In der SPD rumort es: Bekannte Parteimitglieder haben gestern ein Manifest verfasst, in dem sie sich für eine Kehrtwende in der Außen- und Verteidigungspolitik aussprechen – gegen die Pläne der Bundesregierung, zu der die SPD ja auch gehört. Zu den Verfassern gehören Ex-Fraktionschef Rolf Mützenich, Ex-Parteichef Norbert Walter-Borjans, der Außenpolitiker Ralf Stegner und weitere. Sie fordern Gespräche mit Russland und kritisieren die erhöhten Nato-Ausgaben als "irrational". Kritik gibt es aus den anderen Parteien, aber auch aus der SPD selbst. Der außenpolitische Sprecher, Adis Ahmetovic, spricht von einem "inhaltlich in weiten Teilen fragwürdigen Papier", das "nicht Beschlusslage in der Fraktion oder Partei" sei.