Souveränität ist nicht Autonomie. Die Schwarz-Gruppe, besser bekannt als Lidl und Kaufland, baut bei Rostock ein KI-Rechenzentrum für 5,6 Milliarden Euro, mit Windstrom aus Mecklenburg-Vorpommern und einer Ausbauoption bis 1 Gigawatt. Yusuf Sar und Christian Kunz erklären, warum Europa gar keine Gigawatt-Trainingszentren wie die USA braucht, sondern Inferenz-Rechenzentren für den Betrieb fertiger Modelle, und warum der Kompromiss „deutscher Betrieb, Google-Technologie" besser ist als sein Ruf. Nebenbei verraten die beiden, wie ihr YouTube-Video entsteht: komplett KI-produziert, lokal, mit einem Fact-Checker, der als Yusufs KI-Klon echte Fehler korrigiert.
In der Modell-Rubrik löst sich das Phantom-Modell Ox Alpha auf: Es ist GLM-5.3-Flash von Zhipu, mit 320 Milliarden Parametern, MIT-Lizenz und Kampfpreis, und Yusuf räumt ein, sich geirrt zu haben. Alibabas Qwen3.8-Flash-Next bringt eine Architektur, die laut Hersteller den Durchsatz verachtfacht und die Trainingskosten auf ein Neuntel drückt, was Christian in einer kleinen Vorlesung verständlich macht. Anthropics Claude Fable 5.1 bringt die Zero-Data-Retention-Option zurück und blockt sechzig Prozent seltener zu Unrecht. Dazu Tencent Hy4, Cohere Parse 5 und die Gerüchte um Anthropics zurückgehaltenes Model 2.
Im Business-Teil greift Nvidia nach Hugging Face, SB Energy geht mit 439 Milliarden Dollar Auftragsbestand und 139 Millionen Dollar Halbjahresumsatz an die Börse, und Anthropic mietet für 35 Milliarden Dollar bei Lambda, während Nvidia Chips liefert, finanziert und am Umsatz beteiligt ist. Die Folge beantwortet die Frage, wer in der KI-Wirtschaft gerade wirklich das Sagen hat: die Modelle, die Rechenzentren oder der Konzern, der an jedem Tisch sitzt. Am Ende geht es um Googles WikiSkill und Yusufs These, dass nicht mehr das Modell entscheidet, sondern der Harness, um OpenAIs Abschied von Cursor, ChatGPT unter dem Digital Services Act und die Nachricht, dass oikosa.ai live ist.