Klartext - der ajour-Talk

Klartext - der ajour-Talk

By Nicoletta CimminoSociety & CultureBusinessNews
Download on the App Store

Klartext - der ajour-Talk episodes

  • Regierungsrätin Astrid Bärtschi: "Man muss nicht laut und schrill sein, um Erfolg zu haben"
    138'672 Stimmen: So viele Stimmen wie die Finanzdirektorin Astrid Bärtschi (Mitte) hat bei Berner Regierungsratswahlen noch nie jemand bekommen. Sie wurde in den Medien sogleich "die Überfliegerin" der kantonalen Wahlen vom vergangenen Wochenende getauft. Bärtschi gehört zu den erfolgreichsten Berner Politikerinnen der letzten Jahre. Und zu den gelassensten. Laut sein müsse sie nicht, sagt sie: «Ich glaube, ich bin ein Beispiel dafür, dass man nicht laut und schrill sein muss, damit man wahrgenommen wird.» Als Mitte-Politikerin profitiere sie davon, nicht zu stark zu polarisieren und Stimmen von links bis rechts zu erhalten. Inhaltlich will die Finanzdirektorin den eingeschlagenen Weg weitergehen: Steuern schrittweise senken, die Verwaltung digitalisieren und die Arbeitswelt in der Verwaltung modernisieren. Ein Gespräch über ihre glückliche Kindheit, das Reiten, die verpasste Karriere als Geigenspielerin – und warum sie ihrer Heimat Ostermundigen immer treu geblieben ist.
    53 min
  • Peter Brun: "Die Medienberichte zu Dubai sind völlig übertrieben"
    Seit 10 Jahren ist Dubai die Heimat des Kommunikationsexperten und Ex-Journalisten Peter Brun. Er war lange Zeit Journalist (Radio 24, SRF) und dann als Kommunikationschef das Gesicht und die Stimme des Reiseanbieters Kuoni.
    Krisen faszinieren ihn beruflich bis heute: Kommunikation in schwierigen Zeiten müsse «faktenbasiert und schnell» sein - und vorallem authentisch. Die aktuelle Situation in den Vereinten Arabischen Emiraten sei trotz Bedrohung durch Raketen und Drohnen differenziert. «Es gab nie Panik und Chaos». Erstaunt hat ihn der Tenor in den sozialen Medien bei Kriegsbeginn: Dort hätten «Häme, Schadenfreude und Neid» dominiert.
    Ein Gespräch über Krisenkommunikation, die Medien, sein Leben zwischen Dubai und der Schweiz - und warum Heimat und Daheim nicht das gleiche ist.
    58 min
  • Sabine Reber: "Gärtnern ist wie Sex oder Kochen - das kann jeder"
    Die gebürtige Bielerin Sabine Reber wird auch schon mal als «Gärtnerin der Nation» bezeichnet. Sie selber meint dazu achselzuckend «wenn man im TV kommt, ist man irgendwann mal irgendetwas ‹der Nation›..».
    Die Autorin, die heute im Saanenland lebt, erzählt auch von Brüchen in ihrem Leben, vom Schreiben und vom plötzlichen Ende ihrer langjährigen Gartenkolumnen: «Es ist ein grosser Teil meines Selbstverständnisses, der wegbricht.» Statt Stillstand setzt sie auf Bewegung, im Denken wie im Alltag: «Ich bin ein Bewegungsmensch.»
    Ein Gespräch über das Guerilla-Gärtnern, ihre Abneigung gegen Tulpenfelder, König Charles als Vorbild, und ihr Mantra: «Jeder Mensch braucht einen Garten.»
    50 min
  • Schauspielerin Atina Tabé:"Meine iranische Seite habe ich erst in der Schweiz entdeckt"
    Atina Tabé wurde 1984 in Teheran geboren und flüchtete als kleines Kind nach Berlin. Seit über zwölf Jahren lebt sie in Solothurn. Im «Klartext» mit Nicoletta Cimmino spricht die Künstlerin über die aktuelle Situation in ihrem Heimatland. Hoffnung gebe es – aber «unterm Strich herrscht Krieg, es sterben Menschen». Sie wünsche sich, bald schon in den Iran reisen zu können; seit ihrer Kindheit war sie nie mehr dort. Und sie wünsche sich für das iranische Volk eine Regierung, die gut zu den Menschen dort ist.
    Erst in der Schweiz habe sie ihre iranische Seite entdeckt. In Deutschland habe sie immer darum kämpfen müssen, überhaupt als Deutsche akzeptiert zu werden.
    Mit ihren drei kleinen Kindern spricht Atina Tabé bewusst Persisch: «Die Sprache ist wie ein Parfum. Sie können es tragen oder nicht und selber entscheiden, was sie damit machen wollen.»
    50 min
  • «Klartext – der ajour-Talk» mit SRF-Frau Claudia Moor: «Den Mauerfall habe ich verschlafen»
    Die SRF-Sportjournalistin Claudia Moor ist in Ostberlin aufgewachsen und der Liebe wegen nach Biel gezogen. Seit über 25 Jahren kommentiert sie für SRF im Fernsehen Sport. Gerade ist sie von den Olympischen Winterspielen in Milano Cortina zurückgekehrt.
    Die Stimmung? «Weniger olympisch als auch schon», sagt sie im Gespräch mit Nicoletta Cimmino, und schenkt einen Blick hinter die Kulissen eines der wichtigsten Sportevents überhaupt. «Aber nach drei Wochen habe ich olympische Ringe unter den Augen.»
    Zudem erzählt Claudia Moor, wie sie den Mauerfall am 9. November 1989 verschlafen hat: «Ein Freund rief an und erzählte, die Mauer sei offen. Ich dachte, er spinnt, und ging wieder ins Bett.»
    Ein Gespräch über ihre Liebe zum Sport, ihre grosse Bewunderung für Roger Federer, über die jüngere Geschichte Deutschlands - und darüber, was es mit «Anschleicher»-Liedern auf sich hat. (Hint: In der Schweiz sind das Lieder, die sich zum Slowtanzen eignen)
    57 min
  • Lobbyist Lorenz Furrer: "Ich sage manchmal, ich sei "Schnurri" von Beruf
    Wenn am Montag die eidgenössischen Räte in Bern zur Frühjahrssession zusammenkommen, ist Lorenz Furrer in seinem Element: «Ich finde diesen Mikrokosmos faszinierend und freue mich immer darauf. Bin dann aber auch froh, wenn die Session wieder zu Ende ist.»
    Im Gespräch mit Nicoletta Cimmino spricht der Mitgründer der berühmten Berner Lobby-Agentur Furrerhugi über seine Arbeit, darüber, warum Lobbyisten immer wieder in der Kritik stehen, wie er als Pfarrerssohn in Muri aufgewachsen ist - und wie er mit seiner Ehefrau, Warenhausbesitzerin Nicole Loeb die Balance zwischen Business und Privatleben schafft.
    56 min
  • SVP-Grossrat und Autor Mathias Müller: "Wir müssen aufhören, Männlichkeit als toxisch zu betrachten".
    In diesen Tagen erscheint sein neustes Buch: "Live Bold". Darin plädiert der Bieler Politiker und Berufsoffizier Mathias Müller für eine neue Betrachtung der Männlichkeit. Ein in sich gefestigter Mann sei weder toxisch noch übergriffig, jedoch jederzeit bereit, sich zu verteidigen,
    Im Gespräch mit Nicoletta Cimmino redet Müller über das Buch, aber auch über seine Kindheit, seine bereits früh erwachte Liebe für die USA, seine Leidenschaft für die Schweizer Armee und warum er bei seinen drei Kindern erzieherisch eher locker unterwegs war: "Ich bin ein antiautoritärer Vater".
    57 min
  • Rocker & Podcaster Mathias Schenk: «Ich will, dass die Leute lachen müssen.»
    Sein Klarinettenlehrer hat ihm vom Gitarrespielen abgeraten, weil er da noch mehr üben müsse. Trotzdem ist der Bieler Mathias Schenk seit 23 Jahren mit der Band «Death by Chocolate» unterwegs und hat dabei auch sein Talent zur Unterhaltung entdeckt.
    Egal ob im Podcast «Hergöttli Panaschiert» oder auf der Bühne mit dem Programm «Gurtner & Schenk: Marathon» - er kann nicht aufhören, Leute zum Lachen zu bringen.
    Der kreative Tausendsassa erzählt in dieser Folge unverblühmt von ersten Schwimmversuchen in Dotzingen, warum er beim Musikmachen in einen Flow kommt und dass er es am liebsten hat, «wenn Leute fast verrecken vor Lachen.»
    Zudem feiert er auch noch gleich seinen 39. Geburtstag im Studio mit einer Nachricht an sein jüngeres Ich: "Sälü. Ich bin noch da."
    54 min
  • Eishockey-Legende Köbi Kölliker: "Zum Glück gab es zu meiner Zeit keine Smartphones"
    Jakob "Köbi" Kölliker war Spieler, Trainer, Sportchef. Er hatte eine internationale Karriere, wie man sie im Schweizer Eishockey kaum findet. Alles begann in Biel, dort, wo der «Buschanger» erstmals Schlittschuhe schnürte, uns sein Vater Eismeister war.
    Im «Klartext – der ajour-Talk» mit Nicoletta Cimmino blickt der heute 72-Jährige zurück auf sein letztes Engagement beim SCB-Frauenteam («Das Frauen-Eishockey hat riesiges Potenzial») – und erklärt, warum man als Trainer bei den Frauen feinfühliger kommunizieren muss.
    Er spricht über die Unterschiede zwischen dem Schweizer und dem deutschen Nationalteam («Die Deutschen waren überfordert, wenn sie nicht einfach Befehle bekamen»), über seine glücklichste Zeit bei Ambri-Piotta, seine tiefe Verbundenheit zu Biel und über Willy Gassmann, den früheren Präsidenten des EHC Biel («Ein richtiger Patron»).
    Und «das Schlitzohr», so nannte man Kölliker gerne, verrät, warum er froh ist, dass es früher keine Smartphones gab, die seine damaligen Eskapaden hätten festhalten können.
    51 min
  • Kinobesitzerin Edna Epelbaum: "Ich laufe aus schlechten Filmen nicht einfach raus"
    Edna Epelbaum wuchs in der Stadt Biel oberhalb eines Kinos auf, ihre Spielplätze waren die Projektionskabinen. Der erste Film, den sie sah, war «Heidi» – schwarz-weiss: «Ich schrie durch den dunklen Saal: Warum schlafen hier alle?», erinnert sie sich lachend an ihre erste Kinoerfahrung als Dreijährige.
    Obwohl sie zunächst nach Amerika ging, um eigene Wege zu finden, übernahm sie später das Familienunternehmen von ihrem Vater Vital Epelbaum. "Für meinen Beruf gibt es keinen eidgenössischen Fachausweis - das ist "learning by doing". Der Vater liess sie machen, stand beratend zur Seite: «Wir hatten uns gemeinsame sechs Monate Probezeit gegeben um zu schauen, ob wir miteinander arbeiten können» erzählt sie.
    Ist das Kino am Sterben, wie es immer wieder heisst? Edna Epelbaum ist gelassen: «Solange wir als Gesellschaft das Bedürfnis haben, Geschichten zu erzählen, gemeinsam zu lachen, solange wird das Kino überleben», ist sie überzeugt.
    56 min

About Klartext - der ajour-Talk

From the publisher's feed

Gespräche mit Menschen aus Biel, dem Seeland, der Schweiz und darüber hinaus, die etwas zu erzählen haben - und Klartext reden.