodien aus und Cantor arrangiert diese
                                                                                                                                                    • Daten-Grundlage: 2000 Schubert-Stücke
                                                                                                                                                    • KI ist hier ein Tool, welches nichts ohne einen Menschen kann
                                                                                                                                                    • Text: Textvervollständigung
                                                                                                                                                      • Idee: Schreibe einen kurzen einleitenden Text und ein ML Modell schreibt den Text weiter
                                                                                                                                                      • Kann live ausprobiert werden in Online-Demo basierend auf GPT-2, einem „Transformer-Netzwerk“
                                                                                                                                                      • Links und sonstige schöne Quellen
                                                                                                                                                        • Definition Kreativität:
                                                                                                                                                          • Definition Kreativität von Studierenden der California State University: http://www.csun.edu/\~vcpsy00h/creativity/survey.htm
                                                                                                                                                          • Definition Kreativität Duden: https://www.duden.de/rechtschreibung/Kreativitaet
                                                                                                                                                          • Definition Kreativität in der Psychologie: Stangl, W. (2022, 10. März). Kreativität . Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik. (https://lexikon.stangl.eu/542/kreativitaet)
                                                                                                                                                          • IBM zu Kreativität von Maschinen: https://www.ibm.com/watson/advantage-reports/future-of-artificial-intelligence/ai-creativity.html
                                                                                                                                                          • Style Transfer Guide: https://www.fritz.ai/style-transfer/
                                                                                                                                                          • Online Style Transfer: https://reiinakano.com/arbitrary-image-stylization-tfjs/
                                                                                                                                                          • Nachrichten-Artikel zur Vervollständigung der „Unvollendeten“ Symphonie Schuberts: https://www.nbcnews.com/mach/science/ai-can-now-compose-pop-music-even-symphonies-here-s-ncna1010931
                                                                                                                                                          • Online-Demos:
                                                                                                                                                            • Text-Vervollständigung Online-Demo: https://deepai.org/machine-learning-model/text-generator
                                                                                                                                                            • Bildgenerierung Online-Demo: https://deepai.org/machine-learning-model/3d-objects-generator
                                                                                                                                                            • Transformer neuronale Netze: https://de.wikipedia.org/wiki/Transformer(MaschinellesLernen)
                                                                                                                                                            • Einführung in Autoencoder: https://www.mygreatlearning.com/blog/autoencoder/
                                                                                                                                                            • Einführung in GANs: https://machinelearningmastery.com/what-are-generative-adversarial-networks-gans/
                                                                                                                                                            • Paper und demo von GAN Dissect, einem Verfahren zum „Malen“ mithilfe von GANs: https://gandissect.csail.mit.edu
                                                                                                                                                            • Generierung von Vogelbildern aus Textbeschreibungen: https://www.youtube.com/watch?v=rAbhypxs1qQ
                                                                                                                                                            • Stimmengenerierung: https://www.youtube.com/watch?v=RknIx6XmffA
                                                                                                                                                            • Schöner Zeitschriftenartikel zum Thema (Englisch): https://www.forbes.com/sites/bernardmarr/2020/02/28/can-machines-and-artificial-intelligence-be-creative/?sh=607169f24580
                                                                                                                                                            • Zweibeiner lernen Laufen mit genetischen Algorithmen: https://www.youtube.com/watch?v=pgaEE27nsQw
                                                                                                                                                            • Video von Google DeepMind, wie kleine Figuren in einer Simulation selber Laufen gelernt haben (mit lustigen/kreativen Lösungen wie ständiges Mit-den-Armen-Fuchteln für Stabilisierung ;-)): https://www.youtube.com/watch?v=gn4nRCC9TwQ
                                                                                                                                                            • Post, in dem erklärt wird, wie die Firma Cloudflare eine Wand von Lavalampen für Zufallsgenerierung nutzt: https://blog.cloudflare.com/randomness-101-lavarand-in-production/
                                                                                                                                                            • 2 Minute Papers Youtube Kanal: https://www.youtube.com/@TwoMinutePapers/videos
                                                                                                                                                            • Ein Experiment von Coldmirror, in dem sie einen Textvervollständiger nutzt, um neue Harry Potter Geschichten zu generieren: https://www.youtube.com/watch?v=YaPzARFwPuA&list=PLDvBqWb1UAGeXy9QXbG0qhmX1BeMQShb0
                                                                                                                                                            • Ein Kapitel aus einem fiktiven Harry Potter Buch, das von einer AI generiert wurde: https://botnik.org/content/harry-potter.html
                                                                                                                                                              (kurzer Zeitungsartikel dazu: https://www.theverge.com/2017/12/12/16768582/harry-potter-ai-fanfiction)
                                                                                                                                                            • Beispiel einer Anwendung eines GANs für die Restauration alter Wandgemälde: https://heritagesciencejournal.springeropen.com/articles/10.1186/s40494-020-0355-x
                                                                                                                                                            • 1 hr 25 min
                                                                                                                                                            • Was sind Social Bots?
                                                                                                                                                              • Johannes Rabold
                                                                                                                                                                • Twitter
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                                                                                                                                                                • Gesina Schwalbe
                                                                                                                                                                  • Email
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                                                                                                                                                                    Nochmal kurz für Beepo
                                                                                                                                                                    • Ein Bot (kleiner Roboter) wird normalerweise verstanden als ein Programm, das mit Nutzern über Textnachrichten interagieren kann. Z.B. kann man einen Bot haben, der auf eine Textanweisung in einem Chat hin das Licht ausmachen, oder über eine Chatnachricht Bescheid geben kann, wenn es eine neue Nachricht auf einem Nachrichtenkanal gab.
                                                                                                                                                                    • Social Bots sind Programme, die über soziale Netzwerke mit Menschen interagieren, und hier auch Schindluder treiben können.
                                                                                                                                                                    • Social Bots sind präsent: Es wird geschätzt, dass ca. 15% der Profile auf Twitter eigentlich Bots sind.
                                                                                                                                                                    • Man kann verschiedene Sachen dagegen tun und die Forschung ist aktiv daran, Maßnahmen wie Boterkenner zu entwickeln. Schau dir z.B. mal Botometer an.
                                                                                                                                                                    Warum habt Johannes diese Folge vorbereitet?
                                                                                                                                                                    • Ich sehe, wie viele Social Media Plattformen und Kommentarspalten von demokratie- und wissenschaftsfeindlichen Äußerungen/Meinungen durchsetzt sind, und ich will nicht glauben, dass das das Meinungsbild der Gesellschaft widerspiegelt
                                                                                                                                                                    • Ich war interessiert an der Frage, inwiefern Social Bots das Stimmungsbild in Sozialen Medien verzerren können
                                                                                                                                                                    • Außerdem wollte ich wissen, wie man Social Bots erkennen kann und wie man sogar etwas dagegen unternehmen kann.
                                                                                                                                                                    Was sind Social Bots?
                                                                                                                                                                    • Kleine Programme, die – meist in sozialen Netzen – automatisiert Handlungen vornehmen (z.B. menschliches Verhalten simulieren, siehe ELIZA, Joseph Weizenbaum)
                                                                                                                                                                    • Oft nennt man die Profile, welche solche Handlungen vornehmen, Bots.
                                                                                                                                                                    • Aufteilung in gutartige und bösartige Bots:
                                                                                                                                                                      • Gutartige Bots können zum Beispiel manuelle Arbeit abnehmen
                                                                                                                                                                        • Umrechnen von Währungen
                                                                                                                                                                        • Akkumulieren von Informationen
                                                                                                                                                                        • Reposts finden (z.B. auf Reddit)
                                                                                                                                                                      • Die BPB definiert drei Kategorien für Bots aus der bösartigen Ecke:
                                                                                                                                                                        • Überlaster: Plattform / User mit zu vielen Nachrichten bombardieren
                                                                                                                                                                        • Trendsetter: viele Nachrichten posten, die einen gewollten Trend unterstützen, um es nach mehr Unterstützern aussehen zu lassen)
                                                                                                                                                                        • Auto-Trolle: automatisierte, oft ablenkende Antworten auf Posts von Personen oder mit bestimmter Meinung)
                                                                                                                                                                    Wie funktionieren sie?
                                                                                                                                                                    • Häufig stellen soziale Netzwerke eine Programmierschnittstelle (API) zur Verfügung.
                                                                                                                                                                    • Über APIs (=programmatische Schnittstellen) lassen sich Bots starten und steuern; z.B.:
                                                                                                                                                                      • Die Timeline lässt sich nach Schlüsselworten durchsuchen und der Bot kann mit (teilweise auch kontextsensitiven) Tweets antworten
                                                                                                                                                                    • Bot-Profile folgen oft einfach zufällig anderen Profilen, um ihre Reichweite zu erhöhen
                                                                                                                                                                    • „Intelligenz“ von Bots:
                                                                                                                                                                      • Oftmals nur vage basierend auf komplexer KI, wenn überhaupt (meistens reichen wenige statische Regeln)
                                                                                                                                                                      • Ausgeklügeltere Bots können aber auch Fragen beantworten oder ganze Konversationen führen (vgl. Chatbots)
                                                                                                                                                                    Gefahren von Social Bots
                                                                                                                                                                    • Einschätzung: ca. 9-15 % der Twitter-Profile sind Bots (Varol et al., 2017)
                                                                                                                                                                    • Weitreichende und schnelle Auswirkungen durch Automatisierung
                                                                                                                                                                    • Menschen als soziale Wesen tendieren zum „Folgen der Masse“
                                                                                                                                                                    • Verzerrung des (politischen) Meinungsbildes
                                                                                                                                                                      • Ein Thema kann künstlich aufgeblasen werden; z.B.:
                                                                                                                                                                        • Politiker:innen werden gut oder von ihren Gegner:innen schlecht dargestellt
                                                                                                                                                                        • Falsch-Informationen über die Impf-Debatte können rasant verteilt werden
                                                                                                                                                                      • Aber noch recht unbekanntes Forschungs-Terrain: Die Größe des Einflusses von Social Bots ist umstritten.
                                                                                                                                                                    Was kann man gegen sie tun?
                                                                                                                                                                    • Machine Learning gegen bösartige Social Bots
                                                                                                                                                                    • Z.B. Supervised ML (gelabeltes Datenset von Tweets; Bot ja oder nein)
                                                                                                                                                                      • Problem: Woher kommt die Ground Truth?
                                                                                                                                                                        • Honeypots
                                                                                                                                                                          • Accounts, die nur Kauderwelsch tweeten
                                                                                                                                                                          • Bots wollen ihre Reichweite erhöhen und folgen zufälligerweise auch diesen Accounts
                                                                                                                                                                      • Als Attribute können sowohl Inhalt als auch Metadaten von Tweets verwendet werden
                                                                                                                                                                      • LSTMs als Methode, zeitabhängige Daten (auch Text) zu verarbeiten
                                                                                                                                                                    • Bei Botnets können Unsupervised ML Methoden verwendet werden um zu untersuchen, ob sich Accounts synchron verhalten
                                                                                                                                                                    • Botometer
                                                                                                                                                                      • Errechnet einen Bot-Score auf Profil-Ebene
                                                                                                                                                                      • Supervised ML Ansatz mit über 1000 Features
                                                                                                                                                                      • Subscores, damit man sieht, welche Faktoren wie viel Einfluss auf den Score hatten
                                                                                                                                                                      • Auf englischsprachige Profile ausgerichtet; es gibt aber auch einen sprachunabhängigen Score
                                                                                                                                                                    Quellen und weitere interessante Links
                                                                                                                                                                    • https://www.bpb.de/252585/was-sind-social-bots (diese Seite ist zum Zeitpunkt des Verfassens der Shownotes offline gegangen. Diese Seite könnte noch online sein: https://www.bpb.de/themen/medien-journalismus/digitale-desinformation/290555/social-bots-zwischen-phaenomen-und-phantom/#:\~:text=Social Bots sind Computerprogramme%2C die,auch politische Inhalte zu verbreiten.&text=Die davon ausgehende Gefahr lässt,Mensch hinter den Social Bots.)
                                                                                                                                                                    • „Communication Snapshot“ der akademischen Gesellschaft zu „How powerful are social bots?“ https://www.akademische-gesellschaft.com/fileadmin/webcontent/Publikationen/CommunicationSnapshots/AGUKCommunicationSnapshotSocialBotsJune2018.pdf
                                                                                                                                                                    • Demystifying social bots: https://journals.sagepub.com/doi/pdf/10.1177/2056305120939264
                                                                                                                                                                    • Arming the public with AI to counter social bots: https://journals.sagepub.com/doi/pdf/10.1177/2056305120939264
                                                                                                                                                                    • Botometer: https://botometer.osome.iu.edu/
                                                                                                                                                                    • Botometer 101 (ein Low-Level Tutorial für Laien): https://arxiv.org/pdf/2201.01608.pdf
                                                                                                                                                                    • Wie viele Bots gibt es auf Twitter?
                                                                                                                                                                      • Dieses Paper von Varol et al., das auf einer hochrangingen Konferenz erschienen ist, schätzt auf 9-15%: https://arxiv.org/pdf/1703.03107.pdf
                                                                                                                                                                      • Vortrag „Mining Social Networks to Learn about Rumors, Hate Speech, Bias and Polarization by Barbara Poblete“ von Prof. Barbara Poblete: https://www.youtube.com/watch?v=N1igWnzZRQ8
                                                                                                                                                                        (Gesina konnte die Aussage zur Prozentzahl der Bots auf Twitter im Transkript nicht mehr finden – trotzdem sehr interessanter Vortrag.)
                                                                                                                                                                    • Journalistische Recherche, die Fake Stellengesuchen aufgedeckt hat: https://www.rbb24.de/studiocottbus/panorama/coronavirus/beitraege\_neu/2022/01/oberlausitz-anzeigen-annoncen-impfpflicht-ungeimpfte-stellenangebot.html
                                                                                                                                                                    • Mind Field Video von Vsauce zur Konformität: https://www.youtube.com/watch?v=fbyIYXEu-nQ
                                                                                                                                                                    • Mehr zu unterschwelligen Reizen (= subliminal messages, z.B. Kinofilm, in dem nicht bewusst wahrnehmbar kurz für einen Frame ein Bild einer Cola eingeblendet wird, um den Wunsch auf Cola zu wecken) und, dass sie nicht oder nicht besonders gut funktionieren: https://de.wikipedia.org/wiki/Unterschwelliger\_Reiz
                                                                                                                                                                    • Wer sich selber mal einen Bot (bitte keinen Social Bot ;-)) für Telegram schreiben möchte, kann mal hier reinschauen: https://core.telegram.org/bots
                                                                                                                                                                    • Der Messenger Element, den Gesina erwähnt hat: https://element.io (basiert auf dem Matrix Protokoll)
                                                                                                                                                                    • Mehr zum OSI Schichtmodell, das den Schichtaufbau von Datenpaketen im Internet beschreibt
                                                                                                                                                                    1 hr 24 min
                                                                                                                                                                  • Warum fahren Autos noch nicht autonom?
                                                                                                                                                                    • Gesina Schwalbe
                                                                                                                                                                      • Email
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                                                                                                                                                                          Wir wollen klären, was zum autonomen Fahren benötigt wird und warum es so schwer ist. Dafür verschaffen wir uns einen Überblick, welche Fähigkeiten ein autonomes Auto mitbringen muss, und was jeweils Probleme machen kann.

                                                                                                                                                                          Nochmal Kurz für Beepo
                                                                                                                                                                          • Autonomes Fahren = (weitgehend) selbstständige Fortbewegung eines Fahrzeugs
                                                                                                                                                                          • Autonomes Fahren ist ein weites Feld mit (sehr) vielen Anwendungen; hier geht es exemplarisch um autonomes Fahren (bzw. hoch- oder vollautomatisiertes Fahren) von Autos.
                                                                                                                                                                          • Auf dem Weg zur vollen Autonomie wird oft zwischen mehreren Stufen der Automatisierung unterschieden (Assistenzsysteme, stets bereiter Notfallfahrer und angekündigte Fahrerübergabe)
                                                                                                                                                                          • Für autonome Autos werden viele Fähigkeiten benötigt:
                                                                                                                                                                            • Umgebungswahrnehmung (wo ist was?)
                                                                                                                                                                            • Verständnis der Umgebung (wer macht was?)
                                                                                                                                                                            • Trajektorienplanung = lokale Wegplanung (wo fahre ich als nächstes lang? wie muss ich lenken?)
                                                                                                                                                                            • Navigation / Routenplanung = globale Wegplanung (was ist die beste Route?)
                                                                                                                                                                            • und einige andere Sachen wie Fahrzeugüberwachung, Innenraumüberwachung, etc.
                                                                                                                                                                          • Wie schwer es ist, Autonomie beim Fahren zu ermöglichen, hängt stark von der Komplexität der Umgebung und Sicherheitsfaktoren wie Geschwindigkeit, Verfügbarkeit eines Notfallfahrers, Insassenüberwachung (z.B. sind Kinder angeschnallt?) ab.
                                                                                                                                                                          Was ist autonomes Fahren?
                                                                                                                                                                          • Autonomes Fahren = (weitgehend) selbstständige Fortbewegung eines Fahrzeugs
                                                                                                                                                                          • Unterschiedliche Level von Automatisierung, d.h. Automatisierungsgrade nach SAE J3016:
                                                                                                                                                                            • Unter Level 2: keine Autonomie
                                                                                                                                                                            • Level 2: Standardassistenzsysteme, z.B. Spurhalteassistent; Fahrer muss Hände am Lenkrad behalten
                                                                                                                                                                            • Level 3: autonom mit Notfallfahrer: Fahrer muss nur im Notfall und nach Anfrage übernehmen
                                                                                                                                                                            • Level 4: Autonomes Fahren in Teilbereichen (z.B. Autobahn); ein Fahrer muss nur auf Anfrage und mit Übergangszeit übernehmen
                                                                                                                                                                            • Level 5: Vollautomatisierung, kein menschlicher Fahrer mehr
                                                                                                                                                                          • Achtung: Tesla ist nicht vollautonom!! Erste Beta-Tests der vollautonomen Fahrfunktionen (Level >=4) gibt es erst seit 2022 in den USA, Europa ist in Aussicht
                                                                                                                                                                          • Autonome Fortbewegung ist ein weites Feld; Beispiele von Anwendungsbereichen:
                                                                                                                                                                            • Autos: Individualverkehr, Busse
                                                                                                                                                                            • Bahnverkehr
                                                                                                                                                                            • Flugverkehr (Autopilot)
                                                                                                                                                                            • Schifffahrt
                                                                                                                                                                            • Drohnen
                                                                                                                                                                            • Fertigung, Logistik (z.B. in Lagerhallen), etwa im Hive
                                                                                                                                                                            • Heimautomatisierung (z.B. Staubsaugerroboter)
                                                                                                                                                                            • In Gebiete Vordringen, in die Menschen (noch) nicht kommen und Roboter nicht gut dort fernsteuern können, z.B. andere Planeten (der Marsrover Perseverance und seine Begleitdrohne Ingenuity sind weitestgehend autonom) oder Katastrophengebiete
                                                                                                                                                                            • Militärische Fahrzeuge
                                                                                                                                                                            • …
                                                                                                                                                                          Was muss ein autonomes Fahrzeug alles können?

                                                                                                                                                                          Überblick: Wahrnehmen (sensorisch aufnehmen, erkennen), Verstehen, Planen (lokale Trajektorie, Navigieren), Agieren.

                                                                                                                                                                          • Wahrnehmung:
                                                                                                                                                                            • Zum Vergleich bei Menschen: Augen (Objekterkennung, Distanzschätzung, Bewegungsmelder), Ohren & Haptik (Untergrund, Gefahrensituationen, Kommunikation)
                                                                                                                                                                            • Typische Sensoren für Fahrzeuge:
                                                                                                                                                                              • Kamera(s)
                                                                                                                                                                                • Unzuverlaessig bei schlechten Sichtverhaeltnissen (Regen, Nebel, blendendes Licht, …)
                                                                                                                                                                                • Geht schlecht bei Dunkelheit
                                                                                                                                                                              • Lidar (Light imaging, detection and ranging) = Laserscanning mit fast sichtbarem Licht
                                                                                                                                                                                • Misst Entfernung
                                                                                                                                                                                • Auch nicht bei schlechten Sichtverhaeltnissen (Nebel, etc.)!
                                                                                                                                                                                • TEUER
                                                                                                                                                                              • Radar = Laserscanning mit Radarwellen, vgl. Einparksensoren
                                                                                                                                                                                • Ghost Objects
                                                                                                                                                                              • Ultraschall
                                                                                                                                                                                • Nur sehr nahe Objekte (wenige Meter)
                                                                                                                                                                              • Informationen aus Connected Mobility
                                                                                                                                                                            • Erkennen von Objekten, Bildbereichen, etc.: Schwierige Aufgabe
                                                                                                                                                                              • schwer zu spezifizieren)
                                                                                                                                                                              • Sehr variable Eingaben
                                                                                                                                                                              • Verdeckung, Objektpermanenz etc.
                                                                                                                                                                              • -> Inzwischen werden DNNs verwendet, die aber selbst gerne Fehler machen (vgl. Folge dazu)!
                                                                                                                                                                          • „Erkennen“:
                                                                                                                                                                            • Befahrbare Bereiche? Verkehrsschilder?
                                                                                                                                                                            • Wer macht was als naechstes? -> teils komplexe Verhaltenspsychologie! z.B.
                                                                                                                                                                              • Ball & Kind!
                                                                                                                                                                              • Eng auffahren
                                                                                                                                                                              • Winken
                                                                                                                                                                            • Gefahrensituation (Kollisionsgefahr, Glaette, …)?
                                                                                                                                                                            • Unsicherheit aus den Wahrnehmungsinformationen!
                                                                                                                                                                          • Lokales Planen (Trajektorienplanung):
                                                                                                                                                                            • Muss ich bremsen / ausweichen?
                                                                                                                                                                            • Wie viel darf ich das Lenkrad einschlagen ohne aus der Kurve zu fliegen?
                                                                                                                                                                            • Kommunikation: Wie komme ich auf die andere Spur? Wie bringe ich andere dazu, mich reinzulassen?
                                                                                                                                                                            • Verkehrsregeln wie Vorfahrt etc.?
                                                                                                                                                                            • Regelbrueche um z.B. Hindernisse zu umfahren oder dem Einsatzfahrzeug Platz zu machen?
                                                                                                                                                                            • Wie komme ich aus einer Sackgasse heraus?
                                                                                                                                                                          • Globales Planen (Navigation):
                                                                                                                                                                            • Wo bin ich gerade? Wie komme ich am besten wo hin?
                                                                                                                                                                          • Sonstiges:
                                                                                                                                                                            • Fahrzeugueberwachung: Brennt mein Auto?
                                                                                                                                                                            • Fahrgastueberwachung: Sind alle Kinder angeschnallt?
                                                                                                                                                                            • Fahrerueberwachung: Ist der Notfallfahrer übernahmebereit? (Alkoholisierung? Eingeschlafen?)
                                                                                                                                                                            • Sicherheit: Diebstahlschutz, Einbruchschutz
                                                                                                                                                                            • Erste-Hilfe bei Notfällen im Fahrgastraum oder an Unfallstellen
                                                                                                                                                                            • Verhalten im (grossen) Katastrophenfall, z.B. Erdbeben, Erdrutsch, …
                                                                                                                                                                          Was macht autonomes Fahren schwierig?
                                                                                                                                                                          • Rechenleistung!
                                                                                                                                                                          • Einfluss auf Schwierigkeit haben:
                                                                                                                                                                            • Die Unberechenbarkeit der Umgebung, in der sich autonom bewegt werden soll (z.B. andere Verkehrsteilnehmer, Untergrund, befahrbahre Flächen)
                                                                                                                                                                              • Diversität (abgesperrte Logistikhalle vs. Wohnzimmer vs. Straße)
                                                                                                                                                                              • Einflüsse auf Wahrnehmung (z.B. Nebel, Regen, Dreck)
                                                                                                                                                                              • Hindernisse / Gefahrenstellen (z.B. Baustellen, Unfallstellen, Glatteis)
                                                                                                                                                                            • Welche Sensoren angewendet werden können
                                                                                                                                                                            • Wer kann mit dem Fahrzeug in Kontakt kommen? Eingewiesenes Personal vs. Endverbraucher vs. beliebiger Passant
                                                                                                                                                                            • Security, z.B. Diebstahlschutz, Entkommen aus Gefahrensituation wie Überfall
                                                                                                                                                                          • Möglichkeiten, es sich leichter zu machen:
                                                                                                                                                                            • Menschliche Backups der Funktionen (z.B. Backup-Fahrer, Fernsteuerung, etc.); Einschränkungen z.B.: Kinder dürfen nicht alleine fahren und das Auto kommt nicht alleine in die Tiefgarage
                                                                                                                                                                            • Eingeschränkte Umgebung, z.B. Bus / Bahn fährt immer dieselbe Strecke
                                                                                                                                                                            • Connected Mobility = nicht mehr jedes Auto muss alles sehen
                                                                                                                                                                            • Platooning = Autos können sehr nah hintereinander fahren, weil jedes Auto genau weiß, wann der Vordermann bremst
                                                                                                                                                                          • Fehlende rechtliche Grundlagen und standardisierte Schnittstellen
                                                                                                                                                                          Links und sonstige schöne Quellen
                                                                                                                                                                          • Video von Tom Scott zum Hive, einer vollautomatisierten Logistikhalle (Englisch): https://youtu.be/ssZ\_8cqfBlE
                                                                                                                                                                          • Auf der offiziellen Supportseite von Tesla zur Autopilot-Funktionalität wird gemahnt, dass der Fahrer noch die Hände am Lenkrad lassen muss (=Level 2 autonomes Fahren): „“Autopilot“, „Verbesserte Autopilot-Funktionalität“ und „Volles Potenzial für autonomes Fahren“ sind für einen aufmerksamen Fahrer gedacht, der die Hände am Lenkrad behält und jederzeit übernehmen kann. Auch wenn diese Merkmale im Laufe der Zeit immer leistungsfähiger werden, machen die gegenwärtig verfügbaren Merkmale das Fahrzeug nicht autonom.“
                                                                                                                                                                            Also bitte: Vertraut der Technologie nicht blind, lasst die Hände wirklich am Steuer und bleibt jederzeit für einen Eingriff bereit!!
                                                                                                                                                                          • Mehr zum aktuellen Stand von Teslas Fortschritt beim vollautonomen Fahren: https://teslamag.de/news/autonomie-software-abo-tesla-fsd-funktionen-199-dollar-monat-39168
                                                                                                                                                                          • Beispiel eines Prototypen für autonomen öffentlichen Nahverkehr: https://www.continental.com/en/products-and-innovation/innovation/automated-driving/cube/
                                                                                                                                                                          • Ein schöner Vergleich von menschlichen Augen (insb. mit wie vielfältigen Lichtverhältnissen sie klar kommen) mit Kameras: https://www.fotoworkshop-stuttgart.de/das-menschliche-auge-und-die-fotografie/
                                                                                                                                                                          • Gute Übersicht über Problem von Lidar: https://www.designnews.com/electronics-test/four-challenges-lidar-road-autonomous-vehicles
                                                                                                                                                                          • Homepage von Waymo (Subunternehmen von Google für die Entwichlung autonomer Taxis): https://waymo.com
                                                                                                                                                                            Hier findet ihr Bilder, wie lustig die Autos mit dem Lidar-Knubbel auf dem Dach aussehen
                                                                                                                                                                          • Links zum Standard UL4600 (Standard for Safety for the Evaluation of Autonomous Products): https://users.ece.cmu.edu/~koopman/ul4600/index.html
                                                                                                                                                                          • Ein Beispiel für eine Firma, die Teledriving entwickelt (=Autos fahren nicht autonom, sondern per Fernsteuerung): Vay
                                                                                                                                                                          • Vortrag „How to (not) build autonomous robots“ auf dem 36c3 (36th Chaos Communication Congress) darüber, welche Probleme ein Startup hatte, autonome Lieferroboter zu bauen und wie sie letztenendes auf Fernsteuerung umgestiegen sind (und welche Probleme es hier gab): https://media.ccc.de/v/36c3-10601-how_not_to_build_autonomous_robots
                                                                                                                                                                          1 hr 38 min
                                                                                                                                                                        • Welche Fehler machen neuronale Netze?
                                                                                                                                                                          • Johannes Rabold
                                                                                                                                                                            • Twitter
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                                                                                                                                                                              • Email
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                                                                                                                                                                                Zusammenfassung: Ganz kurz für Beepo
                                                                                                                                                                                • Es gibt ganz verschiedene Fehlerursachen, z.B. Bias in den Daten, zu hohe/niedrige Modellkapazität, Konvergenzprobleme, ein falsches Optimierungsziel oder technologiespezifische Probleme wie Adversarial Examples bei neuronalen Netzen.
                                                                                                                                                                                • Es ist nicht einfach, Fehler zu finden.
                                                                                                                                                                                • Es ist noch weniger einfach, sie zu beheben. Oft hilft nur ein erneutes Trainieren.
                                                                                                                                                                                Beispiele von bekannten Fehlertypen
                                                                                                                                                                                Bias und Reward Hacking
                                                                                                                                                                                • Korrelation = wechselseitige Beziehung zwischen zwei Merkmalen (z.B. Nacht und Anzahl an Personen, die unterwegs sind), wobei die Beziehung nicht kausal sein muss!
                                                                                                                                                                                • Bias = systematische Abweichung/Verzerrung eines Zusammenhangs
                                                                                                                                                                                  In der Praxis: Merkmale treten häufig gemeinsam auf, deren Zusammenhang sich aber nicht verallgemeinern lässt
                                                                                                                                                                                  (z.B. eine Auswahl von Bildern in der Nacht auf denen viele Menschen zu sehen sind ließe vermuten; nachts ist aber normalerweise wenig los)
                                                                                                                                                                                • Problem: ML Funktion verlässt sich auf diese (irrelevanten) Merkmale für seine Vorhersage
                                                                                                                                                                                • Beispiele von unabsichtlichem Bias:
                                                                                                                                                                                  • Fehlerhafte Korrelationen bzw. Clever Hans Effekt (in der Klassifikation) = zur Klassenbestimmung werden einfache Merkmale verwendet, die zwar häufig mit Objekten der Klasse einhergehen, aber in Realität nicht zur Aufgabenlösung geeignet wären; Beispiele:
                                                                                                                                                                                    • Datum in der Bildunterschrift (aus dem SpRay Paper)
                                                                                                                                                                                    • Schnee wird als vorwiegendes Merkmal für Husky verwendet (aus dem LIME Paper)
                                                                                                                                                                                  • Reward Hacking = falsch formuliertes Trainingsziel, welches Abkürzungen zulässt, die die eigentliche Aufgabe umgehen (s. Paper von Google);
                                                                                                                                                                                    Beispiele:
                                                                                                                                                                                    • Lösen von Planungsaufgaben: z.B.
                                                                                                                                                                                      • Eigentliche Aufgabe: Aufräumen; Zielformulierung: keine herumliegenden Sachen mehr zu sehen; Gewählte Lösung: einfach die Augen zu halten!
                                                                                                                                                                                      • Eigentliche Aufgabe: Spiel erfolgreich spielen; Zielformulierung: Spiel gewinnen; Gewählte Lösung: Glitches (=Spielfehler) ausnutzen!
                                                                                                                                                                                • Daten können auch absichtlich verunreinigt werden!
                                                                                                                                                                                  Beispiele:
                                                                                                                                                                                  • Twitter Chatbot Tay von Microsoft: Ein Chatbot basierend auf künstlicher Intelligenz sollte durch freie Interaktion auf Twitter angelernt werden. Trolle haben dem Bot innerhalb kürzester Zeit alle möglichen inakzeptablen Aussagen beigebracht.
                                                                                                                                                                                  • Peniszeichnungen: Google hat einen großen Datensatz aus einfachen Zeichnungen durch ein einfaches Spiel gesammelt. Aus den gesammelten Zeichnungen mussten sicherlich einige absichtlich eingefügte anstößige Zeichnungen aussortiert werden, wie die Initiative „Do Not Draw a Penis“ vermutet.
                                                                                                                                                                                Konvergenzprobleme
                                                                                                                                                                                • Underfitting = das Modell hat aus den Trainingsdaten nicht genug gelernt und schafft es nicht einmal, auf den Trainingsdaten gute Ergebnisse zu erbringen;
                                                                                                                                                                                  Mögliche Ursachen:
                                                                                                                                                                                  • Zu kurzes Training: Einige maschinelle Lernverfahren (z.B. neuronale Netze) können iterativ trainiert werden. Ein verfrühter Trainingsabbruch bedeutet, dass das Modell noch nicht genug gelernt hat, um gut zu funktionieren.
                                                                                                                                                                                  • Modellkapazität = Vermögen mithilfe des Modells Funktionen anzunähern;
                                                                                                                                                                                    Zu geringe Kapazität heißt, dass das Modell „zu einfach“ ist und die Funktion gar nicht lernen KANN.
                                                                                                                                                                                    Beispiele:
                                                                                                                                                                                    • Nicht alle Probleme sind linear!
                                                                                                                                                                                    • Restriction/Language Bias: Modelle werden mit Algorithmen trainiert, die nicht die Hypothesensprache sprechen, die benötigt wird.
                                                                                                                                                                                • Overfitting = das Modell hat die Trainingsdaten teilweise auswendig gelernt und schafft es nicht mehr, auf andere Daten zu generalisieren;
                                                                                                                                                                                  Mögliche Ursachen: Zu große Modellkapazität +
                                                                                                                                                                                  • zu langes Training und / oder
                                                                                                                                                                                  • zu wenige Beispiele, die zu oft gezeigt werden
                                                                                                                                                                                • Meist leicht zu finden durch Vergleich der Performanz auf Trainings- und Testdatensatz, aber schwer zu beheben!
                                                                                                                                                                                Unerwünschte Seiteneffekte
                                                                                                                                                                                • Unerwünschte Seiteneffekte im Reinforcement learning (=Planung) = ursprüngliches Problem wird gelöst, aber auf eine Art und Weise, die zusätzliche unvorhergesehene Probleme schafft (s. Paper „Concrete Problems in AI Safety“ von 2016); Beispiel:
                                                                                                                                                                                  • Beepo soll aufräumen und wird immer belohnt, wenn alle Sachen aus dem Weg geräumt wurden -> Beepo lernt, alle Sachen in den Schredder zu werfen.
                                                                                                                                                                                Adversarial Examples
                                                                                                                                                                                • DNNs: Adversarial Examples = sehr kleine, irrelevante Veränderungen in der Eingabe ändern die Ausgabe stark (ähnlich dem Schmetterlingseffekt);
                                                                                                                                                                                  Beispiele: ein wenig Pixelrauschen kann aus Sicht des Netzes …
                                                                                                                                                                                  • … einen Bus in einen Vogelstrauß verwandeln (s. DLFuzz Paper)
                                                                                                                                                                                  • … ein Stop-Zeichen in eine Geschwindigkeitsbegrenzung verwandeln (s. „Robust Physical-world Attacks“ Paper)
                                                                                                                                                                                • Mögliche Ursachen: Forschungsgegenstand!
                                                                                                                                                                                  Vermutungen:
                                                                                                                                                                                  • Bias in den Daten bezüglich Rauschmustern in den Daten (s. Paper „Adversarial examples are not bugs, they are features“)
                                                                                                                                                                                  • „Hochfrequente“ Kompressionsartefakte
                                                                                                                                                                                • Im praktischen Einsatz: Nicht robust gegenüber Veränderungen in der Domäne -> braucht ständige Updates!
                                                                                                                                                                                  • Beispiele bei einem Objekterkenner:
                                                                                                                                                                                    • neue Mode/Fashion (z.B. zu Karneval)
                                                                                                                                                                                    • neue Kameraposition (z.B. von Auto zu LKW)
                                                                                                                                                                                    • neue Beleuchtungsverhältnisse
                                                                                                                                                                                  • Gegenmaßnahmen: Möglichst diverse Beispiele beim Training verwenden, z.B. diverse „… in the wild“-Datensätze (z.B. LFW Datensatz)
                                                                                                                                                                                Fehler Finden und Beheben
                                                                                                                                                                                • Fehler Finden:
                                                                                                                                                                                  • Ausführliches Testen
                                                                                                                                                                                  • Explainable AI
                                                                                                                                                                                • Fehler Beheben: Meist geht nur erneutes Trainieren
                                                                                                                                                                                  Denn es muss oft eines von Folgendem angepasst werden:
                                                                                                                                                                                  • Daten (z.B. gegen Bias und Adversarial Attacks)
                                                                                                                                                                                  • Netzwerkarchitektur (z.B. gegen Underfitting)
                                                                                                                                                                                  • Optimierungskriterium (z.B. gegen Reward Hacking)
                                                                                                                                                                                Links und Sonstige schöne Quellen
                                                                                                                                                                                • Demonstrationen, wie gut Bildgenerierung sein kann, vor allem für Gesichter (aber achtet mal auf die Darstellungsfehler, die häufig bei Haaren oder Brillen auftreten)
                                                                                                                                                                                • Delphi = Versuch, einem Netzwerk Moral beizubringen (Klassifikation von Sätzen als OK/nicht OK): anfänglich wurden Sätze mit „if“ (=“wenn“) immer als „OK“ klassifiziert, z.B.
                                                                                                                                                                                  „Eine Giraffe stehlen, wenn es eine wirklich tolle Giraffe ist“ -> OK (s. AIWeirdness.com)
                                                                                                                                                                                • Geschichte des Pferds Clever Hans, welches vermeintlich zählen konnte
                                                                                                                                                                                • Näheres zur Initiative „Do Not Draw a Penis„: Nachdem anstößige Symbole in öffentlichen Datensätze von Zeichnungen fehlen (in diesem Fall: Penisse), diese aber z.B. für effektives automatisches Filtern benötigt werden, will die Initiative einen Datensatz gerade solcher Zeichnungen zur Verfügung stellen.
                                                                                                                                                                                • Weiteres Beispiel für Adversarial Examples: Eine Schildkröte wird in eine Waffe verwandelt aus Sicht eines DNNs wie in diesem Blog beschrieben.
                                                                                                                                                                                • Adversarial Examples gibt es auch für Text oder Audio.
                                                                                                                                                                                • Leichte Unterhaltung bietet euch „Echt Abgefakt“, Kulmbachs Nr. 1 Comedy-Podcast: https://www.echtabgefakt.de/
                                                                                                                                                                                49 min
                                                                                                                                                                              • Was ist Inductive Logic Programming?
                                                                                                                                                                                • Johannes Rabold
                                                                                                                                                                                  • Twitter
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                                                                                                                                                                                  • ResearchGate
                                                                                                                                                                                  • ORCiD
                                                                                                                                                                                  • Gesina Schwalbe
                                                                                                                                                                                    • Email
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                                                                                                                                                                                      Zusammenfassung: Ganz kurz für Beepo
                                                                                                                                                                                      • ILP benötigt relativ wenig Trainingsbeispiele. Diese müssen aber in Form von expliziten Prädikaten vorliegen.
                                                                                                                                                                                      • Gelernte Regeln sind (im Gegensatz zu Neuronalen Netzen) meist einfacher für Menschen interpretierbar
                                                                                                                                                                                      Ein kleiner Exkurs in die formale Logik
                                                                                                                                                                                      • Teilgebiet der Mathematik für das Modellieren der Welt mit wahren oder falschen Statements (hier: Prädikatenlogik)
                                                                                                                                                                                        • Martin ist männlich; Anna und Nina sind weiblich (Attribute)
                                                                                                                                                                                        • Martin und Anna sind Elternteile von Nina (Relationen)
                                                                                                                                                                                        • Martin ist der Vater von Nina; Anna ist nicht der Vater von Nina (Negation)
                                                                                                                                                                                        • X ist Vater von Y, wenn X ein Elternteil von Y ist und X männlich ist. (Abstrakte logische Regel mit Variablen)
                                                                                                                                                                                      • ILP möchte solche Regeln automatisch erlernen
                                                                                                                                                                                      • Als Basis dazu benötigen wir:
                                                                                                                                                                                        • Positive und negative Beispiele für das Konzept (hier „Vater“)
                                                                                                                                                                                        • Ein Pool von wahren Statements in unserer Welt (hier wahre Elternteil- und Geschlechts-Statements)
                                                                                                                                                                                      Typische Ansätze
                                                                                                                                                                                      • Was ist eine gute Regel?
                                                                                                                                                                                        • Kümmert sich um möglichst viele positive Beispiele
                                                                                                                                                                                        • Meidet möglichst viele negative Beispiele
                                                                                                                                                                                        • Ist so allgemein wie möglich
                                                                                                                                                                                      • Generate-and-Test Verfahren
                                                                                                                                                                                        • FOIL (Quinlan)
                                                                                                                                                                                          • Generiere Regelkandidaten und entferne in jedem Schritt die gecoverten positiven Beispiele
                                                                                                                                                                                          • Erst wird versucht, eine Regel dadurch aufzubauen, dass mehr und mehr Vorbedingungen für die Regel gefunden werden (Hier wird ein statistisches Maß zur Beurteilung der Güte von Literalen verwendet).
                                                                                                                                                                                          • Wenn diese Regel nicht ausreicht, um alle Beispiele korrekt zu klassifizieren, werden mit dem selben Verfahren weitere Regeln gefunden.
                                                                                                                                                                                        • ALEPH (Srinivasan)
                                                                                                                                                                                          • Wähle ein positives Beispiel aus
                                                                                                                                                                                          • Baue die spezifischste Klausel
                                                                                                                                                                                          • Suche nach einer generelleren Klausel
                                                                                                                                                                                          • Entferne redundante Beispiele
                                                                                                                                                                                        • Negative Beispiele mit Bedacht wählen. Starke Abgrenzung zu positiven Beispielen an den wichtigen Stellen ist essenziell für ein effizientes Lernen.
                                                                                                                                                                                      Anwendungsgebiete
                                                                                                                                                                                      • Relationale Problemstellungen
                                                                                                                                                                                        • Mutagenizität (Eine der ersten Anwendungen)
                                                                                                                                                                                        • Stabilität (z.B. AI Birds)
                                                                                                                                                                                        • Funktioniert auch bei wenig Beispielen gut!
                                                                                                                                                                                      • Erklärbare KI
                                                                                                                                                                                        • Post-Hoc-Erklärverfahren: Nehme ein effektives aber undurchsichtiges neuronales Netz und erkläre es durch ILP
                                                                                                                                                                                          • Finde zunächst wichtige Bausteine im Input oder im gelernten Netz und finde dann aussagekräftige ILP-Regeln, die das Zusammenspiel dieser erklären.
                                                                                                                                                                                        • Safety im autonomen Fahren: Werden vorgegebene logische Regeln von einem trainierten neuronalen Netz eingehalten?
                                                                                                                                                                                      • Die Wichtigkeit guter negativer Beispiele!
                                                                                                                                                                                        • Man könnte verleitet werden, nur positive Beispiele (z.B. für Katze) zu geben.
                                                                                                                                                                                        • Kleinkinder haben aber dann Probleme, wenn z.B. ein Hund kommt.
                                                                                                                                                                                        • In der Psychologie sieht man, dass einige wenige, gut gewählte negative Beispiele ein Konzept besser beschreiben (Das ist keine Katze, das ist ein Hund)
                                                                                                                                                                                        • Eltern erklären intuitiv mit Sprache, warum das keine Katze, sondern ein Hund ist (größer, bellt, weniger Schnurrhaare etc.)
                                                                                                                                                                                        • Dualität zwischen Lernen und Erklären
                                                                                                                                                                                      • Heimassistenten
                                                                                                                                                                                        • Vorhandenes Wissen über den Haushalt mit Logik modellieren
                                                                                                                                                                                        • Regeln mit ILP lernen, welche aussagen, ob bestimmte Situationen vorliegen
                                                                                                                                                                                        • Wenn Situation vorliegt, passende Aktionen schalten
                                                                                                                                                                                      Weitere Links und Quellen
                                                                                                                                                                                      • Muggleton and de Raedt (1994): Inductive Logic Programming: Theory and Methods
                                                                                                                                                                                      • Muggleton, Schmid, Zeller (2018): Ultra-strong Machine Learning: Comprehensibility of Programs Learned with ILP
                                                                                                                                                                                      • Wikipedia-Artikel zu FOIL: hier
                                                                                                                                                                                      • Haupt-Webseite zu ALEPH: hier
                                                                                                                                                                                      • Wikipedia-Artikel zur Prädikatenlogik erster Stufe: hier
                                                                                                                                                                                      • Srinivasan, Muggleton, King, Sternberg (1994): Mutagenesis: ILP Experiments in a Non-determinate Biological Domain
                                                                                                                                                                                      • Rabold, Deininger, Siebers, Schmid (2019): Enriching Visual with Verbal Explanations for Relational Concepts – Combining LIME with Aleph
                                                                                                                                                                                      • Rabold, Schwalbe, Schmid (2020): Expressive Explanations of DNNs by Combining Concept Analysis with ILP
                                                                                                                                                                                      • Rabold, Siebers, Schmid (2021): Generating Contrastive Explanations for Inductive Logic Programming Based on a Near Miss Approach
                                                                                                                                                                                      • Schwalbe, Wirth, Schmid (2021): Concept Embeddings for Fuzzy Logic Verification of Deep Neural Networks in Perception Tasks, https://arxiv.org/abs/2201.00572
                                                                                                                                                                                        (Paper von Gesina zu Sicherheitsüberprüfungen an DNNs mithilfe logischer Regeln)
                                                                                                                                                                                      1 hr 4 min
                                                                                                                                                                                    • Wer war Joseph Weizenbaum?
                                                                                                                                                                                      • Johannes Rabold
                                                                                                                                                                                        • Twitter
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                                                                                                                                                                                        • ResearchGate
                                                                                                                                                                                        • ORCiD
                                                                                                                                                                                        • Gesina Schwalbe
                                                                                                                                                                                          • Email
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                                                                                                                                                                                            Lebenslauf
                                                                                                                                                                                            • * 1923 in Berlin, † 2008 in Gröben
                                                                                                                                                                                            • Eltern: jüdisch, Vater Kürschnermeister (Tierfelle zu Pelzmänteln etc.)
                                                                                                                                                                                              • Für seinen Vater war Weizenbaum ein „wertloser Trottel“
                                                                                                                                                                                            • 1936 Emigration der Familie in die USA
                                                                                                                                                                                            • ab 1941: Studium
                                                                                                                                                                                              • Mathematik an der Wayne State University in Detroit, Michigan
                                                                                                                                                                                              • 1942: Militärdienst als Meteorologe, da er für Kryptographie nicht genommen wurde („enemy alien“)
                                                                                                                                                                                              • Ab 1946 bis 1948 Bachelor und bis 1950 Master
                                                                                                                                                                                            • Um 1952: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Arbeit an Analogrechnern
                                                                                                                                                                                            • 1952: Arbeit für General Electric an ERMA (Magnetic Ink Character Recognition) und Computer-Banksysteme
                                                                                                                                                                                            • Ab 1963: Position am MIT
                                                                                                                                                                                              • Forschung an dezentralen Rechnersystemen (Ergebnisse wurden später für ARPA-Netz, Vorläufer des Internets, genutzt) (https://gi.de/persoenlichkeiten/joseph-weizenbaum)
                                                                                                                                                                                              • 1966: ELIZA (Einer der ersten Chatbots, Psychologin, angelehnt an den Stil von Carl Rogers)
                                                                                                                                                                                                • Sekretärin, die wusste, dass es ein Programm war: „Would you mind leaving the room please?“
                                                                                                                                                                                                • Online-Beispiel (http://www.med-ai.com/models/eliza.html.de), englische Version: https://web.njit.edu/~ronkowit/eliza.html
                                                                                                                                                                                                • Es gibt auch eine Version von ELIZA im Texteditor Emacs
                                                                                                                                                                                                • ELIZA war der Wendepunkt für das Denken von Weizenbaum
                                                                                                                                                                                            Kritik an Informatik und KI
                                                                                                                                                                                            • KI führt zur Entmenschlichung
                                                                                                                                                                                              • ELIZA wird zu viel Menschlichkeit zugesprochen
                                                                                                                                                                                              • „Letztendlich lüge ich einen potentiell Schutzbedürftigen an, indem ich eine psychologische Hilfe vorgaukle.“
                                                                                                                                                                                              • Siehe auch japanische Roboter in der Altenpflege als „Menschenersatz“
                                                                                                                                                                                            • Keine prinzipielle Ablehnung des Militärs, aber starke Kritik an autonomen Waffensystemen
                                                                                                                                                                                              • „Der Mensch sollte immer die letzte Instanz sein!“
                                                                                                                                                                                              • Unterschied laut Weizenbaum:
                                                                                                                                                                                                • Entscheidung: Kalte algorithmische Berechnung
                                                                                                                                                                                                • Auswahl: Emotionale Abwägung
                                                                                                                                                                                            • „Der Computer ist ein Treiber von negativen gesellschaftlichen Entwicklungen.“
                                                                                                                                                                                              • Computer als konservative Kraft
                                                                                                                                                                                                • vgl.: Bankensystem wird nicht überholt, da Computer bestehende Strukturen einfach effizienter gestalten
                                                                                                                                                                                              • Computer ist ein Kind des Militärs
                                                                                                                                                                                            • Kritik an Weizenbaum: Warum müssen wir uns über Dinge unterhalten, die noch so weit in der Zukunft liegen?
                                                                                                                                                                                              • Forschendendrang, Fragen zu stellen
                                                                                                                                                                                              • Grundlagenforschung kann nie früh genug beginnen
                                                                                                                                                                                            Weitere Links und Quellen
                                                                                                                                                                                            • Film: Plug & Pray – Von Computern und anderen Menschen, 2010, Regie: Jens Schanze
                                                                                                                                                                                            • Studie des Bundesamt für Arbeit zur Arbeitsmarktentwicklung seit den 70ern (ein Ergebnis: neue Technologien haben immer mehr Arbeitsplatze geschaffen als ersetzt): http://doku.iab.de/kurzber/2019/kb1319.pdf
                                                                                                                                                                                            • 5 Megabyte Festplatte von 1956: https://www.chip.de/news/Kurioser-Datenspeicher-5-Mbyte-Festplatte-von-1956_119941315.html
                                                                                                                                                                                            • Weizenbaum bekam erst in den 2010er Jahren die Ehrendoktorwürde verliehen: https://www.inf.uni-hamburg.de/home/about/honors/weizenbaum.pdf
                                                                                                                                                                                            • Spiegel-Artikel anlässlich des 85. Geburtstages von Weizenbaum: https://www.spiegel.de/netzwelt/tech/joseph-weizenbaum-der-zornige-alte-mann-der-informatik-a-527122.html
                                                                                                                                                                                            • Der Eintrag zu Weizenbaum auf der Webseite der Gesellschaft für Informatik: https://gi.de/persoenlichkeiten/joseph-weizenbaum
                                                                                                                                                                                            1 hr 44 min
                                                                                                                                                                                          • Was ist XAI?
                                                                                                                                                                                            • Gesina Schwalbe
                                                                                                                                                                                              • Email
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                                                                                                                                                                                                  Viele maschinell gelernte Modelle sind undurchsichtig. Diesmal geht es um die Frage: Wie kann man dennoch einen Blick hinein werfen? Und warum braucht man das? Wir plaudern also ein wenig um unser Forschungsgebiet, die erklärbare künstliche Intelligenz (XAI von eXplainable Artificial Intelligence).

                                                                                                                                                                                                  Zusammenfassung: Ganz kurz für Beepo
                                                                                                                                                                                                  • „Erklärbar“ ist nicht leicht zu definieren.
                                                                                                                                                                                                    Unser Versuch: Erklärbar heißt (teilweise) auf eine Art und Weise darstellbar, dass ein Mensch es verstehen kann.
                                                                                                                                                                                                  • Modelle können selber schon transparent, d.h. verständlich, sein oder im Nachhinein (möglicherweise abschnittsweise) in ein verständliches Modell übersetzt werden.
                                                                                                                                                                                                  • Es ist wichtig, dass maschinell trainierte Modelle erklärbar sind, z.B. für Sicherheit, Fairness oder Debugging.
                                                                                                                                                                                                  • Erklärbar ist nicht gleich erklärbar: Es gibt viele verschiedene Gründe, weswegen man, viele Aspekte, die man, und viele Arten und Weisen, auf die man, erklären kann. Man sollte sich vorher überlegen, wer was wie erklärt haben möchte.
                                                                                                                                                                                                  • XAI ist ein weites (und interessantes ;-)) Forschungsfeld, das sich damit beschäftigt, Methoden zum Erstellen erklärbarer Modelle und zum nachträglichen erklären von Black-box Modellen zu finden.
                                                                                                                                                                                                  Ein paar Überlegungen zu Erklärbarkeit
                                                                                                                                                                                                  • Was heißt „erklärbar„? Das ist erstmal schwer zu definieren, denn es kann ganz unterschiedliches sein.
                                                                                                                                                                                                    • Erklären heißt, etwas intransparentes für einen Menschen transparent darstellen.
                                                                                                                                                                                                    • Erklärbar heißt, (teilweise) auf eine Art und Weise darstellbar, dass ein Mensch es verstehen kann.
                                                                                                                                                                                                    • Unterschiedliche Leute brauchen unterschiedliche Erklärungen, um etwas zu verstehen!
                                                                                                                                                                                                  • Was heißt transparent? Beispiele „durchsichtiger“ (transparenter) und „undurchsichtiger“ Modelle:
                                                                                                                                                                                                    • Durchsichtig: z.B.
                                                                                                                                                                                                      • Entscheidungsregeln (z.B. erstellt mit Inductive Logic Programming)
                                                                                                                                                                                                      • Entscheidungsbäume
                                                                                                                                                                                                      • lineare Modelle
                                                                                                                                                                                                    • Undurchsichtig: tiefe neuronale Netze, denn sie sind hochdimensional, vielschichtig und speichern Information verteilt (ein Neuron kodiert information über mehrere Konzepte)
                                                                                                                                                                                                  • Warum will man hineinschauen? Anwendungsbeispiele:
                                                                                                                                                                                                    • Debugging: Was sind Stellen, an denen mein Modell besonders schlecht funktioniert? Warum? Wie kann ich das Verbessern?
                                                                                                                                                                                                    • Wissensgewinn: Wie hat das Modell das Problem gelöst?
                                                                                                                                                                                                    • Sicherheitsüberprüfung: Falls die Entscheidungen meines Modells gefährlich sein können, ist es zur genüge sicher(er)?
                                                                                                                                                                                                    • Ethische Prüfung: Ist das Netz „fair“? (wobei fair oft schwer zu definieren ist)
                                                                                                                                                                                                    • Externe Auditoren: z.B. Sicherheitsforscher
                                                                                                                                                                                                  • Was man sich vorher überlegen sollte:
                                                                                                                                                                                                    • Wem soll etwas wozu erklärt werden?
                                                                                                                                                                                                      Beispiele unterschiedlicher Empfänger der Erklärung:
                                                                                                                                                                                                      • Entwickler des Modells
                                                                                                                                                                                                      • Endnutzer eines Systems, in dem ein maschinell trainiertes Modell verwendet wird (z.B. Ärtze im Falle eines medizinischen Assistenzsystems für Diagnosen);
                                                                                                                                                                                                        Experten oder Laien
                                                                                                                                                                                                      • Organe der Rechtsprechung
                                                                                                                                                                                                      • Externe Auditoren
                                                                                                                                                                                                    • Intrinsisch erklärbar oder nachträgliches Öffnen einer Black-box?
                                                                                                                                                                                                      Beachte, dass bessere Erklärbarkeit oft mit schlechterer Performanz einhergeht! („Accuracy-Interpretability-Tradeoff“)
                                                                                                                                                                                                    • Soll die Erklärung
                                                                                                                                                                                                      • lokal für eine Ausgabe (Warum reagiert mein Modell hier so?) oder
                                                                                                                                                                                                      • global für das gesamte Modell (Wie funktioniert mein Modell allgemein?) sein?
                                                                                                                                                                                                    • Welcher Grad von Transparenz wird benötigt?
                                                                                                                                                                                                      • vollständig verständlich = ein Mensch könnte das gesamte Modell selber durchdenken
                                                                                                                                                                                                      • verständliche Bausteine = ein Mensch kann zwar nicht das gesamte Modell durchdenken, versteht aber jeden Schritt
                                                                                                                                                                                                      • mathematisch beschreibbar = formale Eigenschaften sind bekannt und mathematisch verstanden
                                                                                                                                                                                                    • Was soll erklärt werden:
                                                                                                                                                                                                      • Worauf hat das Netz geachtet? (Attribution der Eingabe zur Ausgabe)
                                                                                                                                                                                                      • Was kodiert das Netz intern?
                                                                                                                                                                                                      • Wie arbeitet das Netz intern?
                                                                                                                                                                                                      • …
                                                                                                                                                                                                    • Braucht die Erklärungsmethode nur Zugriff auf Ein- und Ausgaben des Modells (black-box) oder auch auf Zwischenaufgaben und Interna des Modells (white-box)?
                                                                                                                                                                                                  Beispiele von Verfahren
                                                                                                                                                                                                  • Typische Verfahren, die nachträglich und lokal Attribution untersuchen:
                                                                                                                                                                                                    • Nur anhand von Eingaben und Ausgaben:
                                                                                                                                                                                                      • LIME (Local Interpretable Model-agnostic Explanations): Untersuche den Effekt den es hat, einzelne Teile der Eingabe abzuschalten; abgeschaltet wird durch Schwärzen (Bildausschnitte) oder Weglassen (Textabschnitte/Wörter)
                                                                                                                                                                                                      • RISE (Randomized Input Sampling for Explanation): Wie LIME, nur hier werden Bildausschnitte durch Verwaschen abgeschaltet
                                                                                                                                                                                                      • SHAP (SHapley Additive exPlanations): Wie LIME, nur dass hier Bildausschnitte nicht abgeschaltet werden durch Schwärzen, sondern indem sie mit zufälligen Schnippseln aus anderen Bildern getauscht werden; verwendet Shapley Werte (ein Verfahren aus der Spieltheorie, um die Beiträge einzelner Spieler zum Gesamtgewinn zu ermitteln)
                                                                                                                                                                                                    • Für neuronale Netze, anhand der inneren Struktur (bzw. des Informationsflusses):
                                                                                                                                                                                                      • LRP (Layer-wise Relevance Propagation): Verfolge das Ausgabesignal durch die Neuronenverbindungen zurück zur Eingabe, wobei (1) die Gewichte der Verknüpfungen beachtet werden (kleines Gewicht=weniger Durchfluss) und (2) davon ausgegangen wird, dass die Summe an Neuronensignalen in einer Schicht immer gleich bleibt.
                                                                                                                                                                                                      • Sensitivity Analysis (Empfindlichkeitsanalyse): Für jeden Teil der Eingabe, ermittele wie stark eine kleine Änderung dieses Teils auch eine Änderung in der Ausgabe verursachen würde (dafür wird der Gradient bzw. die Ableitung der Modellfunktion genutzt)
                                                                                                                                                                                                      • CAM (Class Activation Mapping) und Grad-CAM (Gradient Class Activation Mapping) für Faltungsnetze: Hier wird ausgenutzt, dass die Zwischenausgaben jeder Schicht eines Faltungsnetzes eine Sammlung von Schwarzweißbildern ist. Bei beiden Verfahren, werden die Schwarzweißbilder, die von der letzten Faltungsschicht ausgegeben werden, zu einem Schwarzweißbild zusammengefügt — der Attributionsmaske (weiß=wichtig, schwarz=unwichtig für die Entscheidung des Modells).
                                                                                                                                                                                                  • Beispiele für globale Verfahren, die nachträglich Informationen über die Kodierung eines neuronalen Netzes sammeln:
                                                                                                                                                                                                    • Konzeptanalyse, z.B. Net2Vec oder TCAV (Testing with Concept Activation Vectors): Hier werden semantische Konzepte (z.B. „grün“, „Baum“, „hölzern“) mit bestimmten Zwischenausgaben von neuronalen Netzen assoziiert.
                                                                                                                                                                                                    • Deep Dream: Hier werden Startbilder so verändert, dass sie ein Neuron maximal aktivieren und damit „zeigen“, für was das Neuron steht.
                                                                                                                                                                                                  Weitere Links und Quellen
                                                                                                                                                                                                  • Paper zu XAI Methoden, in denen Probleme von einzelnen neuronalen Netzen entlarvt wurden:
                                                                                                                                                                                                    • Ein Husky wird nur wegen Schnee erkannt: https://arxiv.org/abs/1602.04938 (s. Bild 11)
                                                                                                                                                                                                    • Objekte werden nur anhand einer Bildsignatur erkannt: https://arxiv.org/abs/1902.10178 (s. Bild 1a)
                                                                                                                                                                                                  • Ein (englisches) Paper mit recht detaillierter und differenzierter Definition von Erklärbarkeit:
                                                                                                                                                                                                    Arrieta, Alejandro Barredo, Natalia Díaz Rodríguez, Javier Del Ser, Adrien Bennetot, Siham Tabik, Alberto Barbado, Salvador García, et al. 2020. “Explainable Artificial Intelligence (XAI): Concepts, Taxonomies, Opportunities and Challenges toward Responsible AI.” Information Fusion 58: 82–115. https://doi.org/10.1016/j.inffus.2019.12.012.
                                                                                                                                                                                                  • Ein Paper, in dem einige wichtige Motivationen für Erklärbarkeit gut zusammengefasst sind
                                                                                                                                                                                                    (erklärbar )
                                                                                                                                                                                                    Adadi, Amina, and Mohammed Berrada. 2018. “Peeking inside the Black-Box: A Survey on Explainable Artificial Intelligence (XAI).” In IEEE Access, 6:52138–60. https://doi.org/10.1109/ACCESS.2018.2870052.
                                                                                                                                                                                                  • Arbeit aus unserem Lehrstuhl zu der These, dass logische Regeln gut für Menschen verständlich sind: Muggleton, S. H., Schmid, U., Zeller, C., Tamaddoni-Nezhad, A., & Besold, T. (2018). Ultra-strong machine learning: comprehensibility of programs learned with ILP. Machine Learning, 107(7), 1119-1140.
                                                                                                                                                                                                  • Arbeit zur Mutagenizität während der Anfänge von ILP: King, R. D., Muggleton, S. H., Srinivasan, A., & Sternberg, M. J. (1996). Structure-activity relationships derived by machine learning: The use of atoms and their bond connectivities to predict mutagenicity by inductive logic programming. Proceedings of the National Academy of Sciences, 93(1), 438-442.
                                                                                                                                                                                                  • Unser Paper, das eine Methode vorstellt, um ein neuronales Netz durch erklärbare Regeln anzunähern: Rabold, Johannes, Gesina Schwalbe, and Ute Schmid. 2020. “Expressive Explanations of DNNs by Combining Concept Analysis with ILP.” In KI 2020: Advances in Artificial Intelligence. Lecture Notes in Computer Science. Springer International Publishing. https://doi.org/10.1007/978-3-030-58285-2_11 oder https://arxiv.org/abs/2105.07371.
                                                                                                                                                                                                  • Das Buch Deep Learning von Ian Goodfellow ist ein Standardwerk zu tiefen neuronalen Netzen und hat ein schönes Cover aus Deep Dream Ausgaben
                                                                                                                                                                                                  • Wer mehr über Fairness im und für maschinelles Lernen erfahren möchte, kann sich z.B. das Buch Fairness in Machine Learning von S. Barocas, M. Hardt und A. Narayanan anschauen.
                                                                                                                                                                                                  • Hier nochmal der Link zum Artikel, in dem die Urban Legend zur Geschichte „Panzererkenner, der auf schönen Himmel statt Panzerrohre achtete“ aufgerollt wird: https://www.gwern.net/Tanks
                                                                                                                                                                                                  • Google Scholar ist ein Suchdienst von Google, um wissenschaftliche Veröffentlichungen zu finden. Außerdem wird zu Suchergebnissen angegeben, wie oft diese schon in anderen (wissenschaftlichen) Veröffentlichungen erwähnt wurden.
                                                                                                                                                                                                  • Video eines Computers, der mit Wasser funktioniert: https://www.youtube.com/watch?v=IxXaizglscw
                                                                                                                                                                                                  1 hr 24 min

                                                                                                                                                                                                About KI – Kaum Intelligent

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