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.Herzlich Willkommen zur vorerst letzten Folge KontrAktion! Mit einem Kunstwerk von Niels und einem englischen Text von Calypso genießen wir das Ende der dritten Staffel und entlassen euch als treue Zuhörer*innen in eine unbestimmte Zeit ohne unsere beiden Stimmen. Es war uns ein inneres Blumenpflücken und falls wir innig vermisst werden, wisst ihr ja auf welchen Plattformen und in welchen Locations ihr uns antrefft!
hallihallo ihr Lieben, vielen Dank für eine Geduld! Nun ist die vorletzte Folge dieser dritten Staffel Kontraktion endlich hier und es geht erneut um die bildende Kunst. Heute haben wir Lea zu Gast, die uns drei von ihren Werken mitgebracht hat. Sie sprechen ausdrucksstark mit ihrem Kolorit und ihrer Körperlichkeit. Aber es geht auch erneut (mit dem Gemälde, das unser heutiges Cover ziert), um die Werke im Prozess geht und die Frage behandelt; Wann ist ein Werk fertig?
In unserem heutigen Gespräch geht es darum - wie der Titel bereits sagt - wie wir Empfindungen beim Kunstmachen oder beim Rezipieren in Worte fassen oder auf welche andere Art und Weise diese Empfindungen geteilt werden können.
Kunsttipps:
Wie schön dass du wieder zu einer etwas verspäteten Bonus Folge gefunden hast! Heute unterhalten wir uns noch einmal mit Leo über das Reparieren von Dingen und Upcycling. Wie immer kurz und knackig geht es dabei natürlich vordergründig um die Kunstaspekte des Ganzen aber auch unsere persönlichen Beziehungen zum Thema. Viel Spaß beim reinhören!
na endlich wieder Kontraktion! Noch vor dem kommenden Ende der dritten Staffel Kontraktion besprechen Calypso und Niels mit ihrem Gast Leo die Welt der Druckverfahren. Mit dem Linoleumdruck von Leo als Einführung, werden verwendete Technik und Vorarbeit besprochen, sowie die Hintergründe zu der biologischen Kunst von Leo. Anschließend werden Fragen in der Diskussion zu anderen Druckverfahren und philosophische Gedanken zu der Originalität von gedruckter Kunst besprochen. Viel Spaß!!!
Kunsttipps:
hallo du, komm rein...wir haben hier eine gemütliche Wohlfühlatmosphäre geschaffen (wie immer), um über Natalies Lyrik zu sprechen und ein ganz wichtiges Thema für Künstler*innen; die Intimität der eigenen Kunst. Denn Kunst einem Publikum zu präsentieren, besonders im Internet stellt Künstler*innen oftmals vor die Frage wieviel und in welchem Rahmen wir die eigene Kunst teilen wollen. Und darüber hinaus, ob dies einmalig und vergänglich bleibt oder für immer im Internet zu finden sein könnte.
Wir danken unseren Fördergebern dem Beirat Soziokultur der diese dritte Staffel Kontraktion möglich macht.
Kunsttipp:
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Duwohnstda
Du wohnst da
Und er ist dafür verantwortlich
Du wohnst da
Und er weiß nicht mal was davon
Obwohl er dich hier abgesetzt hat
Ich wohne mit dir
Das ist meine Wohnung und du
Du bist jetzt auch da
Ganz unfreiwillig meinerseits
Ich wollte gern alleine wohnen
Nein eigentlich nicht
Aber ich wollte nicht mit dir wohnen
Ich wollte die anderen behalten
Nicht dich
Und doch
Wohnst du jetzt auch da
Es hat schon immer begonnen
Kein klarer Anfang
Der sich abzeichnet
Nur verwischte Linien
Er stellte nach und nach deine Kisten hier ab
Manchmal unauffällig
Manchmal mitten in den Raum
So zentral, so offensichtlich
Das es verwunderlich ist, wie er selbst noch nicht darüber gestolpert sein kann
Du wohnst da
Und er ist dafür verantwortlich
--
Ich habe Beschwerde eingereicht
Mehrfach
Aber du bleibst trotzdem weiter hier
Er hat das Gröbste geschafft – ganz ohne Umzugstransporter
Und mittlerweile sind es Feinschliffe
Die angebracht werden
Poster und Bilder werden für dich aufgehangen
Teppiche ausgerollt
Es wird dir gemütlich gemacht
Vermutlich will er es dir schön machen
Die grauen Wände harmloser erscheinen lassen
Dabei hat er so wenig Sinn für Dekor
Wie lange wirst du hier wohnen?
--
Er weigert sich, dich auch nur für ein Wochenende abzuholen
Ist froh, dass du jetzt bei mir bist
Er hat es nie offen ausgesprochen
Du wohnst da Ich lebe mit dir
Ich versuche mich damit zu arrangieren
Aber es fühlt sich unfair an
Ich hämmer gegen deine Tür
Du sollst verschwinden
Ich schreie
Du machst nicht auf
Du gehst in meinen Zimmern ein und aus
Dir ist egal, wo ich grade bin
Oder ob ich das okay finde
Ich schließe ab
Es ist dir egal
Du kriechst durch den Türspalt
--
Du wohnst da
Und ich akzeptiere meine Wut
Hallihallo ihr Lieben,
schön, dass du dir die Zeit nimmst und dich mal wieder mit der Kunst- und Kulturszene Jenas und aktuellen Debatten befasst. Heute gibt es erneut eine Folge die einem der Host-Personen gewidmet ist; Calypso mit dem Text "Bisschen Knochen, Reines Brachland" (zwei Ausschnitte davon könnt ihr unten mit lesen). Viel Spaß beim Lauschen und diskutiert in euren Kreisen gerne weiter, ob Kunst politisiert und wie ihr selbst diese Art der Politisierung findet.
Kunsttipps:
Wir danken unseren Fördergebern, dem Beirat Soziokultur Jena.
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Wisst ihr ich habe rechts nicht so viel Kraft
Doch dafür links extrem
Wenn es sein müsste treten wir Faschist*innen zu Boden
Danach mehr Dreck unter unsren Sohlen
Denn sie wollen uns ja auch nicht mal mehr blinzelnd sehn
Und ich bin zwar gegen Gewalt
Doch wie soll man gegen Gewalt vorgehn
Außer mit Gegengewalt und das nennt ihr extrem
Sie greifen uns ja nicht an aus Selbstschutz oder einfach nur mal aus Versehn
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Und deshalb
Antifaschismus ist keine Straftat.
Antifaschismus ist Zivilcourage.
Antifaschismus ist Menschenverstand.
Und Schuld an dieser grausamen Tat hat nicht bloß der Faschist, der ihn schlug und auch trat
Die Schuld liegt auch bei denen die eben nur sehen
Wo sie selbst bleiben - stumm und gelähmt sind
Sich keinen Millimeter bewegen oder sich gar dem Fluchtversuch in den Weg stellen
Sich nicht auflehnen, wenn ihnen so etwas begegnet
Und einfach weiter mit aller Ungerechtigkeit um sie herum unbekümmert dann leben
Die Gefahr sind nicht bloß die Täter und die jubelnden Nazis auf den Rängen, die offen darüber sprechen nicht-Gleichgesinnte am Baum aufzuhängen
Sondern die Gefahr
sind auch
die stillen Vertreter
Die “so schlimm ist es nicht” Redner
Denn stehst du nur stumm daneben
ist es fast so als hättst du selbst zugetreten
Und ich wache auf
erleichtert denn es war nur ein Traum
Doch wenn ich daran denke wie so etwas dennoch da draußen passiert
Überkommt mich ein Grauen
Und nach dem ganzen Kram wird euch vielleicht endlich Mal klar
Wegen Leuten wie denen gibt man Stürmen menschliche Namen
Und das Land liegt bald brach
Wenn das Hoffen versagt
Liegen Knochen im Sarg
Da wo ich herkomm
Zu der Zeit als ich da war
Gab es von linken Strukturen
Fast nur noch
Bisschen Knochen und
reines Brachland
hallo du! schön, dass du auf diese Folge gestoßen bist und auch einen Blick auf die Beschreibung wirfst ^^
eine neue Folge Kontraktion mit drei Texten wartet auf euch...Texte, die nach einer langen Zeit der künstlerischen Flaute entstanden sind. Nun endlich ist der Bann gebrochen und das Feuer brennt von neuem auf in einer neuen Periode! Unten könnt ihr gerne alle drei Texte mitlesen. Viel Spaß...
Wir danken natürlich wie immer unseren Förderern - dem Beirat Soziokultur Jena - die diese dritte Staffel Kontraktion möglich machen
Kunsttipps:
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HARTE SCHATTEN
Ich tanze mir das Gesicht in den Schatten,
hör' die kratzige Stimme eines Buntspechts
und die Bewegungen ziehen mich von mir weg,
in eine taube und verängstigte Gewissheit.
Die Uhr steht wie der Mond am Himmel
und sie leuchtet weiß und sie läuft schnell.
Aus der tauben Gewissheit des Schattens,
blicke ich auf den Schein der Uhr hinaus
und auch wenn ich sie nicht schlagen höre,
schlägt ihr Schlaglicht harte Schatten, sodass,
für den Moment, die Welt frei von Zwielicht.
Kein vielleicht vielleicht und kein irgendwann,
ich bleibe hier oder fang von vorn' an.
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frühjahr
Die Sonne scheint, die jungen Blätter in den Kronen tanzen und du fährst mir durch die Haare.
Flieger kehren zurück. Die Tage des Frostes liegen hinter uns, doch du streichelst noch mein Gesicht.
Deine sanften, doch bestimmten Berührung spielen meinen Körper wie eine Tastatur und ich bekomme eine Haut wie die Vögel hoch über meinem Kopf.
Ich schließe die Augen und genieße deine Nähe, während du endlose Kreise in meinem Haaren ziehst und mich durchdringst.
Ich würde deine Berührungen niemals dauerhaft ertragen können, doch spüre ich dich, merke ich wie sehr ich dich gemisst habe, in der Zeit als du anderswo Kreise gezogen hast.
Ich öffne die Augen und lächle in die Sonne. Ich beginne meine Pfeife zu stopfen, auch wenn es mir deine Berührungen erschweren. Als der Kopf voll ist, hast du meinen bereits befreit und ich versuche vergeblich das Feuerzeug zu entzünden, denn du lässt mich nicht. Mein Genuss wird Verdruss und so gehe ich kurz hinein und lasse dich zurück.
Den Kopf nun endlich beruhigt und am brennen, trete ich wieder hinaus und du beginnst augenblicklich mit den Schwaden zu spielen und um mich tanzen zu lassen. Wie luftig-graue Vorhänge zieht der Rauch fort und steigt auf zu kleinen Haufen im endlosen Blau.
Ich schau wieder in die Sonne und blinzle. Die Strahlen scheinen in meinen leeren Kopf und füllen ihn mit Licht. So, blind vor Licht, kommt es mir fast vor als sehe ich dich so dicht. Ganz nah bei mir und doch überall und nirgendwo.
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selbstgelächelt
Mein Spiegelbild lächelt mir Grübchen ins Gesicht und die Trompete untermalt die Unterseite der bewegten Tasten.
Im Schein der Kerze scheint der Geruch vom Rauch, der aus meiner Kleidung aufsteigt fast schon passend, gar wärmend, haltend. Lege ich mich gleich zu Bett, werden die Dämpfe in die Träume aufsteigen und zu Wolken.
Doch lass sie regnen. Ich werde Grübchen in den Regen lächeln und mein Spiegelbild in jedem Tropfen sehen.
Die neue Folge des jenaer Kunstpodcast Kontraktion ist da und dies mit einem wiederkehrenden Gast. Andy Eckardt - Lyriker, Literat und zukünftiger Redakteur - ist zum drittenmal unser Gast und somit auch in jeder Staffel einmal vertreten...ist Andy nun unser Maskottchen?
Heute geht es - neben einem politischen Text von Andy (hier nach-/mitzulesen: https://media.rss.com/kontraktion/feed.xml) - um Literatur- und Kunstmagazine. Ob sie einen definierbaren Zweck oder ein Ziel haben, was Herausforderungen für die Umsetzung darstellen und wie auch ihr Teil eines Magazinprojekts werden könnt.
Das alles zum Anlass der Veröffentlichung unseres Kollektiv-eigenen Magazins kntrst, das ab Samstag den 28.02.2026 für euch verfügbar ist. Kommt gerne zur Releaseveranstaltung am selben Tag um 19 Uhr im Haus auf der Mauer.
Kunsttipps:
Diese kleine Bonusfolge mit Maja schließt inhaltlich an die letzte Folge an, doch betrachten wir ein spezifisches Thema der vorangegangen Diskussion; das Wesen der Kunst.
Dieser Folge könnt ihr auch ohne die letzte Folge gehört zu haben folgen und regt hoffentlich ganz viel zum Nachdenken und zu Diskussionen an ^^
...und das Kunstwerk, das das heutige Folgencover ziert, ist das zweite Werk von Maja, welche letzte Woche besprochen wurden. ;)
ihr Lieben es ist wieder soweit! Eine neue Folge Kontraktion und endlich mal wieder mit bildender Kunst. Mit Maja sprechen wir heute über zwei ihrer surrealistischen Malereien und die Gefühle, die diese evozieren. Im Anschluss (auch angesichts des zweiten Werks) diskutieren wir ob ein Kunstwerk jemals wirklich fertig werden kann.
Referenzwerke der heutigen Folge:
Kunsttipps:
Und wir danken natürlich wie immer herzlich unseren Förderern der dritten Staffel Kontraktion, dem Beirat Soziokultur
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KontrAktion - Der Kontra Podcast
jede zweite Woche neue Folgen mit Calypso und Niels. Alles aus dem Kontra-Universum mit Gästen, die ihre Texte, Werke und sich selbst…
Außerdem widmen wir uns großen und kleinen Fragen, die die junge Kunstszene aktuell beschäftigen.