Bundeskanzler Friedrich Merz hat in dieser Woche in der Unionsfraktion mit der SPD abgerechnet. Seine Geduld mit den Sozialdemokraten sei am Ende, sagte er. Es geht um ein Gesetz zur Beschleunigung großer Infrastrukturprojekte, das seit Monaten im Bundestag festhängt. Bemerkenswert ist dabei weniger der Streit in der Sache als der Ton, in dem der Kanzler ihn führt. Denn drastische Worte und öffentliche Schelte ziehen sich durch seine gesamte Amtszeit. Und eigentlich auch durch die Jahre davor. Merz schimpft mal wieder - diesmal auf den eigenen Koalitionspartner. Ist das spontaner Frust oder steckt da ein Muster dahinter?